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Outing-Aktion zu den miesen Ausbildungsbedingungen bei Norma, August 2014

Outing-Aktion zu den miesen Ausbildungsbedingungen bei Norma

Wir sind Schülerinnen und Schüler, Azubis und Studierende, junge Arbeiterinnen und Arbeiter und organisieren uns in der SDAJ, der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend. Unser Ziel? Eine Welt ohne Ausbeutung, Armut und Kriege. Eine Welt, in der wir uns keine Sorgen mehr darum machen müssen, woher wir das Geld für Nachhilfe nehmen sollen, ob wir eine Ausbildung bekommen oder wie wir unsere Miete bezahlen sollen. Eine Welt, in der unser Leben zählt und nicht die Profite der Reichen.
Warum „sozialistisch“? Weil wir meinen, dass der Kapitalismus – also die Gesellschaft in der wir leben – überwunden werden muss, um diese Ziele zu erreichen. Auf den Bruch mit dem Kapitalismus folgt eine sozialistische Gesellschaft, in deren Mittelpunkt die Interessen der Menschen stehen, die darin leben.
Warum „deutsch“? Herkunft und Pass spielen bei uns keine Rolle. Was uns vereint, ist die Überzeugung, dass wir uns zunächst gegen den Kapitalismus in dem Land stellen müssen, in dem wir Leben: in Deutschland.
Warum „Arbeiterjugend“? Weil wir meinen, dass diejenigen, die arbeiten in der Gesellschaft das Sagen haben sollten und nicht diejenigen, die von der Ausbeutung anderer Leben. Zur Arbeiterjugend zählen wir jedoch nicht nur diejenigen, die schon heute arbeiten, sondern auch diejenigen, die in Zukunft arbeiten werden. Also auch Schülerinnen und Schüler, Auszubildende oder Studierende.
Wir sagen: Wenn Du etwas verändern willst, musst Du etwas dafür tun. Wenn Du nur allein kämpfst, oder nur bei spontanen Aktionen dabei bist, wirst Du auf Dauer nicht viel gegen die Mächtigsten und Reichsten ausrichten können – das ist klar! Deshalb ist es wichtig, dass wir uns organisieren, um gemeinsam und solidarisch zu handeln. Wir haben uns in der ganzen BRD in der SDAJ zusammengeschlossen, weil wir nicht allein, sondern nur gemeinsam unser Ziel erreichen werden: Mit einer klaren antikapitalistischen und revolutionären Organisation.

Hier findest Du unsere programmatische Grundlage, das „Zukunftspapier“ und hier unsere Satzung.

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Wo beginnt Veränderung?

 

13. Juli 2017

SDAJ

Weshalb Widerstand so wichtig ist

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Bildungsstreik

2008-2010 gingen regelmäßig hunderttausende von Schülerinnen und Schülern sowie Studierende im Rahmen der bundesweiten Bildungsstreikbewegung auf die Straße. Ihren Höhepunkt hatten die Proteste am 17. Juni 2009, als an einem Tag mindestens 270.000 Protestierende streikten. Gekämpft wurde für kostenfreie Bildung, die Abschaffung von Bildungsgebühren , gegen eine gymnasiale Schulzeitverkürzung in Form des G8 sowie generell gegen die Aufteilung der Schulen in Gymnasien auf der einen und Haupt-und Realschulen auf der anderen Seite. Vorbereitet wurden die Proteste, die unterschiedliche Formen, von Großdemonstrationen bis hin zu längerfristigen Schul- und Universitätsbesetzungen annahmen, durch regionale Bildungsstreikbündnisse, die sich im zunehmende Verlauf immer stärker bundesweit vernetzten. In einem Halbjahres-Rhythmus wurden so zu festgelegten Aktionstagen die vom Geldmangel und der sozialen Selektion im Bildungswesen Betroffenen mobilisiert. Einen direkten Einfluss hatten die Proteste auf das erfolgreich durchgeführte Volksbegehren zur Abschaffung der Studiengebühren in Bayern, die Abschaffung des Büchergeldes, sowie die Nicht-Einführung oder Rücknahme des 8-jährigen Gymnasiums in einige Bundesländern, sowie auf die Abschaffung der Kopfnoten in NRW…

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Dass die Welt, so, wie sie gerade ist, nicht bleiben kann, leuchtet den meisten Menschen ein, wenn man sich mit ihnen in der Schule, auf der Straße, an der Uni oder in der Arbeit unterhält. Aktive Verteidiger dieser kapitalistischen Gesellschaft als die beste aller Welten finden sich eher selten – vor allem, wenn die Sprache auf die ganz konkreten Lebensumstände der Menschen kommt. An dem sich immer weiter verstärkenden Leistungsdruck in der Schule, an der sozialen Selektion im Bildungswesen, die zur Folge hat, dass Kinder aus ärmeren Familien in der Summe auch schlechtere Bildungsababschlüsse haben oder auch an den immer krasser werdenden Arbeitsbedingungen in vielen Berufszweigen lässt sich auch wenig beschönigen. Und dennoch geschieht wenig an konkreter Gegenwehr, oder wird zumindest selten wahrgenommen und noch seltener in einem gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang thematisiert. Dabei hat genau das Methode.

