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Kurz vor Weihnachten letzten Jahres verkündete das Unternehmen Giesecke und Devrient trotz positiver Zahlen, rund 800 Stellen abzubauen. Gründe hierfür wurden entweder nicht angegeben oder an den Haaren herbeigezogen. Immer wieder betonte die Geschäftsführung die „Alternativlosigkeit“ dieser Maßnahme und verweigerte ebenso die Verhandlung eines Sozialtarifvertrages mit den Gewerkschaften.

Mehrere Hundert Menschen gingen deshalb am 11.2.2015, auf die Straße um am Marienplatz eine Solidaritäts- und Protestkundgebung abzuhalten. Allgemein wurde immer wieder darauf hingewiesen was dieser Stellenabbau real überhaupt bedeutet: Rund 800 Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz, müssen um ihre Existenz fürchten, ebenso wie deren Familien. Auch die Beschäftigten von Giesecke und Devrient kamen zu Wort und konnten ihren Forderungen nochmals Ausdruck verleihen.

Ebenso äußerten sich Politiker von CSU, Grünen und SPD zu dem Thema. So ließ ein CSU-Politiker den Beschäftigten und den Protestierenden durch einen vor Ort verlesenen Brief mitteilen, dass er „leider aufgrund einer
Sitzung nicht teilnehmen könne“, sich jedoch natürlich solidarisch zeigt und die „Freistellungen der Arbeitsplätze“ ja gar nicht gut findet. Die Grünen fanden das Ganze ebenfalls nicht so toll und mahnten an, dass man für einen Ausgleich zwischen Profitmaximierung und den Forderungen der Arbeitnehmer sorgen müsse umso den „sozialen Frieden“ zu wahren. Die SPD durfte natürlich auch nicht fehlen und nutzte die Veranstaltung dazu um ein bisschen Wahlkampf zu machen. Da wurde schön darauf hingewiesen welche Kontakte Giesecke und Devrient zur CSU haben und immer wieder warm und herzlich betont, dass die SPD, immer für Leute wie uns da ist.

Liebe CSU, es handelt sich hier wohl kaum um eine „Freistellung“ von Arbeitsplätzen, sondern um einen rücksichtslosen Stellenabbau bei dem mit der Existenz von Hunderten wenn nicht sogar Tausenden Menschen gespielt wird, alles im Sinne der Profitmaximierung und dem Einsparen an Kosten. Ja, SPD, da habt ihr Recht! Die CSU ist Scheiße, aber seid ihr denn etwa eine Alternative? Sozialabbau und die Vernichtung von Existenzen, das ist doch ebenfalls euer Spezialgebiet, nicht wahr? Die Hartz-Gesetze und die Reformen unter der Schröder-Regierung, da war doch was, mhm? Und zum Schluss noch zu den Grünen: „Sozialer Frieden“? Also ein Zustand in dem die Arbeitnehmer ihre Schnauze halten und brav weiterschuften sodass die Unternehmen weiter Gewinne machen und ihre Ruhe haben? Sicher nicht mit uns! Dann doch lieber Klassenkampf!

An die „Menschlichkeit“ von Giesecke und Devrient zu appellieren und die systemnotwendige Profitmaximierung oberflächlich zu kritisieren oder die SPD anstelle der CSU zu wählen, wird nicht viel bewirken. Druck zu machen jedoch schon! Ob nun Streik auf der Straße, Protestkundgebungen und Solidaritätsbekundungen, den Aufbau von Betriebsräten, die aktive Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder die Verbreitung von Informationen über den Stellenabbau bei G&D, all das sind Mittel um Widerstand zu leisten, aufzuklären und den Unternehmen Dampf zu machen!

Im Anhang befindet sich noch unser Flyer, den wir heute auf der Kundgebung verteilt haben: 150210_SDAJ-GD_Druck

Quelle: DKP Betriebsaktiv München

 

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10. Februar 2015

Liebe Genossinnen und Genossen,
Liebe Freundinnen und Freunde,

die Liste ist lang: Mali, die Zentralafrikanische Republik, Palästina, Irak, Syrien, die Ukraine gehören dazu. Zur Liste der Länder, die vom Imperialismus mit Krieg überzogenen werden.
In 17 Auslandseinsätzen führt die Bundeswehr Krieg. In der Ukraine steht Deutschland an der Seite der faschistischen Putschregierung. Im Nahen Osten liefert Deutschland großzügig Waffen an seine Verbündeten wie Saudi-Arabien und die Türkei. An Staaten also, die ihrerseits den IS nach Kräften unterstützen. Nachdem man die Region erst aktiv ins Chaos gestürzt hat, spielt man sich jetzt in Art eines Kolonialherren als Schutzmacht auf. Durch Waffenlieferungen an Perschmerga und eine Bundeswehr-Mission versucht die Bundesregierung, einen Teil der kurdischen Kräfte als Gefolgsleute für sich aufzubauen und aufzurüsten.

Längst ist klar, wofür diese Kriege geführt werden: Für die Profite der Banken und Konzerne. Diese Banken und Konzerne befinden sich seit 2007 wieder einmal in einer tiefen Krise. Seit 2007 befindet sich der Kapitalismus wieder einmal in einer tiefen Krise. Kein Wunder, denn die Krise gehört zum Kapitalismus, wie Marktwirtschaft, Konkurrenz und Ausbeutung.
Im Konkurrenzkampf auf dem Markt sind die Konzerne gezwungen den größtmöglichen Profit zu erzielen. Aber die Märkte sind erschöpft. Die Profite können nicht mehr gewinnbringend investiert werden.
Zwar fehlt uns an allen Ecken und Enden das Geld. Es fehlt uns bei Bildung, Sozialem, in der Lohntüte, bei Kultur, Freizeit, kurz unserem Lebensstandard. Doch dafür wird es nicht verwendet, weil das nicht den Profitinteressen der Unternehmen entspricht.
Stattdessen müssen neue gewinnversprechende Investitionsmöglichkeiten her. Und dazu muss das eigene wirtschaftliche Einflussgebiet ausgeweitet werden. Sei es durch „Geld und Diplomatie“ oder mit militärischen Mitteln.
Doch die Welt ist begrenzt und unter einigen Großmächten aufgeteilt. Was sich die eine Großmacht unter den Nagel reißen will, muss sie einer anderen entreißen. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz treffen sich jährlich Regierungsvertreter der imperialistischen Großmächte und ihrer verbündeten Staaten. Außerdem hohe Militärs und Konzernchefs. Einerseits geht es darum, gemeinsam die nächsten Kriege in aller Welt zu planen. Andererseits wird hinter den Kulissen auch über die Aufteilung der Welt neu verhandelt. Die Imperialisten streiten darum, wer das größte Stück vom Kuchen abbekommt. Und der deutsche Imperialismus ist dabei auf dem Vormarsch.

