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Gespräch mit Aleida Guevara March. Über die Aufgaben der europäischen Linken, die Auswirkungen der US-Blockade auf das Gesundheitswesen in Kuba und die Revolutionärinnen, die sie geprägt haben

junge welt

Interview: Ron Augustin
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Aleida Guevara March arbeitet eng mit dem »Centro de Estudios Che Guevara« zusammen, das von ihrer Mutter geleitet wird und das zahlreiche Bücher zur Geschichte Kubas und Lateinamerikas veröffentlicht hat

Aleida Guevara March ist die Tochter von Ernesto »Che« Guevara und Aleida March. Sie ist Ärztin am William-Soler-Kinderkrankenhaus in Havanna, unterrichtet an der Escuela Latinoamericana de Medicina und an einer Grundschule. Sie hat als Kinderärztin in Angola, Ecuador und Nicaragua gearbeitet und beteiligt sich als Mitglied der KP Kubas oft an Veranstaltungen im Ausland.

Wir müssen 2017 in den Medien des Westens mit einer Welle antikommunistischer Geschichtsfälschungen rechnen: Die russische Oktoberrevolution jährt sich zum 100. Mal, der Tod Ihres Vaters, Ernesto »Che« Guevara, zum 50. Mal. Schon zum 90. Geburtstag Fidel Castros hat Der Spiegel in einer Sondernummer die alte Fabel wieder aufgewärmt, dass sich Fidel und Che »entzweit« hätten. Das wird vor allem an der Kritik festgemacht, die Ihr Vater gegenüber der Sowjetunion geäußert hat. Sie sind solche Entstellungen gewohnt, beschäftigt Sie das trotzdem?Als sich Fidel und mein Vater in Mexiko kennenlernten, schloss mein Vater sich der Expedition nach Kuba unter der Bedingung an, dass ihm, wenn die Revolution siegen und er den Krieg überleben würde, die Möglichkeit gelassen werde, seinen eigenen Weg zu gehen. Nach dem Guerillakrieg wurde mein Vater eine der wichtigsten Personen für den Aufbau der sozialistischen Gesellschaft in Kuba. Dann legte Fidel ihm eine Bitte um Hilfe vor, die von einer kongolesischen Befreiungsbewegung an Kuba gerichtet worden war. Bekanntlich ist daraus die Entsendung einer von meinem Vater geleiteten Truppe kubanischer Freiwilliger in den Kongo geworden. Als er aus der Öffentlichkeit verschwand, fingen westliche Politiker und Medien sofort an, Spekulationen über einen angeblichen Streit zu verbreiten. Wie die von uns inzwischen veröffentlichten Dokumente belegen, hat mein Vater in diesen für ihn schwierigen Monaten permanent Rücksprache mit Fidel gehalten, der die Truppe mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützt hat.

Haben Sie jemals mit Fidel Castro über die angebliche Distanzierung gesprochen?

Mein Vater wollte nicht nach Kuba zurückkehren, weil er sich offiziell vom kubanischen Volk verabschiedet hatte (In seinem Abschiedsbrief hatte Che die kubanische Staatsangehörigkeit abgelegt und Havanna von jeder Verantwortung für seine Aktivitäten freigesprochen; jW). Er ist dann doch im Geheimen zurückgekommen, weil Fidel ihn davon überzeugen konnte. Wie sein Tagebuch außerdem zeigt, ist mein Vater in Bolivien bis zuletzt mit »Manila«, das war ja das Codewort für Kuba, in Kontakt geblieben.

In einer bekannten Rede in Algier am 24. Februar 1965 hatte mein Vater tatsächlich eine Kritik den sozialistischen Ländern gegenüber formuliert, weil diese den Befreiungsbewegungen nicht genügend Unterstützung zukommen ließen. Was er dort gesagt hat, entsprach der Überzeugung aller in der kubanischen Parteiführung damals, wie Fidel mir später bestätigt hat.

Ihre Mutter Aleida March leitet das »Centro de Estudios Che Guevara«, das die Akten mit Materialien zum Leben Ihres Vaters pflegt. Sie wird jetzt 80 Jahre alt. Sind weitere Veröffentlichungen geplant?

Meine Mutter ist noch immer sehr aktiv. Bis jetzt sind in Zusammenarbeit mit den Verlagen Ocean Sur und Ocean Press etwa 16 Titel veröffentlicht worden. Daneben auch Berichte von Konferenzen, in denen der Gegenwartsbezug verschiedener Aspekte aus dem Leben meines Vaters diskutiert wurden. Es sind mehrere Veröffentlichungen in Vorbereitung, darunter ein Buch über Ches Reisen nach Afrika.

Es sind auch andere Persönlichkeiten der kubanischen Revolution zu nennen, mit denen Sie schon als Kind engen Kontakt hatten. Ich denke zum Beispiel an Celia Sánchez, Vilma Espín, Haydée Santamaria und Melba Hernández, die sich am revolutionären Kampf beteiligt hatten. Wie haben diese Frauen Sie geprägt?

Meine Mutter, die wichtigste Person in meiner Kindheit, hat sofort nach dem Sieg der Revolution im kubanischen Frauenverband mitgearbeitet, wie auch Celia, Vilma, Haydée und Melba. Also schon als ich noch ganz klein war, lebte ich mit all diesen Frauen zusammen. Für mich gehörten sie zu meiner Familie. Celia (1920–1980) hatte einen starken Charakter und war sehr gerecht. Sie stand mir am nächsten, weil sie selbst keine Kinder hatte und sich dauernd um uns Kinder gekümmert hat, vor allem um meine Halbschwester, deren Mutter oft als Journalistin unterwegs war. Sie hat nachgesehen, wie es mit ihr in der Schule ging, und hat dafür gesorgt, dass wir einander näher kamen. Wir wohnten mit Celia in einem Haus, als die Nachricht vom Tod meines Vaters kam. Celia sagte mir, dass meine Mutter mich in ihrem Zimmer erwartete, und gab mir einen Teller Maissuppe für sie mit, die Lieblingsspeise meiner Mutter. Der Augenblick hat sich eingebrannt, weil ich von dem Moment an wusste, dass ich keinen Vater mehr hatte. Und Celia ist eng mit diesem Moment verbunden.

Vilma (1930–2007, verheiratet mit Raúl Castro) hat mich wie ein weiteres Kind ihrer Familie behandelt. Für den jüngsten Sohn von Vilma und Raúl ­Castro, Alejandro, war ich die große Schwester. Ich habe die ganze Zeit mit ihm gespielt, wir sind später oft zusammen ausgegangen. Tante Vilma habe ich immer sehr geliebt. Genauso wie Haydée (1923–1980), die ich für ihre Verbindlichkeit, ihre Entschlossenheit und ihre Spontaneität zu schätzen gelernt habe. Haydée kam aus einer armen Familie und hatte nur eine beschränkte Schulausbildung, aber sie besaß ein hohes Maß an Wissen und Kultur. Sie war vielleicht die furchtloseste Frau aus dieser Zeit. Und fähig, mit der Errichtung des Kulturinstituts »Casa de las Americas« die Intellektuellen ganz Lateinamerikas zusammenzubringen. Aber sie ist ihr Leben lang vom Tod ihres Bruders Abel gezeichnet geblieben, nachdem ihr in der Gefangenschaft – nach dem Angriff auf die Moncada-Kaserne am 26. Juli 1953 – Körperteile ihres gefolterten Bruders gezeigt wurden. Über die Jahre ist sie außergewöhnlich widerstandsfähig geblieben, bis sie von diesen Dingen eingeholt wurde und sich das Leben genommen hat.