Ohnmacht mit System

Eine der größten Hürden sich heutzutage zu engagieren ist nicht unbedingt die Angst vor Repression oder direkten negativen Konsequenzen, wobei es das natürlich auch gibt. Doch oft lähmt bereits das Gefühl, an den herrschenden Zuständen alleine ohnehin nichts verändern zu können. Die Welt wird zwar als schlecht, hart und ungerecht wahrgenommen, doch statt aktivem Widerstand suchen viele Menschen lieber nach individuellen Lösungs- und Lebensmodellen. Das erscheint wohl sinnvoller, als den Kampf gegen Windmühlen in einem System zu führen, in dem die Trumpfkarten ganz offensichtlich sehr ungerecht verteilt und die realen Einflussmöglichkeiten auf den politischen Alltagsbetrieb sehr begrenzt sind.

Oftmals wird sich in Folge dessen mit dem realen Gefühl der Ohnmacht gegenüber den eigenen Lebens-, Lern- und Arbeitsbedingungen abgefunden und arrangiert. Dies geschieht aus dem Gefühl heraus, dass ganz Andere als man selbst über die wichtigsten Bereiche im eigenen Leben zu bestimmen haben, seien es nun der Chef, der Ausbilder oder die Lehrer.

Doch genau diese Logik gilt es zu durchbrechen, wenn sich an den Bedingungen, die maßgeblich unser eigenes Leben prägen, etwas verändern soll. Viele Kämpfe werden aus genau diesem Grund auch kleingeredet, totgeschwiegen oder als „permanenter Streikterror“ verunglimpft. Denn es gibt viele Menschen, die sich tagtäglich gegen die für sie ungerechten Zustände auflehnen, auch wenn das im Zweifelsfall bei sehr kleinen Entscheidungen beginnt: soll ich die länger gearbeiteten 60 Minuten als Überstunde aufschreiben, oder nicht? Ist es in Ordnung, von meinem eigenen Geld den Firmenwagen aufzutanken? Muss ich mir von meinem mickrigen Ausbildungsgehalt wirklich selbst meine Arbeitsklamotten kaufen? Ist es eigentlich korrekt, wenn das Direktorat unsere Schülerzeitung vor dem Druck lesen will und bestimmte Artikel zensiert?

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Streikjahr 2015Plötzlich machten Begriffe wie „Streikrepublik“ und „Streikland Deutschland“ die Runde. Die Post, die Bahn, die Erzieherinnen – das sind die großen Streiks, die aus dem Jahr 2015 im Gedächtnis bleiben. Doch daneben gab es noch jede Menge kleinere Kämpfe um (Haus)-Tarifverträge und bessere Arbeitsbedingungen. In insgesamt 214 Streiks wurde 2015 die Arbeit niedergelegt. Jeder dieser Kämpfe steht dafür, dass die Betroffenen sich organisierten und gemeinsam für Verbesserungen eingetreten sind. Dabei lag die reine Anzahl der Streiktage mit 430.000 zwar unter denen der großen IGM-Tarifkämpfe aus den siebziger, achtziger und Anfang der neunziger Jahren. Aber der Charakter der Streiks hat sich verändert. Notgedrungen sind es in immer mehr Betrieben keine einfachen Streikrituale, sondern knallharte Auseinandersetzungen um Grundrechte, gegen schlechtere Lohnniveaus oder allgemein gegen völlige Überlastung wie bei den Erzieherinnen oder aktuell in der Pflege, weswegen gestreikt wird. Diese Streikauseinandersetzungen sind oft wesentlich härter und mühsamer, sie zeigen aber vor allem: es ist möglich, sich zur Wehr zu setzen.

