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14.03.2017

ver.di

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Arbeitgeber auf, ein verhandlungsfähiges Angebot für die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste in Berlin vorzulegen. Nur so könne der Konflikt beigelegt werden. „Während die Berliner Arbeitgeber sich weiterhin weigern, ein verhandelbares Lohnangebot zu machen, konnten für die Beschäftigten an anderen Flughäfen bereits Tarifverträge abgeschlossen werden, die in die richtige Richtung gehen“, betont ver.di-Bundesvorstandmitglied Christine Behle. So sei am Montag in Stuttgart ein Tarifabschluss vereinbart worden, mit dem bis zu 15,2 Prozent Lohnsteigerungen erreicht wurden. „Was an anderen Standorten erreicht wurde, muss auch in Berlin möglich sein“, so Behle.

ver.di verhandelt seit Anfang des Jahres an sechs Flughäfen Lohnerhöhungen, verbesserte Entgeltstrukturen und andere Tarifkomponenten für die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste. Erste Abschlüsse konnten in Hamburg, Köln und Düsseldorf erzielt werden. Dabei wurden Steigerungen zwischen 8 Prozent in den höheren und 22 Prozent in den niedrigsten Lohngruppen erreicht. In Stuttgart sei am Montag in letzter Minute ein weiterer Streik abgewendet worden, nachdem in der fünften Verhandlungsrunde ein Abschluss erzielt wurde. Danach steigen die Einkommen je nach Lohngruppe um bis zu 15,2 Prozent auf drei Jahre. Ab dem 1. März 2017 wird für alle Beschäftigten 1 Euro mehr pro Stunde gezahlt, das bedeute eine Steigerung um rund 10 Prozent in 2017.

„In Stuttgart erhalten die Beschäftigten ab sofort einen Euro mehr pro Stunde. Mir erschließt sich nicht, warum das in Berlin nicht ebenso möglich sein soll und die Arbeitgeber weiterhin an einem Angebot von 27 Cent festhalten. Damit haben sie eine Eskalation des Konfliktes herbeigeführt. Jetzt liegt es an ihnen, den Konflikt zu beenden und ein Angebot zu unterbreiten, wie es auch an anderen Standorten getan wurde“, erklärt Behle.

Neben Berlin bestünde am Flughafen Frankfurt ein weiterer Tarifkonflikt. ver.di fordert für die Beschäftigten des spanischen Bodenverkehrsdienstleisters Acciona neben der Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen 1,50 Euro mehr pro Stunde. Seit Anfang des Jahres verzögert die Acciona jedoch eine Einigung, da es Ende April 2017 zu einer Entscheidung über die Abfertigungslizenz am Flughafen kommen wird. „Das erste Angebot der Acciona, eine Lohnerhöhung durch die Streichung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes zu finanzieren, hat bei den Beschäftigten zu großem Unmut geführt“, so die Gewerkschafterin. Auch hier sei eine hohe Streikbereitschaft zu erwarten. Die Verhandlungen in Frankfurt werden am 15. März fortgeführt.

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