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30. März 2017

SDAJ

Lea berichtet von der Überlastung als Ergotherapeutin und Gegenwehr

Ich bin gelernte Ergotherapeutin und bin in einem Wohnheim für betreutes Wohnen mit 40 Menschen mit psychischen Erkrankungen als Betreuungsfachkraft eingestellt.
In dem Tag-Team, indem ich arbeite, arbeiten wir im Zweischichtsystem, die dritte Schicht, also die Nacht, übernehmen StudentInnen. Am Wochenende muss natürlich auch gearbeitet werden. Anfangs hieß es noch, dass jeder von uns nur alle 7 Wochen dran ist mit dem Wochenend-Dienst, dann wurde es alle 4 Wochen und heute ist auch das nicht mehr der Regelfall. Durch Unterbesetzung und vermehrte Krankheitsausfälle mussten wir häufiger ran. Am Wochenende – und auch immer häufiger unter der Woche – war man allein im Dienst – mit 40 BewohnerInnen.

Diensthandys aus!
Ich redete mit meinen KollegInnen darüber und bemerkte, dass ich mit meiner Empörung nicht allein war. Wir waren alle nur noch gestresst, wussten aber nicht was wir tun sollten.
Normal war es auch, dass wir unser Diensthandy in unserer Freizeit an hatten und auch immer wieder darüber kontaktiert wurden, obwohl wir keine Rufbereitschaft hatten.
Als mir dann von meiner Teamleiterin gesagt worden war, ich solle bitte mein Diensthandy im Urlaub anlassen, um im Notfall zurück in den Dienst kommen zu können, suchte ich das Gespräch mit meinen KollegInnen. Wir verabredeten uns privat, um über die Dinge zu sprechen.
An dem Abend kotzen wir uns alle erstmal über diese Probleme aus. Meine Kollegin und ich haben uns entschieden die Diensthandys gepflegt auszumachen und auch nirgends mit hin zu nehmen.
Wir wurden von unseren KollegInnen unterstützt und wir kamen generell zu dem Schluss, dass wir das Diensthandy nach Arbeitsschluss immer aus machen.
Diese Entscheidung fühlte sich gut an, weil sich das ganze Team einig war und wir uns gegenseitig unterstützt haben.

Dieser Artikel ist aus der aktuellen POSITION #1/17. Du kannst sie ab 10€ jährlich abonieren. Schreib uns einfach an position@sdaj-netz.de

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Überlastungsanzeige ist raus!
Doch unsere Situation, dass wir chronisch unterbesetzt waren löste sich damit natürlich nicht. Wir trafen uns erneut und haben uns entschlossen, dass jeder von uns eine Belastungsanzeige schreibt. Eine Überlastungsanzeige dient zum Schutz der Beschäftigten. So macht man die Geschäftsführung darauf aufmerksam, dass man aufgrund der Überlastung seinem Arbeitsauftrag nicht nachkommen kann und es zu Fehlern kommen kann. Wenn es dann zu Fehlern kommt, kann die Geschäftsführung einem nicht die Schuld geben.
Die Überlastungsanzeigen schickten wir gemeinschaftlich an die Geschäftsführung. Uns wurde ihrerseits versprochen, dass sie sich nach einer weiteren Vollzeitstelle umsehen werden.

Lea, Gießen

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16. März 2017

SDAJ

Erklärung der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend zur Teilnahme der Deutschen Delegation an den Weltfestspielen der Jugend und Studierenden vom 14.-22.10. 2017 in Sotchi/ Russland

Das erste internationale Vorbereitungstreffen (IPM) bestätigte am ersten Juniwochenende 2016 den Diskussionsprozess, dass die 19. Weltfestspiele der Jugend und Studierenden in Sotchi, Russland, vom 14.-22.10.2017 stattfinden sollen.

„Für Frieden, Solidarität und soziale Gerechtigkeit, wir kämpfen gegen Imperialismus – unsere Vergangenheit ehrend bauen wir die Zukunft!“

Unter diesem Motto werden sich zehntausende junge Menschen treffen und in Diskussionsforen, Demonstrationen, Workshops und Austauschrunden ihren Teil zur Internationalisierung der Kämpfe um eine gerechtere Welt beitragen.

Damit feiern die Weltfestspiele in Sotchi ihren 70. Geburtstag, den 60. Jahrestag der Weltfestspiele in Moskau und den 50. Jahrestag der Ermordung Che Guevaras, dem diese Weltfestspiele gemeinsam mit dem sahaurischen Freiheitskämpfer Mohamed Abdelaziz gewidmet werden. Auch ist es der 100. Jahrestag der Oktoberrevolution.
Zig-Millionen junge Menschen haben sich auf den letzten 18 Weltfestspielen getroffen und sich zu einer Welt des Friedens ohne Ausbeutung und Unterdrückung bekannt und damit ein Gegengewicht zum Rassismus, Kulturchauvinismus und Standortnationalismus der herrschenden Klasse auf diesem Planeten gesetzt.

Die Weltfestspielbewegung und der Weltbund der Demokratischen Jugend waren und sind wichtiger Akteur der sozialistischen Kräfte und der Befreiungsbewegungen gegen den Imperialismus.

Auch wir stehen für eine Welt, in der Wirtschafts- und Sozialstrukturen nicht den Interessen von internationalen Großkonzernen und ihren Staaten unterworfen werden.

