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Im Kampf um das französische Präsidentenamt holt der Kandidat Jean-Luc Melenchon auf. Er ist der Kandidat der linken Bewegungspartei La France insoumise – Das widerspenstige Frankreich. Jüngsten Umfrage zufolge verweist er den Konservativen François Fillon auf den vierten Platz.

Damit hat der 65-Jährige seit Mitte März acht Punkte in den Wahlumfragen zugelegt. Vor allem in den beiden Fernsehdebatten konnte er mit seinen Argumenten die Zuschauer überzeugen.

Fillon erhält der Erhebung für „Le Figaro“, LCI und RTL zufolge 17 Prozent. Favoriten bleiben der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron und die Chefin des rechtspopulistischen Front National, Marine Le Pen. Sie liegen mit 24 Prozent in der ersten Wahlrunde gleichauf.

Ein Drittel der Franzosen sind zwei Wochen vor der Wahl allerdings immer noch unentschlossen, weshalb es in der ersten Runde am 23. April noch zu einer Überraschung kommen könnte. Darauf setzen sowohl Fillon als auch Mélenchon.

„Wir können es hören. Wir können es fühlen. Ein Sieg ist in Reichweite“, sagte Mélenchon am Sonntag auf einer Wahlkampfveranstaltung in der Hafenstadt Marseille.

Mélenchon gilt als einer der schärfsten französischen Kritiker einer marktwirtschaftlich orientierten Austeritätspolitik und wirtschaftsliberaler Reformen, wie sie auch von der EU und insbesondere Deutschland propagiert werden.

In der Hauptstadt Paris sprach Fillon den Veranstaltern zufolge vor gut 20.000 Anhängern und betonte:

Die vor uns liegenden Tage werden entscheidend sein. Ich bitte Sie nicht darum, mich zu mögen. Ich bitte Sie, mich zu unterstützen, weil das das beste für Frankreich ist.“

Fillon galt einst als Favorit, ist nach Vorwürfen der Scheinbeschäftigung von Familienmitgliedern aber inzwischen deutlich zurückgefallen und wird es nach derzeitigem Stand wohl nicht in die Stichwahl am 7. Mai schaffen. In der zweiten Runde wird derzeit dem wirtschaftsliberalen Macron ein klarer Sieg über Le Pen vorhergesagt.

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70 000 für Mélenchon: Eindrücke von einer Kundgebung in Marseille: