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Pressemitteilung der NGG, Berlin – 15. August 2013.

Die schlechte Zahlungsmoral der Burger King GmbH, der mit 91 Restaurants und rund 3.200 Beschäftigten größten Franchisenehmerin von Burger King, hat Michaela Rosenberger, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), verurteilt:

„Mal zahlt die Yi-Ko-Holding, die Eigentümerin der Burger King GmbH, nicht das tarifliche Urlaubsgeld, dann wieder keine Zuschläge für Mehr- und Nachtarbeit. Bei der Vielzahl von Fällen und den uns vorliegenden Daten fällt es sehr schwer zu glauben, dass es sich bei den Vorgängen um ‚normale’ Fehler handelt. Für die Beschäftigten ist das ein Desaster. Hier wird mit den finanziellen Ängsten von ganzen Familien gespielt, denn auch die bei Burger King Beschäftigten müssen pünktlich ihre Miete bezahlen.“

Besonders gravierend sei die verspätete Lohnzahlung im Juli für die vielen Beschäftigten muslimischen Glaubens gewesen, da sie am Ende des Ramadan kein Gehalt auf dem Konto hatten. „Viele Familien konnten somit das Zuckerfest am 8. August nicht im gewohnt festlichen Rahmen feiern“, so Rosenberger.

Die Yi-Ko-Holding unter Leitung von Ergün Yildiz hat im Mai 2013 insgesamt 91 Burger-King-Restaurants von der Burger King Company übernommen. Unmittelbar nach der Übernahme versuchte die neue Unternehmensführung, die Rechte von Betriebsräten zu beschneiden und kündigte an, tarifliche Leistungen nicht mehr im vollen Umfang zu gewähren. 15 Kündigungsverfahren gegen Betriebsräte hat Geschäftsführer Yildiz in den vergangenen Wochen einleiten lassen: in München, Augsburg, Speyer, Bochum, Essen, Frankfurt a.M., Ludwigshafen, Köln und Dortmund. Aus Sicht der NGG werden Kündigungsgründe vorgeschoben, die kaum einer gerichtlichen Überprüfung standhalten werden.

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Quelle: http://www.ngg.net/presse_medien/pressemitteilungen-2013/3-quartal-2013/2013-08-15-burgerking-lohndesaster/

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