DKP in Aktion
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Die Zukunft des flugaffinen Gewerbegebietes am Flugplatz Schwarze Heide gerät immer stärker ins Rutschen. Ursprünglich als interkommunales Gewerbegebiet geplant, versucht Bottrop nach dem Ausstieg von Dinslaken den Alleingang. Die unsachgemäße Verfüllung des Auskiesungsgebietes durch Euroquarz hat jetzt das Potential, das gesamte Gewerbegebiet in der Kirchhellener Heide zu versenken. Die Verwaltung spricht intern bereits von „Vermarktungshemmnis“.
DKP-Ratsherr Michael Gerber: „Die Idee eines flugaffinen Gewerbegebietes war von Beginn an auf Sand gebaut. Damit sollte dem lahmenden Flugplatz Flügel verliehen werden. Aus zwei Problemfällen kann jedoch kein Beispiel für eine erfolgreiche Industriepolitik werden.“ Die Auskiesungsfläche, direkt am Flugfeld gelegen, sollte zuerst vermarktet werden. Wann die Flächen jemals in einem bebaubaren Zustand wieder hergestellt sind, ist völlig offen. Bis zu einer Tiefe von mindestens 3 Meter muss das Erdreich erneut entfernt und zwischengelagert werden. In Schichten von ca. 30 cm muss das Material dann neu verfüllt und ordnungsgemäß verdichtet werden.
Die DKP kritisiert, dass die Stadt bisher die vereinbarten Vertragsstrafen gegenüber Euroquarz, wegen nicht termingerechter Rückgabe der Flächen, nichteingefordert hat. Inzwischen belaufen sich die Forderungen auf über 100.000 Euro. „Diese Untätigkeit der Stadt gegenüber Euroquarz ist völlig unakzeptabel“ klagt Michael Gerber an.
Bereits vor Jahren wurde deutlich, dass die Erschließung des Gewerbegebietes für die Stadt erheblich teurer wird als die Einnahmen durch den Verkauf der Gewerbeflächen. „Die jetzige Situation muss dazu führen, das geplante flugaffine Gewerbegebiet infrage zu stellen, endgültig zu begraben“ fordert Michael Gerber.
gez. Michael Gerber
17.02.2017

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