Denn anders als viele andere, ist die deutsche Wirtschaft gestärkt aus der Krise hervorgegangen. Deutschland hat die Krise genutzt, um die ökonomische und politische Vorherrschaft über EU-Europa zu erringen. Die Bundesregierung diktiert den sogenannten „Schuldenländern“ die Politik. Aber selbst die konkurrierenden Großmächte Frankreich und Großbritannien fühlen sich von der deutschen Dominanz zunehmend in die Ecke gedrängt.
Doch auch militärisch ist der deutsche Imperialismus dabei, seine Großmachtstellung weiter auszubauen. Auf der SIKO 2014 hat Kriegsministerin von der Leyen angekündigt, wohin die Reise ihrer Meinung nach gehen soll. Offiziell geht es von der Leyen darum, die USA als Truppensteller durch die europäischen NATO-Staaten zu entlasten. Dazu sollen sich die kleineren, europäischen Staaten, deren Kriegsetat nicht für eine eigene große und schlagkräftige Armee ausreicht, um sogenannte „Rahmennationen“ zusammenschließen. Die kleineren Staaten sollen ihre Armeen auf einzelne Bereiche spezialisieren und diese dann in die Logistik, in die Organisations- und in die Befehlsstrukturen der sogenannten „Rahmennation“ eingliedern.
Weniger verschrobelt könnte man sagen: Der deutsche Imperialismus mit seiner starken Wirtschaft soll militärisch zur „Rahmennation“ – oder besser zum Hegemon – in Europa werden. Die kleineren Staaten in Europa sollen sich militärisch deutscher Führung unterordnen. Und das Ziel ist, dass Deutschland militärisch mit den USA konkurrieren kann.

Dieser Militarismus ist dem Kapitalismus ebenso zu eigen wie die regelmäßigen Krisen. Hinter Krieg und Krise steht das Kapital. Der Zwang, immer neue Profitquellen zu erschließen, führt dazu, dass einige, wenige Großmächte den großen Rest der Welt ausbeuten, sich ihn unterwerfen und in Abhängigkeit halten. Die ungleichmäßige Entwicklung der verschiedenen Großmächte führt dazu, dass sie untereinander über die Aufteilung der Welt immer wieder in Streit geraten müssen. Je nachdem, wer gerade der stärkste ist. Und das letzte Wort wird im Zweifelsfall mit militärischen Mitteln gesprochen. Frieden wird es deshalb nur in einer Gesellschaft ohne Konkurrenz, ohne Krisen und ohne Ausbeutung geben. Kurz: Frieden wird es nur im Sozialismus geben. Deshalb ist unsere Losung:

Krieg den Kriegstreibern!
Machen wir den Kapitalismus zur Geschichte!
Die Zukunft muss sozialistisch sein!

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Der sozialistische Jugendverband zum aktuellen Imperialismus

5. Februar 2015

Zwischenimperialistische Konflikte unter dem Dach der NATO und darüber hinaus.

Seit 1949 existiert die North-Atlantic-Treaty-Organisation(NATO) als Militärbündnis westlicher, imperialistischer Staaten unter Führung der USA. Die Tatsache, dass in den letzten 24 Jahren verschiedene Kriege und imperialistische Interventionen weltweit mal unter dem Dach der NATO, mal in Form anderer Bündniskonstellationen und mal im quasi-Alleingang einzelner Staaten im Bündnis mit einigen wenigen Anderen bestritten wurden, wirft die Frage nach Beschaffenheit und Kräfteverhältnis innerhalb der NATO und zwischen den in ihr organsierten, imperialistischen Staaten auf.

In einer Frage stimmen die beiden maßgeblichen imperialistischen Blöcke, die USA samt ihrer Vasallen auf der einen und die von der BRD dominierten EU auf der anderen Seite, überein : Ein Wiederaufstieg Russlands in den elitären Zirkel der Großmächte ist nicht gewünscht, denn die Welt ist bereits in Einflusssphären geteilt, jeder Konkurrent kann nur zu Lasten der bereits etablierten Mächte aufsteigen. Dementsprechend wurden die einst ideologisch begründeten internationalen Bündnissysteme, die nach eigener Lesart 1990/91 obsolet geworden sein müssten, umfunktioniert: Die NATO, einst in Konfrontation zu den Staaten des Warschauer Vertrages, wurde gegen das „neue Russland“ in Stellung gebracht und bis in ehemalige Sowjetrepubliken expandiert.

Hier allerdings enden die Gemeinsamkeiten des Westens, denn das Ziel entzweit die Verbündeten, je greifbarer es scheint: Wer sich welche Stücke der Beute sichern darf, ist noch lange nicht geklärt. Die ökonomischen Interessen der USA und Deutsch-Europas unterscheiden sich im Falle Russlands diametral. Während das deutsche Kapital sofort nach der Konterrevolution auf Export aus allen Bereichen und in alle Bereiche setzte und deshalb aktuell stark im russischen Markt vertreten ist, konzentrierten sich die USA auf die Aufrollung der Einflusssphären, auf die „frei gewordenen“ internationalen Verbündeten der einstigen UdSSR auf allen Kontinenten.

