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16. Februar 2016

Ende des vergangenen Jahres fand die alle vier Jahre stattfindenden Vollversammlung des Weltbundes der demokratischen Jugend (WBDJ) in Havanna statt. Vertreter der Mitgliedsorganisationen haben gemeinsame Arbeit und vor allem die Entwicklungen der letzten vier Jahre in der Welt analysiert und auf dieser Basis Beschlüsse für die Arbeit der nächsten Legislatur getroffen. Jetzt ist die Abschlusserklärung mit allen diskutierten Änderungen veröffentlicht worden.

Kapitalismus bedeutet Krise

Die Delegierten ziehen für die Entwicklungen in der Welt ein weitestgehend negatives Fazit: „In den letzten vier Jahren hat sich die Situation der Jugend weiter verschlechtert, was unsere Analyse bestätigt, dass das Wohlergehen der Völker und Jugend nicht mit dem imperialistischen Weltsystem vereinbar ist.“ Der Imperialismus wird in der Erklärung klar als höchstes Stadium des Kapitalismus definiert, aus dessen Natur auch die noch immer herrschende Wirtschaftskrise entstand: „[Die Krise] zeigt die Unfähigkeit des Kapitalismus weiteren Fortschritt für die Menschheit zu schaffen. Unglaublicher Reichtum, durch eine mehr und mehr gesellschaftliche Produktion der Arbeiterklasse und der Völker geschaffen, landet nicht in deren eigenen Händen sondern in denen der großen kapitalistischen Monopole. Seit dem Beginn der Krise stürzen sich die Kräfte des Kapitals in jedem Land und die reaktionären Kräfte rund um die Welt darauf, die Krisenfolgen auf die Bevölkerung abzuwälzen…“.

Kapitalismus bedeutet Krieg

Ebenso sehen die Delegierten der Versammlung im Zuge der Krise eine Verschärfung der Konflikte zwischen den Imperialisten selbst, da sich diese im Kampf um Zugang zu Absatzmärkten, Ressourcen und Handelswegen gegenüberstehen. In diesem Kampf sind auch militärische Drohungen, Besatzungen und Invasionen Mittel der Wahl. Entsprechend werden in der Erklärung, neben vielen anderen, die Kriege in Syrien, Jemen und in der Ost-Türkei und ihre Gründe als imperialistisch und von Wirtschaftsinteressen getrieben entlarvt und verurteilt. Und wieder leiden vor allem die Bevölkerungen unter der Politik der Herrschenden und werden dazu getrieben ihre Heimat zu verlassen und ihr Heil in der Flucht zu suchen. Die WBDJ-Mitglieder schreiben in ihrer Erklärung, dass die Hauptverursacher der Migration, die EU, Migranten mit ihrer Politik nicht nur in deren Heimatländern töten sondern auch an den eigenen Grenzen durch die „Politik der Festung-Europa-Doktrin töten (und manchmal klar ermorden)“. Daher verurteilt der WBDJ „die Staaten, welche sich als Flüchtende-freundlich darstellen, aber die aktuellen Debatten nutzen um ihre Asylgesetzgebung zu verschärfen und rassistische Debatten zu befeuern und dadurch das Menschenrecht auf Asyl und Migration zu unterwandern.“

Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte

Diese barbarischen Zustände hindern den WBDJ und seine Mitglieder nicht daran an einer besseren Zukunft zu arbeiten und welche die Delegierten in ihrer Erklärung auch umreißen: „Der Anti-imperialistische Kampf der Jugend, des WBDJs und seiner Mitglieder ist der einzige Weg. Das Ersetzen von Krieg durch Frieden, von Armut und Elend durch Wohlergehen, von Arbeitslosigkeit durch das Recht auf Arbeit und Bildung für alle, all das fordert das Ersetzen des Imperialismus durch ein anderes fortschrittliches sozio-ökonomisches System, in dem die Produktionsmittel in den Händen der Völker sind und die Wirtschaft nach den Bedürfnissen der Menschen entwickelt wird.“. Um dies zu erreichen ist der WBDJ ein Instrument der arbeitenden und lernenden Jugend der Welt, und so ist es nur konsequent, „die Stärkung des WBDJs als einen Schlüsselaspekt in unserem gemeinsamen Kampf gegen den Imperialismus“ zu sehen. Und so schließt die Erklärung mit: „Vereinigt, organisiert und kämpfend sind die Völker unbesiegbar, stärken wir den WBDJ und den anti-imperialistischen Kampf, für eine Welt des Friedens, der Solidarität und des revolutionären sozialen Fortschritts.“

SDAJ