Nachrichten
Zeige alle Artikel in Jugend
0

ABC des Kapitalismus: Akkumulation des Kapitals und Lage der Arbeiterklasse

Jeder einzelne kapitalistische Unternehmer steht im Konkurrenzkampf mit den anderen Kapitalbesitzern. Es ist dieser Konkurrenzkampf, der ihn dazu treibt, nach der Maximierung seines Gewinns zu streben, ob er will oder nicht – und nicht „Gier“ als schlechter Charakterzug.

Diese Konkurrenz treibt ihn aber auch dazu, diesen Gewinn nicht einfach komplett für seine privaten Bedürfnisse wie Kaviar, Champagner, Villa, Luxusyacht etc. zu verprassen, sondern einen mehr oder weniger großen Teil davon wieder in seine Firma zu stecken, zu investieren. Marx nennt diese Verwandlung eines Teils des Profits in neues Kapital die „Akkumulation“ (dt.: Anhäufung) von Kapital. Und er untersucht, wie sich die Akkumulation des Kapitals auf die Lage der arbeitenden Menschen auswirkt.

„Die Gewinne von heute sind die Investitionen von morgen und die Arbeitsplätze von übermorgen“ – nein, das ist nicht von Marx, sondern von Helmut Schmidt, dem ehemaligen SPD-Bundeskanzler, der sich gerne als „Weltökonom“ sah. Auch viele Arbeiter glauben „Wenn es dem Unternehmer gut geht, geht es uns auch gut“.

In der Tat führt Wachstum des Kapitals zunächst zu einer wachsenden Nachfrage nach Arbeitskraft und damit auch zu steigendem Lohn als Preis der Arbeitskraft. Doch muss der Unternehmer, um im Konkurrenzkampf zu bestehen, günstiger produzieren als seine Konkurrenten. Darum ist er bestrebt, die Produktivität „seiner“ Arbeitskräfte so weit wie möglich zu steigern. Die grundlegenden Mittel dazu sind Arbeitsteilung und Verbesserung der Maschinerie. Wenn er dadurch billiger produzieren kann als seine Konkurrenten, hat er einen Konkurrenzvorteil und kann ihnen Marktanteile abjagen und einen Extraprofit für sich herausschlagen.

Das aber zwingt wiederum seine Konkurrenten, es ihm gleichzutun. So werden alle kapitalistischen Unternehmen in einen ständigen Wettstreit um die Erhöhung der Produktivität getrieben, das heißt widerum: die Produktion erfordert immer weniger menschliche Arbeitskraft, und ein immer größerer Teil des eingesetzten Kapitals wird nicht in Erweiterung der Produktion investiert, also in neue Arbeitsplätze, sondern in Rationalisierung, also in die Ersetzung von Arbeitskräften durch Maschinen und Anlagen.

Mit der „Freisetzung“ von Arbeitskräften wachsen aber Arbeitslosigkeit und Konkurrenz der Arbeitenden untereinander. Dies wiederum schwächt die Arbeitenden in ihrem Ringen um einen möglichst hohen Preis der Arbeitskraft. Sie machen Zugeständnisse zur „Beschäftigungssicherung“ und geraten so doch nur tiefer in die Abwärtsspirale.

Ob durch Investitionen Arbeitsplätze geschaffen oder vernichtet werden, hängt also davon ab, ob in die Erweiterung der Produktion oder in Rationalisierung investiert wird. Dies verändert sich im Auf und ab des kapitalistischen Krisenzyklus. Langfristig überwiegt immer wieder die Tendenz zur Rationalisierung, so dass sich mit zunehmender Akkumulation des Kapitals in den Händen weniger Superreicher die Situation der Arbeitenden in der generellen Tendenz nicht verbessert, sondern verschlechtert oder um es mit Schmidt’s Worten zu formulieren: „Die Gewinne von heute sind (in der Tendenz) die Rationalisierungsinvestitionen von morgen und die Arbeitslosen von übermorgen.“

von Achim, Osnabrück

Achim ist Mitglied der DKP und weiß aus langjähriger Arbeit in Betrieb und Gewerkschaft wie wichtig es ist, die politische Ökonomie des Kapitalismus zu verstehen, um die Interessen der KollegInnen gut vertreten zu können.