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Jeder, der sich schon mal mit solchen oder ähnlichen Fragen konfrontiert sah hat festgestellt: sich alleine aufzulehnen oder nein zu sagen, mag zwar richtig sein, ist aber oftmals auch alles andere als angenehm. Deshalb macht es Sinn, derartige Fragen nicht nur für sich allein zu stellen, sondern mit Anderen zusammen. So können aus Fragen Auseinandersetzungen und aus Kämpfen Veränderungen werden. Dass diese Kämpfe oftmals ihre Schwächen haben, dass es Rückschläge geben wird, ist klar. Aber nur, indem man sie führt, und zwar am besten nicht alleine, lernt man, es das nächste mal besser zu machen. Und motiviert im besten Fall auch Andere zum Mit-und Nachmachen.

Tatjana, Rostock

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KKE

Das 26. Antiimperialistische Camp der KNE, das am Sonntag seine Pforten schloss, war ein großer Erfolg.

An dem Wochenende kamen tausende junge Menschen aus dem ganzen Land in der Stadt Ioannina zusammen. Sie nahmen an vielfältigen politischen und kulturellen Veranstaltungen teil, lernten Seiten der Geschichte der kommunistischen Bewegung kennen, um mit diesen Erfahrungen in der ersten Reihe des Kampfes für die Forderungen des Volkes, gegen Imperialismus, für eine Zukunft ohne Kriege und Ausbeuter zu stehen.

Aus einer Region mit einer besonderen Bedeutung an der nordwestlichen Grenze Griechenlands kam das Signal, dass die Völker des Balkans durch das gemeinsame Interesse am Kampf gegen das System der Armut, der Kriege und der Ausbeutung vereint sind.

Die Tausenden jungen Menschen gedachten des Kampfes der vergangenen Generationen der kommunistischen Bewegung des Landes. Sie lernten Seiten der Geschichte der Jugendorganisation der KKE in den Jahren 1922 – 1943 kennen, und führten eine Veranstaltung in dem Ort durch, wo fast 10 Jahre lang das Strafbataillon Kalpaki stand, ein Folterlager des griechischen bürgerlichen Staates gegen kommunistisch gesinnte Soldaten. An diesem Ort enthüllte die KNE und die KKE ein Denkmal zu Ehren der unbeugsamen kommunistischen Soldaten, und erklärten, dass „wir unsere Helden nicht vergessen, aus ihrem Kampf lernen und ihr Beispiel in das ganze Land tragen“.

Das Wochenende verlief auf die einmalige Art und Weise, die solche Veranstaltungen in all den Jahren kennzeichnen: sie verbinden die politischen Inhalte des alltäglichen Kampfes mit Erholung, Unterhaltung, dem Kennenlernen der Geschichte, der Begegnung mit allen Kunstformen. Aus dem Camp gingen Signale des Kampfes und der Zuversicht heraus. Die Tausenden jungen Menschen erweckten den über 10 Jahren verlassenen Pyrsinella-Park zum Leben. Durch die Freiwilligenarbeit von Mitgliedern und Freunden der KNE und der KKE wurde der Park dem Volk und der Jugend der Stadt Ioannina nach Abschluss des Camps in einem viel besseren Zustand als vorher übergeben.

Höhepunkt der Veranstaltungen war die politische Großkundgebung am Samstag in der Stadt Ioannina, an der Dimitris Koutsoumbas, Generalsekretär des ZK der KKE, sprach.

In seiner Rede prangerte D. Koutsoumbas die volksfeindliche Politik der SYRIZA-ANEL-Regierung, besonders in Bezug auf die junge Generation, sowie auf die Verwicklung des Landes in die imperialistischen Kriege der NATO und der EU, an. Er unterstrich, dass „der Kampf des Volkes gegen das System der Kriege, der Armut und der Arbeitslosigkeit abzielen soll.“ Zum einzigen alternativen Ausweg, dem Sozialismus, und dem 100. Jahrestag der Oktoberrevolution betonte er: „Den roten Oktober zu ehren, bedeutet vor allem heute unter demselben Banner zu kämpfen, unter dem Banner des Sozialismus – Kommunismus, bis zu seinem endgültigen Sieg“.

Zu der Bemühung der jungen Menschen, die Geschichte der Arbeiter- und kommunistischen Bewegung kennen zu lernen, betonte er: „Wir Kommunisten haben allen Grund, die Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung in unserem Land und international zu erforschen. Wir lernen daraus, wir ziehen wertvolle Schlussfolgerungen, die uns Inspiration und Kraft, Mut und revolutionären Optimismus in unseren täglichen Kämpfen für den Sturz der Ausbeutung und den Aufbau einer neuen Gesellschaft geben“.