Wir haben uns dazu entschieden eine Delegation zu den Weltfestspielen zu entsenden. Wir haben uns dazu entschlossen, obwohl wir davon ausgehen müssen, dass dieses traditionsreiche Festival der der arbeitenden und lernenden Jugend und ihrer Bemühungen um Frieden und ein Leben ohne Ausbeutung, auch von Strukturen, insbesondere des russischen Staates,  unterstützt wird, die dem Motto und Zielen des Festivals entgegenstehen. Sie stellen die russische Regierung als Friedensmacht dar, wollen linke Jugendliche an sich binden, ihre Position gegenüber den USA stärken und sich als progressiver Bündnispartner für die ‚Dritte Welt‘ präsentieren. Wir bemerken außerdem die Versuche das Festival zu entpolitisieren – wenn linke Kräfte aus dem Vorbereitungspozess gedrängt werden, dafür aber eine Bewerbung mit MainstreammusikerInnen als interkulturelless Großevent stattfindet. Kapitalismuskritik und Imperialismusdefinitionen spiegeln sich in der öffentlichen Darstellung nicht mehr wider.

Doch die Weltfestspiele sind unsere Geschichte, unser Austauschforum und unser Event. Darum nehmen wir an den Weltfestspielen 2017 in Sotchi teil und werden vor Ort der Entpolitisierung entgegenwirken und einer größtmöglichen Öffentlichkeit gegenüber die Alternative darstellen: Jugendliche die sich in Opposition zum kapitalistischen System begeben.
Wir sind aus folgenden Gründen überzeugt, dass wir uns die Geschichte und Definitionshoheit nicht von reaktionären oder nationalistischen Kräften wegnehmen lassen sollten:

  1. Deutschland nimmt, sowohl historisch, wie aktuell, eine Schlüsselrolle in der imperialistischen Durchsetzungspolitik ein. Die Weltfestspiele sind eine Konsequenz friedensbewegter Jugendlicher auf den vom deutschen Hitlerfaschismus initierten 2. Weltkrieg. Deshalb kommt uns als Jugend dieses Landes eine besondere Verantwortung zu. Heute sind die Profiteure von Rüstungsproduktion, und einer militärischen Erschließung von Rohstoff- und Absatzmärkten auch, und in besonderem Umfang, Teil der BRD. Wir werden diesen Umstand betonen und auch auf internationaler Bühne kommunizieren. Deshalb müssen wir in den aufkeimenden weltweiten Kämpfen um dauerhaften Frieden auf der Welt vertreten sein.
  1. Die Zuspitzung von zwischenstaatlichen Konflikten wird auf dem Rücken der Bevölkerungen ausgetragen. Ein erneutes Ost-West Feindbildschema oder antimuslimischer Rassismus werden genutzt um Kriege und militärische Interventionen und Besatzungen zu legitimieren. Die so hergestellte Konkurrenz zwischen den Völkern ist aber eigentlich eine zwischen den Herrschenden. Uns eint der Schaden, den uns die Kriege der Welt bereiten. Und wir teilen das Interesse an einem dauerhaften Frieden. Deshalb müssen die militaristischen Institutionen wie EU und NATO entlarvt und angegriffen werden. Das Austauschforum der Weltfestspiele wollen wir daher nutzen um uns zu Vereinen für gemeinsame Kämpfe mit der fortschrittlichen Jugend der Welt.
  1. In vielen Ländern Europas und eben auch in der BRD hat ein tiefgreifender Rechtsruck der Gesellschaft Einzug gehalten. Dies betrifft nicht nur eine massive Erweiterung militärischer und polizeilicher Kompetenzen, wie zB an den EU-Außengrenzen, sondern auch eine Verbreitung rassistischer und nationalistischer Ideologien und Erstarken rechter Parteien. Eine erstarkende rechte Bewegung ist eine Gefahr für alle MigrantInnen und für uns fortschrittliche Jugendliche. Wir wollen ein starkes Zeichen setzen der Einheit der Jugend der Welt gegen Rassismus, Nationalismus und Repression.
  1. Diese Weltfestspiele markieren auch wesentliche Jahrestage, die es zu würdigen gilt: Die ersten Weltfestspiele überhaupt (1947 Prag) und den 100. Jahrestag der Oktoberrevolution in Russland. Aus der Geschichte zu lernen, heißt auch die Fortschritte der eigenen Bewegungen zu begreifen. So unterschiedlich wie man den Verlauf der Sowjetunion in ihren einzelnen Epochen auch bewertet, so zentral sind auch ihre Erfolge für den Gesamtfortschritt der Menschheit: Frauenwahlrecht, 8-Stundentag, Elektrifizierung und Industrialisierung Asiens und Osteuropas, Delegitimierung des Kolonialismus, Zerschlagung des europäischen Faschismus, Einführung des Rechts auf Arbeit und Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum.

Diesem Teil der Geschichte der weltweiten Massenbewegungen, getragen von der Jugend, fühlen wir uns verbunden und werden ihn in Sotchi aber auch bei uns zu Hause ins Zentrum stellen und weiterentwickeln.

Die Grenzen verlaufen nicht zwischen den Völkern sondern zwischen oben und unten! Wir stehen ein, für eine solidarische und gerechte Gesellschaft, frei von Ausbeutung, Krise und Krieg. Kampf dem Imperialismus, in Deutschland und auf der ganzen Welt!

Für Informationen oder Kontakt zu der Deutschen Delegation haben möchte, oder sich zu den weltfestspielen anmelden möchte, wendet sich bitte an die e-mailadresse: weltfestspiele2017@gmx.de

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15. März 2017

SDAJ

Am 24., 25. und 26. Februar 2017 fand in Istanbul das 13. Treffen Europäischer Kommunistischer Jugendorganisationen (MECYO) statt unter dem Titel „100 Jahre nach der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution halten wir die Fahne des Oktober hoch! Wir verstärken den Kampf der Jugend in Europa für eine neue Gesellschaft ohne imperialistische Kriege, Krisen, Flucht, Arbeitslosigkeit, Armut und kapitalistische Ausbeutung. Der Sozialismus ist unsere Zukunft!“.

Als kommunistische Jugendorganisationen, die am 13. MECYO teilnahmen, bestätigen wir die genannte Parole. Wir haben in einem solidarischen Rahmen unter GenossInnen darüber diskutiert und unsere Gedanken und Erfahrungen, die wir im Kampf gewonnen haben, ausgetauscht. Wir drücken unsere volle Solidarität mit dem Kampf der TKP und TKG (Kommunistische Jugend und Kommunistische Partei der Türkei, welche das Treffen ausgerichtet haben, A.d.Ü.) sowie mit der Arbeiterklasse und Jugend der Türkei aus.

Das 13. MECYO fand in Istanbul zu einem Zeitpunkt statt, wo die Entwicklungen ein weiteres Mal den reaktionären und historisch überholten Charakter des kapitalistischen Systems unter Beweis stellen. Es zeigt sich ein weiteres Mal, dass die Jugend keine andere Wahl hat, als sich dem organisierten Kampf für eine klassenlose Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung anzuschließen.

Die jungen Generationen treffen auf ernsthafte Probleme. Miserable Löhne werden ihnen aufgezwungen, während das Streikrecht kriminalisiert wird. Bildung und Gesundheitsversorgung werden privatisiert, aus einem Recht wird ein Privileg gemacht. Ebenso sind der Zugang zu Sport, Kultur und dem Recht auf Wohnung nicht garantiert. Der Kapitalismus hat der Menschheit heute nichts als Krise, Krieg, Faschismus und die Flüchtlingskrise zu bieten. Unter diesen Bedingungen, obwohl die Jugend die großen Kampf des 20. Jahrhunderts nicht erlebt hat, brennen wir darauf, die Verantwortung der Kommunisten für die Kämpfe der Jugend und der Arbeiterklasse der Welt, die noch wichtiger geworden sind, mitzutragen. Wir widmen unsere gemeinsamen Anstrengungen dem Kampf der Jugend für die Erfüllung der zeitgemäßen Bedürfnisse der jungen Arbeiter an den Arbeitsplätzen, der Studierenden in den Universitäten und weiterführenden Schulen, den jugendlichen Arbeitslosen. Bei jedem Schritt den wir machen, geben unsere kommunistischen Ideen uns Motivation und Ausdauer. Die Kommunisten haben eine führende Rolle bei der Vorbereitung des organisierten ideologischen und politischen Kampfes der Jugend inne, der unter schwierigen Bedingungen stattfindet, die von der kapitalistischen Krise der letzten Jahre hervorgebracht wurden. Wir müssen zeigen, dass der Sozialismus die einzige reale Alternative für die Völker und die Jugend ist.

Da sich aufgrund der Entwicklungen in den USA und der EU die Widersprüche in der Wirtschaft und Politik verschärfen, wird es immer offensichtlicher, dass die Behauptung über das Ende der Folgen der Krise von 2008 eine große Lüge ist. Während die Arbeitslosigkeit steigt, werden als Lösung nichts als volksfeindliche Sparmaßnahmen vorgeschlagen, sowie ein flexiblerer Arbeitsmarkt und die Vernichtung der erkämpften Rechte der Arbeiterklasse. Die Millionen Flüchtlinge und Immigranten, die dem Kapitalismus mit ihrer billigen Arbeitskraft neuen Atem einhauchen sollen, werden auch als Rechtfertigung der hohen Arbeitslosigkeit genutzt, was den Faschisten fruchtbaren politischen Boden bietet. Imperialistische Kriege, Interventionen der NATO und EU sowie Armut setzen sich brutal fort, so als wären sie nicht die eigentlichen Gründe der Flüchtlingskrise.

Die Krise des Kapitalismus verschärft den Antagonismus um die Vorherrschaft auf dem Weltmarkt zwischen den imperialistischen Zentren und den neuen globalen und regionalen Mächten. Während die Volkswirtschaften der EU und USA niedrigere Wachstumsraten haben, erleben Länder wie China, Russland und Indien eine Periode beschleunigter Entwicklung kapitalistischer Produktionsverhältnisse. Dies löst finanzielle, politische und militärische Aggression aus und stellt die Hegemonie der USA, NATO und EU infrage.

Der US-Imperialismus wird aggressiver in dem Maße, wie seine Hegemonie stark geschwächt ist, und provoziert Kriege, wie man anhand der Fälle Ukraine und Syrien sehen kann. Trotz blutiger Pläne und enormer militärischer Budgets in Bezug auf diese Regionen, geben die Völker nicht auf, sondern stellen sich den imperialistischen Plänen entgegen. Es gibt keinen Zweifel daran, dass der Imperialismus hauptverantwortlich für das Massaker an Tausenden jungen Menschen ist.

Die Widersprüche im kapitalistischen System vertiefen sich, was die Möglichkeit eines allgemeinen imperialistischen Krieges erhöht. Im Zentrum eines solchen möglichen Krieges wären aber nicht die Interessen des Volkes, sondern vielmehr ein Konflikt um die Aufteilung der Region unter die Großmächte. Die Jugend sollte in Konflikten innerhalb des kapitalistischen Systems nicht Partei ergreifen. Verantwortlich für die Krise ist die kapitalistische Barbarei selbst, mit all ihren Akteuren. Die Position der Jugend sollte an der Seite der Arbeiterklasse sein, die gemeinsam mit der Friedensbewegung und antiimperialistischen Bewegung gegen die imperialistischen Kriege kämpft.