Quelle: SDAJ

0

Hör mal, Siggi …

Post von der SDAJ: Der Offene Brief an Sigmar Gabriel

2. September 2014

Hör mal Siggi,

Du und deine Partei sind nun wirklich nicht für ihren Einsatz für Frieden und die Lebensbedingungen der Lohnabhängigen bekannt. Eher für Sozialabbau, Rassismus und weltweite Kriegseinsätze. Verarmungsprogramme wie Hartz4, die auch zur Senkung der Löhne geführt haben, und der erste deutsche Angriffskrieg seit dem 2. Weltkrieg sind von deiner SPD beschlossen worden.

Viel zu selten gibt es Kritik daran, z.B. aus den Gewerkschaften. Über den Brief von 20 Betriebsräten aus Rüstungsunternehmen, die dich auffordern, Rüstungsexporte nicht einzuschränken, weil sonst ja Arbeitsplätze gefährdet seien, dürftest du dich eher gefreut als geärgert haben. Deine Empörung über die Rüstungsexporte, interessanterweise ohne konkretes Maßnahmen, war ja ohnehin Heuchelei, mit der du und deine Kriegspartei versuchen, euch als Menschenfreunde auszugeben, die die Rüstungsproduktion zwar wollen, nur sterben soll dadurch bitte keiner. Schwachsinn at it’s best.

Aber leider haben viele KollegInnen eben diesen Schwachsinn von dem gemeinsamen Interesse von Unternehmen und Arbeitern so verinnerlicht, dass sie darüber ihre internationalistischen Pflicht gegenüber ihren KollegInnen, die durch deutsche Waffen und Kriege überall auf der Welt sterben, vergessen haben und nur an das eigene Überleben im Hamsterrad der Arbeit denken.

Dafür habt ihr wirklich ganze Arbeit geleistet. Vielleicht erinnerst du dich noch an die Zeiten, als die Diskussionen um Rüstungskonversion in den Gewerkschaften, und besonders in der IG Metall, geführt wurden. Viele GewerkschafterInnen forderten die Umstellung der Produktion von Kriegsgerät auf zivile Produkte. Es war klar: Wir kämpfen natürlich um jeden Arbeitsplatz! Aber wir haben eben die Frage „Was und wie soll produziert werden?“ auch diskutiert. Da ging es auch schon ein bisschen um die Macht im Betrieb. Diese Entscheidungen haben wir nicht einfach den Unternehmern überlassen. Die Parole „Wir wollen für den Frieden arbeiten“ ging damals rum – Friedensbewegung und Gewerkschaften demonstrierten gemeinsam.

Mit Hilfe von Standortlogik, Menschenrechtsrhetorik und Agenda 2010 wurde diese Debatte vorerst beendet. Vorerst. Denn wir werden die Diskussion um Konversion wieder führen. Denn uns ist klar: Die KollegInnen, die in Rüstungsbetrieben arbeiten, haben Angst um ihre Arbeitsplätze. Denn ein Recht auf einen Arbeitsplatz gibt es in diesem Staat nicht. Deshalb würde ein moralischer Aufschrei à la „Ihr könnt doch keine Mordmaschinen produzieren!“ auch scheitern.

Dennoch: Es schadet auch den ArbeiterInnen in der BRD, wenn zig Milliarden für Rüstung ausgegeben werden. Mit diesen zig Milliarden könnte man lieber zig Tausende Arbeitsplätze schaffen, an denen nützliche Dinge statt Kriegsgerät für den Imperialismus produziert werden. Dir und deinen Genossen Bossen der Rüstungsindustrie sind aber nur die Profite von Nutzen. Das ist das Problem und gleichzeitig der Grund, warum wir für eine andere Gesellschaft kämpfen, in der wir entscheiden, wie und was produziert wird. Das geht allerdings nur ohne die Unternehmen und ohne Leute wie dich – die im Namen der Arbeiter die Interessen der Unternehmer durchsetzen.

Bis denne,

Flo, Kiel*
& das Zeitungskollektiv

* Flo ist JAV-Vorsitzender in einem Rüstungsunternehmen und Mitglied der SDAJ

Quelle: SDAJ

0

 Gegen Stationshopping

Gesundheit wird mehr und mehr zur Ware, die man sich kaufen muss. Entsprechend wird eine gute Gesundheitsversorgung für viele PatientInnen immer teurer – und die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen immer schlechter. Schließlich sind die Beschäftigten ein Kostenfaktor, der mit möglichst geringen Mitteln (also wenig Lohn) möglichst viel „Output“ (möglichst viele Behandlungen) erbringen soll.

