DKP in Aktion
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Wie in jedem Jahr findet

am Sonntag, den 14. Februar 2016

um 11 Uhr

auf dem Waller Friedhof

die geschichtsträchtige Kundgebung zu Ehren der Verteidiger der Bremer Räterepublik statt.

Am 4. Februar 2016 jährt sich zum 97. Mal die Niederschlagung der Bremer Räterepublik. Die Herrschaft des Arbeiter- und Soldatenrates in der Revolution von 1918/1919 und die Existenz der Sozialistischen Republik Bremen vom 10. Januar bis zum 4. Februar 1919 gehören zur sozialistisch- kommunistischen Tradition unserer Stadt Bremen. Der Kieler Matrosenaufstand, der die deutsche Revolution im November 1918 einleitete, bildete auch in Bremen den Auslöser für den Sturz der arbeiterfeindlichen kapitalistischen Ordnung. Den von Gustav Noske (SPD) geführten konterrevolutionären Truppen fielen im Januar 1919 Hunderte von Sozialisten-Kommunisten zum Opfer, unter ihnen auch Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Eugen Levine, Leo Jogiches.

Um eine konterrevolutionäre Entwicklung in Bremen zu verhindern und die angestrebte proletarische Demokratie zu erreichen, proklamierte der Aktionsausschuss nach einer großen Kampfdemonstration der Bremer Arbeiterklasse am 10. Januar 1919 die Sozialistische Republik Bremen und ein Rat von Volksbeauftragten aus USPD- und KPD Mitgliedern, u. a. Dannat, Henke, Johann Knief; sie übernahmen die Verwaltung der Stadt. Die Räterepublik nahm eine Reihe sozialer Reformen in Angriff. Im Sozialpolitischen Programm heißt es: „Die tägliche Arbeitszeit beträgt acht Stunden. Die Lohn- oder Gehaltssumme der in den Betrieben beschäftigten Personen müssen bei eintretender Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit die gleichen bleiben, wie sie bei normaler Arbeitszeit erreicht wurden.“ Die noch nicht vergesellschafteten Banken weigerten sich, der neuen revolutionären Räteregierung Geld für Löhne und Gehälter auszuzahlen.

Am 25. Januar befahl der üble Militarist und Monarchist Noske von der SPD der Freiwilligen-Division Gerstenberg, der sich ein aus bremischen Bürgersöhnen gebildeten faschistischen Freikorps unter Oberst Caspari anschloss, den Angriff auf Bremen. Der begann am 4. Februar 1919 mit über 3 000 Soldaten, Kanonen und Panzerautos. Nach heftiger Gegenwehr mussten die Arbeiterinnen und Arbeiter den Kampf einstellen. 29 Verteidiger der Räterepublik wurden brutal ermordet.

Ein linkes Bündnis wird am 14. Februar 2016 der gefallenen Verteidiger der Bremer Räterepublik gedenken und besonders nach der Aktualität ihrer revolutionären Ideen für uns Marxisten-Leninisten, Antimilitaristen, Antifaschisten und Antirassisten fragen, Lehren zu ziehen und zu kämpfen für die Forderung nach der 30 Stunden Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich, Milliarden Euro für die arbeitenden und arbeitslosen Menschen statt für Banken und Konzerne, Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg, Verflucht seien alle Kriege!

Auf der Kundgebung wird Dr. Seltsam aus Berlin sprechen, musikalisch begleitet vom Buchtstraßenchor. Anschließend ab 12 Uhr findet das Kulturprogramm im Westend statt. Die musikalische Einleitung übernimmt unser Genosse Michael Henk mit 2 Arbeiterliedern, moderiert wird das Kulturprogramm von Raymund Gaebelein. Lesen wird aus Peter Weiß Ästhetik des Widerstands der aktive Gewerkschafter und Schauspieler Rolf Becker aus Hamburg. Kaffee- und Kuchenspenden sind willkommen, auf dem Waller Friedhof werden Spenden für die Arbeitersolidarität gesammelt.“

HERAUS ZU EINER KÄMPFERISCHEN KUNDGEBUNG AUF DEM WALLER FRIEDHOF!

DKP Bremen-Nord