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Mit Melba (1921–2014) war ich auch eine Weile zusammen, als sie 1966 die Trikontinentale Konferenz in Havanna mitorganisierte, bis sie als Botschafterin nach Vietnam aufbrach. Sie war eine zärtliche, intelligente und aktive Frau, ganz dem revolutionären Prozess ergeben.

Ich bin mit außergewöhnlichen Menschen aufgewachsen, wirklich ganz besonderen Frauen, die ein Symbol sind für die Kraft des kubanischen Volkes, seine Zärtlichkeit, seine Freundlichkeit, sein solidarisches Verhalten. Es ist ein Privileg, solche Personen gekannt zu haben, die, das ist klar, ihre Spuren in uns hinterlassen haben. Sie bringen dich dazu, ein besserer Mensch sein zu wollen. Und sie lehren dich, wie wichtig es ist, das Volk zu respektieren und ihm gerecht zu werden. Diese Frauen sind, glaube ich, die vollkommensten, die ich gekannt habe. Diese Frage ist mir noch nie gestellt worden. Ich bin Ihnen dafür sehr dankbar, denn es ist interessant, diese Frauen kennenzulernen. Sie sind die Pfeiler unserer Revolution, Wegweiser für alle kubanischen Frauen.

Werfen wir nun einen Blick in die heutige Zeit, bitte. Es heißt, der Austausch von Botschaftern in den vergangenen Monaten sei der erste Schritt zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Kuba und den USA. An der Blockade gegen Kuba hat sich bis jetzt kaum etwas geändert. Was sind die Perspektiven?

Von einer Normalisierung kann keine Rede sein, solange die Blockade und die Besetzung Guantanamos aufrechterhalten bleiben. Bis jetzt hat sich an der Politik der US-Regierung grundsätzlich nichts geändert. Sie hat zugegeben, dass die Blockade nicht den erhofften Erfolg, nämlich die Zerstörung des Sozialismus auf Kuba, erzielt hat. Jetzt sei es an der Zeit, »etwas anderes zu versuchen«, um, wie es heißt, »das kubanische Volk unabhängiger vom Regime zu machen«. Die Blockade hat nicht erreicht, was die US-Regierung damit vorhatte, aber sie hat der kubanischen Wirtschaft trotzdem großen Schaden zugefügt. Berechnungen zufolge kostet sie uns jährlich etwa zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Als Ärztin bin ich täglich mit den Folgen konfrontiert.

Können Sie uns Beispiele nennen, wie sich das ganz konkret auswirkt?

Es gibt wichtige Medikamente und medizinische Geräte, die wir im Ausland beziehen müssen und die uns wegen der Blockade von den Herstellern verweigert werden. Dadurch müssen wir Medikamente, die an sich schon teuer genug sind, über bis zu fünf Vermittler kaufen – zu Mondpreisen. Manchmal bekommen wir sie dadurch auch nicht rechtzeitig. So sind wir dann auch gezwungen, mit minderwertigen Medizinprodukten zu arbeiten. In meinem Krankenhaus hatte ich ein elfjähriges Mädchen mit Hydrocephalus, umgangssprachlich Wasserkopf genannt. Vereinfacht gesagt sammelt sich bei der Krankheit Flüssigkeit im Gehirn. Das Kind musste zwölfmal operiert werden, weil die Katheter, die wir kaufen konnten, von so schlechter Qualität waren, dass sie ständig ausgewechselt werden mussten.

Natürlich versuchen wir auch, so viele Medikamente wie möglich selbst herzustellen, obwohl da ebenfalls das Problem besteht, dass Rohstoffe im Ausland gekauft werden müssen. Schwerpunkte der Medizinforschung in Kuba sind der Kampf gegen Krebs, Diabetes mellitus und AIDS, weil diese Krankheiten tödlich sein können.

Die Blockade hat uns gezwungen, Alternativen zu entwickeln, nicht nur im Bereich der Medizin, sondern auch in der Landwirtschaft, wo weder Kunstdünger noch Pestizide benutzt werden. Beim Reisanbau werden winzige Fische eingesetzt, die Schädlinge fressen. Oder: Trotz Blockade hat die in Kuba entwickelte Methode zur beschleunigten Alphabetisierung weltweit schon zehn Millionen Erwachsenen geholfen. »Operación Milagro«, das Programm zur Heilung verschiedener Augenkrankheiten, hat bis jetzt in verschiedenen Ländern sieben Millionen Menschen das Augenlicht zurückgegeben oder verbessert. Etwa 30.000 kubanische Mediziner arbeiten in Afrika, Asien und Lateinamerika, 84.000 Ärztinnen und Ärzte aus diesen Ländern sind in Kuba ausgebildet worden. Also stellen Sie sich vor, wie wir ohne Blockade leben würden.

Vor fünf Jahren wurde ein neues Wirtschaftsmodell eingeführt, seitdem sind etwa eine halbe Million Arbeitsstellen privatisiert worden. Können Sie etwas sagen über die Fortschritte bei der Umsetzung dieser Lineamientos, der »Leitlinien der Wirtschafts- und Sozialpolitik der Partei und der Revolution«?

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist die kubanische Wirtschaft anfälliger geworden für Rückschläge in anderen Teilen der Welt. Trotz Entwicklung der Tourismusindustrie und Anstrengungen zur Importsubstituierung gibt es ein enormes Devisendefizit. Schon seit etwa zwanzig Jahren wird deshalb der Versuch gemacht, die Löhne abhängig von Leistung und Resultat zu differenzieren und zu erhöhen.

Die Aktualisierung der Wirtschaft, die vor fünf Jahren beschlossen wurde, beinhaltet, dass unproduktive Arbeitsstellen abgebaut und neu organisiert werden, zum Teil durch Verlagerung in Kooperativen, zum Teil durch Privatisierung. Sie legalisiert auch bereits existierende Strukturen, die bis dahin nur geduldet wurden, wie privat organisierte Friseure, Schreiner und so weiter. Es handelt sich vor allem um Arbeitsstellen im Dienstleistungssektor, kaum in der Produktion.

Die Eigentumsverhältnisse in den wichtigsten Branchen bleiben von diesen Maßnahmen ausgeschlossen. In den Bereichen Bildung, Gesundheit und Verteidigung wird es nie die geringste Privatisierung geben, weil das gar nicht anders möglich ist. Gesundheit ist ein Menschenrecht, kein Geschäft. Und Bildung ist eine Notwendigkeit, weil nur ein ausgebildetes Volk ein freies Volk sein kann. Die Lineamientos sind also ein beschränktes Programm, und die Ergebnisse werden dauernd überprüft und, wo nötig, angepasst oder korrigiert.

Raúl Castro hat vor sechs Monaten auf dem VII. Parteitag der KP Kubas gesagt, dass dieser »der letzte sein wird, der von der historischen Generation geleitet wird, die das Banner der Revolution und des Sozialismus übergeben wird«. Wo sind die Nachwuchskräfte in der Führung des Landes?

Das Mindestalter für die Aufnahme in die Partei ist etwa 30 Jahre, und die Mitgliedschaft hängt von dem ab, was die Person für die Gemeinschaft geleistet hat, von der sie auch gewählt werden muss. Unsere Partei ist keine Massenpartei. Sie muss die besten Leute zusammenbringen, weil sie die Funktion hat, zu kontrollieren, dass die Volksmacht nicht von den gesetzten Zielen abweicht. Es gibt Anstrengungen, mehr Frauen in die Partei aufzunehmen. Mich interessiert mehr, ob Leute der Sache wirklich dienen, und weniger, ob sie Mann oder Frau sind. Ich denke, da gibt es noch viel zu tun, vor allem mit den Jüngeren, aber es gibt sie, auch wenn wir mit ihrer Anzahl nicht zufrieden sind und wir uns in der Beziehung mehr Mühe geben müssen.

Auch wenn eines Tages die Blockade gegen Kuba aufgehoben wird, wird der Imperialismus nicht aufhören mit dem Versuch, jede antikapitalistische Initiative einzukreisen und zu zerstören. Sie haben uns vor einigen Jahren gesagt (jW vom 16. Oktober 2010), dass in diesem Zusammenhang nur die internationale Solidarität einer einheitlichen Linken etwas gegen den Imperialismus ausrichten könne. Was kann die Linke in Europa konkret tun, um zu helfen, die Errungenschaften der kubanischen Revolution zu erhalten?

Was sie bis jetzt gemacht hat: Solidarisch zu bleiben mit Kuba, zunächst aus Respekt, das ist fundamental. Nicht sofort zu richten über Sachen, die sie nicht selbst gelebt hat, Vertrauen zu haben im revolutionären Prozess, und, wenn es Fragen gibt, sie uns zu stellen. Wir antworten ja. Wir sind nicht unfehlbar, wir versuchen, uns ständig zu verbessern. Was jetzt ansteht, ist der Kampf gegen die Blockade. Sie muss gestoppt werden. Aber genauso wichtig ist es für uns, dass es der Linken in Europa gelingt, mit Rückhalt in der Bevölkerung ihre Gesellschaft zu verändern. Die beste Hilfe, die Kuba bekommen könnte, wäre ein Durchbruch der Linken in den kapitalistischen Zentren, damit wir die heutige Realität gemeinsam verändern können. Wir müssen uns zusammentun, Verbindungen suchen, Einheit herstellen. Wir müssen gegen jede Einmischung in anderen Ländern kämpfen. Wir müssen dafür eintreten, dass das Geld der kapitalistischen Mächte nicht dem internationalen Terrorismus dient. Zum Beispiel werden die Aggressionen gegen das syrische Volk mit europäischem Geld unterstützt. Ihr dürft so etwas nicht zulassen! Ihr dürft nicht zulassen, dass Kriege von europäischem Boden aus angezettelt und geführt werden. Ihr habt zwei Weltkriege erlebt, der dritte wird das Ende der Menschheit sein. Deswegen: Wenn die Linke in Europa genügend Kraft entwickeln kann, um diese Realität zu ändern, kommen wir vorwärts, dann machen wir »eine andere Welt« erst wirklich möglich.

Übersetzung aus dem Spanischen: Nina und Vladimir Augustin

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12. Frauen-Alterssicherungskonferenz von ver.di: Bsirske: Altersarmut ist eine tickende Zeitbombe „Frauen-Bündnis gegen Altersarmut“

06.09.2016

ver.di

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) setzt sich für eine nachhaltige Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung ein und fordert einen Kurswechsel in der Rentenpolitik: „Die drohende Altersarmut ist eine tickende soziale Zeitbombe. Gerade in Zeiten, in denen Rechtspopulisten versuchen, demokratische Errungenschaften und Institutionen zu delegitimieren, ist es ein absolutes Muss, dass die große Koalition für mehr soziale Gerechtigkeit sorgt. Die Rentenpolitik steht da ganz oben auf der Agenda“, betonte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske anlässlich der 12. Frauen-Alterssicherungskonferenz von ver.di am Dienstag in Berlin.

„Die Talfahrt des gesetzlichen Rentenniveaus muss gestoppt werden, das Rentenniveau stabilisiert und wieder angehoben werden“, sagte Bsirske weiter. „Die gemeinsame Rentenkampagne im DGB macht deutlich: Das Thema Rente geht alle an – wir werden nicht locker lassen, bis sich die Politik auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zubewegt. Wir brauchen ein Rentenniveau, das für alle, die über viele Jahre von ihren Löhnen Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben, im Alter ein Leben in Würde gewährleistet.“

Schwerpunkt der 12. Frauen-Alterssicherungskonferenz von ver.di ist die drohende Altersarmut. Mit einer gemeinsamen Erklärung hat sich ein „Frauen-Bündnis gegen Altersarmut“ konstituiert, in dem acht Organisationen einen rentenpolitischen Appell an die Politik richten. Auf der Konferenz berichten zudem Betroffene über ihre Erwerbsbiografien und diskutieren Auswege aus der drohenden Rentenfalle.

„Die Rente ist das Spiegelbild des Erwerbslebens. Und nach wie vor haben Frauen nicht die gleichen Einkommenschancen wie Männer. Altersarmut hat ein Gesicht – und das ist weiblich: Ihr Einkommen – und damit ihr Alterseinkommen – ist häufig geringer. Mit der heute ins Leben gerufenen Initiative „Frauen-Bündnis gegen Altersarmut“ wird sich ver.di gemeinsam mit mehreren Frauenverbänden und -vereinen aktiv gegen die Altersarmut und für ein existenzsicherndes Einkommen von Frauen engagieren“, sagte Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied für Frauenpolitik.

Jüngere Beschäftigte thematisierten immer nachdrücklicher die Zukunft der Rentenversicherung, erläuterte Eva-M. Welskop-Deffaa, ver.di-Bundesvorstandsmitglied für Sozialpolitik. Könne man sich darauf verlassen, in 20 oder 30 Jahren für die gezahlten Beiträge Rentenleistungen zu erhalten, die ein Leben in Würde ermöglichten? „Gerade die jungen Frauen schauen mit Sorge auf die Rentenstatistiken. Sie bestätigen Jahr für Jahr: Frauen beziehen Niedrigrenten.“ Viele Frauen hätten Lücken in ihrer Versicherungsbiographie: Phasen der Arbeitslosigkeit, der Kindererziehung, der Selbstständigkeit oder der Erwerbstätigkeit im Ausland. „Um die Alterssicherung der Frauen zu sichern, kämpfen wir für die Stabilisierung des Rentenniveaus und werden wir alles tun, um diese Lücken zu schließen“, betonte Welskop-Deffaa.

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Von Marx bis heute: Frauen und Geschlechterverhältnisse

Samstag/Sonntag, 21./22. Mai 2016,

Wolfgang-Capito-Haus,

Gartenfeldstr. 13,

Mainz*

In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz und der Jenny-Marx-Gesellschaft 

 

„Der gesellschaftliche Fortschritt lässt sich exakt messen an der gesellschaftlichen Stellung des schönen Geschlechts (die Hässlichen eingeschlossen)“ – schrieb Marx, einen Gedanken des utopischen Sozialisten Fourier aufgreifend, 1868 an Kugelmann.

