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27.06.2017

ver.di

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert anlässlich der heute vorgestellten 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks eine Verbesserung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG). „Der uneingeschränkte Zugang zu Bildung und damit auch zu einem Studium darf nicht von der Herkunft und der wirtschaftlichen Situation der Eltern oder der Studierenden abhängen. Wir brauchen eine Erhöhung um 6,5 Prozent und anschließend eine laufende Dynamisierung der BAföG-Bedarfssätze und Freibeträge sowie die Möglichkeit, BAföG auch für eine gewisse Dauer über die Regelstudienzeit hinaus zu beziehen,“ forderte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ute Kittel.

Die 21. Sozialerhebung unterstreicht einen Trend, den auch der Alternative BAföG-Bericht der DGB-Gewerkschaften ( http://tinyurl.com/h6yrxaq ) aufzeigt: Die Ausgaben von Studierenden werden durch BAföG nicht gedeckt, trotz steigender Studierendenzahlen erhalten immer weniger Studierende BAföG. Die Zugangsvoraussetzungen tragen den realen Lebens- und Bildungswegen nicht mehr Rechnung.

Von derzeit 2,8 Millionen Studierenden erhalten laut 21. Sozialerhebung nur 18 Prozent BAföG, 86 Prozent bekommen Unterstützung durch ihre Eltern und 61 Prozent arbeiten neben ihrem Studium. Der aktuelle BAföG-Höchstsatz von 735 Euro reicht nicht zum Leben und liegt deutlich unter der Armutsgrenze von monatlich 947 Euro. Eine Folge: Nur 40 Prozent der Studierenden können ihr Studium in der Regelstudienzeit abschließen, fast 90 Prozent gelingt dies in den folgenden vier Semestern. Eine Verlängerung von BAföG ist daher angebracht, um diese Finanzierungslücke am Ende des Studiums zu schließen.

ver.di unterstützt zudem die Forderung des Deutschen Studentenwerks nach einem Hochschulsozialpakt. „Wir brauchen neben einem Hochschulpakt auch einen Hochschulsozialpakt, um gleiche Zugangsmöglichkeiten zu Hochschulen für Menschen unterschiedlicher Herkunft und Lebenswege zu fördern“, sagte Kittel. Studentenwerke seien wichtige Einrichtungen der sozialen Unterstützung Studierender. Sie verwies darauf, dass die Studentenwerke mit ihrem gesellschaftlichen Auftrag der sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesundheitlichen Förderung ein unentbehrlicher Teil des Hochschulsystems seien.

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