Solange es Gewinn verspricht

Daraus ergeben sich zwei Fragen: Warum hält die BRD am Bündnis mit den USA fest, obwohl es im Falle Russlands auch ihren Interessen zu schaden scheint? Und warum eskalieren die USA den Konflikt mit Russland derart willentlich, wie aktuell am Beispiel der Ukraine zu sehen ist?

Mit der Konterrevolution 1989-91 haben sich alle internationalen Verhältnisse verschoben. Die unumstrittene westliche Führungsmacht, die USA, befand sich 1989 auf dem Zenit ihrer Macht, in einer einmaligen Position der Stärke. Gleichzeitig ging ihr das wichtigste Instrument verlustig, mit dem bislang alle anderen imperialistischen Mächte hinter sie geschart werden konnten: Der disziplinierende Hass auf den gemeinsamen Feind, den Sozialismus in Europa und der UdSSR. Nur unter Eindruck dieses mächtigen Gegners konnten die zwischenimperialistischen Widersprüche ein Vierteljahrhundert unterdrückt werden. Nach 1989 mussten sie erneut aufbrechen.

Die USA als „primus inter pares“ der Imperialisten machte nach dem Fall der UdSSR die erstarkende VR China als kommenden globalen Gegner aus, die amerikanische Strategie orientierte sich dementsprechend nach Osten: Mal unter dem Dach der NATO, mal mit einer „Koalition der Willigen“ wurde diesem Bestreben militärisch Rechnung getragen. Eine Reihe von Rohstoff- und Vorfeldkriegen muss allerdings als, gemessen an den Zielen, größtenteils gescheitert eingestuft werden; die US-Strategie der Aufrollung des Nahen Ostens (Irak) bis hin nach Zentralasien (Afghanistan), um schließlich den Iran unter Kontrolle zu bekommen, sollte die chinesischen Grenzgebiete erreichen, blieb aber lange vorher im Wüstensand stecken. Keinen der Kriege des neuen Jahrtausends konnten die USA im Sinne einer dauerhaften Unterwerfung und „Befriedung“ gewinnen. Das deutsche Kapital hat diesen Niedergang der Weltmacht ungerührt mit angesehen – als Verbündeter, wenn es deutschen Interessen dienlich schien, und unter Berufung auf den NATO-Bündnisfall, wie im Jugoslawienkrieg. Als „Neutraler“ , wenn nichts abzuspringen schien, wie im Irak. In den letzten Fällen, in Libyen und Syrien, hat das deutsche Kapital bereits konsequent auf eine Separatstrategie gesetzt.

Die Interessen des deutschen Imperialismus

Das imperialistische Deutschland konnte nach 1989 im Wesentlichen alle einstigen Ziele des Zweiten Weltkriegs realisieren: Vernichtung des Sozialismus und Dominanz über Europa, wenigstens bis fast zum Ural. Schon vor Entfesselung des II. Weltkriegs dachten die Strategen beim Überfall auf Europa nur an das Sprungbrett für den anstehenden Kampf um die Weltherrschaft, als Gegner machten sie die USA aus. An dieser Konstellation hat sich nach 1989 nichts Grundlegendes geändert, auch wenn sich der politische Überbau gewandelt hat. Die Gesetzmäßigkeiten des Kapitals, der beständige Zwang zur Expansion, treibt die deutsche Bourgeoisie erneut in Auseinandersetzungen mit Gegnern, die vermutlich auch diesmal zu groß sind, um besiegt werden zu können. Gleichzeitig bleiben gemeinsame Interessen mit den USA bestehen, vor allem gegen Russland und die VR China. Die vielgerühmte transatlantische Partnerschaft ist längst, selbst unter einer dominierenden transatlantisch orientierten Fraktion des deutschen Kapitals, zu einer „Fall-zu-Fall“-Freundschaft geworden: Mit den USA, wenn es nutzt, ohne die USA, wenn es möglich ist und gegen die USA, wenn es nötig wird.

Das US-Kapital hat darauf spezifisch reagiert und versucht, die deutsche Expansion einzudämmen, ohne die direkte Konfrontation zu suchen. Heutzutage äußert sich das amerikanische Unbehagen über den deutschen Zuwachs an Stärke in Auseinandersetzungen um Syrien oder Libyen, aber auch in einer unterschiedlichen Strategie gegenüber Russland. Selbst beim Umsturz in der Ukraine rangen eine amerikanische und eine deutsche Strategie miteinander. Die USA arbeiten zudem bereits daran, eine Art „zweite NATO“, diesmal unter Ausschluss der BRD, aus den Staaten Osteuropas zu formieren.

Unmündige BRD?

Die transatlantische Bündnistreue, die Deutschland an der Seite der USA hält, ist keine Nibelungentreue und schon gar nicht einer „fehlende Souveränität“ Deutschlands gegenüber einem „großen Bruder“ geschuldet. Das Bündnis hält deswegen, weil es dem deutschen Kapital mehr Nutzen als Schaden bringt. Die herrschenden Fraktionen der Monopolbourgeoisie wollen nicht auf die Gewinne des transatlantischen Handels und die dadurch erreichbaren weltweiten Exportgebiete verzichten, Russland könnte all dies gar nicht ersetzen. Innerhalb der herrschenden Klasse der BRD wirken diese Geschehnisse jedoch wie ein Katalysator auf die Herausbildung gegnerischer Kapitalfraktionen. Denn ein „weiter so wie bisher“, ein Taktieren nach Ost und West, wird immer schwieriger – gleich gute Geschäftsbeziehungen zu Russland, der VR China und den USA zu unterhalten ist mittlerweile ein Ding der Unmöglichkeit. Zugespitzt könnte dies beispielsweise bedeuten: Ein transatlantisches Freihandelsabkommen (TTIP) mit großen Gewinnen für bestimmte Monopole ist nur zu bekommen, wenn die Verschlechterung der Beziehungen zu Russland in Kauf genommen wird, unter der wiederum etliche andere, manchmal gar dieselben Monopole zu leiden hätten.