So auch im Essener Uniklinikum: “Minimalbesetzung auf jeder Station, in jeder Schicht. Das ist das Problem,” so ein Mitglied der JAV. “Deshalb werden wir ständig rangezogen und von Station zu Station geschoben, um die Personallöcher zu stopfen. Wir nennen das ,Stationshopping´.”

Dagegen haben die Ver.di-Jugend-Essen, die JAV des Klinikums und die SDAJ mobil gemacht und mit einer gemeinsamen Aktion vorm Klinikum den Missbrauch der Azubis als billige Arbeitskärfte kritisiert.

Mehr dazu hier: http://www.sdaj-netz.de/blog/2014/08/outing-in-essen-gegen-stationshopping/ (Download der „Kleinhzeitung“ zu den Arbeitsbedingungen der Auszubildenden am Uni-Klinikum Essen)

0

Bildung. Macht. Zukunft. Arbeiter. Macht. Revolution.

position-5-2014-2Revolution ist das Stichwort unserer Ausgabe. Nicht nur beim Thema Bildung merken wir: Bei jedem Konflikt spielt das Kräfteverhältnis zwischen den Konfliktparteien eine Rolle für dessen Ausgang. Das sehen wir am Beispiel von Tarifverhandlungen oder im Arbeitsalltag zwischen Azubis und ihren Chefs aber auch beim imperialistischen Konkurrenzkampf. Doch nicht immer sind sich alle Beteiligten ihrer Rolle bewusst. In diesem Heft beleuchten wir deshalb die Frage, was uns alle eigentlich zu einer Klasse vereint – der Arbeiterklasse. Dabei wird vor allem klar: Nur wenn wir gemeinsam gegen unseren gemeinsamen Gegner kämpfen, können wir was erreichen. Nur so kann man Erfolge in den Auseinandersetzungen mit den Vertretern der kapitalistischen Klasse erringen. Und so könnte man auch Schritt für Schritt den herrschenden Monopolen Paroli bieten und sich dagegen wehren in imperialistischen Konflikten gegeneinander aufgerieben zu werden. Ein Vertreter der Kommunistischen Partei Israel klärt dazu im Interview über die Hintergründe der aktuellen Kriegssituation in Gaza auf und auch in der Ukraine oder im Irak zeigt sich, dass ein Ausweg nur im vereinten Kampf der Ausgebeuteten gegen die Ausbeuter, egal welcher Nationalität und Religionszugehörigkeit, liegen kann. Unser bescheidener Beitrag zur Verschiebung des Kräfteverhältnisses zwischen Bourgeoisie und Proletariat ist die Erhöhung der Auflage der POSITION. Dafür großen Dank an alle LeserInnen, aber auch an die fleißigen Verteiler und Gruppen, die unser Magazin nicht nur unter die Leute bringen, sondern vor allem auch mit Inhalt füllen. Und weil damit noch nicht genug getan ist, müssen wir am Ende auch noch Revolution machen – nicht nur in der Bildungspolitik.

Euer Zeitungskollektiv

Hol Dir das Abo hier.

0

Am heutigen Vormittag (29.8.2014) räumte die Dortmunder Polizei auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft die besetzte Albert Magnus Kirche in der Enscheder Strasse 15 in der Dortmunder Nordstadt.

Nach dem Wurf eines Gegenstandes gegen Nazis, die am vergangenen Samstag (23.08.2014) zunächst ohne Polizeibegleitung vor die besetzte Kirche zogen, wird nun wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt. Neben umfangreichen Maßnahmen zur Spurensicherung wurden auch 38 BesetzerInnen Platzverweise erteilt. Damit kommen die Ermittlungen einer Räumung gleich.

Dazu meint Tino T., Sprecher der Dortmunder SDAJ: „Der Wurf war unnötig und schadete der Sache der BesetzerInnen. Allerdings verwundert es, dass 40 Nazis ohne Polizeibegleitung an die besetzte Kirche heran kommen konnten und die Eskalation möglich wurde. Eine Polizeiführung, die bereits Demotage mit mehreren tausenden Menschen managte, schaffte es nicht oder wollte es nicht schaffen am vergangenen Samstag 40 Nazis im Zaum zu halten. Dass die Beweissicherung mehr ermitteln kann, als dass sich bestimmte Personen in Teilen der Kirche aufgehalten haben, ist fraglich. Mit dem heutigen Einsatz wurde von der Staatsanwaltschaft ein Kurs der Machtdemonstration und Einschüchterung gegen die Besetzung gefahren.“

Die knappe Woche in der das Soziale Zentrum Avanti bestand, machte deutlich, dass eine Alternative zu kapitalistischer Verwertungspolitik möglich ist.

