DKP in Aktion
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Referenten: Hans Christoph Stoodt und Jürgen Lloyd

Schon 1847 wies Karl Marx in einem polemischen Artikel auf den Unterschied zwischen moralisierender Kritik und kritisierender Moral hin. Und wer sich heute mit dem Werkzeug des revolutionären Marxismus auf den Weg macht, die Welt nicht nur zu kritisieren, sondern sie handgreiflich ändern zu wollen, macht mit moralisierender Kritik häufig genug Bekanntschaft. Sie zu erkennen und ihr wirksam entgegen treten zu können ist leichter, wenn man sich einen Standpunkt in der Frage erarbeitet, was unsere Alternative dazu, die der kritisierenden Moral ist. Aber gibt es so etwas überhaupt? Hat der Marxismus eine eigene Ethik, also eine Wissenschaft von der Moral, den Regeln des Zusammenlebens von Menschen hervorgebracht? Unter dem Hinweis darauf, daß dies nicht der Fall sei, gab es immer wieder Versuche, Marx und Engels ethisch zu „ergänzen“ – immer zugleich Einfallstor für den Versuch revisionistischer Kurskorrekturen im Marxismus.

Wenn wir das nicht wollen: wie können wir Ethik im Sinn der Lehre von Marx, Engels und Lenin heute begründen?
Was ist revolutionäre Moral in der Geschichte unserer Bewegung und für uns heute?
Wie kann sie uns helfen, unser Ziel zu erreichen?

Fragen dieser Art wollen wir im KLS-Seminar „Ethik und Moral“ diskutieren. Wir werfen einen ausführlichen Blick auf die Grundlagen des Verhältnisses von Marxismus, Moral und Ethik und nehmen uns aus diesem Blickwinkel ebenso ausführlich Zeit für die Diskussion aktueller moralischer und ethischer Probleme, wie sie uns in unserer politischen und Lebenspraxis begegnen.

 

Ort Karl-Liebknecht-Schule, Leverkusen
Von 19.03.2016 10:30
Bis 20.03.2016 14:00

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