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KKE

Vom 30. März bis zum 2. April fand am Sitz des ZK der KKE der 20. Parteitag statt.

„Wir stärken die KKE – für eine starke Arbeiterbewegung und das gesellschaftliche Bündnis. Für die Macht, für den Sozialismus!“ Dieser Losung des 20. KKE-Parteitagesbegegnete man überall: vor dem Kongress-Saal, als Riesentransparent an der Fassade des ZK-Gebäudes, im Saal, in den Wortmeldungen der Delegierten.

Überall begegnete man Begeisterung und Ergriffenheit, schon vor dem Beginn der Beratungen am Donnerstag: auf den Tafeln der Sonderausstellung zur 100-jährigen Geschichte der KKE, in den Vitrinen mit Exponaten aus dem Parteiarchiv, an den Gesichtern der Genossinnen und Genossen, der Delegierten und Hunderter anderer, die zum öffentlichen Parteitagsauftakt eingeladen wurden.

Besonders bewegend wareine Sonderedition des ZK über 28 Mitglieder des Zentralkomitees der KKE, die im Kampf für die Sache der Arbeiterklasse und des Volkes hingerichtet oder ermordet wurden.

„Wir werten unsere Arbeit aus, ziehen Schlussfolgerungen und legen unsere nächsten Aufgaben fest“, betonte Generalsekretär Dimitris Koutsoumbasin seinem Bericht im Namen des scheidenden Zentralkomitees. Und genau diesem Ziel diente die Diskussion in den darauffolgenden Tagen: Die Stärkung der KKE, damit sie als Partei des gesellschaftlichen Sturzes ihre historische Vorreiterrolle spielen kann, indem sie durch den Klassenkampf die Gegensätze und Widersprüche des kapitalistischen Systems nutzt und vertieft.

Die Eröffnung des Parteitags und den Bericht des ZK verfolgten zusammen mit den gewählten Delegierten viele Gäste, Veteranen, Widerstandskämpfer der Befreiungsfront EAM und Kämpfer der Demokratischen Armee Griechenlands, sowie Mitglieder des Jugendverbands KNE.

Beim Parteitagsauftakt waren auch Gäste des gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Lebens dabei, Persönlichkeiten aus Kultur und Wissenschaft, Sport und Kommunalpolitik, aus der Gewerkschafts- und der Frauenbewegung. Mit dabei bei diesen wichtigen Momenten für die Partei waren auch Kämpferinnen und Kämpfer, die an der Seite der KKE über Jahre hinweg in den Reihen der Arbeiterbewegung, der Bewegung der Bauern, der kleinen Gewerbetreibenden, der Frauen und der Jugend kämpfen.

Die internationale Resonanz des Parteitages bestätigen die Grußbotschaften von 102 kommunistischen und Arbeiterparteien, die beim Sitz des ZK der KKE eingegangen sind.

Das Gebäude wurde tagelang zuvor im Rahmen von Freiwilligeneinsätzen für die Durchführung diesen wichtigen Ereignisses entsprechend vorbereitet. Genauso wertvoll für den Erfolg des Parteitages waren die Spenden der Zutaten für die Verpflegung der Delegierten und der Einsatz vieler Genossinnen und Genossen in allen Bereichen während des Parteitages.

Besonders beachtet wurden die Ausstellungstafeln und -vitrinen der ständigen Ausstellung im Foyer des ZK-Gebäudes über die Geschichte der Demokratischen Armee Griechenlands und der revolutionären Bewegung in unserem Land. Diese Exponate wurden kürzlich durch viele Drucksachen und Dokumente aus dem KKE-Archiv anlässlich des 100. Jahrestages der Großen Oktoberrevolution ergänzt.

Dem Bericht des ZK sind ebenfalls bewegende Momente  vorausgegangen, als Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Ecken des Saals eine bekannte Melodie anstimmten, und viele junge Menschen, die im Publikum saßen, das vertonte Gedicht des kommunistischen Dichters Kostas Varnalis „Odigitis“ anfingen zu singen.

Es folgte dann eine Filmcollage aus 100 Jahren Kommunistische Partei Griechenlands.