Die Rolle der Kommunisten
Den epochalen Einschnitt, den die Konterrevolution 1989 bedeutet, erkennen wir nach wie vor erst in Konturen. Er hat eine neue imperialistische Epoche eröffnet, unsere Kampfbedingungen grundlegend verändert und erfordert schonungslose Analyse, insbesondere, was die Verfasstheit unseres Hauptfeindes, der deutschen Bourgeoisie, anbelangt.

Der sich abzeichnende Konflikt mit den USA wird kommen, wenn das deutsche Kapital im Bündnis keinen ausreichenden Nutzen mehr sieht, es ist nicht die Aufgabe der fortschrittlichen Kräfte, ihn zu forcieren oder herbeizusehnen. Es gibt keine Frage, bei der Interessengleichheit zwischen Herrschenden und Beherrschten besteht, erst recht nicht in der Außenpolitik. Die Händel der Bourgeoisie sind nicht die unseren, die „Freundschaften“ unter ihnen sind maskierte und organisierte Habgier, ihre „Bündnisse“ sind nichts weiter als Deals unter Ganoven über die Aufteilung des Geraubten.

Vom Sturz des deutschen Imperialismus als konkretem und praktisch gewordenem Internationalismus sind wir weit entfernt. Wir haben aber, nach Stand unserer Möglichkeiten unseren Hauptfeind, den deutschen Imperialismus ins Visier zu nehmen. Jeder ihm zugefügte Schaden ist zu unserem Nutzen, jede Schwächung, die er erfährt, erleichtert unseren Kampf und den unserer Verbündeten weltweit.

Quelle: SDAJ

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Mehr Spielraum

Interview mit Paul Rodermund, Vorsitzender der SDAJ

Die SDAJ hat das Jahr 2014 genutzt, um sich gerade bei jungen GewerkschafterInnen bekannter zu machen. 2015 will der Jugendverband seine neuen Möglichkeiten nutzen.

UZ: Die SDAJ hat 2014 mit der Kampagne „Ausbeuter outen“ und einem starken Auftritt beim Jugendaktionstag der IG Metall in Köln ein erfolgreiches Jahr gehabt. Besonders euer Jugendkongress mit knapp 300 TeilnehmerInnen, davon viele aus der Gewerkschaftsjugend, hat mich persönlich positiv überrascht. Wie habt ihr den Jugendkongress ausgewertet?

Paul Rodermund: Der Jugendkongress war der Höhepunkt unserer Kampagne im Ausbildungsbereich. Das war einer unserer größten Erfolge auf Bundesebene, bei dem es uns gelungen ist, eine große Ausstrahlung nach außen zu erzielen. Wir wurden von jungen Gewerkschafter/ innen und anderen Bündnispartnern als eine der entscheidenden Kräfte wahrgenommen, die sich um kämpferische Betriebs- und Gewerkschaftspolitik von Jugendlichen Gedanken macht. Vor allem ist es gelungen, Jugendorganisationen der Gewerkschaften konkret mit ins Boot zu holen – beim Jugendkongress zum Beispiel die DGB-Jugend Frankfurt, die mit einem eigenen Bus dafür gesorgt hatte, dass Interessierte an unserem Jugendkongress teilnehmen konnten. Auch inhaltlich war die Gewerkschaft beteiligt. So hatten wir u. a. ein Mitglied des Bundesvorstandes der DGB-Jugend auf dem Podium. Bündnispolitisch haben sich neue Spielräume ergeben, was wir auch daran merken, dass die DGB-Jugend Köln bereits einen Workshop für unser Festival der Jugend plant. Das läuft recht unkompliziert, weil Jugendkongress und Kampagne bei der Gewerkschaftsjugend angekommen sind.

UZ: Und was hat der Jugendkongress an Inhalten gebracht? Gibt es verwertbare Ergebnisse, mit denen ihr weiterarbeiten werdet?

Paul Rodermund: Klar ist, dass der Kongress nur ein inhaltlicher Aufschlag sein konnte, er hat aber auch Ergebnisse gebracht. Wir hatten die Themen erst einmal relativ weit gefächert und versucht, das Ganze unter den Nenner „Ausbil
dungsgesetz“ zu bringen. Das war für den Anfang gut und hat in eine gemeinsame Resolution zum Ausbildungsgesetz gemündet. Aber richtig ist auch: Jetzt muss es konkret werden. Beispielsweise ist nach der Einführung des Mindestlohns die Mindestausbildungsvergütung ein Thema. Da gab es beispielsweise auch auf
unserem Jugendpodium bei der RosaLuxemburg-Konferenz Auseinandersetzungen, ob so eine Forderung beschlossen werden soll, wie hoch eine solche Vergütung sein müsste usw…

UZ: …und wie hoch soll eine solche Forderung eurer Meinung nach sein?

Paul Rodermund: Wir als SDAJ sagen dazu: 1 200 Euro netto mindestens sind nötig, um ein selbstständiges, elternunabhängiges Leben führen zu können. Die Höhe einer Mindestausbildungsvergütung mit der Gewerkschaftsjugend zu diskutieren und hier gegebenenfalls. zu einer gemeinsamen Beschlusslage zu kommen, für die wir uns einsetzen, halte ich für ein diskussionswürdiges Thema, welches zu einer Fortführung des Jugendkongresses in diesem Jahr führen könnte – sofern Interesse bei unseren Bündnispartnern besteht. Als Idee steht sogar im Raum, einen solchen Jugendkongress perspektivisch zu einer festen Instanz zu machen.

UZ: Das klingt sehr ambitioniert …

Paul Rodermund: … und wie gesagt, erst einmal ist es nur eine Idee, da ist noch nichts beschlossen. Aber wir haben festgestellt: Bei den „Erwachsenen“ gibt es Orte für die Debatte um die Ausrichtung kämpferischer Betriebs- und Gewerkschaftspolitik, so z. B. die Streikkonfe
renz, die sich mittlerweile bei Gewerkschaftslinken etabliert hat. Im Jugendbereich gibt es in dieser Richtung vergleichsweise wenig. Was tatsächlich fehlt, ist, dass sich die Kolleginnen und Kollegen, die in den Betrieben aktiv sind und die mehr wollen als nur bei den Ausbildungsbedingungen innerhalb der Grenzen der Mitbestimmung mitzuwirken, austauschen können. Hier fehlt es an einem Forum, an einem Vernetzungstreffen wie es der Jugendkongress war. Einen solchen festen Ort zu schaffen, an dem Gewerkschaftsjugend und andere Jugendorganisationen außerhalb der Gewerkschaften über kämpferische Betriebs- und Gewerkschaftspolitik diskutieren können, das könnte Aufgabe der Fortsetzung des Jugendkongresses sein.