In der Türkei, wo das 13. MECYO 100 Jahre nach der Oktoberrevolution stattfindet, geben junge Menschen ihr Leben in der Invasion in Syrien, im Interesse der Bourgeoisie in der Türkei und den düsteren Plänen der Imperialisten. Europa wird nie in der Lage sein, die Gefahr eines Krieges und die Folgen der imperialistischen Aggression zu vermeiden, so lange das kapitalistische System nicht abgeschafft wird.

Wir folgen dem Weg der Bolschewiki. 100 Jahre nach der Oktoberrevolution ist die einzige wirkliche Alternative weiterhin der Sozialismus.

Die Kommunisten müssen die volksfeindlichen Absichten der sozialdemokratischen und opportunistischen Kräfte entlarven, die einen vorübergehenden Einfluss im Volk genießen. Eine reformistische Position, die den Kampf für den Sozialismus aufgibt, kann nicht gerechtfertigt werden. Die Kommunisten halten den Kampf für die sozialistische Macht hoch, sowohl in revolutionären wie auch in nicht-revolutionären Situationen, im Kontext der jeweils besonderen Bedingungen und Prioritäten des Kampfes.

Der Sozialismus ist eine historische Notwendigkeit, um die Widersprüche des Kapitalismus zu überwinden, die besonders in der Periode des Imperialismus Millionen Menschen unterdrücken und zu Opfern machen und sogar die Existenz unseres Planeten bedrohen. Vor 100 Jahren brach die bolschewistische Partei das Eis und verkündete, dass das Zeitalter der sozialistischen Revolutionen begonnen hatte. Die Große Sozialistische Oktoberrevolution inspiriert immer noch die Kämpfe für Gleichheit, Freiheit und andauernden Frieden auf der ganzen Welt und verursacht Furcht in den Herzen der Ausbeuterklassen

Gegründet nach der Oktoberrevolution, hat die UdSSR die Geschichte der Menschheit erleuchtet und gezeigt, dass eine neue Gesellschaft möglich ist. Der Aufbau der sozialistischen Gesellschaft hat dem Fortschritt der Gesellschaft, den Völkern und der Menschheit als Ganzes unendlich viel beigesteuert. Elektrifizierung, Industrialisierung und die Kollektivierungsbewegung, freie und hochwertige öffentliche Gesundheitsversorgung, erträgliche Arbeitsbedingungen, ein Sprung nach vorne in der Bildlung und viele andere Schritte nach vorne wurden in einer sehr kurzen Zeitspanne durch den ersten „Arbeiterstaat“ vollzogen. Gleichzeitig wurden große Schritte im Kampf gegen alle Arten von religiösem Fundamentalismus und Rassismus sowie für die Gleichheit der Frauen gemacht.

Unter dem großen Einfluss der Errungenschaften des Sozialismus, in einer Welt, in der auch die UdSSR existierte, hatten die Völker viele Rechte auch in den kapitalistischen Staaten erreicht, die die Kapitalisten jetzt rückgängig zu machen versuchen.

Heute, zu einem Zeitpunkt wo die Krise sich vertieft, beeilen sich die Bourgeoisie und ihre Parteien, antikommunistische Gesetze in ihren Parlamenten zu beschließen, die zur Einschränkung der Rechte des ganzen Volkes führen. Unter diesen Bedingungen fürchten sich die Kapitalisten vor gemeinsamen organisierten Massenkämpfen der Arbeiterbewegung und der Volkskämpfe an der Seite der kommunistischen Parteien, die ihre einzige wahre Avantgarde sind.

Es ist kein Zufall, dass vor allem die opportunistischen Organisationen die sowjetische Erfahrung angreifen, indem sie genau das verwerfen, was ihr realer Inhalt war, während gleichzeitig Antikommunismus und bürgerliche Propaganda gefördert werden. Ihre Rolle im bürgerlich-demokratischen System ist die Fehlorientierung der Arbeiterklasse, weg von ihrer organisierten Avantgarde und vom Kampf um ihre Interessen.

Mit der Behauptung, dass die EU reformierbar sei, wirkt die Position der Europäischen Linkspartei genau in diese Richtung, als Unterstützung einer imperialistischen Union, der EU, die geschaffen wurde, um offen die Interessen des europäischen Monopolkapitals zu verfolgen. Die Last der Krise wird auf die Schultern des arbeitenden Volkes und der Volksschichten abgeladen, mithilfe der Memoranda, die die EU gemeinsam mit dem IWF, der EZB und den Regierungen aufgezwungen hat.

Genau einen Monat später wird der 25.März den 60. Jahrestag der Römischen Verträge markieren, die nichts als volksfeindliche Maßnahmen brachten und die imperialistische Integration der europäischen Monopole zum Nutzen der Akkumulation und Konzentration des Kapitals verstärkten.

Sie haben absolut recht, vor dem Erbe der UdSSR Angst zu haben, weil dieses den einzigen Weg aufzeigte, die Völker weltweit zu vereinen. Die kommunistische Jugend führt den Kampf in ganz Europa. Es ist die internationale Solidarität und das internationalistische Gefühl, das Kommunisten in ganz Europa hegen, das die historischen Rechte des Proletariats auf dem ganzen Kontinent gegen das imperialistische System hochhält. Zusammenhangend mit unserem Kampf für eine Welt ohne Krieg und Ausbeutung stärken wir den Weltbund der Demokratischen Jugend (WBDJ), der in der ersten Reihe des antiimperialistischen Kampfes der Jugend bleiben muss.

Wir rufen die jungen Menschen, die Arbeiter von heute und morgen, auf, sich gegen das kapitalistische System zu vereinen und die Fahne der Oktoberrevolution in ihrem 100. Jahr hochzuhalten! Kein anderer Weg kann jemals eine Lösung für die Jugend bieten. Kein anderer Weg wird in der Lage sein, angesichts der harschen Spannungen unserer heutigen Welt durchzuhalten. Die einzige wahre Alternative für unsere Zukunft ist der Sozialismus!

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9. März 2017

SDAJ

Oh großer #Gottkanzler Schulz,

du wirst die SPD aus der Scheiße und der jahrelangen Versenkung ziehen, für Gerechtigkeit in unserem Land sorgen und Kanzler wirst du natürlich auch. Du bist nicht aufzuhalten und rast ungebremst selbstbewusst durch jede Talkshow. Fragen nach dem Posten als Vizekanzler erstickst du im Keim. Die Frage »wird sich dadurch erledigen, dass ich die Wahl gewinne«, haust du raus, ohne noch röter zu werden.

Für die hart arbeitenden Leute in diesem Land willst du kämpfen und Gerechtigkeit schaffen. Große Worte. Was steckt dahinter? Entmachtung der Banken und Konzerne? Oh, sorry, der war frech. So etwas macht man als guter Sozialbürokrat – mit 280.000 EUR netto im Jahr – natürlich nicht… Aber vielleicht eine Mindestlohnerhöhung, Vermögenssteuern? »Die Gewinne der Unternehmen sind deutlich stärker gewachsen als die Löhne. Das sollten die Tarifpartner bei ihren nächsten Verhandlungen berücksichtigen.« Ah, okay. Die Tarifpartner sollen das klären. Also die ArbeiterInnen sollen für höhere Löhne in den Tarifauseinandersetzungen kämpfen. Ja, krasse Neuerung. Danke dafür.

Okay, irgendwo muss der Hype um dich ja herkommen. Also, wo stehst du politisch? Du willst zum Beispiel mit Parteien koalieren, »die uns unterstützen, Frieden in der Welt herzustellen. Durch Deutschland in Europa und Europa in der Welt.« Ah, okay. Klingt für mich verdächtig nach EU-Armee unter deutscher Führung. Ja, das läuft gemeinsam mit der CDU bestimmt super. Schon in deiner Jugend hast du dich mit der Jungen Union in der Kleinstadtkneipe getroffen, viel diskutiert und getrunken. »Man vertrug sich, spätestens wenn man wieder nüchtern war.« Auch im EU-Parlament – in dem du 25 Jahre als Mitglied und 5 als Präsident gesessen hast – bist du durchs Kuscheln mit den Konservativen aufgefallen. Den Steuerwettbewerb der Konzerne hast du immer voll unterstützt und so für Dumpinglöhne gesorgt. Du warst lange ein Verfechter von TTIP und bis zum Schluss von CETA. Der konservative EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker drohte sogar mit seinem Rücktritt, als er hörte, dass sein bester Freund Schulz aus dem EU-Parlament zurückgeholt werden soll.

Aber die Leute lieben dich trotzdem. Du schaffst es, die Herzen der Menschen im Sturm zu erobern. Dass du rein rational keine andere Politik als Merkel machen wirst, sagst du sogar selbst. »Wenn Frau Merkel als geschäftsführende Vorsitzende einer stark sozialdemokratisch geprägten Bundesregierung sozialdemokratische Politik macht, ist das doch schön.« Auch Sigmar Gabriel ist seit Jahren ein guter Freund und soll auch unter dir keinen geringeren Posten als den des Außenministers erhalten. Also eigentlich soll alles beim Alten bleiben. Im »ARD-DeutschlandTrend extra« halten dich 69% für sympathisch und 68% für kompetent und das obwohl genauso viele nicht wissen, für was für eine Politik du stehst (65%) und unzufrieden mit der Politik der EU sind (62%), die du ja maßgeblich mitbestimmt hast.

Tja, wir leben halt in postfaktischen Zeiten. Wahlprogramme interessieren nicht, sondern wer am nettesten lächeln und die Leute überzeugen kann und darin bist du wirklich großartig. Das weißt du auch selbst und vergleichst dich gern mal mit Obama oder Karl dem Großen. Ja, du bist unser Gottkanzler und wirst die Große Koalition und die ganzen alten etablierten Politiker und Arbeiterfeinde aus der jetzigen Bundesregierung in die neue retten, ohne zu bremsen.

Tobi, Gießen & euer Zeitungskollektiv

 

Dieser Artikel ist aus der aktuellen POSITION, dem Magazin der SDAJ. Du kannst es für 10€ jährlich abonnieren unter: position@sdaj-netz.de

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Zahl internationaler Studenten in China steigt dank Vorzugsmaßnahmen

03.03.2017

Die Zahl der Studenten in China aus Ländern entlang dem Wirtschaftsgürtel der Seidenstraße und der 21. Century Maritime Silk Road ist deutlich aufgrund einer Reihe an Vorzugspolitiken gestiegen, wie Bildungsbeamte erklärten. Statistiken zufolge, die vom Bildungsministerium am Mittwoch veröffentlicht wurden, haben vergangenes Jahr mehr als 2.000 Studenten aus 64 Ländern entlang der Belt and Road-Initiative in China studiert, ein Anstieg von 13,6 Prozent im Vergleich zu 2015.

Diese Wachstumsrate übersteigt die von Chinas internationalen Studenten als Ganze, so Xu Tao, der Direktor der Abteilung für internationale Kooperation und Austausch bei dem Ministerium: Vergangenes Jahr haben mehr als 440.000 Studenten aus 205 Ländern und Regionen in China studiert haben, ein Anstieg von 11,4 Prozent im Jahresvergleich. Mit nahezu 19.000 Studenten aus Pakistan, die vergangenes Jahr in China studiert haben, ist das südostasiatische Land von der neuntgrößten Quelle für Chinas internationale Studenten auf Platz 4 gestiegen.

