DKP in Aktion
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Anfang Oktober teilte die BSAG mit, dass sie nächstes Jahr ihre Fahrpreise erhöhen muss. Ein Einzel- und Kurzstreckenticket soll dabei 10 Cent mehr kosten und drei Euro mehr im Schnitt für die Monats- oder Jahreskarte und das Sozialticket um 3,20€ auf 30,70€.

Wir Bremer Kommunistinnen und Kommunisten sind der Meinung, dass das unsozial und ökologisch falsch ist. Durch diese wiederholte Preiserhöhung innerhalb kürzester Zeit wälzt die BSAG erneut ihre finanziellen Probleme auf die Nutzerinnen und Nutzer ab.

Die BSAG sieht das naturgemäß anders. Sie begründet die Erhöhung damit, dass die Stadt weniger Geld zahlt und die Sparmaßnahmen im Betrieb ausgeschöpft sind.

Viele Fahrgäste der BSAG stehen an den Haltestellen mit der geballten Faust in der Tasche und sind sehr aufgebracht. Zu recht!

Einige erinnern an die Kämpfe gegen die Fahrpreiserhöhungen vergangener Tage mit Blockaden und Rote Punkt-Aktionen, andere an stabile und erschwingliche Preise in der DDR und andere wiederum appellieren an soziale Gerechtigkeit.

Die DKP erkennt die katastrophale Finanzlage der Kommune nicht als Sachzwang an, weil die Stadt einerseits eine Verantwortung für das Gemeinwesen und für die Daseinsvorsorge hat und andererseits sich nicht aus dieser Verantwortung stehlen kann / darf.

Wir stellen deshalb Fragen:
– Wo ist das Geld für die BSAG geblieben?
– Wer hat die Subventionen an die BSAG gekürzt und an wem wird das Geld umverteilt?

Vorrang vor Hochglanz- und Prestigeprojekten im Interesse der hanseatischen Schaffermahl-Wirtschaft muss die Versorgung der Stadtteile sein. Unter anderen mit Breitensport, Breitenkultur, Gesundheitsein- richtungen und selbstverständlich mit erschwinglichen Fahrpreisen des ÖPNV für alle Geldbeutel.

Wir Kommunistinnen und Kommunisten fordern:
– Als Erstes: Rücknahme der geplanten Tariferhöhungen und ein Sozialticket, was den Namen auch verdient!
– Ausreichend öffentliche Gelder für den ÖPNV statt für kostspielige Wirtschafts- und Prestigeprojekte.

DKP Bremen