UZ: Du hast das Festival der Jugend in Köln bereits angesprochen. Was plant ihr an inhaltlichen Runden – gerade für den Bereich Arbeiterjugendpolitik?

Paul Rodermund: Schwerpunkt des Festivals wird erst einmal Antiimperialismus sein, wie überhaupt das kommende halbe Jahr für die SDAJ unter diesem Thema stehen wird, denn wir werden zur Sicherheitskonferenz, zur EZB-Eröffnung und zum G7-Gipfel mobilisieren. Das sind drei Höhepunkte, drei Treffen der Imperialisten, bei denen wir zeigen wollen, dass es auch innerhalb Deutschlands Widerstand gegen die Kriegspolitik gibt, auch und gerade gegen den neuen Führungsanspruch Deutschlands. Wir hoffen damit die Friedensbewegung zu stärken und zu inhaltlicher Klarheit beizutragen. Das wird sich auch beim Festival der Jugend zeigen: Eine der Hauptrunden wird zum Widerstand gegen das Treffen der G7 sein, das kurz danach stattfinden wird. Zum Thema Arbeiterjugendpolitik wird es einen Workshop mit der DGBJugend Köln geben. Da wird es um Rechte und Pflichten in der Ausbildung gehen, voraussichtlich verknüpft mit der Frage, wie stellen wir uns eigentlich kämpferische Politik in den Betrieben vor. Das zweite ist eine Podiumsdiskussion, wo es um einen konkreten Erfahrungsaustausch gehen soll. Hier werden dann „Best Practice“-Beispiele zu Arbeitskämpfen, JAV-Arbeit oder in Gewerkschaftsgremien vorgestellt.

Das Interview führte Lars Mörking

Aus UZ, Zeitung der DKP, Nr. 6/2015

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Wissenschaft und Bewusstsein

Mit dem Blick auf die Verbesserung der Bildungsqualität vor allem in diesem Schuljahr, in dem man eine Reihe von Anpassungen in der kubanischen Bildung durchgeführt hat, beginnt heute der 14. Internationale Pädagogik-Kongress 2015.

Das Treffen dient als Plattform für die Debatte und den Gedankenaustausch über Bildungsthemen auf allen Ebenen. (Foto: Juvenal Balán)
Das Treffen dient als Plattform für die Debatte und den Gedankenaustausch über Bildungsthemen auf allen Ebenen. (Foto: Juvenal Balán)

Als der historische Führer der Revolution Fidel Castro auf dem Pädagogik-Kongress 2003 versicherte, dass die Entwicklung der Bildung in Kuba inmitten eines Kampfes, in dem die Ideen das wichtigste Instrument zur Rettung der Menschheit seien, eine enorme politische, soziale und humane Konnotation hätten, wies er den Erziehern eine Verantwortung auf dem Weg zum Wissen und der Entwicklung von Ideen zu, die heute so gültig sind wie nie zuvor.

Heute Nachmittag beginnt der Internationale Pädagogik-Kongress 2015, die 14. Auflage von etwas, das 1986 begonnen wurde, mit einem Vortrag der kubanischen Erziehungsministerin Ena Elsa Velázquez Cobiellas und einer Kulturgala im Karl Marx Theater, auf der 500 Schüler von allgemeinbildenden Schulen und Schulen mit der Betonung auf künstlerischer Erziehung teilnehmen, um die Entwicklung Kubas auf diesem Gebiet darzustellen.

Dr. Eva Escalona, die Vorsitzende des Wissenschaftskomitees der Veranstaltung, sagte Granma: „In unserem Land legt man besonderen Wert auf die Anwendung der Forschungsergebnisse, um die pädagogische Wirklichkeit zu verändern, damit sie nicht nur theoretisch bleiben, sondern zu einer verstärkten Umwandlung in den Klassen, den Schulen und Bezirken … führen.

Mit dem Blick auf die Verbesserung der Bildungsqualität vor allem in diesem Schuljahr, in dem man eine Reihe von Anpassungen in der kubanischen Bildung durchgeführt hat, wie die Flexibilisierung der schulischen Organisation, ist es von außerordentlicher Wichtigkeit, dass man wissenschaftlich beweisen kann, warum diese Veränderungen notwendig sind, warum wir sie auf diese Weise durchführen müssen und wie die Veränderungen in bestimmten erzieherischen Zusammenhängen funktionieren.“

Heute beginnen Präkurse, gehalten von angesehenen Dozenten und Forschern, die mit der edukativen Inklusion, der Vervollkommnung der Umwelterziehung, den Herausforderungen künstlerischer Erziehung in der kubanischen Schule von heute und den Herausforderungen und Perspektiven der Alpabetisierung im 21. Jahrhundert in Zusammenhang stehen. Außerdem beginnen die Ausstellungen nationaler und internationaler auf diesem Gebiet spezialisierter Unternehmen, die ihre Produkte, Dienstleistungen und Materialien, die mit dem Thema der Veranstaltung in Verbindung stehen, ausstellen und verkaufen können.

Etwas 30 Länder haben ihre Teilnahme an der Veranstaltung im Palacio de Convenciones in Havanna zugesagt, an der mehr als 2.500 Delegierte anwesend sein werden und 2.034 Arbeiten von 4.344 Autoren vorgestellt werden.

Parallel zum Pädagogik-Kongress 2015 finden auch das vom Minsterium für Hochschulbildung koordinierte Treffen der Universitätsrektoren Angolas, der 20. Kongress der Vereinigung Amerikanischer Erzieher und die Versammlung der Gesellschaft der Erzieher Lateinamerikas und der Karibik statt.