“Eine Reihe von Vorzugsmaßnahmen, die von der chinesischen Regierung für Studenten aus diesen Ländern entworfen wurden, hat zu dem beachtlichen Anstieg ihrer Zahl beigetragen, beispielsweise wurden 10.000 Plätze pro Jahr für Studenten aus Ländern entlang der Belt and Road-Initiative geschaffen, damit diese in China mit Unterstützung eines Stipendiums der chinesischen Regierung studieren können“, so Xu. Liu Jinghui, Generalsekretär des Chinesischen Stipendienrats, das die Stipendien verwaltet, sagte, 49.000 internationale Studenten aus 183 Ländern und Regionen, hätten vergangenes Jahr das Stipendium erhalten, wobei diejenigen aus Ländern entlang der Initiative einen Anteil von 61 Prozent ausmachten. Xu prognostizierte, dass die Proportion im kommenden weiter steigen werde.

Fang Jun, der stellvertretende Direktor von Xu’s Abteilung, sagte, das Ministerium habe vergangenes Jahr mit acht chinesischen Provinzen und Regionen Abkommen zur Vertiefung der Bildungskooperation unterzeichnet, die mit Ländern entlang der Initiative Verbindungen haben, beispielsweise die Provinzen Fujian und Yunnan sowie die Autonomen Gebiete Guangxi der Zhuang und Xinjiang der Uiguren. “Das Bildungsministerium arbeitet auch mit anderen Ministerien oder Behörden zusammen, beispielsweise dem Ministerium für Öffentliche Sicherheit, der Nationalen Energieverwaltung und der Staatlichen Verwaltung der Meere“, so Fang.

Xu zufolge ist China mittlerweile das wichtigste Ziel für Studenten, die in Asien ein Auslandsstudium machen wollen. Unterdessen steigt auch die Zahl der internationalen Studenten in China, die einen akademischen Abschluss anstreben. Im vergangenen Jahr waren rund 210.000, oder 47 Prozent, der internationalen Studenten für akademische Abschlüsse in China. Beliebte Fächerwahlen seien Medizin, Ingenieurwissenschaften, Wirtschaft und Management, so Xu.

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Rechtzeitig zum 8. März

Am 8. März findet, wie jedes Jahr, der internationale Frauenkampftag statt. Inzwischen wird dieser auch von bürgerlicher Seite als „Frauentag“ gefeiert. Dabei wird oft vergessen, woher der Tag eigentlich kommt. Der internationale Frauenkampftag wurde 1911 von proletarischen Frauen, vor allem unter der Führung von Clara Zetkin, erkämpft. „Heraus mit dem Frauenwahlrecht!“ Unter diesem Motto gingen am 19. März 1911 mehr als eine Million Frauen auf die Straße. Später wurde der Tag auf den 8. März verlegt. Das Frauenwahlrecht wurde in Deutschland inzwischen erkämpft. Heute gehen wir auf die Straße, um deutlich zu machen: die sogenannte Gleichstellung der Geschlechter gibt’s zwar auf dem Papier, von der Realität ist das aber weit entfernt. Immer noch verdienen Frauen im Schnitt 22 % weniger als Männer, arbeiten tendenziell in prekäreren Verhältnissen und leiden stärker unter der Schwierigkeit Familie und Berufsleben zu vereinbaren. Traditionelle Rollenbilder von der Hausfrau und Mutter, die zuhause am Herd steht, werden durch AfD und Co. wieder auf den Vormarsch gebracht. Und dass eine weibliche Bundeskanzlerin keine Gleichstellung der Geschlechter bedeutet, ist wie die Tatsache, dass acht Jahre von einem schwarzen Präsidenten regiert zu werden, den Rassismus in den USA nicht verringert hat, kein Geheimnis. Vor über 100 Jahren kämpfte Clara Zetkin für einen Frauenkampftag und machte sich mit dieser „Frauenrechtlerei“ keine Freunde. Jetzt ist es an uns für eine Welt zu kämpfen, in der alle nach ihren Bedürfnissen leben können, egal welchen Geschlechts sie sind. In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen wünscht

Euer Zeitungskollektiv

Die POSITION, das Magazin der SDAJ erhaltet ihr bei eurer SDAJ-Gruppe vor Ort oder im Abo für nur 10€ im Jahr! Mehr Infos gibts unter: http://www.sdaj-netz.de/material/position/abo-service/

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RedGlobe

Festival der JugendDas Festival der Jugend ist ein politisches Festival, das alle zwei Jahre an Pfingsten von Jugendlichen für Jugendliche in Köln organisiert wird. Dieses Jahr haben sich die Organisatoren um die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) zum Ziel gesetzt, ein großes Konzert mit bekannten linken KünstlerInnen zu veranstalten. Um einerseits weiterhin Jugendlichen einen freien Eintritt ermöglichen und andererseits den KünstlerInnen faire Gagen zahlen zu können, läuft noch bis zum 22. Februar eine groß angelegte Crowdfunding-Kampagne.

»Wir wollen unkommerzielle Gegenkultur fördern, die sich vom unpolitischen Mainstream der Musikindustrie abhebt«, erklärt Paula. Die 24jährige leitet das ehrenamtliche Organisationsteam, das seit Monaten daran arbeitet, ein vielfältiges politisches Programm für Jugendliche auf die Beine zu stellen. Es wird Workshops, Diskussionsrunden, Lesungen, Filme und Vorträge geben, bei denen Jugendliche voneinander und miteinander lernen, wie sie selbst für ihre eigenen Interessen politisch aktiv werden können. Daneben gibt es ein breites Freizeit- und Kulturangebot, vom Fußballturnier über den Tanzworkshop hin zur eigenen Holzwerkstatt auf dem Gelände. Abends sollen die Besucher am Lagerfeuer sitzen oder auf den Konzerten tanzen können. Tickets kaufen nur diejenigen, die vor Ort auch Campen wollen. Für alle anderen ist der Eintritt – auch für die Konzerte – kostenlos.

