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Stellungnahme zum Prozess gegen den Apotheker Peter Stadtmann von Michael Gerber, Ratsherr der DKP Bottrop

Der Auftritt von Martin Porwoll im Prozess gegen den Apotheker Peter Stadtmann am letzten Donnerstag verdient Respekt. Erstmals hatte ich an einer Verhandlung vor dem Landgericht Essen teilgenommen. Deutlich wurde nicht nur der inzwischen bekannte Abrechnungsbetrug mit gepantschten Chemotherapien und den Hygienemängel im Reinraumlabor sondern auch das System von Peter Stadtmann. Nach einer ersten Anzeige 2014, die ergebnislos blieb, gab es nach den Aussagen von Martin Porwoll keine Veränderungen bei dem Umgang mit den Zytostatikas. Peter Stadtmann muss sich danach absolut sicher vor juristischen Konsequenzen gefühlt haben. In den fünf Jahren, in den Martin Porwoll in der Alten Apotheke beschäftigt war, gab es nur eine angekündigte Kontrolle durch die Amtsapothekerin der Stadt. Warum führte die Anzeige 2014 nicht zu unangemeldeten Kontrollen des Labors der Alten Apotheke? Es ist gut, wenn das Rechtsamt der Stadt jeden Prozesstag beim Landgericht verfolgt, am Donnerstag durch den Leiter des Fachbereichs Recht und Ordnung. Diesen Einsatz hätten sich die Betroffenen auch durch die zuständigen städtischen Dienststellen bei der Kontrolle der Alten Apotheke gewünscht. Haben die 80.000 Euro Spenden von Peter Stadtmann beim Spendenlauf der Alten Apotheke für das Hospiz blind gemacht? Ein von Peter Stadtmann bei Udo Lindenberg in Auftrag gegebenes Bild hat es sogar bis ins Dienstzimmer vom Oberbürgermeister geschafft. Das wahre skrupellose Gesicht von Peter Stadtmann, hinter der offiziellen Fassade, verdeutlichte Martin Porwoll vor Gericht mit der Aussage des Apothekers gegenüber Krebspatienten: „Die sterben sowieso!“

Bottrop, 23.01.2018

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