 

 

 

11/07/2017

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Bildmontage: HF

08.07.17 

Von DGB Düsseldorf via scharf links

Die Sommerferien stehen vor der Tür – und für viele Schülerinnen und Schüler beginnt damit die Zeit der Ferienjobs. Eigentlich eine gute Sache: Die Arbeit hilft, das Taschengeld aufzubessern und gewährt gleichzeitig Einblicke in die Arbeitswelt. Aber: Man muss auch die Regeln kennen, die für die Ferienarbeit gelten. Der DGB-gibt Tipps:

Jugendarbeitsschutz

Das ist die gesetzliche Lage: Ferienjobs gibt es in allen erdenklichen Branchen, und dabei gibt es durchaus auch gefährliche Arbeiten. Die sind aber für Kinder und Jugendliche tabu. „Im Jugendarbeitsschutzgesetz ist geregelt, unter welchen Bedingungen Kinder und Jugendliche arbeiten dürfen“, macht DGB-Regionsgeschäftsführerin Sigrid Wolf klar. Dieses Gesetz gibt den Rahmen des Erlaubten vor:

  • Ferienjobs – das müssen leichte Tätigkeiten sein: zum Beispiel Gartenarbeit, Zeitung austragen oder Botengänge. Schwere körperliche oder gefährliche Tätigkeiten sind für Jugendliche verboten. Auch mit Gefahrenstoffen hantieren oder Akkorde arbeiten ist untersagt.
  • Bis einschließlich dem 14. Lebensjahr ist arbeiten eigentlich verboten. Aber: Wenn die Eltern zustimmen, dürfen Kinder über 13 Jahre bis zu zwei, in der Landwirtschaft drei Stunden täglich zwischen 8 und 18 Uhr arbeiten.
  • Wer zwischen 15 und 17 Jahre alt ist, gilt als Jugendlicher. hier gibt es weniger Einschränkungen. „Aber das heißt nicht, dass alles erlaubt ist“, erklärt Wolf.. „Schulpflichtige dürfen nicht länger als vier Wochen im Jahr in den Ferien jobben. Diese sind in erster Linie zur Erholung da.“
  • Die Arbeitszeit von acht Stunden am Tag und 40 Stunden die Woche darf nicht überschritten werden, auch nicht der Arbeitszeitraum zwischen 6 bis 20 Uhr. Ausnahmen gelten für Schülerinnen und Schüler, die bereits 16 Jahre alt sind. Wolf: „Sie dürfen z. B. in Gaststätten bis 22 Uhr und in Mehrschicht-Betrieben bis 23 Uhr arbeiten, allerdings nicht an Wochenenden.“ Aber auch hier gibt es wieder Ausnahmen Sportveranstaltungen zum Beispiel.
  • Im Jugendarbeitsschutzgesetz sind die Ruhepausen von unter 18-Jährigen geregelt. Wer viereinhalb bis sechs Stunden am Tag arbeitet, hat Anspruch auf mindestens 30 Minuten Pause. Bei mehr als sechs Stunden sind es 60 Minuten.

Lohn

Nun zum wichtigsten Kapitel: der Bezahlung! Mit dem Mindestlohngesetz haben Ferienjobberinnen und Ferienjobber, die älter als 18 Jahre sind, Anspruch auf 8,84 Euro je Stunde in den alten Bundesländern. Das gilt auch, wenn der Ferienjob als geringfügige Beschäftigung (bis zu 450 Euro/Monat) ausgeübt wird. Bei Geringfügigkeit dürfen maximal 51 Stunden im Monat gearbeitet werden.

Für unter 18-Jährige gilt das Mindestlohngesetz hingegen nicht – eine gesetzliche Lücke, die von vom DGB vehement kritisiert wird. Hier sollte man die Lohnhöhe genau im Blick haben, wenn der Arbeitsvertrag unterzeichnet wird: „Auch Ferienjobs müssen fair bezahlt werden. Zwar sind keine Beiträge zur Sozialversicherung fällig, Steuern jedoch schon, wenn der Lohn über dem monatlichen Lohnsteuerfreibetrag von 735 Euro brutto liegt“, sagt Wolf. Dabei werden die Steuern normalerweise im nächsten Jahr erstattet, wenn man beim Finanzamt einen Antrag stellt. Dafür benötigt der Arbeitgeber in jedem Fall die elektronische Lohnsteuerkarte – auch die erhält man beim Finanzamt.