 

Es gibt wohl kaum einen anderen Satz von Marx, der so häufig verkürzt zitiert wurde: ohne die Klammerbemerkung. Ist sie doch eins der Indizien dafür, dass Marx, und mit ihm Engels, in ihrem Alltagsverhalten sich nicht so grundlegend von dem ihrer Geschlechts- und Zeitgenossen unterschieden, wie das ihren revolutionären Einsichten entsprochen hätte.

Das wird u.a. der erste Tag unserer Konferenz zeigen, der, stärker biografisch orientiert, vor allem den Frauen im persönlichen Umfeld von Marx und Engels gewidmet ist: Marx’ Frau Jenny v. Westphalen, Helene Demuth, der Marxtochter Eleanor („Tussy“), Engels’ Lebensgefährtinnen Mary und Lizzie Burns – mit einem kleinen Ausflug zu der hierzulande immer noch recht unbekannten Frühsozialistin Flora Tristan. Uns interessiert dabei sowohl deren eigenständiges Wirken wie auch das Verhältnis zwischen den beiden „Alten“ und ihnen.

Der zweite Tag soll sich dann in erster Linie mit dem theoretischen Zugang zur Frauen- und Geschlechterfrage im Werk von Marx und Engels sowie in der weiteren Geschichte der marxistisch orientierten ArbeiterInnen-Bewegung beschäftigen. Das können wir selbstverständlich nur anhand einiger Beispiele tun: von Clara Zetkin und Alexandra Kollontai bis zu den Diskussionen um Geschlechterverhältnisse in der westdeutschen Frauenbewegung seit den 1970er Jahren. Nicht vergessen wollen wir dabei die untergegangene DDR, die in ihrem Umgang mit der Frauenfrage ihrem kapitalistischen Widerpart vielleicht nicht eine „ganze Epoche“, wie von ihr selbst behauptet, aber wohl doch ein gutes Stück voraus war.

 

Samstag, 21. Mai 11-18 Uhr (Einlass: 10.30 Uhr)

  • Gisela Blomberg, Düsseldorf: Flora Tristan – eine feministische Vorläuferin von Marx und Engels
  • Angelika Limmroth, Göttingen: Jenny Marx: Eigenwillig, klug, engagiert. Helena Demuth: Das Lenchen der Familie Marx
  • Christian Frings, Köln: Mary Burns und Karl Marx – eine verpasste Gelegenheit der Maschinen- und Geschlechterforschung
  • Dr. Eva Weissweiler, Köln: Eleanor (Tussy) Marx und ihr Vater
  • Manfred Scharinger, Wien: „Zurückhaltung, Bescheidenheit und Schüchternheit“. Zum persönlichen Verhältnis von Marx und Engels zu Frauen.

Sonntag, 22. Mai 2016 10-17 Uhr

  • Manfred Scharinger, Wien: Geschlechterverhältnisse bei Marx und Engels
  • Katharina Volk, Köln: „Sexualmoral“ und „Klassenkampf“. Alexandra Kollontais materialistisch-feministische Perspektive auf die Geschlechterverhältnisse
  • Marga Voigt, Berlin: Clara Zetkin. Für Frieden und Revolution. Durch zum Sozialismus! 1914-1918
  • Prof. Dr. Helga Hörz, Berlin: Geschlechtergerechtigkeit contra Patriarchat in der DDR
  • Dr. Gisela Notz, Berlin: Kontinuitäten oder Neuanfang? Die westdeutschen Frauenbewegungen der 1970er Jahre

So sah jedenfalls unser Plan bis vor drei Tagen aus. Leider musste Helga Hörz aus gesundheitlichen Gründen absagen – zu ihrem wie unserem großen Bedauern. Glücklicherweise ist es uns aber gelungen, mit Dr. Sabine Kebir, deren Biografie der feministischen DDR-Schriftstellerin Elfriede Brüning (1910-2014) in Kürze erscheinen wird, und Jessica Bock, die derzeit über die Leipziger Frauenbewegung in den Jahren 1980 bis 2000 promoviert, kurzfristig zwei Referentinnen zu gewinnen, von deren Beiträgen ebenfalls Einblicke in den DDR-Umgang mit der Frauenfrage zu erwarten sind.

Die Teilnahmegebühr pro Person beträgt für einen Tag 12 Euro (ermäßigt 8 Euro), für beide Tage 24 Euro (ermäßigt 16 Euro). Inkl. Mittagessen!

Wegen der Essensplanung wären wir für eine Anmeldung unter marx-engels-stiftung@t-online.de oder bei Hermann Kopp, Tel. 0211-6802828, dankbar.

* Das Wolfgang-Capito-Haus liegt nur wenige Gehminuten (550 m) vom Hbf Mainz entfernt.

 

 

Marx-Engels-Stiftung e.V.
Gathe 55, 42107 Wuppertal
marx-engels-stiftung@t-online.de
www.marx-engels-stiftung.de
IBAN: DE17 3305 0000 0000 5170 78,
BIC: WUPSDE33