Das sei gar nicht so leicht, sagt Paula, schließlich wolle man einerseits bekannte Musiker wie den Rapper Disarstar oder die italienische Streetpunkband Los Fastidios auf die Bühne bringen, diesen andererseits aber auch eine angemessene Gage zahlen, damit sie weiter von ihrer Kunst leben können. »Weil wir viel Wert darauf legen, dass wir auch weiterhin unabhängig von Konzernen und ihrem Sponsoring bleiben, sind unsere finanziellen Mittel ziemlich begrenzt.«

Aus diesem Grund haben die Organisatoren Anfang Januar eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Crowdfunding, das ist eine Art der Spendensammlung im Internet, bei der die Unterstützer ein Dankeschön für ihre Spende erhalten. Der Haken bei der Sache: das Geld wird nur ausgeschüttet, wenn die gesamte für das Projekt veranschlagte Summe zusammenkommt. Im Falle des Konzertes auf dem Festival der Jugend sind das 5000 Euro, die bis zum 22. Februar gespendet werden sollen. Das Crowdfunding findet sich unter https://www.startnext.com/fdj2017. Mittlerweile haben schon mehr als 20 Organisationen und Gruppen ihre Unterstützung für das Festival zugesagt, dadurch erhofft sich das Orga-Team eine höhere Reichweite für das Vorhaben. Erstmals kann man über die Plattform auch Online-Tickets für das Festival erwerben, doch auch das nur, solange die Kampagne läuft. »Wir sind zuversichtlich, dass wir das Geld irgendwie zusammenbekommen, auch wenn wir nur noch zwei Wochen Zeit haben«, sagt Paula. Die Zeichen dafür stehen günstig: Am Sonntag waren bereits mehr als 4800 Euro für das Festival zusammengekommen.

Weitere Informationen: www.festival-der-jugend.de

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Fight for your right!

9. Februar 2017

Von Carlos, Carolin und Kalle*

Fast alle Azubis unseres Werks sitzen zwischen den ca. 400 ArbeiterInnen und hören den Berichten der Werksleitung zu. Unerwartet kündigt die Betriebsleitung einen neuen Ausbildungsberuf an: Die zweijährige Schmalspurausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik. Sie sagen, sie wollen hiermit auch HauptschülerInnen eine Chance auf eine qualifizierte Ausbildung geben. Am Ende der Betriebsversammlung geht einer von uns ans Mikrophon und fragt die Geschäftsleitung, wie sie denn eine hochwertige Ausbildung in zwei Jahren anbieten wollen und ob es da nicht eher um Sparmaßnahmen gehe. Von den Führungskräften gibt es kein Statement dazu, aber Beifall von der Belegschaft.

Das Thema war danach noch lange Gesprächsstoff in der Lehrwerkstatt und wir haben beschlossen, dass wir gegen die Sparmaßnahme aktiv werden müssen. Uns war klar, dass wir das nur gemeinsam mit den KollegInnen des ganzen Werks schaffen können. Für die nächste Betriebsversammlung sollte also eine Präsentation entstehen, die den ZuhörerInnen verständlich macht, weshalb die Ausbildung für uns alle Nachteile hat. Als der Betriebsrat davon hörte, war er hellauf begeistert. Wir haben sofortige Unterstützung zugesagt bekommen und den vordersten Platz in der Power-Point-Präsentation des Betriebsrats für die nächste Betriebsversammlung.

Lohndrückerei? Nein danke!

Zweimal haben wir uns getroffen und Argumente und Fakten zusammen getragen, die wir bei BerufsschullehrerInnen, anderen Betrieben und der Gewerkschaft gesammelt hatten. Zusammen konnten wir so ziemlich schnell widerlegen, dass soziale Motive hinter dem neuen Ausbildungsberuf stehen. Eigentlich soll während und nach der Ausbildung Geld gespart werden, indem man die Menschen kürzer ausbildet und danach schlechter bezahlt. Das wird das Lohnniveau im ganzen Werk langfristig senken. Wir sind uns sehr schnell einig gewesen, dass natürlich auch HauptschülerInnen eine Chance auf einen Ausbildungsplatz bei uns bekommen sollen. Aber in den 3,5-jährigen Ausbildungsberufen und nicht als LohndrückerInnen. Das würde den Konkurrenzdruck nur erhöhen und das Klima in unserer Ausbildungswerkstatt und im ganzen Betrieb würde dadurch schlechter werden. Von unseren BerufsschullehrerInnen wurden diese Vermutungen bestätigt und auch Gewerkschafter sagten uns, dass es bisher nur Ärger mit diesen Ausbildungen gab. Wir erfuhren vom Betriebsrat, dass unser Werk eine negative Vorreiterrolle bei BOSCH einnehmen solle. Die Schmalspurausbildung könnte also bald zur Regel werden.