Vertrag

„Auf jeden Fall sollte jede Schülerin und jeder Schüler nur mit einem Vertrag in der Hand einen Ferienjob beginnen. Der muss vorher abgeschlossen werden und klar Aufgaben, Arbeitszeiten und den Lohn regeln“, rät die DGB-Regionsgeschäftsführerin

Unfallschutz

Und was passiert, wenn sich einer verletzt? „Schülerinnen und Schüler sind während ihres Ferienjobs bei der Unfallversicherung des Arbeitgebers versichert“, sagt Wolf. Dieser Schutz beginnt ab dem ersten Arbeitstag und gilt auch für den Weg zur Arbeit und zurück nach Hause.

Wenn es Probleme gibt

Und wenn Arbeitgeber sich nicht an die Gesetze halten?
„Im Klartext: Man muss sich nicht alles gefallen lassen. Verstöße gegen Arbeitsschutzgesetze muss keiner tolerieren. Am besten wendet man sich in solchen Fällen an die zuständigen Aufsichtsbehörden – in der Regel sind das örtliche Gewerbeaufsichtsämter oder die Ämter für Arbeitsschutz. Arbeitgeber, die gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen, müssen mit heftigen Geldbußen rechnen.“

 

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Nicht unser Gipfel!

3. Juli 2017

SDAJ

Über 65 Millionen Menschen sind Weltweit auf der Flucht. In einem Jahr sind mehr als 3800 Geflüchtete im Mittelmeer ertrunken. 470.000 Menschen starben allein im Syrienkrieg. 1,4 Milliarden Menschen leben in extremer Armut. Die 62 reichsten Menschen der Welt besitzen so viel wie die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung. Volkswagen machte allein im Jahr 2016 einen Gewinn von 7,6 Milliarden Euro.

Krieg, Terror, Armut, Umweltzerstörung nehmen immer mehr zu. Dies geschieht seit eh und je unter der Verwaltung der mächtigsten Staaten der Welt, die im Profitinteresse der bedeutendsten Unternehmen der Welt handeln. Massenmord durch Krieg und Terror, sowie Umweltzerstörung und Armut werden nicht nur für Rohstoffquellen und Absatzmärkte der Monopolkonzerne in Kauf genommen, sie sind ein unvermeidbares Resultat des kapitalistischen Systems.

Das Gipfeltreffen der G20 ist das Zusammenkommen der mächtigsten Länder der Welt, um das herrschende Elend weiter zu verwalten und voranzutreiben. Dass wir kein Interesse an der Politik der G20 Staaten haben, ist ihnen lange bekannt. Darum lassen sie sich von 20.000 Polizisten, Wasserwerfern, Hubschraubern, und Räumfahrtzeugen beschützen. Hunderte von Millionen Euro werden für den Schutz und für die Sicherheit der Kriegs- und Kriesenverwalter verschwendet. Hunderte von Millionen Euro, die wir gut für sanierungsbedürftige Schulen, für kostenlose Bildung und für mehr Personal im Gesundheitswesen gebrauchen können.

Mit dem Wissen, dass wir kein Interesse an ihrer Politik haben, provoziert uns der deutsche Staat mit einem Gipfel mitten in Hamburg. Mit dem Wissen, dass wir uns dagegen wehren werden, schränkt die Polizei unsere Versammlungsfreiheit in Hamburg ein. Mit dem Wissen, dass es unser Geld ist, das wir für ein gutes Leben benötigen, planen die G20 wie die Welt noch besser im Interesse der Banken und Konzerne aufgeteilt werden kann.
Der heutige Tag zeigt, dass wir uns nicht durch Versuche den Bahnverkehr einzuschränken, durch Benennung von Gefahrenviertel, durch Festlegung dreier Sicherheitszonen, oder von Repression und Bespitzelung im Vorfelde abschrecken lassen. Die Reaktion des deutschen Staates auf unsere Aktivität zeigt, dass wir alles richtig machen!

Wir sagen NEIN zu Ausbeutung und Armut.

Wir sagen NEIN zu Umweltzerstörung und Krieg.

Wir sagen NEIN zur Durchführung des G20 Gipfels in Hamburg.

Wir kämpfen für eine Welt, in der die Interessen der Bevölkerung im Vordergrund stehen.

Für eine Welt, in der kein Krieg für die Profite der Banken und Konzerne notwendig ist.

Für eine Welt, in der nicht die Reichen über die Armen das Sagen haben.

 

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27.06.2017

ver.di

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert anlässlich der heute vorgestellten 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks eine Verbesserung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG). „Der uneingeschränkte Zugang zu Bildung und damit auch zu einem Studium darf nicht von der Herkunft und der wirtschaftlichen Situation der Eltern oder der Studierenden abhängen. Wir brauchen eine Erhöhung um 6,5 Prozent und anschließend eine laufende Dynamisierung der BAföG-Bedarfssätze und Freibeträge sowie die Möglichkeit, BAföG auch für eine gewisse Dauer über die Regelstudienzeit hinaus zu beziehen,“ forderte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ute Kittel.