0

Für den heutigen Freitag, 29. August, hat die SDAJ München im Rahmen ihrer Kampagne für ein Ausbildungsgesetz eine Kundgebung vor einer Filiale der Supermarktkette NORMA am Oberhofer Platz 4 in der bayerischen Landeshauptstadt angekündigt.

Der sozialistische Arbeiterjugendverband schreibt dazu in einer Pressemitteilung: »Zwar klingt das Ausbildungsangebot, das NORMA auf seiner Internetseite anbietet traumhaft. Fragt man jedoch die Auszubildenden bei NORMA persönlich, erscheint das als ein schlechter Witz. Offiziell wirbt NORMA mit dem Spruch „Mehr fürs Geld“; und das darf man auch bitter ernst nehmen. Für die Azubis heißt das nämlich: Mehr Arbeitsstunden, mehr Zeitdruck und mehr Stress.«

Unbezahlte Überstunden stünden bei NORMA auf der Tagesordnung, so die SDAJ weiter. »Die Zeit nach Ladenschluss, in der für gewöhnlich der Laden aufgeräumt wird, wird weder in der Arbeitsplanung berücksichtigt, geschweige denn bezahlt; sie wird schlichtweg nicht aufgeschrieben. Zwei Stunden unbezahlt länger arbeiten ist keine Seltenheit. Über einen Freizeitausgleich wird natürlich nicht nachgedacht. Besonders die Azubis müssen darunter leiden,«

Miriam S., eine Auszubildende bei NORMA, bestätigt diese Darstellung: »Mein Chef will von den Überstunden gar nichts wissen. Öfter habe ich ihn darauf angesprochen, doch er sagt, das wäre ganz normal.«

Auszubildende bei NORMA arbeiten der SDAJ zufolge oft ganz regulär in Zehn-Stunden-Schichten. In den Berichtsheften darf das natürlich nicht auftauchen. Berichtshefte zu fälschen, weil die Filialleitung auf die unbezahlten Überstunden der Azubis nicht verzichten will und sich auch jeden Ärger ersparen möchte, werde bei NORMA allgemein erwartet. »Bei einem Freund von mir, der auch eine Ausbildung bei NORMA in einer anderen Filiale macht, ist das auch so«, berichtet Miriam weiter. Sie hat keine Lust mehr, die Berufsschule anzulügen.

Zudem berichtet die junge Frau, dass eine Ausbildung bei NORMA tatsächlich eher einer »sehr langen Anlernphase« gleiche. Das sei logisch, so Miriam: »Wenn Personal fehlt, fehlt die Zeit, um eine richtige Ausbildung zu gewährleisten. Nicht einmal die Aushilfen können angesichts der Arbeitsbelastung der ständig unterbesetzten Filiale und ihren gestressten Angestellten ausreichend angelernt werden. Der permanente Zeitdruck führt unweigerlich zu Fehlern. Neue Mitarbeiter und Azubis werden schon an ihrem ersten Tag an die Kasse gesetzt.« Eigentlich sei ein 20 Stunden langes »begleitetes Kassieren« vorgesehen, um neue Mitarbeiter anzulernen, doch diese Zahl werde radikal gekürzt. Zugleich müsse jedoch jede Kassendifferenz von den Kassierern selbst bezahlt werden, obwohl die Filiale gegen solche Fälle versichert ist. »NORMA spart an allen Ecken und Kanten. Der Profit steht immer im Vordergrund«, so Miriam.

Die Mitglieder der SDAJ München wollen deshalb heute NORMA öffentlich als Ausbeuter outen, um Druck aufzubauen und eine richtige Ausbildung, in der Azubis wirklich was lernen und von der sie leben können, zu erkämpfen. »Wir Jugendlichen müssen besonders unter den Sparmaßnahmen der Konzerne leiden. Für die Profite der Konzerne geht unsere Zukunft flöten«, sagt Lucas Baumgartner von der SDAJ München.

Die Jugendorganisation fordert ein Ausbildungsgesetz. »Das wird uns nicht einfach gegeben werden«, ist sich Baumgartner sicher. »Wir müssen gemeinsam dafür kämpfen. Organisieren wir uns und erstreiten wir uns gemeinsam das, was uns zusteht. Zwingen wir die Ausbeuter zu einem Ausbildungsgesetz für uns!«

Mehr Infos zu den Outing-Aktionen in München hat die SDAJ auf ihrer Homepage veröffentlicht: www.sdaj-muenchen.net/?p=4355
Zur bundesweiten Arbeiterjugendkampagne »Unsere Zukunft! Statt eure Profite« gibt es Infos unter www.sdaj-netz.de/zukunft-statt-profite

 

via RedGlobe

0

Gewerkschaft? Gefällt mir!

