DKP in Aktion
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DKP in Aktion

Nein zu TTIP!

Auf zur Großdemo am 10. Oktober 2015 in Berlin!

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Die Verhandlungen zwischen den USA und der EU über einFreihandelsabkommen (TTIP) laufen weiter. Nachdem die bisherige Geheimhaltungspolitik jedoch nicht mehr völlig durchzuhalten war, werben die regierenden Politiker beiderseits des Atlantiks heftig und mit allen Tricks für die Verträge und für Vertrau en.

Doch der Widerstand wächst weiter: Denn die 2013 durch dieEuropäische Kommission beschlossenen Leitlinien für TTIP und weitere durchgesickerte Informationen lassen Schlimmstes befürchten. Danach sollen bestehende Regelungen so angepasst werden, dass es für das Kapital leichter ist, Handel zu betreiben, in den beteiligten Ländern zu investieren oder Niederlassungen zu gründen.

TTIP ist das Projekt der großen Konzerne, das vor allem dazu dienen soll, die Profite der größtenUnternehmen des europäischen und US-amerikanischen Wirtschaftsraums zu erhöhen. Das darf dann ruhig auf Kosten anderer geschehen. Zu diesem Zweck sind im Abkommen vor allem zwei Hebel vorgesehen:

  • Abbau von Regulierung(„Nichttarifäre Handelshemmnisse“) und
  • Sicherung von zu erwartenden Profiten („Investitionsschutz“). Das geht so weit, dass selbst Gesetzgebungsverfahren zukünftig auf den Prüfstand sollen, wenn sie möglichen Profiten der Konzerne im Wege stehen.

Es geht um die Gewinne des großen und Monopolkapitals, um höhere Profite auf Kosten der Beschäftigten und des Großteils der Bevölkerung. Betroffen wären alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Das heißt:

  • Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, über „Schiedsgerichte“ Staaten zu verklagen, wenn sie ihre Profite durch Sozial- oder Umweltgesetze schmälern;
  • Arbeitsschutzstandards und Rechte der Gewerkschaften weiter aufzuweichen bzw. abzubauen;
  • das Öffentliche Beschaffungswesen bzw. die Auftragsvergabe auf allen Ebenen (national, regional, lokal) zu „liberalisieren“;
  • den schon laufenden Abbau der öffentlichen Daseinsvorsorge (also Verkehr, Gas-, Wasser-, und Elektrizitätsversorgung, Müllabfuhr, Bildung und Kultur, Krankenhäuser usw.) zu forcieren;
  • Regulierungen bei den Finanzdienstleistungen zu den Akten zu legen;
  • Europäische Verordnungen zurLebensmittelsicherheit abschaffen zu wollen;
  • Zentrale Umweltvorschriften innerhalb der EU zu untergraben;
  • Die Privatsphäre zu schwächen.Was bei TTIP noch verhandelt wird, ist beim Abkommen zwischenKanada und der EU (CETA) bereits Realität.

TTIP und CETA bedeuten die Unterwerfung ganzer Staaten unter die Kapitalinteressen großer Konzerne.

TTIP ist aber mehr: Es ist einwichtiger Schritt auf dem Weg zu einer weltweiten grenzenlosen Bewegungsfreiheit für Investoren, für die Handelsfreiheit der großen Konzerne ohne hemmende Einflussmöglichkeiten, ohne demokratische Mitsprache. Demokratie und bürgerlichen Rechtsstaat, in langenKämpfen errungene Arbeits- und Menschenrechte sowie die Erhaltung der Umwelt bleiben auf der Strecke.

Dagegen muss der gemeinsameWiderstand verstärkt werden!

Deswegen: Stoppt TTIP – auf zu Großdemonstration am 10. Oktober 2015 in Berlin!

Treffpunkt DKP/SDAJ-Block: Ab 11.30 Uhr an der Rahel-Hirsch-Str./nähe Friedrich-List-Ufer.

Mehr Infos: ttip-demo.de