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Von Bernd Müller
Sexistische Werbung soll verboten werden – endlich. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf will Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) demnächst vorlegen. Mit einer Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb sollen künftig Plakate und Anzeigen unzulässig werden, die Frauen oder Männer auf Sexualobjekte reduzieren.
Frauen würden in der Werbung zu oft als „Dekoration“ gelten, schreibt die Organisation „Pinkstinks“, die ebendieses Verbot seit langem fordert. Andere Werbungen zeigen Frauen „als sexuell verfügbar, als eher für den Haushalt zuständig, als weniger technisch begabt“. Damit seien weitere Eigenschaften verbunden wie „weniger kompetent“, „dümmlich“, „leicht zu haben“, weil Frauen weniger meinungsstark und autoritär dargestellt würden. Auf ihrer Internetseite zeigt Pinkstinks einige Beispiele – eines davon von „Dolce & Gabbana“ mit einer Szene, die auch eine Vergewaltigung zeigen könnte.
Geschlechterdiskriminierende Werbung sei problematisch, weil Werbung nicht nur ein Spiegel der Gesellschaft sei, der bereits existierende Verhaltensmuster reflektiere, sondern „eine aktive Rolle im Rahmen der Konstruktion und Verfestigung von Geschlechtsrollenstereotypen“ spiele, heißt es weiter bei Pinkstinks. Doch das sieht so mancher Politiker oder Werbefachmann anders: Maas, der sich von Pinkstinks beim Gesetzesentwurf beraten ließ, wird deshalb von ihnen angefeindet.
Die Werbung sei gar nicht so schlimm, wie behauptet, meinte auch Ralf Nöckler, Geschäftsführer des Gesamtverbandes Kommunikationsagenturen (GWA) in einem Interview mit tagesschau.de. Maas wolle Geschmacksfragen regulieren. Das Ende vom Lied könnte die „Einführung der Zensur durch die Hintertür sein“. Diesen Weg zu beschreiten, müsse aber nicht sein. Die Selbstkontrolle funktioniere doch: 90 Prozent der Kampagnen, die der Werberat gerügt habe, seien von den Unternehmen zurückgenommen oder stark verändert worden. Eine gesetzliche Regelung sei deshalb nicht nötig.
Nöcklers Position ist typisch für große Teile der Werbeindustrie, nach deren Meinung die bestehende Selbstregulierung durch den Deutschen Werberat ausreicht. Doch die Zusammensetzung dieses Gremiums sei nicht neutral, wendet Pinkstinks ein: Zehn der 13 Mitglieder seien männlich, und stammen entweder „aus der werbenden Wirtschaft, den Medien oder Werbeagenturen“. Zudem seien die Verhaltensregelns des Werberates zum Problemfeld Geschlechterdiskriminierung veraltet und unzureichend ausformuliert. Darüber hinaus verfüge er „über keine effektiven Sanktionsmechanismen“ und rüge sowieso „viele offensichtlich sexistischen Werbungen nicht“.
Heiko Maas gehe den nächsten Schritt zum „Nannystaat“, unkte FDP-Chef Christian Lindner laut Medienberichten, und traue den Bürgern nichts zu und halte den Verbraucher für unmündig. „Seine Pläne zum Verbot von Nacktheit und sexualisierter Werbung sind an Spießigkeit kaum zu überbieten.“ Frauen verhüllen zu wollen, kenne man ansonsten nur von radikalen islamistischen Religionsführern.
Lindner verleumdet hier nicht nur die Absicht hinter der Gesetzesinitiative, sondern ignoriert auch wissenschaftliche Erkenntnisse. Studien hätten schließlich gezeigt, so Pinkstinks, „dass sich Frauen als weniger kompetent in traditionell männlich definierten Räumen sehen, wenn sie daran erinnert werden, dass sie Frauen sind“. Wie wir uns geben und handeln hänge zudem auch mit den unbewussten Stereotypen zusammen, die Werbung vermittle. Geschlechtsdiskriminierende Werbung habe Auswirkungen auf das Bild, das wir von anderen haben und wie wir andere behandeln. Solche Werbung verfestige bestehende Vorurteile, die Basis für individuelle und strukturelle Diskriminierungen sei. Hinzu kämen die Auswirkungen auf die körperliche Selbstwahrnehmung und das Selbstwertgefühl: „Jeden Tag lernen Frauen durch Werbung, dass sie nicht jung genug aussehen, nicht dünn genug, nicht weiß genug, nicht sexy genug sind“.
Dass Werbung Einfluss auf die Ausbildung von Identitäten oder Verhaltensweisen hat, haben nicht nur Wissenschaftler anerkannt. Der Österreichische Werberat zeigt, dass die Branche auch anders kann: Werbung stehe im Blickpunkt der Öffentlichkeit, habe damit Vorbildfunktion und trage soziale Verantwortung, da sie Auswirkungen auf die gesellschaftliche Entwicklung haben kann. „Im Zuge der Sozialisation können Botschaften, die durch Werbung vermittelt werden, sowohl bewusst als auch unbewusst die Wahrnehmung und Ausbildung von Identität, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, beeinflussen“, sagte Michael Straberger, Präsident des Österreichischen Werberates, nach Angaben von Pinkstinks.
Bernd Müller
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01.04.2016

german.china.org

Die vietnamesische Nationalversammlung wählte am Donnerstag in der Hauptstadt Hanoi Nguyen Thi Kim Ngan zur Sprecherin. Dies ist das erste Mal in der Geschichte des Landes, dass eine Frau die Stelle einnimmt.

Vietnams Parlament wählt erste weibliche Sprecherin

Nguyen Thi Kim Ngan wurde kurz nach ihrer Wahl als neue Vorsitzende der Nationalversammlung und des Nationalepen Wahlrats eingeschworen. Die Nationalversammlung wählte Nguyen Thi Kim Ngan am Donnerstag zur ersten weiblichen Sprecherin des Haus. Foto vom 31. März 2016.

Gleichzeitig war sie mit 467 Ja-Stimmen bei insgesamt 477 Stimmberechtigten auch deutlich zur Vorsitzenden des Nationalen Wahlrats gewählt worden. Zuvor hatte sie seit Juli 2011 als stellvertretende Vorsitzende der Nationalversammlung gedient.

Am Tag zuvor hatte der stellvertretende Vorsitzende der Nationalversammlung Tong Thi Phong Kandidaten vorgeschlagen für die Leitung der Nationalversammlung. Daraus suchte das 12. Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Vietnams und das Politbüro Ngan als die einzige Kandidatin für die Position aus.

Am Mittwoch war Nguyen Sinh Hung von seinen Pflichten als Vorsitzender der Nationalversammlung und des Nationalen Wahlrats enthoben worden. Ende Januar war Hung nicht wiedergewählt worden, um einer der 200 Mitglieder der neuen Nationalversammlung zu sein.

Bei der zweiten Sitzung des 12. Zentralkomitees Anfang März hatte der vietnamesische Parteichef Nguyen Phu Trong gesagt, dass das Zentralkomitee übereingekommen sei, Schlüsselpositionen in der Führung bald zu ersetzen. Nur so ließen sich die Resolutionen des 12. Nationalen Parteikongress umsetzen.

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Der Präsident des Imperiums wurde in Kuba freundlich empfangen, vom Aussenminister. Raul Castro ging derweil anderen Amtsgeschäften nach. Fidel Castro führte ein Gespräch mit dem venezolanischen Präsidenten ( Freundschaftliches Treffen von Fidel und Nicolás Maduro ). Der Stadthistoriker Havannas führte den hohen Besuch durch die Altstadt, zuerst auf die Plaza de Armas (Platz der Waffen). Danach erhielten der Führer der größten Demokratie der Welt und seine Familie ein privates Abendessen in einem privaten Restaurant. Auch Raul Castro wird ihn  noch empfangen.

In den deutschen Medien erfährt der historische Besuch einige Aufmerksamkeit. So sorgt sich zum Beispiel die FAZ um die von Repression betroffenen Dissidenten, womit sie allerdings nicht die im US-KZ Guantanamo einsitzenden Häftlinge meint. Auch vergisst die FAZ zu erwähnen, dass US-Bürger, die nach Kuba reisen, von Strafe bedroht sind, und zwar nicht vonseiten der kubanischen, sondern der US-Regierung. Herausgestellt wird, dass Washington die seit der kubanischen Revolution praktizierte völkerrechtswidrige Embargopolitik lockere, und zwar zum Zweck jener schon in Osteuropa so erfolgreich gewesenen Politik des „Wandels durch Annäherung“. Praktisch hält sich dies aber bisher in einem sehr bescheidenen Rahmen ( Obama Regierung kündigt neue partielle Maßnahmen zu Kuba an ). Ein Stückchen vom Annäherungskuchen hätten auch die EU-Staaten gern ( Ein nie dagewesener Schritt in der Geschichte der Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Kuba ).

