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Das sind die Kernforderungen der IG Metall in der Tarifrunde 2017/2018. Begründet wird die Anhebung der Löhne und Gehälter mit den Wachstumsprognosen der Wirtschaft für 2017 mit 2,2 % und für 2018 mit 2 %. Hinzu kommt die Steigerung der Umsatzrendite in den Jahren 2015/2016 um jeweils 5,1 %. Neben der Zielinflationsrate der EZB von 2 % wird eine Produktivitätssteigerung von 1-1,5 % erwartet. Das ist die Basis für die berechtigte Forderung einer Steigerung der Löhne und Gehälter in Höhe von 6 %.
Der letzte Gewerkschaftstag der IG Metall hat im Oktober 2015 beschlossen, das Thema Arbeitszeit auf allen Ebenen anzugehen: betrieblich, tariflich und gesetzlich. Dazu gehörte auch die große Beschäftigtenbefragung. Die stellt im Ergebnis fest, dass das Thema Arbeitszeit ein wichtiges Thema für die Belegschaften ist. Und nicht nur deshalb, weil Flexibilisierung von Arbeitszeiten fast allen Bereichen nur zugunsten des Kapitals zulasten der Beschäftigten umgesetzt worden ist. So wird in 80 % aller Betriebe regelmäßig oder gelegentlich am Wochenende gearbeitet die besonders belastenden Nacht- oder Wochenendschichten gibt es in Simon 30 % bzw. 17 % der Betriebe. Das waren die Grundlagen, weshalb in der Tarifrunde eine Wahloption aller Beschäftigten zur Reduzierung ihrer individuellen wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden gefordert wird. Dabei soll ein Rückkehrrecht zur vorherigen Arbeitszeit garantiert sein. Für Beschäftigte, die Kinder betreuen oder Angehörige pflegen bzw. Beschäftigte in Schichtarbeit oder mit besonders belastenden Arbeitszeiten sollen bei Inanspruchnahme der Arbeitszeitreduzierung Zuschüsse in Höhe von 200 € im Monat bis ca. 750 € im Jahr vom Arbeitgeber erhalten. Das bedeutet zu mindestens einen Teil-Lohnausgleich.
Neben der durchaus berechtigten Entgeltforderung in Höhe von 6 % hatte IG Metall das Thema Arbeitszeit in den Fokus ihrer Tarifrunde gerückt. Und das ist gut so, denn damit versucht sie, den Interessen ihrer Mitglieder und der Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie gerecht zu werden. Noch besser wäre eine kollektive Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Zum einen lässt es die Gewinnsituation der Unternehmen zu, und zum anderen werden die durch Digitalisierung der Arbeit bedrohten Arbeitsplätze gesichert.
Doch schon der Kampf um diese beiden Kernforderungen wird nicht einfach sein. Dazu bedarf es des Zusammenhalts aller Beschäftigten in den Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie und ihrer Bereitschaft, auch durch Streiks für die Durchsetzung ihrer eigenen Interessen zu kämpfen. Wir Kommunistinnen und Kommunisten stehen ihnen solidarisch zur Seite.

Kommission Betrieb & Gewerkschaft beim Parteivorstand der DKP

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