Die 21. Sozialerhebung unterstreicht einen Trend, den auch der Alternative BAföG-Bericht der DGB-Gewerkschaften ( http://tinyurl.com/h6yrxaq ) aufzeigt: Die Ausgaben von Studierenden werden durch BAföG nicht gedeckt, trotz steigender Studierendenzahlen erhalten immer weniger Studierende BAföG. Die Zugangsvoraussetzungen tragen den realen Lebens- und Bildungswegen nicht mehr Rechnung.

Von derzeit 2,8 Millionen Studierenden erhalten laut 21. Sozialerhebung nur 18 Prozent BAföG, 86 Prozent bekommen Unterstützung durch ihre Eltern und 61 Prozent arbeiten neben ihrem Studium. Der aktuelle BAföG-Höchstsatz von 735 Euro reicht nicht zum Leben und liegt deutlich unter der Armutsgrenze von monatlich 947 Euro. Eine Folge: Nur 40 Prozent der Studierenden können ihr Studium in der Regelstudienzeit abschließen, fast 90 Prozent gelingt dies in den folgenden vier Semestern. Eine Verlängerung von BAföG ist daher angebracht, um diese Finanzierungslücke am Ende des Studiums zu schließen.

ver.di unterstützt zudem die Forderung des Deutschen Studentenwerks nach einem Hochschulsozialpakt. „Wir brauchen neben einem Hochschulpakt auch einen Hochschulsozialpakt, um gleiche Zugangsmöglichkeiten zu Hochschulen für Menschen unterschiedlicher Herkunft und Lebenswege zu fördern“, sagte Kittel. Studentenwerke seien wichtige Einrichtungen der sozialen Unterstützung Studierender. Sie verwies darauf, dass die Studentenwerke mit ihrem gesellschaftlichen Auftrag der sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesundheitlichen Förderung ein unentbehrlicher Teil des Hochschulsystems seien.

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22. Juni 2017

SDAJ

Bei der Tarifauseinandersetzung in der Systemgastronomie geht es ums Mindeste.

POSITION hat mit Lisa aus Kiel gesprochen. Lisa ist 24 Jahre alt und studiert Politikwissenschaft an der Uni Kiel. Seit 2014 arbeitet sie als Werkstudentin bei McDonald’s und kämpft seit 2015 als aktive, ehrenamtliche Gewerkschafterin für eine Verbesserung der Situation der Beschäftigten bei McDonald’s. Seit Oktober 2016 ist sie Mitglied der Tarifkommission der Systemgastronomie und außerdem im DGB-Vorstand der Region Kiel für die NGG und im NGG-Vorstand der Region SH-Nord.

POSITION: Seit Oktober 2016 laufen die Tarifverhandlungen für die Systemgastronomie, bisher kam es nicht zu einem Abschluss. Worum geht es in dieser Tarifrunde, wofür kämpft ihr?

Lisa: Die Unternehmen des Bundesverbands der Systemgastronomie e.V. (BdS) machen nach eigener Angabe einen jährlichen Umsatz von 5 Milliarden Euro. Davon bekommen die ca. 100.000 Beschäftigten nichts zu spüren: Niedriglöhne und knappe Personalbemessung sind Normalzustand bei McDonalds, BurgerKing und Co. Bisher haben wir sechs erfolglose Verhandlungsrunden geführt. Die Angebote des BdS waren frech: Selbst das letzte Angebot lag in der untersten Tarifgruppe nur um 6 Cent über dem Mindestlohn von 8,84€. Davon kann man nicht leben, denn selbst mit Vollzeitarbeit – und die Wenigsten sind bei uns vollzeitbeschäftigt – erhält man am Ende des Monats nur ca. 1000€. Viele der Beschäftigten haben deshalb noch einen zweiten oder dritten Job und müssen mit HartzIV oder Wohngeld aufstocken.

Was unternehmt ihr, um KollegInnen zu mobilisieren, und wie gehen eure Bosse damit um?