In einer sehr emotional geladenen Atmosphäre richtete das Präsidium des Parteitages einen besonderen Gruß an die vielen Veteranen, die im Saal saßen. Besonders bewegend war das Gedenken an Nikos Belogiannis, Mitglied des ZK der KKE, und seine drei Genossen, Dimitris Batsis, Nikos Kaloumenos und Ilias Argyriadis, anlässlich ihrer Hinrichtung genau vor 65 Jahren, am 30. März 1952.

Es folgte eine Schweigeminute zu Ehren der Genossinnen und Genossen, der Mitglieder des Zentralkomitees und des Politbüros, die in den vier Jahren seit dem letzten Parteitag starben.

Der Bericht des ZK, vorgetragen vom Generalsekretär Dimitris Koutsoumbas, nahm Bezug auf einige charakteristische Merkmale der innerparteilichen Arbeit, die dem Parteitag vorausging: „Die ganze Arbeit vor dem Parteitag, die überwiegende Zustimmung zu den Thesen des ZK und die reichhaltige Debatte stellen einen bedeutenden Schritt, eine gute Basis für die Zukunft dar. Sie sind Ausdruck der wichtigen Arbeit der vergangenen Jahre mit dem Programm und den anderen Leitsätzen der Partei“. 99,3 % der Mitglieder der Partei in den Grundorganisationen billigten die Thesen des ZK. In den Delegiertenkonferenzen der Kreis- und Bezirksorganisationen stimmte 99,9 % der Anwesenden den Thesen zu.

Alle Leitungsgremien und Grundorganisationen des Jugendverbands KNE berieten über die Thesen und nahmen dazu Stellung. Im Zentralrat, in den Kreis- und Bezirksleitungen wurden die Thesen einstimmig angenommen. In den KNE-Grundorganisationen stimmte 99,7 % der Mitglieder dafür.

 

Während der dreimonatigen Debatte vor dem Parteitag kamen durch Beiträge in der Tageszeitung „Rizospastis“, dem Organ des ZK der KKE, und in der theoretischen Zeitschrift „KommounistikiEpitheorisi“ 262 Mitglieder und Freunde der KKE und der KNE zu Wort. 80.000 Menschen nahmen die Thesen des ZK in die Hand und 23.000 Freunde der KKE und der KNE beteiligten sich an 850 öffentlichen Diskussionsveranstaltungen über die Thesen landesweit“.

Während der Beratungen des Parteitages ergriffen 70 Delegierte das Wort. In der Diskussion kam die umfassende inhaltliche Zustimmung zu den Thesen und dem Bericht des ZK zum Ausdruck. Hervorgehoben wurden die Entschlossenheit und der Kampfgeist bei den Anstrengungen für die allseitige ideologische, politische, organisatorische Stärkung der KKE. Vermittelt wurde auch die reiche Erfahrung aus der Parteiarbeit der letzten Jahre, als die Strategie der KKE unter schwierigen und komplexen Bedingungen, national wie international, Stand halten konnte.

Gegenstand des inhaltsreichen Gedankenaustausches war die Frage, wie die KKE noch fähiger werden kann, um den Aufgaben der Wiederformierung der Arbeiterbewegung, des Aufbaus des gesellschaftlichen Bündnisses in antikapitalistische-antimonopolistische Richtung, des Kampfes gegen den imperialistischen Krieg, des Beitrags in der internationalen kommunistischen Bewegung, des Parteiaufbaus, besonders in den Betrieben, und der Unterstützung der KNE besser gerecht zu werden.

Der Bericht und die Schlussbemerkungen des Zentralkomitees sowie der Bericht der Zentralen Revisionskommission wurden von den Delegierten einstimmig angenommen.

Ebenfalls einstimmig wurde der Politische Beschluss des 20. Parteitages verabschiedet. In der kommenden Zeit wird der Politische Beschluss in vielen Sprachen übersetzt und auf den fremdsprachigen Webseiten der Partei veröffentlicht.

Der 20. Parteitag schloss seine Arbeiten mit der Wahl des neuen Zentralkomitees und der neuen Zentralen Revisionskommission ab. Das Zentralkomitee wählte in seiner ersten Sitzung Genossen Dimitris Koutsoumbas zum Generalsekretär.

 

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