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Von ver.di , 30.04.2015

Im Tarifkonflikt zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Deutschen Post AG erhöht die Gewerkschaft den Druck.

Nachdem bereits in der Nacht zum heutigen Donnerstag (30. April 2015) das Internationale Postzentrum am Flughafen in Frankfurt am Main bestreikt wurde, haben mit Beginn der Frühschicht bundesweit weitere rund 5.000 Beschäftigte in der Postbearbeitung und Zustellung die Arbeit zeitlich befristet nieder gelegt. „Wir haben die Erwartung, dass die Deutsche Post AG am Verhandlungstisch endlich die Kurve kriegt und auf unsere Tarifforderung zum Vertragsbruch eingeht. Wenn es sein muss, legen wir auch noch nach“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.

ver.di fordert für die 140.000 Tarifkräfte des Unternehmens eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich, um den von der Deutschen Post AG begangenen Vertragsbruch zu kompensieren. Ein zwischen ver.di und der Deutschen Post AG geschlossener Vertrag legt fest, dass das Unternehmen maximal 990 Zustellbezirke an Dritte vergeben darf. Für diesen Schutz vor Fremdvergabe verzichten die Beschäftigten auf Kurzpausen und freie Tage. Durch den Aufbau eines flächendeckenden Zustellnetzes über 49 Regionalgesellschaften für die Paketzustellung bricht die Post AG den Vertrag und entzieht damit den Beschäftigten die Sicherheit.

In den bisher drei Verhandlungsrunden wurde zwischen den Tarifvertragsparteien keine Annäherung erreicht. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 8./9. Mai in Berlin angesetzt.

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Abschluss öffentlicher Dienst angenommen:

Die Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat am heutigen Mittwoch (29. April) das Tarifergebnis für die rund 800.000 Tarifbeschäftigten der Länder (außer Hessen) angenommen. Mehr dazu