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DKP Essen und Berlin laden ein

bombenstimmungMehr als 100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag erschüttern Kriege und kriegerische Auseinandersetzungen die Welt, bringen maßloses Leid über die Menschen, ganz besonders über die Frauen.

Frauen müssen nicht nur den Verlust ihrer Kinder und Männer beklagen, sie selber sind Opfer von Versklavungen, Vergewaltigungen und Demütigungen. Misshandlung und Missbrauch von Frauen wird gezielt als Waffe eingesetzt um den „Gegner“ zu erniedrigen.

Diese Frauen brauchen unsere Solidarität!

Doch Frauen sind nicht nur Opfer, Frauen sind auch Täter.
Frauen, die die aggressive Politik der NATO vertreten , unterstützen und umsetzen.
Frauen, die im Dienst des Kapitals über Leichen gehen.
Frauen wie Angela Merkel und Ursula von der Leyen.
Wohlgefällig unterstützt vom ach so freiheits-und friedensliebenden Joachim Gauck.

Der DKP-Frauenarbeitskreis Essen bringt zum diesjährigen Internationalen Frauentag eine Anti-Kriegs-Revue auf die Bühne, die nicht ernst ist, aber ernst zu nehmen, und bei der einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Entlarvende Blicke auf Merkel & Co machen deutlich, wer vom Krieg profitiert und wer die Leid tragenden sind
Wir laden herzlich ein zur Anti-Kriegs-Revue „Bombenstimmung“.

08. März, 12.00 Uhr (11.00 Uhr Einlass)
Zeche Carl, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100, Essen
Eintritt: 5 Euro (3 Euro erm.)

14. März, 15.00 Uhr (14.00 Uhr Einlass)
Habbema Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft, Mülhauser Straße 6, Berlin
Spenden sind erwünscht

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Statement der stellvertretenden DKP-Vorsitzenden, Wera Richter, zum Internationalen Frauentag 2015

wera-richterFrauen verdienen für ihre Arbeit 22 Prozent weniger als Männer. Betroffen von geringfügiger Beschäftigung und Dumpinglöhnen sind deutlich häufiger Frauen als Männer. Jede zweite Frau arbeitet in Teilzeit. Armut und vor allem Alters armut in Folge niedriger Löhne und Pausen in der Erwerbsbiographie sind weiblich. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ – das ist eine For derung der Frauenbewegung seit ihren Anfängen. Sie ist bis heute nicht verwirklicht – im Gegenteil. Wir müssen stärker um sie kämpfen, nicht nur am Frauentag.

„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ist nicht nur eine Forderung der Frauen. Ein Pfleger im Osten der Republik be kommt bei gleicher Qualifika tion mehrere hundert Euro weniger im Monat als der Westkollege. Massiv sind die Lohnunterschiede zwischen Stammbelegschaften und LeiharbeiterInnen. Hier ist Deutschland Spitzenreiter in Westeuropa.

Deutschland sollte gestärkt aus der Krise hervorgehen, so das Diktat von CDU-Kanzlerin Angela Merkel. Deutschland ist gestärkt aus der Krise hervorgegangen – als Niedriglohnland auf Kosten der Beschäftigten. Mehr als 8 Millionen Beschäftigte arbeiten im Niedriglohnsektor, viele als LeiharbeiterInnen. Mehr als zwei Drittel von ihnen arbeiten für Stundenlöhne unterhalb der Niedriglohnschwelle.

Die DKP richtet sich gegen jede Spaltung. Sie kämpft gegen das Ausspielen von Männern gegen Frauen, von Jung gegen Alt, Ost gegen West, Erwerbslose gegen Beschäftigte, Leiharbeiter gegen Stammbelegschaften, deutsche gegen ausländische KollegInnen, von Standort gegen Standort im In- und Ausland. Die Spaltung der Arbeiterklasse ist der
durchsichtige Versuch von den Verursachern der Krise abzulenken.

Die Antwort heißt: Frauen und Männer gemeinsam und solidarisch für höhere Löhne, für gleichen Lohn für gleiche Arbeit – auch bei den laufenden und
anstehenden Tarifrunden unter anderem in der Metall- und Elektroindustrie, im Öffentlichen Dienst und bei den Sozial- und Erziehungsdiensten.

Wera Richter

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frauentag-2015-2Stellen wir uns vor: Jeder Mensch, der einen Arbeitsplatz sucht, bekommt auch einen. Stellen wir uns vor: Nach der Arbeit sind die Menschen nicht ausgelaugt und gestresst, sondern beide, Frau und Mann, haben ausreichend Zeit für sich, die Kinder und den Haushalt. Sie haben genug Zeit und finanzielle Mittel für kulturelle, politische oder sportliche Aktivitäten. Arbeitshetze und Burnout, Angst um den Job und vor sozialem Abstieg, Depressionen aufgrund von Erwerbslosigkeit oder Stress auf der Arbeit – all dies gibt es nicht mehr. Ich stelle mir vor, es gibt keine unterbezahlten und Minijobs mehr, keine Vollzeitjobs, von denen man nicht leben kann, und kein

Hartz IV. Ein Traum? – Noch. Sozialismus? – Noch nicht. Aber es wäre ein Schritt hin zu einem gerechten, solidarischen und selbstbestimmten Leben.

