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Information und Diskusssion, organisiert von der SDAJ

Die Lage in der Ukraine verschärft sich von Tag zu Tag, der von der Putschregierung entfesselte Bürgerkrieg fordert immer mehr Opfer und die Bundesregierung stärkt Kiew den Rücken. Und doch bleibt der Widerstand gegen Krieg und faschistischen Terror in der Ukraine hierzulande noch ziemlich schwach. Die Bündelung der Kräfte scheitert zuweilen schon an der unterschiedlichen Analyse dessen, was in der Ukraine eigentlich vor sich geht.

Die SDAJ hat darum Arnold Schölzel, Chefredakteur der Tageszeitung junge welt, zu einem Expertengespräch gebeten. Am Samstag um 10.45 Uhr werden wir Jugendbereich mit Arnold darüber sprechen, welche Interessen in der Ukraine aufeinanderprallen, wie er die Kriegsgefahr einschätzt, die von der Ukraine-Krise ausgeht, welche Akteure in der Ukraine am Werk sind, welche Rolle die Faschisten spielen und wie die Bundesrepublik sich darum bemüht, ihren Einfluss auszuweiten. Denn in der Ukraine erleben wir gerade die nächste imperialistische Aggression, wie sie in den vergangenen Jahren bereits in Libyen und Syrien Krieg und Bürgerkrieg gebracht hat. Der gewaltsame imperialistische Interessenkampf ist es, der massenhaftes Leid über ganze Völker bringt und Abertausende zur Flucht aus ihrer Heimat treibt.

Dafür, dass diese Opfer der eigenen imperialistischen Aggression vor ihren Außengrenzen ertrinken und verbluten, hat die EU mit ihrer Agentur Frontex gesorgt. Diejenigen, die es trotz widrigster Umstände doch bis in die EU schaffen, erwarten hier keine offenen Arme: Asylgesetze werden immer weiter verschärft, die Abschiebeknäste sind überfüllt, die Bedingungen, unter denen AsylbewerberInnen leben müssen, sind unmenschlich. Aber gegen die rassistische staatliche Politik regt sich zunehmend Widerstand der Betroffenen. In Hamburg, Berlin und anderen deutschen Städten kam es zu Protestcamps und Hungerstreiks, in Süd- und Westdeutschland finden Refugee-Märsche statt, mit denen die Flüchtlinge ihre Rechte einfordern. Um 12.00 Uhr diskutiert die SDAJ mit Aktiven dieser Proteste über den Stand der Bewegung, Möglichkeiten praktischer Solidarität und die Gemeinsamkeit unserer Kämpfe.

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