Nachrichten
0

Ein Urgestein der Partei und ein Märtyrer unseres Kampfes für den Triumph der Volksmacht

Rede zum Begräbnis des Genossen Philip Dlamini

von Solly Mapaila

(2. Stellvertretender Generalsekretär der südafrikanischen Kommunistischen Partei SAPC)

Die SACP drückt der Familie von Genosssen Philip Dlamini ihre von Herzen kommenden Beileidsbekundungen aus. Für die Famile wiegt der schmerzhafte Verlust, den wir teilen, natürlich schwerer. Als SACP sind wir überaus betrübt durch den meuchlerischen Mord an Ubaba (Vater) Dlamini. Seine Ermordung hat die steigende Komplexität der neuen Herausforderungen krass hervorgehoben, mit der unsere Revolution mit dem sich ändernden Charakter der strategischen Gegner des ultimativen Sieges unseres Volkes konfrontiert ist.

Wir haben noch einen langen Weg vorwärts zu gehen, um unsere langdauernde historische Mission zu erfüllen, unser Land zu transformieren und die materiellen und kulturellen Bedürfnisse des Volkes im Ganzen zu befriedigen. Aber, wie der Mord an Genossen Dlamini zeigt, sind wir nicht länger so vereinigt wie wir es während des Kampfes waren, die koloniale Unterdrückung und ihre letzte Phase der Apartheid zu Fall zu bringen. Mehr und mehr wird es klarer, dass wir nicht länger ein gemeinsames Ziel teilen es gibt andere, die glauben, dass sie angekommen sind.

Sie schätzen unter den grundsätzlichen Beweggründen, die unseren Kampf stärken, nicht länger die Bedeutung der Einheit von gemeinsamen Vorschlägen. Sie definieren eine neue historische Mission, die unvereinbar mit der DNA unserer Bewegung ist. Alles, was sie wünschen, sind Führungspositionen in unserer Bewegung. Sobald sie zu organisatorischen Machtpositionen aufgestiegen sind, zielen alle ihre Handlungen darauf, diese Position auszubeuten, um persönliche Vorteile zu erlangen, sich und ihre Seilschaft zu bereichern, mit der sie Beziehungen unterhalten. Damit sie an der Macht bleiben, korrumpieren ihre Handlungen interne Prozesse und etablieren Begünstigungen. Und dies, bis sie die Kontrolle über die Verteilung von Ressourcen ergriffen haben, insbesondere bei Ausschreibungsverfahren, Personalplanung und andere Geschäftsangelegenheiten in und in Verbindung mit Behörden und staatlichen Einrichtungen.

Welche Form von Einheit ist möglich mit solchen Personen? Mit diesen Leuten ist keine prinzipielle Einheit möglich!! Wir rufen zur Einheit auf, aber nicht zu einer ohne Grundsätze. Die Einheit, die wir wollen, ruht auf grundlegenden Prinzipien.

Was wir brauchen, ist zu unterscheiden zwischen jenen, die den echten Zielen unseres Kampfes verpflichtet sind, und jenen, die daran interessiert sind, unsere Bewegung zu okkupieren und im Namen von uns allen ihre egoistischen Interessen verfolgen. Wir müssen einen entschiedenen Kampf gegen letztere führen, weil ihre Vorstellungen von unserem Kampf und unserer Bewegung korrumpiert sind. Infolgedessen ist ihre Vorgehensweise auf Makroebene langfristig darauf gerichtet, unsere grundlegenden Kapazitäten und Ressourcen als Nation zu manipulieren, um ihre privaten Interessen zu verfolgen. Deshalb haben sie nicht nur eine korrumpierte Weltsicht, sondern sie sind selbst korrupt geworden. Sie verfolgen ein korruptes Programm.

Politisch korrupte Elemente sind beschäftigt, neue Allianzen zu schmieden, anstelle die zielgerichtete Einheit in den grundlegenden Zielen unseres Kampfes zu stärken, um die nationale Befreiung unseres Volkes zu vollenden und die soziale Emanzipation durchzusetzen. Neue Allianzen, die in Verbindung stehen mit verschiedenen Sektionen des Kapitals, durch die sie ihre privaten Interessen realisieren. In diesem Prozess sind organisiertes Anheuern solcher Individuen und Lobby-Wühlarbeit eine zunehmende Erscheinung. Diese Richtung hat keine Wahl als auf unsere Allianz negativ zu reagieren. Sie bedient sich aller Winkelzüge, um andere Partner in der Allianz an den Rand zu drängen, folglich die Allianz und im Allgemeinen das Volk als Ganzes und seine Gemeinschaften.

Wenn sie nicht bekämpft werden, wird sich Korruption, Günstlingswirtschaft, Seilschaften und Lobbyismus zu einem Krebsgeschwür entwickeln, das unsere Bewegung von innen auffrisst und tötet.