Quelle: Granma

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Zukunftpläne? Entdecke eine andere Welt!

1501berichte aus havannaWie die Zeit rast! Eben sind wir noch mit bröckelnden spanisch Kenntnissen am Flughafen von Havanna gelandet und haben mit großen Augen diese andere Welt bestaunt und jetzt ist für einige von uns das Ende ihres Aufenthaltes schon erschreckend nah gekommen. Da wir die vergangenen Monate hier auf Cuba so genossen haben und auch jeder weitere Tag neue Entdeckungen und Erlebnisse mit sich bringt, würden wir uns unglaublich freuen, wenn wir einige Nachfolger hier auf Cuba begrüßen könnten, die ihre eigenen Spuren auf der kleinen Insel hinterlassen wollen. Dabei geht es uns nicht darum, ausschließlich vorgefertigte Ideen und Konzepte weiter zu reichen, sondern die Möglichkeit zu eröffnen eigene Wege zu gehen. Wir wollen euch gerne dabei helfen auf eure Art und Weise Teil des Projektes zu werden.

Das Ganze ist an der polytechnischen Universität von Havanna, der CUJAE, angesiedelt. Hier kann man natürlich in einem ganz normalen Auslandssemester alle erdenklichen naturwissenschaftlich/technischen Studiengänge belegen und es werden sogar in allen Fachbereichen Schnupperkurse angeboten. Die CUJAE bietet aber viel mehr: man kann Spanisch lernen, zahlreiche gesellschaftswissenschaftliche Kurse belegen, sich dem Marxismus annähern oder gemeinsam mit den cubanischen Studierenden tanzen, malen und schauspielern lernen.  Es gibt die Möglichkeit auf dem Campus zu wohnen, drei kostenlose Mahlzeiten am Tag in der Mensa zu essen und sich nachmittags auf dem Basketballplatz oder dem Fußballfeld auszupowern. Nebenher sollte genug Zeit bleiben um Havanna zu erforschen und durch das atemberaubend schöne Land zu reisen. Unser Angebot ist eingebettet in einen politischen Rahmen, der zunächst nicht mehr fordert, als sich in der Gruppe zu überlegen, wie man am besten das Land kennenlerne möchte, um in Deutschland ein anderes Bild von Cuba transportieren zu können.

Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass ein paar Vorkenntnisse der Sprache durchaus von Nöten sind, um sich im alltäglichen Leben zu recht zu finden. Außerdem muss man sich bewusst sein, dass Cuba ein ganz anderes Land mit einer eigenen Kultur ist, die einem zu Beginn eventuell  so manche Schwierigkeiten bereiten kann, der Kulturschock ist vorprogrammiert. Hinzu kommt, dass ein gewisses Maß an Eigenständigkeit gefragt ist, da man hier eher auf sich alleine gestellt ist. Es gibt nicht etwa eine Organisation mit einem Büro voller Mitarbeiter, die für einen die Dinge regeln. Dieses Projekt wird von ehemaligen Teilnehmern und vielen fleißigen Unterstützern gestemmt, die allesamt ehrenamtlich arbeiten. Aber seid unbesorgt, auch wenn nicht immer alles so läuft wie man es sich vorgestellt hat, so kommt man am Ende über ewige Umwege trotzdem an sein Ziel, weil einem unzählige helfende Hände gereicht werden.

Wie bereits erwähnt, bestehen  viele Möglichkeiten seinen Aufenthalt hier zu gestalten. Auch wie man politisch arbeiten möchte, ist die Entscheidung der vor Ort entstehenden Gruppe. Wir zum Beispiel haben uns dazu entschieden diesen Blog aufzusetzen und wöchentlich mit Artikeln zu füllen. Ein Fortbestehen dieser Arbeit würde uns natürlich freuen, weil dieses Projekt davon lebt, dass nicht jeder seine Erfahrungen für sich behält, sondern sein Wissen über die cubanische Realität weiter trägt.
Wenn dich jetzt die Lust packt die Karibikinsel selbst zu erforschen und dein eigenes Bild über Cuba zu entwerfen, dann informiere dich noch mehr auf unserer Seite und schreib uns eine Email.

Quelle: Eine andere Welt ist möglich

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Mehr auch für Azubis?

Die Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie hat begonnen.

5,5 Prozent mehr Geld, Bildungsteilzeit und Altersteilzeit sind die Forderungen. Was heißt das für Azubis und wie ist ihre Situation?

Azubis in der Metall- und Elektroindustrie gelten gemeinhin als Glückspilze: Die Ausbildungsvergütungen sind höher als in den meisten anderen Branchen und auch die Ausbildungsqualität ist um einiges besser als z. B. in Handwerk oder Gastronomie. Aber eitel Sonnenschein ist dann auch nicht angesagt.

Trotz der Operation Übernahme der IG Metall ist unbefristete Übernahme für.

Während der Ausbildung gibt es eher Wasser als Wein. Denn auch wenn die Ausbildungsvergütungen höher sind als anderswo, heißt das keineswegs, dass davon ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben möglich wäre. Gleichzeitig steigt der Altersdurchschnitt der Azubis an und damit auch das Bedürfnis nach einem elternunabhängigen Leben. Es gibt also einiges zu tun.

Was passiert hierzu in der Tarifrunde?

Die Durchsetzung der unbefristeten Übernahme ohne wenn und aber wird leider kein Thema in der Tarifrunde sein. Die Vergütungen schon, allerdings konnte sich die Forderung nach einer überproportionalen Erhöhung der Ausbildungsvergütungen, die unter anderem in Niedersachsen und Schleswig Holstein diskutiert wurde, nicht durchsetzen.

Stattdessen wird eine Bildungsteilzeit gefordert. Diese ist – ebenso wie Teile der Kampagne „Revolution Bildung“ – als Versuch der IG Metall zu werten, auf die Veränderungen, die sich unter dem Begriff Industrie 4.0 abspielen, zu reagieren. Allerdings ist die Forderung in den meisten Belegschaften und auch unter den Azubis und jungen Kollegen keineswegs gesetzt, geschweige denn dass sie von dort käme.