Mit dem „Wandel“ wird es allerdings schwierig werden. Die Kubanerinnen und Kubaner wissen, mit wem sie es zu tun haben. Das geht zum Beispiel aus dieser Erklärung des kubanischen Frauenverbands zum Staatsbesuch des US-Präsidenten hervor:

Erklärung des kubanischen Frauenverbands

Der Frauenverband wird den Präsidenten der Vereinigten Staaten Barack Obama und seine Ehefrau Michelle in dem Bewusstsein empfangen, dass dieser Besuch Teil eines komplexen Prozesses ist, bei dem dieNormalisierung der Beziehungen zwischen unseren beiden Regierungen erreicht werden soll

Autor: FMC | informacion@granma.cu

märz 15, 2016 09:03:33

Wir werden den Präsidenten der Vereinigten Staaten und seine Frau Michelle mit der Gastfreundschaft und Würde empfangen, die für die Kubanerinnen, als Teil unseres Volkes, kennzeichnend sind. Wir sind uns bewusst, dass dieser Besuch Teil eines komplexen Prozesses ist, bei dem dieNormalisierung der Beziehungen zwischen unseren beiden Regierungen erreicht werden soll. Es wird dies also eine Gelegenheit sein, zu zeigen, was wir in Bezug auf die Gleichheit der Geschlechter erreicht haben und die aktive Rolle deutlich zu machen, die die Frauen im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Leben unseres Landes spielen.

Bei ihrem Besuch werden sie feststellen können, dass wir für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn erhalten, dass neun der fünfzehn kubanischen Provinzen eine Frau an der Spitze ihrer Regierung haben und dass die Justiz auch mehrheitlich in den Händen der Frauen liegt. An jedem Ort, den sie besuchen, werden sie auf die selbstlose Arbeit von Frauen aller Generationen treffen.

Sie werden bemerken, wie wir unser freies und unabhängiges Vaterland lieben, das wir gegen Agressionen aller Art verteidigtr haben. Mit Kreativität und Hingabe haben wir mehr als ein halbes Jahrhundert der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade widerstanden und eine Gesellschaft aufgebaut, in der der Mensch am wichtigsten ist. Mit diesen Werten der Solidarität, des Antiimperialismus und der nationalen Souveränität haben wir unsere Söhne und Töchter erzogen. Auf diese Werte werden wir niemals verzichten.

Über 4 Millionen Kubanerinnen, das sind 90 % der Frauen über 14 Jahre, sind heute im Verband der Kubanischen Frauen, einer Nicht-Regierungsorganisation der Zivilgesellschaft mit Beraterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) zusammengefasst. Wir setzen besondere Programme durch, um in unserem Land eine Kultur vollständiger Gleichheit und sozialer Inklusion voranzutreiben. Viele der Punkte des 5. Ziels der kürzlich verabschiedeten Agenda für Nachhaltige Entwicklung 2030, die darauf ausgerichtet sind, die Gleichheit der Geschlechter zu erreichen und die Frauen und Mädchen dazu zu befähigen, eine tragende Rolle in der Gesellschaft auszuüben, sind in unserem Land bereits Realität.

Wir wissen, dass Michelle Obama eine wichtige Initiative mit dem Namen „Let Girls Learn“ voranbringt, die zum Ziel hat, 62 Millionen Mädchen auf der ganzen Welt Zugang zu Bildung zu verschaffen. Wir bieten ihr unsere bescheidene Erfahrung auf diesem Gebiet an, denn unabhängig von ihrem Wohnort, ihrer Hautfarbe, ihrer Behinderung oder ob sie sich im Krankenhaus befinden, besuchen 100% unserer Mädchen eine Schule. Eine Kubanerin, Leonela Relys Díaz, hat die Methode „Yo sí puedo“ geschaffen, mit der Millionen von Menschen in der ganzen Welt alphabetisiert wurden.

Der Besuch wird außerdem eine Gelegenheit bieten, unsere Forderung nach einem Ende der unmenschlichen Politik der Blockade gegen unser Land zu wiederholen, die so viele Entbehrungen verursacht und uns daran gehindert hat, uns noch mehr zu entwickeln.

Der Verband der Kubanischen Frauen unterstützt außerdem die Erklärungen unserer Regierung, in der das Ende der Besetzung des Gebiets der Marinebasis Guantanamo, des Cuban Adjustment Acts, der“ trockene Füße-nasse Füße“ Politik und die Beseitigung der Programme der Einmischung gefordert wird, die darauf ausgerichtet sind, eine interne Destabilisierung hervorzurufen. Diese Politik bedroht die Sicherheit und das friedliche Leben unserer Familien.

In diesen Tagen sind für alle im Frauenverband organisierten Frauen die Worte unserer immerwährenden Vorsitzenden Vilma Espín so gültig wie nie: „Sozialismus für die kubanischen Frauen bedeutet Freiheit, Unabhängigkeit, Würde, soziale Gerechtigkeit, Sicherheit bei der Ausbildung und Entwicklung der Kinder, Recht auf Gleichheit, auf Leben, das Recht über das eigene Schicksal zu entscheiden, für die Zukunft zu arbeiten, die man erträumt und sie mit aller Kraft zu verteidigen.“

(Granma, Organ der Kommunistischen Partei Kubas)

 

Siehe auch:

Erklärungen von Bruno Rodríguez Parrilla vor inländischer und ausländischer Presse

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 Von Christine Christofsky |

Der 19. März 2016 ist der Tag, bis zu dem Frauen über das Jahr 2015 hinaus arbeiten müssen, um das Durchschnittsgehalt für Männer im Jahr 2015 (vom 1.1.2015 bis 31.12.2015) zu erreichen. Frauen müssen also im Durchschnitt 79 Tage länger arbeiten, um das gleiche Geld wie Männer zu erhalten. In unserer ach so nachahmenswerten Kultur ist das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit immer noch nicht verwirklicht. Worum geht es:

Oftmals wählen Frauen schlechter bezahlte Berufe, weil es ihnen da eher möglich ist, Teilzeit zu arbeiten, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Familienbedingt wird ihre berufliche Laufbahn auch öfter unterbrochen. Aber bei gleichem Beruf, gleichem Alter, Ausbildung, Berufserfahrung, gleichem Können und im gleichen Betrieb erhalten Männer immer noch 12 Prozent mehr Lohn als Frauen, so die Aussage des DGB.

Weshalb diese Männer-Prämie?

Hinzu kommt: Wenn die größte Familienbelastung vorbei ist – die Kinder aus dem Haus sind – möchten viele Frauen die Möglichkeit haben, ihre Teilzeit aufzustocken. Das ist ihnen vielfach verwehrt.
Oder es gibt Veränderungen in ihrem Leben, sie werden Alleinerzieherin und Alleinverdienerin, die Mehrarbeit und Mehrverdienst notwendig machen.

Andererseits gibt es auch mehr und mehr Männer, die an einer Verkürzung ihrer Arbeitszeit zugunsten ihrer Familien interessiert sind. So lautet die Forderung sowohl zum Internationalen Frauentag als auch zum Equal Pay Day nicht nur „Recht auf befristete Teilzeit für alle“ sondern auch „Recht auf Rückkehr aus der Teilzeit für alle“.

Der ver.di-Bundeskongress hat im September vergangenen Jahres die Forderung nach einer „kurzen Vollzeit“ erhoben, d. h. Verkürzung der Arbeitszeit für alle. In der Diskussion dazu stand auch die Forderung nach der 30-Stundenwoche für alle bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Und natürlich nach dem „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“.