Lisa: Die Mobilisierung fängt im Betrieb selbst an. Der Bereich der schwer organisierbaren Systemgastronomie wurde lange vernachlässigt und viele Beschäftigte haben das Vertrauen in die Gewerkschaften verloren. Daher ist es wichtig, sich gerade den prekär Beschäftigten mehr zu öffnen. Viele der Beschäftigten wissen nicht einmal, dass momentan Tarifverhandlungen stattfinden. Ende März haben wir es dennoch geschafft, den ersten Warnstreik in der Geschichte der Systemgastronomie in Schleswig-Holstein auf die Beine zu stellen. Dabei waren die Beschäftigten starker Repression ausgesetzt. Viele haben sich erst nach Zögern getraut, mit auf die Straße zu kommen. Auch lief der Betrieb normal weiter. Der Chef hatte es sich nicht nehmen lassen, Streikbrecher aus dem Management zu organisieren. Trotzdem hat der Streik etwas in den Menschen bewegt und es gab ein positives, öffentliches Feedback. Wir versuchen jetzt den Druck auf die Arbeitgeber weiter zu erhöhen. Ein klassischer Arbeitskampf ist aufgrund von Repression, schlechtem Informationsstand, breiter Streuung von kleinen Betrieben und verlorenem Vertrauen in Gewerkschaften schwierig. Deshalb ist es wichtig, gesellschaftlichen Druck aufzubauen.

Die Angriffe der Kapitalseite werden nicht aufhören. Wie geht es für euch weiter, wenn die Tarifrunde vorbei ist?

Lisa: 2018 finden die nächsten Betriebsratswahlen statt. Da versuchen wir auch einen Gesamtbetriebsrat zu gründen. Dies gestaltet sich allerdings schwierig, da McDonald’s beispielsweise gezielt „unbequeme“ Stores an Franchise-Partner ausgliedert. Generell ist es jedoch ein Problem des kapitalistischen Systems, was sich hier im Arbeitskampf mit McDonald’s nur besonders deutlich zeigt: Das Geschäftsmodell McDonald’s basiert auf gezielter Ausnutzung von prekären Situationen der Beschäftigten. Das wird sich im Kapitalismus nicht ändern.

Das Interview führte Roxy, Tübingen

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KKE

In Piräus fand am 24. Juni die Auftaktveranstaltung des 43. Festivals der Kommunistischen Jugend Griechenlands (KNE) und ihrer Zeitschrift „Odigitis“ statt. Das KNE-Festival ist das größte politisch-kulturelle Ereignis in Griechenland.
Wie Nikos Ambatielos, Sekretär des KNE-Zentralrates, in seiner Rede betonte: Wir starten hier, aus dieser Stadt, aus der unsere Partei vor fast 99 Jahre ihre ersten Schritte machte, als ein reifes Ergebnis eines historischen Prozesses, der durch die Große Sozialistische Oktoberrevolution beschleunigt wurde. Es ist also mehr als nachvollziehbar, dass unser diesjähriges Festival  unter keinem anderen Zeichen stehen konnte, als diesem welthistorischen Ereignis des vergangenen Jahrhunderts, der Revolution von 1917 in Russland, die die Ausbeuter des Volkes wegfegte, die Fundamente der Welt der Ausbeutung zerrüttete und nach wie vor, wie ein Leuchtturm den Weg in die Zukunft leuchtet.
Die arbeitenden Menschen und die Jugend in der ganzen Welt werden diesen Jahrestag mit Recht ehren.  Auch in Griechenland werden wir es gebührend tun: mit großen politisch-kulturellen Veranstaltungen, mit Publikationen, die bereits im Umlauf sind, mit vielfältigen Aktionen. Vor allem aber ehren wir den Roten Oktober durch die Verstärkung unserer Anstrengungen als KKE und KNE für die Verbreitung der historischen Aktualität und Notwendigkeit des Kampfes gegen das barbarische System des Kapitalismus, des Kampfes für den Aufbau der sozialistischen-kommunistischen Gesellschaft, der Gesellschaft, in der keine Ausbeutung des Menschen durch den Menschen geben wird. Wir ehren dieses Jubiläum durch die allseitige Vorbereitung der Arbeiterklasse für dieses große Ziel!

 26.06.2017

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Zeit für Widerstand!