In diesem Kontext, in dem wir heute ubaba Dlamini durch ein Attentat und eine Kugel verloren haben, die angeblich ein Auftragsmörder abgefeuert hat. Genosse Dlamini, ein Felsgestein in unserem Kampf, ist der erste Fall seit unserem demokratischen Durchbruch im April 1994, und seit Genosse Johannes Nkosi 1933 von Söldnern ermordet wurde in einer Versammlung der Kommunistischen Partei.

Genosse Dlamini, der schon in Rente war, wurde ermordet für seinen Kampf, dass die Wahrheit Oberhand gewinnt. Er wurde getötet in einem Meeting für Volksdemokratie, um für Volksdemokratie zu kämpfen. Sein revolutionärer Geist darf nicht sterben. Wir müssen da weitermachen, wo er uns verließ, dadurch, dass wir den Kampf, den er focht, verstärken, bis wir den Sieg sichern und erfolgreich verteidigen.

Aber unser Kampf, wie es seiner war beides sind ein und dasselbe ist ein friedlicher Kampf.

Unter Kampf ist nicht eine Agenda von korruptem Sich-verlassen-können auf reaktionäre und gegenrevolutionäre Gewalt, eingeschlossen das Blutvergießen von anderen, um Erfolg zu haben. Unser Kampf ist ein revolutionärer Prozess, um Leben zu bewahren und zu sichern. Das ist es, zu Frieden und Wohlstand und ohne Ausbeutung durch andere hinzuführen.

Als Südafrikanische Kommunistische Partei rufen wir deshalb zum Frieden auf und zur demokratischen Verteidigung unseres Volkes.

Wir wiederholen unsere Forderung an die Behörden, den feigen Mörder von Genossen Dlamini zu ermitteln. Wir wollen der Sache in jeder Hinsicht auf den Grund gehen. Alle jene, die in allen Phasen des barbarischen Mordes an Genossen Dlamini, von der Planung bis zur Ausführung verwickelt sind, müssen aufgespürt werden. Sie müssen zur Rechenschaft gezogen werden durch eine erfolgreiche strafrechtliche Verfolgung und höchste Strafen.

Unser Aufruf zu Frieden ist nicht ein Aufruf zu Passivität seitens unserer Gliederungen und Mitglieder.

Im Gegenteil, es ist ein Aufruf zum Handeln, um die behördlichen Ermittlungen zu ergänzen und abzusichern. Es ist ein Aufruf, um aktive Schritte zu unternehmen, um das Leben unserer Mitglieder zu schützen und unsere Gemeinschaften zu verteidigen. Es ist ein Aufruf, Straßen- und Blocks-Komitees, Foren der Bürgerwehr und Patrouillensysteme zu stärken und auszubauen. Es ist an uns aufzurufen, rund um unsere Partei und Gemeindeversammlungen die Sicherheit zu verstärken und eine erhöhte Sicherheit zu gewährleisten. Es ist ein Aufruf, wachsam zu sein gegen Mörder und ihre Handlanger.

Genosse Dlamini wurde ermordet im Fortschreiten des Kampfes für Demokratie, des Kampfes für eine vollendete Befreiung, das Kampfes für allgemeine soziale Emanzipation. Unsere Beziehung mit ihm wird nicht mit ihm allein enden. Wie unser aller Anteilnahme zeigt, war unsere Beziehung zu ihm immer eine Beziehung mit seiner Familie im Ganzen. Wir teilten mit ihm die Familie. Wir verlieren ihn zusammen. Die Familie darf sich in dieser schwierigen Zeit, die ihr durch den Mord aufgezwungen wurde, nicht alleingelassen fühlen.

Wir bitten also dringend unsere Provinz-, Distrikt und Betriebsgliederungen, ihre Unterstützung für die Familie fortzusetzen, abzusichern, dass dies strukturiert und gleichbleibend gestärkt abläuft. Die Partei muss mit der Familie zusammen die Straße überqueren, um sicherzustellen, dass die Wahrheit siegt. Als Zentralkomitee, im Namen der SACP im Ganzen und der gesamten Mitgliedschaft werden wir Euch, unsere Gliederungen, unterstützen, um die Verantwortung gegenüber der Familie von ubaba Dlamini zu entlasten.

Im Gedenken an Genossen Dlamini, lasst uns die Arbeiterklasse einigen, unsere Gemeinschaften und unsere Bewegung für den Triumph der Volksmacht dafür zu kämpfen isgt er gestorben!

 

Genosse Solly Mapaila ist der 2. Stellvertretende Generalsekretär der SACP

aus: Umsebenzi Online, Volume 15, No. 3, vom 1. Februar 2016 http://www.sacp.org.za/main.php?ID=5103

Übersetzung: Georges Hallermayer