Unsere Zeit (UZ)
0

Vor einigen Tagen erreichte uns eine Nachricht von Schmiddl von der Oma Körner Band. Er macht sich Gedanken über die Wirkung des Pressefestes nach außen. Wir finden diese Diskussion sehr wichtig und hilfreich und bitten um eine rege Diskussion. Hier der Brief in einer etwas gekürzten Fassung:

Hurra UZ-Pressefest! – Aber wie?
Super, dass ihr das wieder hinbekommt! Das Pressefest hat seit jeher eine stark solidarisierende Wirkung. Intern. Das ist sehr wertvoll für mich, viele Freundinnen und Freunde, unsere Kinder und vermutlich ein paar Tausend andere. Der Aufwand wäre aber enorm groß, wenn es nur darum ginge. Das könnte man vermutlich einfacher haben. Deshalb gilt: Das Pressefest ist auch die große öffentlichkeitswirksame Veranstaltung der DKP. Ich bin allerdings der Meinung, dass man dieser Tatsache und den Chancen, die sich daraus ergeben, nach 1990 zu wenig Bedeutung beigemessen hat.Vermutlich hatten eine ganze Reihe der zahlreichen Besucherinnen und Besuchern das Empfinden auf einem der zahlreichen „Volksfeste“ zu sein, wenn sie über das UZ-Fest schlenderten. Jedenfalls bin ich schon Ohrenzeuge von Handy-Telefonaten geworden wie „Wir sind hier… ja, wie soll ich sagen…, in Wischlingen, …auf so´nem Fest.“ Wenn das die Erkenntnis ist, ist das nicht gut genug und der Anstrengung nicht wert.
Sowohl als Marketing- als auch als Politmensch habe ich die Erfahrung gemacht, dass Ein-Punkt-Kampagnen am Ehesten die Chance haben, wahrgenommen zu werden. Deshalb schlage ich vor, dass ihr euch ein Motto ausdenkt, das dann an allen Punkten des Festes kommuniziert wird. Es sollte meines Erachtens nicht „Stärkung der DKP“ heißen, denn an Parteien sind nur Wenige interessiert – und die, die an linken Parteien interessiert sind, haben sicher schon mal von der DKP gehört. Das ist Eulen nach Athen tragen. Wenn ihr einen verbreitet akzeptierbaren Slogan für eure Politik findet, wird eine erfolgreiche Verbreitung des Inhalts euch als Partei mehr nützen als das Wedeln mit Eintrittsformularen. Ein Motto, das ich beispielsweise für viele Menschen ansprechend fände, wäre „Für eine solidarische Welt.“ Und als Marketingmensch fange ich sofort an zu spinnen:
An allen Zutrittspunkten zum Fest sind zwei Eingangs“tore“: Links (weiß auf rot) überschrieben mit „Ich bin für eine solidarische Welt“, rechts mit „Ich bin für eine kapitalistische Welt“ (weiß auf schwarz). Alle, die durch das rechte Tor kommen, werden sofort gefragt, ob sie bewusst oder unbewusst den rechten Eingang gewählt haben. Sie wären auf einem Fest der DKP und hier sei ein Flyer, der in knappen Worten beschreibt, wie die sich eine solidarische Welt vorstellt. Alle, die durchs linke Tor reinkommen, bekommen den Flyer auch – aber ohne Debatte. Damit hätten schon mal alle Gäste einen Zettel mit der Kernbotschaft in der Hand und viele wären bereits auf eine nette Weise auf den Inhalt der Veranstaltung angesprochen worden.

  • Ich sehe Schilder an Bier- und Wurstständen: „Für eine solidarische Welt: Bitte von links anstellen.“ Ich sehe
  • ein „Info-Zelt 1: Versuch einer solidarischen Gesellschaft: Die DDR“,
  • ein „Info-Zelt 2: Versuch einer solidarischen Gesellschaft: Chile 1970“,
  • ein „Info-Zelt 3: Versuch einer solidarischen Gesellschaft: Venezuela 2010“,
  • /…/

Jedes Zelt könnte das Zelt eines Landesverbandes sein. Statt der wenig interessanten Hinweise „Hessen“ oder „Mecklenburg-Vorpommern“ steht dann das jeweilige Info-Thema am Zelt. Vielleicht wollen die Gliederungen aus den östlichen Bundesländern sich das Thema DDR aufteilen?:
/…/
Das Alles nicht um alles anders zu machen, sondern um jeder Besucherin, jedem Besucher des UZ-Festes klar zu machen, dass die DKP nicht für mehr günstige Bratwurst oder ein Reförmchen hier und dort ist, sondern für eine anders organisierte solidarische Welt, auf der möglichst viele Menschen gleichberichtigt und in Würde leben können.
/…/

Danke an Schmiddl. Diese Vorschläge sind es allemal wert, sie zu diskutieren. Die Pressefestkommision freut sich schon auf weitere und eine rege Diskussion (uz-pressefest@dkp.de).

Natürlich freuen wir uns auch wieder über die Auftritte der Oma Körner Band auf unserem Fest.

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unser Fest ein großer Erfolg wird.

Ulrich Abczynski
Technischer Leiter

Neu: blog.unsere-zeit.de

Neu: blog.unsere-zeit.de