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Lob von der Belegschaft – Böse Blicke von der Leitung

Das muss verhindert werden und wir waren nun gut gerüstet für die kommende Betriebsversammlung. Zunächst hatten wir geplant, dass alle Auszubildenden mit uns auf die Bühne kommen und jeder ein Argument vorträgt. Unsere KollegInnen fanden unser Vorhaben zwar sehr gut, aber nicht alle trauten sich vor der versammelten Belegschaft auf die Bühne. Die Zukunftsängste sind einfach zu groß und gerade die Azubis, die noch in der Probezeit sind, haben Angst vor einer Kündigung, andere davor nach der Ausbildung nicht übernommen zu werden. Dennoch standen wir mit zehn Azubis auf der Bühne und ernteten während und auch noch nach der Versammlung großes Lob. Sogar ein Ausbilder kam zu uns und sagte, dass wir das sehr gut gemacht haben. Nur die Betriebsleitung war ganz still und funkelte nur böse in unsere Richtung. Sie hatten keine Worte für uns übrig, aber das war uns Beweis genug, dass wir genau ins Schwarze getroffen hatten. Diese Runde geht an uns und das nächste Mal stehen wir mit 20 Leuten auf der Bühne, denn der Kampf gegen die Sparmaßnahmen in unserer Ausbildungswerkstatt ist noch lange nicht gewonnen.

 

*Alle drei machen eine Ausbildung bei BOSCH und wollen ihren Klarnamen hier nicht lesen, da sie Angst haben, dass ihnen dann gekündigt wird.

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Erklärung der KP Swazilands

7. Februar 2017

Die Kommunistische Partei Swazilands steht voll hinter dem Streik der Studenten des William Pitcher Training College, mit dem sie sich der Einbehaltung von Studienerlaubnissen und den mangelnden Rechten auf ein anhgemessenes Studium und angemessene Lebensbedingungen widersetzen. Mit Beginn dieser Woche haben die Studenten mit einem Vorlesungsboykott begonnen.

Die Studenten verlangen, dass ihre Wohnmöglichkeiten auf dem Campus verbessert werden. Gegenwärtig verrotten die Gebäude, werden bei Regen die Abwasserleitungen überflutet und mangelt es generell an einfacher Infrastruktur.
Gefordert wird auch eine Erhöhung der erbärmlichen Stipendien (35 US-Dollar).

Das Mswati-Regime könnte die die Lage der Studenten leicht verbessern. Das ist kein Problem von mangelnder Liquidität oder eines zu geringen Budgets. Es handelt sich schlicht um einen weiteren Bereich, in dem die Gier des Regimes nach weiterer Selbstbereicherung des königlichen Haushalts und der herrschenden Elite die Pflicht ausschließt, den Bedürfnissen der Menschen Rechnung zu tragen.

In den vergangenen Tagen haben wir eine brutale Razzia der Mswatie-Polizei gegen die Studenten erlebt. Ein Marsch der Studenten am 6. Februar zum Erziehungsministerium wurde brutal zerschlagen. Seitdem ist eine Anzahl Studenten vermisst, einige sind verletzt, und wir sind sehr besorgt um ihre Sicherheit.

Die KP Swazilands tut alles ihr Mögliche, um die Studenten zu unterstützen und ruft alle fortschrittlichen Gruppen und Personen auf, dem Regime tapfer zu widerstehen. Wir rufen ausserdem die Studentenorganisationen in der Region Südafrika auf, in Solidarität mit den William Pitcher-Studenten zu handeln.

Kenneth Kunene
General Secretary

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Übersetzung aus dem Englischen: news.dkp.de

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1.2.2017

RT Deutsch; gekürzt

Erstmals seit 1985 werden die Weltfestspiele der Jugend wieder auf russischem Boden stattfinden. Im Oktober werden dazu mehr als 20.000 Teilnehmer in Sotschi erwartet. Russland stellte dem Wirtschafts- und Sozialrat der UNO am Montag sein Konzept vor.

Russland hat am Montag im Rahmen des Forums des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen sein Konzept für die 19. Weltfestspiele der Jugend und Studenten präsentiert. Diese werden vom Weltbund der Demokratischen Jugend (WBDJ) ausgerichtet und sollen im Oktober in Sotschi stattfinden. Ungefähr 700 Teilnehmer waren in die UNO-Zentrale in New York gekommen, um die Detailplanung und die einzelnen Elemente der Veranstaltung zu diskutieren. RT gehört zu den Informationspartnern des Festivals.

Es ist das erste Mal, dass die Russische Föderation ein derartiges Festival ausrichten wird. Das letzte Mal, dass die Festspiele auf russischem Boden stattfanden, war im Jahr 1985, als die Sowjetunion noch existierte. …

Die 19. Weltfestspiele der Jugend und Studenten werden voraussichtlich das größte internationale Ereignis im Bereich des Jugenddialogs sein, das in diesem Jahr stattfindet. Sie werden vom 14. bis 22. Oktober 2017 in Sotschi ausgetragen. Schätzungen zufolge werden mehr als 20.000 Menschen an den Feierlichkeiten teilnehmen.

Mindestens die Hälfte davon sollen ausländische Bürger aus über 150 Ländern sein. Die Veranstaltung soll Leiter von Jugend-NGOs, Ingenieure, Journalisten, Lehrer, Akademiker und Politiker zusammenbringen. Für die Teilnahme am Diskussionsforum in Sotschi werden über 250 Vertreter ausländischer Delegationen anreisen. …

Die Weltfestspiele der Jugend und Studenten fanden erstmals 1947 in Prag statt. Vor 1989 nahmen vor allem sozialistische Länder an der Veranstaltung teil, die der Völkerverständigung dienen sollte und in unregelmäßigen Abständen stattfand. Mit 34.000 Teilnehmern waren die Spiele in Moskau 1957 die bestfrequentierten. Die größte Anzahl an Teilnehmerländern wiesen die Festspiele 1989 in Pjöngjang mit Startern aus 177 Nationen auf.

Seit 1997 wird die Veranstaltung auf der Basis eines überarbeiteten Konzepts wieder ausgetragen. Zuletzt fanden die Spiele 2013 in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito statt.

Das Programm für die Veranstaltung im Herbst hat der WBDJ auch online veröffentlicht.

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Auf nach Sotschi!

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