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In den nächsten Wochen wird es erneut weltweite Proteste vor diplomatischen Einrichtungen der USA für die Freiheit von Mumia Abu Jamals geben.
36 Jahre nach seiner Verhaftung und 35 Jahre nach der Verurteilung zum Tode ist es Mumia und seinen Anwälten im April diesen Jahres gelungen eine gerichtliche Überprüfung seines Gerichtsverfahrens von 1982 durchzusetzen. Die Staatsanwaltschaft weigert sich zwar noch immer, die Akte zum Fall Mumia Abu Jamal an seine Verteidigung auszuhändigen, doch gibt es zum ersten Mal die Chance zu belegen, dass der Berufungsrichter Ron Castille in einem Interessenkonflikt stand, als er 1994 Mumias Revisionsantrag ablehnte. Castille war bei der Verurteilung Mumias 1982 stellvertretender Bezirksstaatsanwalt und bei den ersten beiden Revisionen leitender Bezirksstaatsanwalt und hätte daher der Berufung vor dem höchsten Gericht nicht vorsitzen dürfen.

Sollte dies gelingen, hätte Mumia wieder volle Rechte auf Anhörungen unter voller Würdigung inhaltlicher Beweise. Das wäre ein hart erarbeiteter Sieg über die mehr als 20jährige Blockade der US-Justiz auf allen Ebenen, die eine Neuverhandlung trotz fehlender Schuldbeweise verhindert hat. Die juristische Auseinandersetzung benötigt Solidarität. Briefe an Mumia zeigen den die Post an die Gefangenen kontrollierende Behörden, dass der afroamerikanische Journalist auch nach 36 Jahren Haft für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat, nicht vergessen ist. Infos zu Post an Mumia gibt es hier.

In Deutschland finden zwei Protestkundgebungen für die Freiheit von Mumia statt:

Sa., 2. Dezember 2017 Berlin – 14 Uhr – US Botschaft
Kundgebung: FREE MUMIA – Free Them ALL!
US Botschaft, Pariser Platz 2/Brandenburger Tor – 10117 Berlin-Mitte – U+S-Brandeburger Tor

So., 17. Dezember 2017 – Frankfurt Am Main – 18 Uhr – US Generalkonsulat
Kundgebung: Freiheit für Leonard Peltier, Ana Belen Montes und Mumia Abu-Jamal!
US Generalkonsulat, Giessenerstr. 30, 60435 Frankfurt am Main, U5-Giessenerstr.

Mumia Abu Jamal war 1982 zum Tode verurteilt worden, nachdem der politische Aktivist seinem Bruder zur Hilfe kam, dem der Polizist Daniel Faulkner den Schädel eingeschlagen hatte. Dieser Polizist schoss Mumia durch die Lungen und wurde anschließend selbst
von einer weiteren Person erschossen. Obwohl dies den ermittelnden Polizisten bereits am Tatort bekannt war, schoben sie dem kritischen Journalisten Mumia Abu-Jamal den Tod des Polizisten in die Schuhe. Sein Verfahren war eine Farce. Gefälschte Beweise, erzwungene Lügen im Zeugenstand und unterschlagende Indizien sicherten das Todesurteil gegen Mumia ab. Zahlreiche internationale Institutionen hatten dieses Verfahren stark kritisiert. In den besonderen Fokus der Polizei geriet Mumia Abu Jamal bereits Ende der 1970er, als er die damals wie heute grassierende und tödliche Polizeigewalt landesweit im National Public Radio (NPR) thematisierte. Er ruinierte dadurch einige Karrieren von Richtern sowie Polizisten und sah sich im Jahr vor seiner Verhaftung schweren Bedrohungen aus der Politik ausgesetzt.

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