Nachrichten
0

Die Regierung hat Verbände und gesellschaftliche Organisationen aufgefordert, zu Fracking Stellung zu nehmen. Hier die Antwort der NGG:

Stellungnahme der Gewerkschaft Nahrung/Genuss/Gaststätten (NGG)

Sehr geehrte Damen und Herren
mit E-Mail vom 19. Dezember 2014 wurden wir – im Zusammenhang mit dem vorgeschlagenen „FrackingRechtsrahmen“ – gebeten, eine Stellungnahme zu den Änderungsentwürfen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG), des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG), des Bundesberggesetzes (BBergG), der Umweltverträglichkeitsprüfungsverordnung Bergbau (UVP-V Bergbau), der Einwirkungsbereichs-Bergverordnung Bergbau (EinwirkungsBergV) und der Allgemeinen Bergverordnung (ABBergV) abzugeben.

Dieser Bitte möchten wir nun mit diesem Schreiben … nachkommen.

… Forderung eines grundsätzlichen Fracking-Verbotes

Die Gewerkschaft NGG gehört zu den vielen Kritikern des Fracking und fordert ein konsequentes Verbot von Fracking in Deutschland. Die Auswirkungen auf die Umwelt und insbesondere das Grund- und Trinkwasser, die Basis vieler unserer Lebensmittel sind, sind bis heute weitestgehend ungeklärt, das Risiko für Mensch und Natur deshalb unkalkulierbar.

Hierbei gilt es sich auch vor Augen zu führen, dass der Einsatz der Fracking-Technik (im Rahmen der Aufsuchung und Gewinnung von Öl- und Gasvorkommen) aufgrund der Auswirkungen (und Risiken) insbesondere den Grundsätzen der Erhaltung und Entwicklung von Kulturlandschaften sowie der Sicherung und Entwicklung des Raums in seiner Bedeutung für die Funktionsfähigkeit der Böden, des Wasserhaushalts, der Tier- und Pflanzenwelt sowie des Klimas, einschließlich der jeweiligen Wechselwirkungen, widerspricht.

GEWERKSCHAFT NAHRUNG–GENUSS–GASTSTÄTTEN
HAUPTVERWALTUNG

Nicht umsonst hat Gouverneur Andrew Cuomo im Dezember 2014 ein Fracking-Verbot für sein USBundesstaat New York angekündigt. Grundlage für die Entscheidung war unter anderem eine Gesundheitsstudie des NY Health Departments. Die aktuelle Studie weist auf signifikante Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit Fracking hin.1 Allein der mit dem Einsatz des Fracking-Verfahrens einhergehende Verbrauch des Wassers, ein unwiederbringliches Gut, welches in allen Branchenbereichen unserer Mitglieder eine fundamentale Rolle spielt, rechtfertigt unserer Auffassung nach ein sofortiges Verbot dieser Technik.

Exemplarisch zitieren wir in diesem Zusammenhang aus dem letzten Gutachten des Umweltbundesamtes:

„Der … Wasserbedarf bei der unkonventionellen Gasförderung (sowohl Schiefer- wie Tightgasförderung) übersteigt in einigen Regionen Niedersachsens den vielfach schon heute als kritisch angesehenen Wasserbedarf für die landwirtschaftliche Beregnung so deutlich, dass an dieser Stelle eine hohe Wahrscheinlichkeit von Nutzungskonflikten zwischen Erdgasförderung und Landwirtschaft zu konstatieren ist. Dies, zumal mit fortschreitendem Klimawandel und zunehmend trockeneren Sommern auch die Notwendigkeit von landwirtschaftlicher Beregnung in heute noch weniger dürregefährdeten Regionen zunehmen wird.“

Quelle: NGG

gekürzt

 

Neu: blog.unsere-zeit.de

Neu: blog.unsere-zeit.de