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Repräsentanten verschiedener Parteien und Gruppen der Linken Lateinamerikas debattieren in Nicaragua einen offiziellen Vorschlag zur Stärkung der Einheit der progressiven Bewegungen der Region

9.1.2017

Granma

Die Formel von Daniel Ortega und Rosario Murillo zeitigte einen überwältigenden Sieg bei den Wahlen vom 6. November vergangenen Jahres Photo: el 19 digital

MANAGUA – Repräsentanten verschiedener Parteien und Gruppierungen der Linken Lateinamerikas debattieren in Nicaragua einen offiziellen Vorschlag zur Stärkung der Einheit der progressiven Bewegungen der Region.

Prensa Latina berichtet, dass laut Quellen, die der Veranstaltung nahe stehen, die Teilnehmer bis zum heutigen Montag ihren Beitrag zum Dokument „Konsens Unseres Amerikas“ einer Überprüfung unterziehen werden, das sie der Arbeitsgruppe des Forums Sao Paulo als programmatische Plattform übergeben wollen, um den Manövern der neoliberalen Oligarchien in der Region entgegenzuwirken.

Nach einem Jahr, in dem Lateinamerika dem Aufkommen des Konservatismus in Argentinien zugeschaut, den parlamentarischen Staatsstreich in Brasilien und die Medienhetze in Venezuela miterlebt habe, sei es für die sozialen Bewegungen essentiell wichtig, in einem so komplexen Szenario an einem Strang zu ziehen, heben die Impulsgeber des Textes hervor.

Zu diesem Treffen wird die Teilnahme von mindestens 40 Delegierten linker Parteien aus über zehn Ländern erwartet.

Gegründet durch die Arbeiterpartei Brasiliens in der Stadt gleichen Namens, entstand das Forum Sao Paulo 1990 mit dem Ziel, die Bemühungen der Parteien und Bewegungen der Linken zu bündeln in Reaktion auf die ideologische Spaltung nach dem Untergang des sozialistischen Lagers in Europa und dem Vormarsch des Neoliberalismus in den Ländern Lateinamerikas und der Karibik.

In Ausnutzung des Umstands, dass die Vereidigung des wiedergewählten Präsidenten Comandante Daniel Ortega am morgigen Dienstag in Managua Führungspersönlichkeiten, Vertreter politischer Parteien und sozialer Bewegungen zusammenbringen wird, wird am 11. und 12. Januar ein Treffen der Arbeitsgruppe des Forums stattfinden.

Bei den Wahlen am vergangenen 6. November hatte das präsidiale Konzept der von Daniel Ortega und Rosario Murillo gebildeten Sandinistischen Front der Nationalen Befreiung (FSLN) mit 72,5 % der gültigen Stimmen einen erdrutschartigen Sieg erreicht.