Trotz dieser zentralen Schwäche der Forderung können wir sie nicht einfach abtun und für unnötig erklären, denn sie hat auch eine materielle Grundlage. Die Metall- und Elektroindustrie verändert sich. Weiterbildungen wie der Techniker gehören mehr und mehr zu den gängigen Anforderungen, Tätigkeitsbereiche werden zunehmend ausgegliedert. Darauf reagieren die Kollegen mit individueller Weiterbildung.

Bei der Bildungsteilzeit geht es um die Frage, wer dafür bezahlen soll. Bisher wälzen die Unternehmen die Kosten auf die Lohnabhängigen ab. Die Bildungsteilzeit formuliert den Anspruch, das zu ändern und dafür einen Anspruch auf bezahlte Freistellung zu erkämpfen.

Auch von der Altersteilzeit sollen die jungen KollegInnen profitieren. Denn wenn die Alten früher gehen, muss erkämpft werden, dass diese Stellen erhalten und durch junge KollegInnen besetzt werden. Damit dieser Kampf erfolgreich wird und keine partnerschaftlichen Lösungen – also Verzicht – dominieren, müssen wir die Kollegen mobilisieren und ihre Eigenaktivität stärken.

* Florian Hainrich (23), Industriemechaniker, aktiv in JAV und IG Metall, leitet die AG Arbeiterjungendpolitik beim Bundesvorstand der SDAJ

Übernommen von UZ, Zeitung der DKP, Nr. 4/2015

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Am 17. Januar hielten die KKE (Kommunistische Partei Griechenlands) und die KNE (Kommunistische Jugend) in Athen eine grosse Veranstaltung ab, auf der der Generalsekretär der Partei, Dimitris Koutsoumpas, zur Wahl der KP aufrief.
„Die KKE wendet sich vertrauensvoll an Euch, die junge Generation … Ihr wisst gut, dass die KKE den Fragen Priorität gibt,  die mit den Problemen der nächsten Generation der Arbeiterklasse zusammenhängen, mit den Schülern und Studenten, mit den  heutigen Rechten, derer Ihr durch das kapitalistische System beraubt werdet.
Das zeigt sich in den täglichen Aktivitäten, den Aktivitäten der KKE und KNE für die Entwicklung der Kämpfe, in der Aufklärung der Jugend am Arbeitsplatz, in den Schulen, Universitäten und Technischen Instituten, den Zentren der Berufsbildung, in der Nachbarschaft und den Arbeitslosenzentren. Unsere Aktivität für die Entwicklung der Bewegung, für die Stärkung der Volksallianz für den Bruch mit dem System und für seine Überwindung, unter Teilnahme der Jugend.
„Der wirkliche Wandel ist die Überwindung des gegenwärtigen Systems und nicht ein Regierungswechsel. Die KKE ist eine Kraft der Hoffnung, der Zukunftsaussicht und der Überwindung des Systems. Sie muss stärker werden … Wir kämpfen mit dem Ziel der Arbeiter- und Volksmacht, wir werden massgebend an vorderster Front jedes Kampfes der Arbeiter und der Jugend stehen. Wir kämpfen gegen die Ursachen der grossen und drängenden Probleme der Jugend, Problemen, die dazu geführt habeen, dass die Jugend schlechtere Lebensbedingungen hat als ihre Eltern.“
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nach KKE
Übersetzung aauss dem Englischen: news.dkp.de

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SDAJ: Zeit zu Kämpfen – Zeit zu Feiern. Am 22. Mai ist es soweit:

Das vierte Festival der Jugend seit 2008 findet unter dem Motto „Make Capitalism History – die Zukunft gehört uns“ im Jugendpark in Köln statt. Dann heißt es wieder diskutieren und tanzen, Sport machen und zu Konzerten gehen. Das Festival wird größer werden: „In diesem Jahr rechnen wir mit über 500 Dauergästen und erneut mit über deutlich 1.000 Gästen insgesamt auf dem Platz.“, sagt Paul Rodermund, Bundesvorsitzender der SDAJ.

Denn neben der SDAJ laden dieses Jahr auch die Naturfreunde NRW mit ein. Sie haben beschlossen, ihr Jugend-Pfingstlager ins Festival der Jugend zu integrieren. Auch die DKP wird mit einem größeren Bereich auf dem Platz vertreten sein. Neben diesen beiden Partnern zur Durchführung des Festivals werden viele weitere Bündnispartner, Unterstützer und internationale Schwesterorganisationen auf dem Platz vertreten sein.

Diskutieren!

Gemeinsam mit der Naturfreundejugend NRW und der DKP plant die SDAJ ein breites inhaltliches Programm. Bunt durchmischt wird es in Workshops, Expertengesprächen, Präsentationen und Podiumsdiskussion um aktuelle und grundsätzliche Fragen gehen:

– „HoGeSa, PEGIDA – WTF?“, „Meinst du die Russen wollen Krieg?“,

– „Wie stellen wir uns am effektivsten den G7-Gipfel Anfang Juni in Bayern?“,

– „Ist Klassenkampf im Betrieb überhaupt noch angesagt?“, und

– „Wie ist der Islamische Staat eigentlich einzuschätzen?“.

Workshops rund um Betrieb, Schule und Uni werden dazu beitragen, die Politik vor Ort weiterzuentwickeln.

Neu ist der eigenständige Auftritt des SDAJ-Magazins „POSTION“: Ein eigenes Zelt der Zeitschrift ist dem Thema „Medien“ gewidmet. Gemeinsam mit ihren Medienpartnern wird POSITION der Frage nachgehen, wie die Gedanken eigentlich in die Köpfe kommen, welche Rolle Medien im Sozialismus spielen und wie wir hier Gegenöffentlichkeit schaffen können.

Darüber hinaus gibt es hier Lesungen (z. B. mit Ellen Schernikau), Büchertische und eine Leseecke sowie ein Kino als Alternative zum Musikangebot am Abend. Feiern und Tanzen!

