DKP in Aktion
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Antikommunismus und Geschichtsrevisionismus

lenin-bleibt„Lenin bleibt!“, sprühten Mitglieder der Schweriner SDAJ auf dem Platz vor der Lenin-Statue im Schweriner Stadtteil Großer Dreesch. Gemeinsam mit Genossen der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), des RotFuchs, der PdL und weiteren parteilosen Linken protestierten sie am 17. Juni gegen eine „Kunstaktion“ eines hannoveraner Aktionskünstlers.

Der ehemalige „politische Häftling“, Theologe und Antikommunist Alexander Bauersfeld plante, den Kopf der Statue symbolisch mit einem Bettlaken zu verhüllen. Mit seiner Aktion beabsichtigte Bauersfeld nicht nur den Kopf Lenins, sondern zugleich seine Ideen zu verhüllen. Er beabsichtigte, die Diskussion um den Abriss des Monumentes in der Landeshauptstadt erneut zu entfachen. Um seine Aussage noch zu bekräftigen, suchte sich Bauersfeld den 17. Juni aus, den er als Tag bezeichnete, „der wieder zu einem Feiertag in Deutschland werden solle“.

Dem entgegen stellten sich rund 30 Schwerinerinnen und Schweriner, die sich für „ihren“ Lenin aus unterschiedlichsten Gründen stark machten. Direkt vor dem Denkmal positionierten sich Genossen der SDAJ und DKP mit einem Transparent, das nicht nur das Konterfei des Revolutionärs zierte, sondern auf dem auch stand: „LIEBEN, LACHEN, LENIN LESEN!“. Rundum der Statue wurden Schilder aufgestellt mit Aufschriften wie: “Verhülle dich doch selbst!“. Die Anwesenden machten ihrem Unmut lautstark Luft, so dass von der Rede Bauersfelds nur Bruchstücke zu verstehen waren. Beleidigt und bepöbelt wurden sie dabei von Mitgliedern der FDP, AfD und „Menschenrechtlern“ die ebenfalls vor Ort waren. Obwohl die unterschiedlichen politischen Lager gemischt auf dem Platz standen, kam es zu keinen Handgreiflichkeiten.

Mit dieser Aktion wird nicht nur ein Angriff auf Lenin als historische Person verübt, sie ist gleichzeitig als Angriff auf die Ideen Lenins, auf die Leistungen der internationalen Arbeiterbewegung und den Marxismus/Leninismus insgesamt sowie als Verächtlichmachung der Lebensleistung vieler Bürger in der ehemaligen DDR zu werten. Die Bedeutung Lenins besteht nicht nur darin, dass er als Gründer der Sowjetunion, des ersten Arbeiter- und Bauernstaates, gilt, sondern dass er den Marxismus als Wissenschaft auf seine Zeit, die Zeit des Imperialismus, weiterentwickelte.
Der 17. Juni ist nicht der „Tag des Volksaufstandes“, wie Bauersfeld sagt, auch ist er kein Feiertag. Der 17. Juni ist der Tag der ersten versuchten Konterrevolution in der Deutschen Demokratischen Republik. Er wurde maßgeblich durch den Westen provoziert.

Die bronzene-Lenin Statue in Schwerin wurde 1985 aufgestellt. Sie stammt von Jaak Soans, einem estnischem Bildhauer. Die Skulptur wurde zur Erinnerung an das „Dekret über den Boden“ von 1917 aufgestellt und ist heute die westlichste Lenin-Statue in Europa.

Alexander Bauersfeld wurde 1948 in Nordhausen geboren. Er studierte Theologie in der DDR und wurde 1983 wegen landesverräterischer Nachrichtenübermittlung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. 1984 wurde er von der BRD freigekauft und bezeichnet sich seitdem als „Menschenrechtler“ und als „Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft“. 2007 wurde er in Brasilien unter dem Verdacht festgenommen, kinderpornografische Bilder hergestellt zu haben.

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