Runter mit der Arbeitszeit!
Wie das gehen soll? Mit einer verkürzten Regelarbeitszeit auf 30 Wochenstunden bei vollem Lohnund Personalausgleich. Eine gerechte Verteilung der Arbeit auf Arbeitslose und Erwerbstätige trägt den Interessen aller Rechnung. Nur so kann die massive Unterbeschäftigung, von der besonders Frauen betroffen sind, beendet werden. Arbeitslose Frauen können wieder in den Beruf und Frauen, die in Minijobs oder in prekärer Teilzeit arbeiten, haben endlich die Chance auf eine Vollzeittätigkeit. Altersarmut als Folge von weiblicher Unterbe schäftigung wird reduziert.

In typischen Frauenberufen wie Pflege, Erziehung und Handel tritt eine deutliche Stressverminderung ein. Dadurch, dass auch Männer kürzer arbeiten, kann die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung abgebaut werden. Das ist die Voraussetzung für ein harmonisches und solidarisches, für ein gleichberechtigtes Zusammenleben. Arbeitszeitverkürzung schafft Be dingungen für das Ende der Mas senarbeits losigkeit, die Humanisierung der Arbeit, die freie Persönlichkeitsentwicklung und gleichberechtigte Partnerschaften.

Die Geschichte des Kapitalismus ist auch eine Geschichte des Kampfes um die Verkürzung der Arbeitszeit. Heute ist dieser Kampf notwendiger denn je.

Jetzt kommt es auf uns an!

Die DKP fordert:

  • Verbot von Minijobs und Leiharbeit!
  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
  • Gesetzlicher Mindest lohn von 10 Euro!
  • 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich!
  • Weg mit Hartz IV!
  • Bedarfsdeckende Versorgung mit Ganztagsplätzen in Kitas und Schulen!
  • Nein zur Rente mit 67!
  • Qualifizierte Bildung und Ausbildung!

PDF-Download UZ-Extra zum Internationalen Frauentag 2015

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Liebe Kolleginnen, liebe Genossinnen,

Unbenanntim Namen des Parteivorstands der DKP grüße ich Euch zum internationalen Frauentag. Unsere Gedanken gelten zuerst den Kolleginnen, Freundinnen und Genossinnen, denen die Situation in ihren Ländern, in den Kämpfen nur wenig Zeit und Möglichkeit lässt den internationalen Frauentag zu feiern. Wir denken, stellvertretend für die unzähligen vom Imperialismus ausgelösten Kriege an die Frauen im Donbass. Dort ist trotz Waffenstillstand die Gefahr riesig, und die Zerstörungen, des durch EU und US-Imperialismus angezettelten Krieges sind dramatisch. Der Kampf ums Überleben nicht weniger.

Wir denken an die Frauen in Griechenland, die trotz des täglichen Kampfs um Strom, Heizung, Wohnung und Versorgung mit allem Lebensnotwendigem Teil einer Volksbewegung waren, die eine Regierung der Troika davonjagten und jetzt darum kämpfen, dass diese nicht unter anderem Namen den verbrecherischen Kahlschlag im Auftrag des deutschen Imperialismus fortführt.

Wir denken aber auch an die Frauen in Venezuela, die den Kampf um die fortschrittliche Entwicklung ihres Landes führen, gegen die Versuche der Konterrevolution. Wir denken an die Frauen in Kuba, ohne die es niemals möglich gewesen wäre, einen Etappensieg gegen die Blockade des US-Imperialismus zu erreichen.

Wir grüßen die Kolleginnen, die in diesem reichen Land für ihre Interessen streiken und für gleichen Lohn für gleiche Arbeit kämpfen. Wir grüßen die Millionen Frauen, die in diesem reichen Land nach wie vor tagtäglich um Ihre Existenz, die ihrer Familien und eine Zukunftsperspektive für ihre Kinder kämpfen müssen.

Die bürgerlichen Medien versuchen den 8. März zum inhaltslosen, entpolitisierten Weltfrauentag umzudefinieren. Sie haben ihre Taktik geändert, nachdem das Verschweigen nicht geklappt hat. Aber auch das wird ihnen nicht gelingen. Dafür steht der Kampf von Millionen Kolleginnen und Genossinnen.

Und deswegen geht unser Gruß an die Frauen auf der ganzen Erde, die in diesen Kämpfen stehen.

Mit sozialistischen Grüßen

Patrik Köbele
Vorsitzender der DKP

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