DKP in Aktion
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03.08.2017

Zu einem Arbeitsgespräch kamen zwei Vertreter der Syrischen Kommunistischen Partei (SCP) zum Parteivorstand der DKP.
Die Genossen sprachen über die Situation im Bürgerkriegsland. Dem Imperialismus gehe es um eine Neuordnung im Nahen Osten, der Syrien im Wege stehe. Syrien ist ein zentraler Punkt im Nahost-Konflikt. Syriens Regierung habe bereits bei den Konflikten 2006 im Libanon und auch im Irakkrieg eine klare Haltung gegen den US-Imperialismus bezogen; auch der Umstand, dass Syrien inzwischen zu einer Art Hauptstadt der national-fortschrittlichen Kräfte in der Region geworden sei, macht das Land zum Angriffsobjekt der imperialistischen Aggressoren.
Aber auch innere Konflikte haben zum Bürgerkrieg beigetragen, nicht nur die äußere Einmischung durch diverse terroristische Gruppen, deren unterschiedliche Namen de facto nur die Herkunft ihrer Unterstützer (Türkei, Saudi-Arabien, Qatar) verraten. Ein Konfliktpunkt der Innenpolitik, der die Einheit des Landes in Gefahr brachte, ist die seit etwa zehn Jahren betriebene Liberalisierung der Wirtschaft.
Die Syrische KP ist über die nationalpatriotische Front zwar theoretisch Teil der Regierung, stellt sich hinsichtlich der Innen- und Wirtschaftspolitik jedoch gegen die Führung des Landes. In Sachen Außenpolitik verteidigt sie aber den Kurs der Regierung von Präsident Baschar al-Assad auf Verteidigung der nationalen Unabhängigkeit. Bereits auf ihrem Parteitag 2010 hatte die Syrische KP vor einem möglichen Bürgerkrieg im Land gewarnt, war jedoch nicht gehört worden.
Es ist eindeutig, dass die Türkei und einige arabische Staaten der Region den islamistischen Terrorismus gegen Syrien unterstützen; ganze Fabrikanlagen seien in den Kriegswirren gezielt aus Aleppo in die Türkei verbracht worden. Die Syrische Arabische Republik hat jedoch auch Freunde, so die Genossen der SCP: die Russische Föderation und den Iran, so auch die Hezbollah. Diese sind auf Wunsch der Regierung im Land und unterstützen es gegen den islamistischen Terror.
Eine engere Zusammenarbeit zwischen DKP und SCP wurde vereinbart.