Am 19. März finden zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen von DGB und ver.di zum Equal Pay Day statt, so u. a. bereits am 18. März eine Kundgebung in Berlin, initiiert von DGB, Sozialverband Deutschland und Deutscher Frauenrat am Brandenburger Tor.
Um 12 Uhr mittags geht es los!

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Tiefe Kluft zwischen Frauen und Männern bei der Rente

16.03.2016
Der Lohnrückstand von Frauen ist in Deutschland mit konstant 22 Prozent sehr groß im europäischen Vergleich. Doch schaut man auf die Renten, fällt der Abstand noch weitaus gravierender aus. In einer neuen Auswertung aktueller Daten aus dem WSI GenderDatenPortal ist dokumentiert, welche Unterschiede es bei der Alterssicherung zwischen Frauen und Männern gibt.
Nach der Analyse von Dr. Christina Klenner, Gender-Expertin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, sowie Dr. Peter Sopp und Dr. Alexandra Wagner vom Forschungsteam Internationaler Arbeitsmarkt in Berlin, sind Frauen sowohl bei der gesetzlichen Rente als auch bei der betrieblichen Altersversorgung klar im Nachteil. Gleichzeitig profitieren sie stärker von Elementen des sozialen Ausgleichs im Rentenrecht, vor allem bei der Hinterbliebenenversorgung.Die Rente sei damit ein „Spiegelbild der geschlechtsspezifischen Ungleichheiten bei der Erwerbsbeteiligung“, heißt es in der Studie, die heute als WSI-Report erscheint.* Dass Arbeitnehmerinnen schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen, häufiger in Minijobs oder Teilzeit beschäftigt sind und oft Auszeiten für die Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen nehmen müssen, weil Männer hier weniger Zeit investieren, habe Folgen für die finanzielle Situation im Alter. Ausgleichsmechanismen wie die Anrechnung von Erziehungszeiten könnten diese Schieflage nur zum Teil korrigieren.Betrachtet man alle eigenen Alterssicherungseinkommen aus gesetzlicher Rente, privater Vorsorge und Betriebsrenten, zeigt sich eine erhebliche Lücke zulasten von Frauen. Klenner, Sopp und Wagner zitieren Berechnungen der Rentenexpertin Brigitte Loose, denen zufolge der „Gender Pension Gap“ 2011 bei 57 Prozent lag. Im Osten, wo Frauen traditionell häufiger berufstätig sind, war die Kluft mit 35 Prozent deutlich kleiner als im Westen mit 61 Prozent. Langfristig zeigt sich ein Trend zur Angleichung zwischen den Geschlechtern: 1992 betrug der Unterschied in Deutschland noch 69 Prozent.

Als gesetzliche Altersrente erhielten Frauen 2014 durchschnittlich 618 Euro, Männer 1.037 Euro. Das entspricht einer Differenz von über 40 Prozent. Wesentlich besser schneiden Frauen bei den Hinterbliebenenrenten ab: Witwen bekommen mit 592 Euro im Schnitt etwa doppelt so viel ausbezahlt wie Witwer. Der Grund: Die Rente des verstorbenen Ehepartners war bei den Witwen in der Regel höher als bei den Witwern, die eigenen Altersbezüge, die auf die Hinterbliebenenrente angerechnet werden, fallen bei den Frauen geringer aus.

Erheblich zurück liegen die Frauen bei der betrieblichen Altersvorsorge: 2011 bezogen 25 Prozent der männlichen und sechs Prozent der weiblichen Ruheständler eine Betriebsrente der Privatwirtschaft. Die Zahlungen waren mit 574 Euro bei den Männern im Schnitt fast dreimal so hoch wie bei den Frauen. Zumindest bei der Reichweite zeichnet sich aber eine Änderung ab: Aktuell erwerben 46 Prozent der Arbeitnehmerinnen und 51 Prozent der Arbeitnehmer Ansprüche in der betrieblichen Altersvorsorge der Privatwirtschaft. Im öffentlichen Dienst geht es schon jetzt ausgeglichener zu. Männer und Frauen erhalten hier ähnlich oft Leistungen aus einer Zusatzversicherung. Allerdings beziehen die männlichen Rentner durchschnittlich 392 Euro, die weiblichen nur 250 Euro. Bei den staatlichen Zulagen für die Riester-Rente haben die weiblichen Sparer die Nase vorn, was vor allem mit der Kinderzulage zusammenhängen dürfte.

Angesichts der Unwucht bei den Rentenbezügen überrascht es nicht, dass Frauen etwas häufiger als Männer auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind. 2014 waren 314.000 oder 3,2 Prozent der Frauen über 64 und 201.000 oder 2,7 Prozent der Männer betroffen. Ausschlagegebend für die seit Jahren kontinuierlich steigende Zahl ist der Analyse zufolge das sinkende Niveau der gesetzlichen Rente – bei gleichzeitig steigendem Grundsicherungsniveau.

Zumindest in einer Hinsicht stehen Frauen deutlich besser da als Männer: Sie beziehen wegen der höheren Lebenserwartung im Schnitt fünf Jahre länger Rente. Bei den Hinterbliebenenrenten ist die Zahl der weiblichen Leistungsberechtigten auch deshalb ungleich höher, weil viele Frauen jünger als ihre Ehepartner sind.

Alles in allem sei die Rentenlücke angesichts steigender Frauenerwerbstätigkeit und stärkerer Anerkennung von Erziehungszeiten zuletzt zwar kleiner geworden, resümieren Klenner, Sopp und Wagner. Es sei aber noch viel zu tun. Notwendig für eine eigenständige Alterssicherung wären Verbesserungen bei den Erwerbschancen im Allgemeinen und bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Besonderen. Zudem gehörten die Rentenreformen des vergangenen Jahrzehnts auf den Prüfstand: Die Kürzungen bei der gesetzlichen Rente hätten das Risiko der Altersarmut erhöht, das Drei-Säulen-Modell sei insgesamt gescheitert und habe die Geschlechterunterschiede zum Teil sogar verstärkt. Empfohlen wird die Rückbesinnung auf eine gesetzliche Rente, die sich an der Sicherung des Lebensstandards

*Christina Klenner, Peter Sopp, Alexandra Wagner: Große Rentenlücke zwischen Männern und Frauen, WSI Report 29, März 2016. Download hier.

Zu dem Report gibt es einen Tabellenband mit allen Daten.

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Alles muss hart erkämpft werdenU

Von nh

Refugees Welcome Demo in London, 12. September 2015 (Foto: David Holt London/flcikr.com/CC BY 2.0/www.flickr.com/photos/zongo/21365148935/in/album-72157658516504652/ Foto)
Refugees Welcome Demo in London, 12. September 2015 (Foto: David Holt London/flcikr.com/CC BY 2.0/www.flickr.com/photos/zongo/21365148935/in/album-72157658516504652/ Foto)

Der Internationale Frauentag hat eine lange Tradition. Er entstand im Kampf um Gleichberechtigung und gegen Unterdrückung, im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen, höhere Löhne, kürzere Arbeitszeiten. Der Widerstand richtete sich auch gegen unzumutbare Wohn- und Lebensbedingungen. Lange musste gegen den Ausschluss von Frauen von Wahlen, ja teilweise von jeglicher politischer Betätigung gekämpft werden.