Das Line-Up für die Konzerte am Freitag- und Samstagabend wird nun nach und nach bekanntgegeben. Fest steht, dass am Samstag der Wuppertaler Rapper „S.Castro“ und die Skatepunk-Band „Narcoleptic“ spielen werden, danach sorgen DJs dafür, dass weiter getanzt werden kann.

Der Sonntagabend ist traditionell für den Arbeiterliederabend reserviert – auch in diesem Jahr mit Achim Bigus. Sport und Kreatives!

Neben Diskussion und Kultur bietet das Festival Sport und kreative Workshops: HipHop, Graffiti, Foto & Video, Selbstverteidung und Improtheater. Darüber hinaus wird es tagsüber eine Werkstatt geben, in der mit Speckstein und Holz gearbeitet werden kann und Jutebeutel und Transpis bemalt werden können. Neben der Möglichkeit sich die ganze Zeit über Spielsachen ausleihen zu können, wird es ein Fußballtunier und einen Wettbewerb im Hamburger Fünfkampf geben.

Hardfacts und Ticket

Das Festival der Jugend findet von Freitag 22. Mai um 18 Uhr bis Montagmittag statt.

Die Tickets gibt es bei der nächsten SDAJ-Gruppe. Tickets: Vorverkauf (bis Mitte April): 25 Euro normal/35 Euro Soli. Standardverkauf: 28 Euro normal/38 Euro Soli. In den Karten sind Frühstück und Mittagessen sowie der Zeltplatz enthalten. Abendessen gibt es für kleines Geld zu kaufen.

Hilfe und Spenden!

Um das alles stemmen zu können brauchen wir Hilfe und Spenden. Die SoliButtons zur Finanzierung des Festivals der Jugend können für 5 Euro im UZShop bestellt werden. Bestellt für euch und euer Umfeld, damit das Festival auch wie geplant in voller Größe stattfinden kann.

Weitere Spenden an: SDAJ Bundesvorstand/Konto-Nr.: 1004892000/BLZ: 10090000/Berliner Volksbank/Stichwort: Festival der Jugend 2015.

 

 

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„Die Jugend braucht eine starke KKE“

Vom 18. bis 22. Dezember fand der 11.Kongress der KNE (Kommunistische Jugend Griechenlands) statt. Er stand unter dem Motto „KNE – jugendliche Vorkämpfer der KKE auf dem kämpferischen Marsch für ein sozialistisches Morgen ohne Krisen, Kriege und Ausbeutung“.

Den Rechenschaftsbericht hielt der Sekretär des Zentralrats der KNE, Thodoris Chionis. Der Präsident des WBDJ (Weltbund der Demokratischen Jugend), Nikos Papadimitriou, überbrachte zur Eröffnung des Kongresses Grüssse.

T. Chionis im Rechenschaftsbericht: „Die Stärkung der KKE überall ist das Kriterium, das den Interessen der Arbeiter, Selbständigen, der armen Bauern, der Studenten und Schüler, der Familien … entspricht. Wir brauchen eine mächtige KKE, damit das Volk nicht erneut gespalten wird. Das ist die einzige Garantie für die Fähigkeit, die wir für die Organisierung des Gegenangriffs und den Kampf um ein würdiges Leben. Die KKE ist in keiner Weise der EU und der Geschäftswelt verpflichtet. Die KKE weigert sich, das kämpferische Alibi jedweder Regierung abzugeben, die im Rahmen der EU und des verrotteten Systems agiert. Die KKE ist die einzige Kraft, die den Widerstand inspirieren und organisieren kann, den Kampf der Arbeiter und der Jugend gegen die volksfeindliche Politik, und die die Stärkung der Solidarität des Volkes anführt. So können wir den Weg bahnen für eine Lösung zugunsten des Volkes und der Jugend, für die Befriedigung der gegenwärtigen sozialen Bedürfnisse, in Übereinstimmung mit dem Potential der wissenschaftlichen und technischen Entwicklung, für den Wohlstand  des Volkes mit der Macht des Volkes.“

Am Kongress der KNE nahmen Repräsentanten von zwanzig Jugendorganisationen aus aller Welt teil; neben dem WBDJ die Jugend der Algerischen Partei für Demokratien und Sozialismus (PADS), das Kollektiv junger Kommunisten Spaniens (CJC), die Front der kommunistische n Jugend Italiens (FGC), die Kommunistische Jugendliga Kanadas, die Jungen Kommunisten Dänemarks, die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ), die Portugiesische Kommunistischen Jugend, EDON (Zypern), COMAC (Belgien), die Kommunistische Jugend der Türkei, die Kommunistische Jugend Österreichs KJÖ), die Union der Demokratischen Jugend Libanons, die Föderation der Kommunistischen Jugend Mexikos, die Union der Kommunistischen Jugend Jugoslawiens (SKOJ), die Syrische Kommunistische Jugend Khalid Bagdash, die Revolutionäre Kommunistische Jugendunion (Bolshevik – RKSM (b)), die Union der Kommunistischen Jugend Spaniens, die Revolutionäre Kommunistische Jugend Schwedens (RKU) und die Kommunistische Jugend Pakistans.

Vertreten waren auch Gäste aus dem Bereich Kunst und Literatur und Aktivisten der Volksbewegung aus PAME, PASEVE, PASY, OGE sowie Veteranen der Partei, Abgeordnete der KKE, Menschen, die auf den verschiedenen Feldern des Klassenkampfs mit der KKE zusammenarbeiten, die Botschafter Kubas und der Palästinensischen Autorität sowie eine grosse Delegation des Zentralkommitees der KKE unter der Leitung des Generalsekretärs der Partei Dimitris  Koutsoumpas.

Der Rechenschaftsbericht, die Resolution des Kongresses und das neue Statut wurden einmütig angenommen.

Auf seiner ersten Sitzung bestätigte der Zentralrat Thodoris Chionis als Sekretär und wählte das Büro des Zentralrats.

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nach KKE

 

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