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18.01.2016

ver.di

Mit einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Mitgliederentwicklung 2015 abgeschlossen. 2.038.638 Mitglieder zählte die Gewerkschaft zum Jahresende. Die Mitgliederverluste reduzierten sich auf minus 0,06 Prozent gegenüber der Vorjahreszahl. Zuwächse seien eindeutig auf die konfliktreichen Tarifauseinandersetzungen im Jahr 2015 zurückzuführen, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Erfreulich nannte er die seit acht Jahren erfolgreiche Entwicklung bei den erwerbstätigen Mitgliedern. Hier lag die Zahl der Eintritte mit 127.769 über der Zahl der Austritte (89.912). Damit stieg die Erwerbsquote auf 76,40 Prozent aller Mitglieder.

Einen Zuwachs um 2,41 Prozent gegenüber dem Vorjahr konnte ver.di 2015 bei den Mitgliedern unter 28 Jahren verzeichnen. „Die Werbung junger Mitglieder soll in diesem Jahr einen noch höheren Stellenwert einnehmen“, betonte Bsirske. Junge Menschen würden in den Betrieben zu Beginn der Ausbildung künftig noch intensiver auf die Vorteile einer Gewerkschaftsmitgliedschaft hingewiesen.

Frauen haben bei ver.di zudem die Mehrheit. Die Frauenquote steigt weiter kontinuierlich an. 2015 lag sie bei 52,02 Prozent. 57,91 Prozent aller Eintritte entfielen im letzten Jahr auf Frauen.

Bei den Beitragseinnahmen konnte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft mit 454,2 Millionen Euro das beste Ergebnis seit ver.di-Gründung realisieren.