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Fidel zu Obama: „Wir brauchen eure Geschenke nicht“

30.03.2016

german.china.org

Der frühere kubanische Führer Fidel Castro äußerte sich in seiner ersten Reaktion auf die historische Staatsvisite von US-Präsident Barack Obama von vergangener Woche mit kritischen Tönen.

Fidel Castro misstraut den Vereinigten Staaten seit Jahrzehnten, da mehrere US-Regierungen seit Eisenpower versucht haben, seinen Sturz herbeizuführen.

In einem Artikel in der Parteizeitung der Kubanischen Kommunistischen Partei Granma schrieb der ältere Castro-Bruder, dass Obama lediglich versucht habe, das kubanische Volk mit „süßem Gerede“ einzulullen.

Erneut warnte der ehemalige Revolutionsführer vor einer Übernahme durch die USA. Er erinnerte an die vergangenen Aggressionen gegenüber Kuba sowie an das noch immer bestehende Handelsembargo.

Inzwischen hat auch das Weiße Haus auf den Artikel von Fidel Castro regiert. Pressesprecher Josh Earnest hielt die Reaktion für ein Zeichen dafür, dass Obama mit seiner Reise sein Ziel erreicht habe.

“Die Tatsache, dass der ehemalige Präsident derart heftig auf den Besuch von Obama reagiert, ist meiner Meinung nach ein Zeichen für die große Bedeutung der Visite”, so Earnest.

Fidel Castro misstraut den Vereinigten Staaten seit Jahrzehnten, da mehrere US-Regierungen seit Eisenpower versucht haben, seinen Sturz herbeizuführen.

Der 89-jährige Castro gab 2008 die Macht ab und übergab die Regierungsgeschäfte seinem jüngeren Bruder Raul, der nach Ansicht vieler Beobachter einen versöhnlicheren Ton gegenüber den Vereinigten Staaten einschlägt.