Ein „verfaulende[r] Kapitalismus“ – davon schrieb Lenin 1916 in „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“. Und davon kann sich jeder durch einen flüchtigen Blick selbst in die bürgerlichen Nachrichten zur besten Sendezeit überzeugen. Sämtliche Medien quillen über vor massenhaftem Elend auf der Welt. Und die Münder derer, die die Armut in der BRD mit einem globalen Vergleich stets kleinreden, werden selbst von bürgerlichen Zeitungen gestopft. Dort gibt man zu, was man zugeben muss: Immer mehr Menschen in der BRD sind arm. Dieser Armut gilt unser entschlossenster Widerstand. Denn sie ist Ausdruck der kapitalistischen Lohnsklaverei. Wir kämpfen in Schule, Betrieb und Uni gemeinsam mit Menschen an deren konkreten Interessen und Nöten, hinter denen immer die kapitalistische Verwertungslogik steht. Dabei darf nicht vergessen werden: Mit den Berichten über das ganze imperialistische Chaos in der Welt geht ständig auch eine Verschleierung dessen einher. In keinem bürgerlichen Medium kommt man auf die wirklichen Ursachen für Krieg, Not, Hunger, massenhafte Flucht, massenhafte Krankheit heilbarer Menschen oder die auch hierzulande allgegenwärtige Unterfinanzierung sozialer Bereiche zu sprechen. Auch gegen diese Verschleierung, die Apparate, die sie berteiben, und den ganzen Staat müssen wir Widerstand leisten. Andernfalls werden die Imperialisten nichts von dieser Welt übrig lassen. Ja, der Apfel Kapitalismus ist schon lange faul – aber es ist an uns, ihn endlich vom Baum der Geschichte abzupflücken. Get up, stand up, Zeit für Widerstand! Viel Spaß beim Lesen wünscht

Euer Zeitungskollektiv

Die POSITION, das Magazin der SDAJ erhaltet ihr bei eurer SDAJ-Gruppe vor Ort oder im Abo für nur 10€ im Jahr! Mehr Infos gibts unter: http://www.sdaj-netz.de/material/position/abo-service/

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RedGlobe

Begeisternde Konzerte am Rheinufer. Foto: Festival der Jugend / FacebookBegeisternde Konzerte am Rheinufer. Foto: Festival der Jugend / Facebook

2.000 BesucherInnen auf dem Platz, unzählbare Stunden Diskussionen, Spaß und Freundschaft – so ist am Montag in Köln das diesjährige Festival der Jugend zu Ende. Die kämpferische Stimmung zeigte sich unter anderem beim Konzert am Samstagabend: Hunderte Festival-BesucherInnen solidarisierten sich mit den Nürnberger BerufsschülerInnen, welche sich am Donnerstag gegen die Abschiebung ihres Afghanischen Mitschülers gewehrt haben. Die Botschaft der Solidarisierung, welcher sich auch der Main-Act »Disarstar« anschloss, war klar: »Gemeinsam lernen, gemeinsam Kämpfen!« Und »Kein Mensch ist illegal!«.

Eine Besonderheit des Festival der Jugend war, dass es völlig unabhängig von Konzern-Sponsoring auf die Beine gestellt wurde und dabei trotzdem ein attraktives Programm zu günstigen Preisen anbieten konnte. Mit hunderten SpenderInnen, einer Crowdfunding-Kampagne und über 30 unterstützenden Organisationen konnte das ambitionierte Vorhaben realisiert werden: Ein Jugend-Festival, das nicht eines unter vielen war, sondern ein Beitrag zur nicht-kommerziellen Gegenkultur.

Dahinter steckte jedoch viel ehrenamtliche Arbeit, wie Lena Kreymann, stellvertretende Bundesvorsitzende der SDAJ, erklärte: »Ich bin beeindruckt davon, was wir hier in Köln hingelegt haben. Seit Monaten haben Jugendliche ehrenamtlich an der Realisierung dieses Großprojekts gearbeitet. Unser Orga-Team bestand aus SDAJ-Mitgliedern, die sich überall eingebracht haben. Schreiner-Azubis haben eine Werkstatt organisiert, Veranstaltungstechniker haben sich um Licht und Ton gekümmert, wir haben unser Festival selber gemacht. Vom kleinsten Nagel über den Ausschank bis zum Großkonzert.« Auch unterstützende Organisationen haben sich aktiv eingebracht. Ob durch Hilfe vor Ort oder in der Vorbereitung.

Auch mit dem Programm zeigten sich die Organisatorinnen sehr zufrieden. Paula Kaltendorf, die Leiterin des Orga-Teams resümiert: »Wir hatten ein spannendes Programm mit über 25 verschiedenen Workshops, Lesungen und Diskussionsrunden zu ganz unterschiedlichen Themen. Ob man nun lernen wollte Aktionen an der eigenen Schule zu organisieren, gegen Stammtischparolen zu argumentieren oder welche Geschichte die Diskriminierung von Homosexualität hat – für jeden etwas dabei. Darüber hinaus gab es auch Diskussionsrunden zur Rechtsentwicklungen in Köln, zur Bundestagswahl oder zum Leistungsdruck in den Betrieben.«

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