DKP in Aktion
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ver.di Einzelhandel BaWü

ver.di: Stark durch Streiks – hier bei
den Warnstreiks in Mannheim im
Mai dieses Jahres. Foto: ver.di
Einzelhandel BaWü

Einzelhandelsbeschäftigte wehren sich gegen Kündigung des Manteltarifvertrages

Die Löhne im Einzelhandel sind unterdurchschnittlich. Im Gegensatz dazu sind die Ansprüche an die Beschäftigten überdurchschnittlich. Arbeit an Wochenenden und spät abends, Überstunden und flexible Arbeitszeiten sind Alltag im Einzelhandel. Nach der Kündigung des Manteltarifvertrages durch die Arbeitgeber drohen nun massive Verschlechterungen z.B. bei den Zuschlägen.

Der Konkurrenzkampf unter den Einzelhandelskonzernen eskaliert – auf Kosten der Beschäftigten. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Eigentümer dieser Konzerne (z.B. von Aldi oder Karstadt) zu den reichsten Männern der Republik gehören.
ver.di fordert die sofortige Wiedereinsetzung der Manteltarifverträge und eine spürbare Einkommensverbesserung von 1 Euro mehr pro Stunde.

Vielfältige kämpferische Aktionen und Streiks – auch in Stuttgart – haben der Gewerkschaft ver.di seit Jahresbeginn 22.000 neue Mitglieder gebracht.

Bei einer Streikkundgebung vor der Stuttgarter Karstadt-Filiale wurde darauf hingewiesen, dass die einzigen, die durch einen Sanierungstarifvertrag in das Unternehmen investiert haben, die Beschäftigten sind. Der Eigentümer Nicolas Berggruen hat das Unternehmen einst für einen Euro erworben und seitdem nichts investiert. Er hat außerdem die Namensrechte an Karstadt für eine Million erworben, die er inzwischen für jährlich 8,5 Millionen vermietet.

Nicolas Berggruen hat im Arbeitgeberverband die OT-Mitgliedschaft (ohne Tarifvertrag) beantragt und auch bekommen. Nach Angaben der „Bild am Sonntag“ fließen übrigens die Gelder aus der Vermietung der Namensrechte in eine karibische Steueroase.

Die streikenden Kolleginnen und Kollegen im Einzelhandel verdienen unsere Solidarität. Wir unterstützen die Beschäftigten und kaufen nicht in Betrieben, die bestreikt werden!

DKP Stuttgart