Auf dem Internationalen Arbeiterkongress zu Paris (Juli 1889) wurde auf Antrag von Emma Ihrer und Clara Zetkin ein Beschluss über die Gleichberechtigung der Frau gefasst.

In ihrer Rede auf diesem Kongress erklärte Clara Zetkin unter anderem: „(…) Die Arbeiterinnen sind durchaus davon überzeugt, dass die Frage der Frauenemanzipation keine isoliert für sich bestehende ist, sondern ein Teil der großen sozialen Frage. Sie geben sich vollkommen klare Rechenschaft darüber, dass diese Frage in der heutigen Gesellschaft nun und nimmermehr gelöst werden wird, sondern erst nach einer gründlichen Umgestaltung der Gesellschaft.“

Am 27. August 1910 wurde von der 2. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen (100 Delegierte aus 17 Ländern) auf Initiative von Clara Zetkin und Käthe Duncker die alljährliche Durchführung eines internationalen Frauentages festgelegt, der sich gegen die mehrfache Ausbeutung richtete.

Der erste Internationale Frauentag fand am 19. März 1911 statt. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten sich. Die zentralen Forderungen waren:

• Kampf gegen den imperialistischen Krieg

• Wahl- und Stimmrecht für Frauen

• Arbeitsschutzgesetze

• ausreichender Mutter- und Kinderschutz

• der Achtstundentag

• gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung

• Festsetzung von Mindestlöhnen

Die Festlegung des Internationalen Frauentages auf das Datum 8. März erfolgte 1921 durch Beschluss der 2. Kommunistischen Frauenkonferenz. Dabei sind sich die Historikerinnen und Historiker nicht ganz darüber einig, ob der Streik der Textilarbeiterinnen in New York am 8. März 1857, der der Näherinnen und Fabrikarbeiterinnen in Lynn (Massachusetts) am 7. März 1860 oder die großen Streiks und Demonstrationen der Tabak- und Textilarbeiterinnen in New York am 8. März 1908 Anlass waren, den Internationalen Frauentag auf den 8. März zu legen. Vor allem war es wohl die Erinnerung an den 8. März 1917. An diesem Tag fand in Sankt Petersburg ein Textilarbeiterinnen-Streik statt, der auf andere Bereiche übergriff und am Beginn der Februarrevolution vor 90 Jahren in Russland stand.

Alles was in den folgenden Jahrzehnten erreicht wurde, musste hart erkämpft werden.

Die Idee des 8. März blieb auch in der Zeit des Faschismus lebendig. Illegale Flugblätter erinnerten in Deutschland an den Internationalen Frauentag und forderten zum Kampf gegen den Faschismus auf. Für die antifaschistische Bewegung wurde der Frauentag international zum Kampftag gegen Krieg und Faschismus. Frauen standen in erster Reihe im antifaschistischen Kampf: in der Illegalität, im Partisanenkampf, bei der Verteidigung der spanischen Republik, an allen Fronten.

Nie wieder Faschismus und Krieg, das war auch das Hauptanliegen der ersten Frauentage nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der Internationale Frauentag ist also auch ein Tag des Kampfes gegen Krieg und Kriegspolitik sowie gegen Faschisten und Rechtsentwicklung.

Heute werden – auch weil die Gegenkräfte nicht stark genug sind – viele der in der Vergangenheit erkämpfte sozialen Errungenschaften wie z. B. die formale Angleichung von Frauen- und Männerlöhnen, gleichwertige Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten durch die Herrschenden zunehmend infrage gestellt oder demontiert – im Zuge einer Angleichung nach unten ins Gegenteil verkehrt. 80 Prozent derjenigen, die wegen der Politik- vor allem der führenden imperialistischen Staaten –, aufgrund von Krieg, Verfolgung, Armut und Hunger heute ihre Heimat verlassen müssen, sind Frauen.

Deshalb sind die Folgerungen und die Grundforderungen zum 8. März für den Kampf um Frauenrechte auch heute: Organisiert Euch – auch über Ländergrenzen hinweg –, seid solidarisch – Frauen, Männer, hier Geborene wie zu uns gekommene Flüchtlinge – und kämpft gegen Krieg, Rassismus und Faschismus, für gleiche Rechte: für gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, gleiche Bildungs- und Ausbildungschancen, soziale Sicherung, soziale und politische Gleichberechtigung!

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SO, 6. März
Essen: Der Frauenarbeitskreis Essen präsentiert die Revue: „Lustig ist das Zigeunerleben?“ (siehe auch das Interview in dieser Ausgabe der UZ, Seite 9) Zeche Carl, Essen, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100. Eintritt 5,- Euro, ermäßigt 3,- Euro, 16.00 Uhr.

Hamburg: „Dort kämpfen wo das Leben ist“ Politische Kulturveranstaltung der DKP Hamburg. Magda-Thürey-Zentrum, Lindenallee 72, Eimsbüttel (U-Christuskirche), 15.00 Uhr.

Bremen: Frauen im Widerstand gegen Krieg und Rechtsentwicklung, Veranstaltung der DKP mit Nina Hager, Chefredakteurin von „Unsere Zeit“ (UZ). Kulturprogramm mit der Bremer Musikerin Aline Bartheleny, dem Bremer Musikvertrieb „Jump Up“, sowie mit einem Bücher- und einem Kuba-Solidaritäts-Basarstand. Nachbarschaftshaus „Helene Kaisen“, Bremen-Gröpelingen, Beim Ohlenhof 10, 15.00 Uhr. Eintritt 5,- Euro, ermäßigt 3,- Euro incl. Kaffee und Kuchen.
DI, 8. März
Berlin: „Aber wann wird es besser werden?“ Konzert zum Internationalen Frauentag mit dem Hans-Beimler-Chor. Haus der Demokratie, Greifswalder Straße 4, 19.00 Uhr.
FR, 11. März
Offenbach: Texte und Lieder zu Frauen, Frieden und Arbeiterbewegung. Mit der Sängerin Susanne Kiebisch, Veranstaltung der DKP Offenbach. Gaststätte Wiener Hof (Saal), Offenbach-Bieber, Langener Straße 23, 19.30 Uhr. Eintritt 8,- Euro, ermäßigt 5,- Euro.
SA, 12. März
Saarbrücken: Rojava (Westkurdistan) – ein Beispiel für die Befreiung der Frauen. In der Veranstaltung der DKP Saarland berichten Aktivistinnen von ihren Erfahrungen. Musik mit der Gruppe „Musikandes“. Nauwieserstraße 19, 18.00 Uhr.

Dortmund: „Lustig ist das Zigeunerleben?“, Revue zum Frauentag. Veranstaltung der DKP. Bezent, Münsterstraße 59, 16.00 Uhr.

Stuttgart: (Nicht nur) Frauen fordern: „Nieder mit dem Krieg“. Lieder gegen den Krieg mit Marianne Hangstörfer. Veranstaltung von DKP und SDAJ Baden-Württemberg und Waldheim Gaisburg. Neue Obere Halde 1, 14.00 Uhr.

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