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Die DKP-Gruppe Bremen Nord engagiert sich gegen Umweltgefahren

BÜRGERANTRAG STROMTRASSEN DURCH DAS WOHNGEBIET BREMEN-BLUMENTHAL IM BEIRAT DISKUTIERT – MOBILFUNKANTENNEN FÜR DIE BÜRGER EINE WESENTLICH GRÖSSERE STRAHLUNGSGEFAHR ?

Die Strommasten laufen direkt durch die Wohngebiete in Blumenthal/Lüssum/Bockhorn. Bei unserer befreundeten Familie steht ein riesiger Strommast direkt auf ihrem Rasengrundstück. Frau Taliye erkrankte 2009 an Blutkrebs, austherapiert durch die Chemotherapie, rettete eine Knochenmarkspende aus den USA ihr Leben. Weitere 8 Menschen im unmittelbaren Wohnumfeld erkrankten auch an bösartigen Tumoren. Einige von Ihnen sind schon verstorben; es waren aber nicht nur Leukämie Erkrankungen, sondern auch Darm- und Bauchspeicheldrüsentumore.

 

Dadurch aufgeschreckt, bat uns die Familie, eine Unterschriftensammlung im Wohngebiet durchzuführen. Ziel war, ein Bürgerantrag im Ortsamtsbeirat Bremen-Blumenthal einzubringen, einen kompetenten Vertreter einzuladen, der über die Gefahren von Elektrosmog aufklärt und möglicherweise über direkte Zusammenhänge von auftretenden Tumorerkrankungen. 3 Genossen von der DKP Bremen-Nord und der Partei Die Linke sammelten mehrere Wochen Unterschriften. Insgesamt wurden 2 6 6 Unterschriften gesammelt, als Bürgerantrag angenommen, auf die Tagesordnung gesetzt und dann öffentlich diskutiert. Versäumt wurde aber, und das war wichtig, eine Baubiologin vom BUND einzuladen, die Messungen durchführte.

Die Baubiologin Brigitte Becker führte direkt Messungen vor Ort durch und zwar vor „big food“, die Strahlenwerte von 350 Nanotesla (nT), Lüssumer Ring 73 347 nT, Einfahrt 170 nT; im Neuenkirchener Weg 54 bei der Familie selbst nur 180 nT. ergaben.

Wir verteilten einen weiteren Flyer an die Anwohner und machten darauf aufmerksam, dass es zunächst ein positives Messergebnis ist. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sind erst 3 0 0 – 4 0 0 nT möglicherweise krebserregend. Der Deutsche Grenzwert liegt bei 100 000 nT. Also überhaupt keine Gefahr? Auffällig besonders die geringen Strahlenwerte bei der Familie Taliye Erismis selbst, wenn öffentlich die Messung bekanntgemacht wird!

Wir konnten unseren Bürgerantrag auf der Beiratssitzung ausführlich begründen und forderten einen Abbau der Stromtrassen im Lüssumer Wohngebiet oder die Verlegung unter die Erde. Matthias Ross, beim Gesundheitsamt für die Umwelthygiene zuständig, versuchte während der Sitzung über Grenzwerte und mögliche Gefahren aufzuklären. Er bestätigte die Messungen der Baubiologin, die leider nicht eingeladen war, meinte aber, dass es keinen Nachweis über gesundheitsschädliche Wirkungen niederfrequenter Felder unterhalb gültiger Grenzwerte gibt. Wir können in unserer zivilisierten Welt nicht jedes Risiko ausschließen, und der Behördenvertreter machte allen Teilnehmern keine Hoffnung, die Stromtrassen im Lüssumer Wohngebiet abzubauen oder eine Verlegung unter die Erde durchzuführen.

In der Diskussion spielte eine Rolle, was die Baubiologin Becker schon sehr ernüchternd analysierte. Es sind nicht nur die Stromtrassen mit ihren elektromagentischen Leitungen, sondern die Hauptstrahlwirkung in dem benannten Wohngebiet geht vor allen Dingen von den großen Mobilfunk Antennen aus, die dort reichlich vorhanden sind. Ob Fernseh- und Radarstationen, Handys und Smartphones – sie alle verbreiten Elektrosmog. Elektrische Felder entstünden überall, wo Strom fließe und Kabel angeschlossen seien. Mit wachsendem Abstand nehme die Belastung ab. Nicht in Frage gestellt wurde aber, dass starke elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder erhebliche Gesundheitsschäden hervorrufen wie zum Beispiel das lebensbedrohliche Herzflimmern. In Zukunft sollten alle Stromtrassen unbedingt unter die Erde verlegt werden.“

Gerd-Rolf Rosenberger
DKP Bremen-Nord