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Zu einem Gespräch in den Räumen der Botschaft der Sozialistischen Republik Vietnam in Berlin kamen Mitte März der Botschafter Doan Xuan Hang und der Internationale Sekretär der Deutschen Kommunistischen Partei, Günter Pohl, zusammen. Dabei wurde der Botschafter zunächst über die Ergebnisse des 21. Parteitags der DKP informiert; er gab der Hoffnung Ausdruck, dass die DKP stärker wird um den Aufgaben unter komplizierten Bedingungen gewachsen zu sein.

Botschafter Doan Xuan Hang, der erst vor wenigen Monaten das Amt von der Vorgängerin Dr. Ngyuen Thi Hoang Anh übernommen hat, nahm erfreut die Einladung zum Pressefest der UZ an. Denkbar sei die Entsendung einer Delegation aus Vietnam selbst, neben der Präsenz einer Vertretung der Botschaft. Genosse Doan Xuan wünscht sich eine Verstärkung der Parteibeziehungen und drückte bei dem offenen Gespräch den Wunsch aus, dass die DKP am diesjährigen Treffen der Kommunistischen und Arbeiterparteien in Hanoi teilnehmen wird.

Er informierte über die Ergebnisse des 12. Parteitags der KP Vietnams. Die Erfolge seien offenkundig: zum einen wurden die Weichen gestellt für die nächsten fünf bis zehn Jahre gestellt, in denen es darum geht die Reformpolitik zu stärken und zu untermauern. Es wird ein Wachstum der Wirtschaft um 6,5 bis 7 Prozent erwartet.

Der Parteitag wählte zum anderen neue Führungsgremien, wobei es eine erhebliche Zahl an neuen Mitgliedern im Politbüro gibt, die es jünger und dynamischer machten. Zwei der drei Spitzenpositionen im Staat wurden ebenfalls neu besetzt (siehe auch UZ vom 29. Januar). Die Richtung der vietnamesischen Politik ändere sich dadurch nicht.

In der Außenpolitik setzt die Regierung Vietnams auf eine „offene Tür“, das heißt, es wird eine internationale Integration über strategische Partnerschaften angestrebt. Zum Konflikt mit der Volksrepublik China um die Inseln im Ostmeer (bzw „Südchinesisches Meer“ im chinesischen Sprachgebrauch) sagte der Botschafter, dass hier eine friedliche Lösung im Rahmen der Vereinten Nationen zu erwarten ist. Das sei auch die Position der deutschen Bundesregierung.