 

Bei der Gewerkschaft dabei zu sein, zahlt sich meistens nicht nur geldmäßig aus

Schule abgeschlossen, Ausbildungsplatz ergattert – und mit einem Schlag bist Du in einem ganz neuen Lebensabschnitt gelandet! Das ist einerseits spannend, bringt aber andererseits auch ganz neue Probleme mit sich.

Läuft die Ausbildung so wie angekündigt oder fegst Du zunächst nur den Hof und kochst Kaffee? Entsprechen die Arbeits- und Ausbildungszeiten den Vorgaben oder sind Überstunden die Regel? Und gibt es eigentlich ordentlich qualifiziertes Ausbildungspersonal oder wirst Du einfach nur im laufenden Betrieb mitgeschleift?

Dann solltest Du, egal ob in der Ausbildung oder schon im Beruf, Kontakt zu uns, der ver.di Jugend, aufnehmen. Gemeinsam vertreten wir unsere Interessen als junge Menschen in der Ausbildung und im Arbeitsleben. Denn alleine stehst Du gegenüber dem Arbeitgeber meist auf recht verlorenem Posten.

Wozu brauche ich denn eine Gewerkschaft?

Eine Ausbildungsvergütung, von der man leben kann, sechs statt nur vier Wochen Urlaub im Jahr, Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld oder eine klare Regelung zur Übernahme nach der Ausbildung – all das wird uns leider nicht geschenkt.

Gemeinsam als ver.di konnten wir in vielen Betrieben und Dienststellen all das durchsetzen – und noch viel mehr! Und je mehr Menschen bei ver.di sind, desto mehr können wir erreichen.

Anders herum sieht es in Betrieben mit nur wenigen Gewerkschaftsmitgliedern wesentlich schlechter aus in Sachen Ausbildungsqualität, Übernahme, Vergütung und vielem mehr. Und Du lernst bei uns richtig toughe Menschen kennen. Denn Party und Politik schließen sich bei uns nicht aus.

Wissen ist Macht

Lebenslang lernen sollte möglichst jede und jeder. Aber das kostet oft nicht wenig Geld. Wenn Du in der Gewerkschaft bist, kannst Du zahlreiche kostenlose Seminare in Anspruch nehmen. Von Rhetorik-Trainings, Workshops zu Globalisierung, Tarifpolitik oder Diskriminierung bis hin zur Ausbildung zu eloquenten Interessenvertreter_innen finden sich viele spannende Angebote im ver.di-Bildungsprogramm.

Daneben hält Dich ver.di darüber auf dem Laufenden, was in Deiner Branche gerade wichtig ist. Mitglieder bekommen kostenlos Branchenbeilagen mit der ver.di Publik, unserer Mitgliederzeitung.

Und speziell für junge Menschen und Auszubildende wie Dich hat die ver.di Jugend zahlreiche Info- und Serviceangebote im Netz. Surf doch gleich mal vorbei unter www.verdi-jugend.de!

Quelle: ver.di jugend

0

SDAJ Nordvorpommern gegründet

Nach Rostock und Gadebusch/Schwerin gründet sich nun innerhalb von fünf Jahren bereits die dritte Ortsgruppe der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) in Mecklenburg-Vorpommern. „Die Idee eine Gruppe zu gründen reifte endgültig auf dem UZ-Pressefest im Juni“, so der Initiator. Die neue Ortsgruppe des Landesverbands Waterkant bildet sich aus Jugendlichen die in der Region Nordvorpommern leben, so auch der Name der Gruppe. Auf der öffentlichen Gründungsveranstaltung waren neben den Gründungsmitgliedern und weiteren Interessierten auch Vertreter der DKP Stralsund und des DKP Landesvorstands anwesend. Diese gratulierten am 16. August in Stralsund herzlich zur Stärkung des revolutionären Jugendverbandes. In dem Grußwort hieß es: „Für die Zukunft wünschen wir euch viel Spaß bei der politischen Arbeit. Auch, weil diese viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Es wird mal Tiefs geben, aber darauf folgen Höhen. Aber vor allem noch Erfolg! Dass ihr immer mehr werdet, dass ihr gemeinsam in der Aktion lernt.“ Weiter wurde an Thälmanns Worte: „Die größten Aufgaben, die das Leben stellt, werden nicht nur durch Arbeit und Fleiß gelöst, sondern es muss eine Lust hinzukommen, die diese Arbeit zwingend macht.“ erinnert.

