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Therapeutischer Impfstoff gegen Lungenkrebs sicher und wirksam

In Havanna ging der 5. Internationale Workshop CIMAvax-EGF zu Ende, der erste registrierte therapeutische Impfstoff gegen Lungenkrebs

Von Lisandra Fariñas Acosta , Granma

mai 14, 2015

Zwei Tage fruchtbarer Debatte im 5. Internationalen Workshop CIMAvax-EGF bestätigten, dass zwei Jahrzehnte klinischer Erfahrung bei der Anwendung dieses ersten registrierten therapeutischen Impfstoffs gegen Lungenkrebs bewiesen haben, dass er sicher und wirksam ist, gut vertragen wird, die Überlebenszeit erhöht und die Lebensqualität verbessert.

Dies ist eine ausgezeichnete Prognose, weist doch der Lungenkrebs laut dem Statistischen Gesundheitsjahrbuch 2014, sowohl bei Männern als auch bei Frauen eine hohe Todesrate auf.

Der Workshop war das geeignete Forum die Endergebnisse der Studie vorzustellen und die Wirksamkeit von CIMAvax-EGF bei fortgeschrittenem Lungenkrebs zu bestätigen. Hier ging es unter anderem um die Anwendung des Impfstoff bei der Behandlung des Lungenkrebses bei der medizinischen Grundversorgung, sein globales Sicherheitsprofil, die biologischen Werte, die anzeigen, wie der Körper auf den Impfstoff reagiert, die Erfahrungen, die nach der Registrierung in andern Ländern gemacht wurden.

Wie aus den Debatten des Workshops hervorging, sind bereits 3000 Patienten, hauptsächlich Kubaner, in den Genuss dieses Impfstoffs gekommen. Wie die Doktorin Giselle Suárez vom Zentrum für Molekulare Immunologie (CIM) der Presse sagte, gehöre dieses Medikament seit 2015 zur Grundausstattung, wodurch es für alle Ebenen des nationalen Gesundheitssystems zur Verfügung stehe.

Diese Behandlung, von der in der Hauptstadt über 300 Patienten profitieren, wird mit Erfolg in 18 Polikliniken mit medizinischer Grundversorgung in Havanna angewandt, wie die Ärztin Dr. Eva Salamón, Chefin der Provinzabteilung für Onkologie, der Presse mitteilte.

Diese neuartige therapeutische Strategie ist imstande, Antikörper in dem Patienten selbst gegen den epidermalen Wachstumsfaktor EGF zu erzeugen und so in den karzinogenen Prozess einzugreifen. Außer in Kuba ist der Impfstoff auch in Peru und Paraguay registriert.