0

Nein zum Krieg – NATO stoppen!

Demo 04.09.

18 Uhr

Oranienplatz!

Seit Jahren umstellt die NATO durch ihre Osterweiterung Russland und zeigt so auf aggressive Art und Weise wer der nächste große Gegner ist. Die Ukraine spielt dabei durch ihre Grenzlage und als drittgrößter Flächenstaat Europas (nach Russland und der Türkei) eine besondere Rolle. Vom 04.09. bis 05.09. wollen sich nun die NATO-Staats- und Regierungschefs in Newport, Wales zusammenfinden um über die Zukunft der NATO zu debattieren.

Ein Kernthema dieser Tagung wird der Umgang mit der Ukraine und Russland sein. Ein Ausdruck davon sind die anstehenden NATO Manöver, an denen sich teilweise auch die Bundeswehr beteiligt. Seit Mai bis Ende November werden so insgesamt acht Manöver mit NATO-Beteiligung in der Ukraine stattfinden.

Währenddessen schallt uns aus allen Medienkanälen einen Kanon der Mobilmachung gegen Russland entgegen. 100 Jahre nach Beginn des ersten Weltkrieges wird mit Hilfe tiefer Griffe in die Kiste der Kriegspropaganda, der neue Feind, das Böse, Putin an die Wand gemalt. Das auch Russland ein kapitalistischer Staat ist, der im Interesse seiner Kapitalisten und Eliten handelt, stellen wir gar nicht in Abrede, in der derzeitigen Situation gehen die Aggressionen und Angriffe auf das Leben von Menschen jedoch nicht von Moskau aus.

Die durch EU, USA und IWF bereitgestellten „Hilfsgelder“ unterstützen entweder die ukrainische Armee direkt oder destabilisieren die ukrainische Wirtschaft. Die Entkopplung der Nationalwährung Hrywnja vom Doller führt zum Beispiel zu Preissteigerung bis zu 100%. Der Lebensstandard der Masse der Bevölkerung sinkt entsprechend, westliche Unternehmen machen fette Gewinne. Es geht im Endeffekt um die Kontrolle von Infrastruktur, Ressourcen und Märkten.

Wer monatelang, wie die BRD und im besonderen die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Faschisten um den Euro-Maidan unterstützt oder bei marodierenden Faschisten von friedlichen Protestierenden spricht, um sich eine neue pro-westliche Wirtschaftskolonie zu schaffen, sollte im Bezug auf Russland einfach mal die Fresse halten.

Der neonazisitische Charakter von Swoboda, dem „Rechten Sektor“ und anderen „Demokraten“ des Euromaidans war lange bekannt, an ihrer Symbolik konnte man das zu jeder Zeit erkennen. Mit ihrem Putsch im Februar und den zeitgleich stattfindenden Angriffen auf Linke, AntifaschistInnen, KommunistInnen und die russischsprachigen Bevölkerungsteile war der Krieg gegen die eigene Bevölkerung eröffnet. Der Mord an 46 Menschen durch anzünden des Gewerkschaftshauses in Odessa am 2. Mai zeigte die Richtung auf, in die es nach Meinung der unter Beteiligung von Faschisten gebildeten Junta in Kiew gehen sollte. Die Zerschlagung der kommunistischen Parlamentsfraktion und das anstehende Verbot der Kommunistischen Partei sind dabei nur konsequent weitergedacht.

Das sich vor diesem Hintergrund, als Selbstverteidigungsstrategie, in der vornehmlich in der Ostukraine lebenden russischsprachigen Bevölkerungn, Abwehr-Bewegungen bildeten ist nicht nur einleuchtend, sondern nachzuvollziehen. Das diese Menschen bis heute und trotz Finanzierung des Kiewer Putschregimes durch NATO Staaten standhalten verdient unseren tiefen Respekt!

Dieser Krieg, der offiziell keiner ist, hat nach UN Angaben bereits tausenden Menschen das Leben gekostet, dazu befinden sich etwa eine Million Menschen auf der Flucht vor dem Einsatz von Phosphorbomben und Artillerie gegen die Zivilbevölkerung. Immer wieder wird offen ein Genozid an der russischsprachigen Bevölkerung gefordert. Wir sagen: Schluss damit!

Jede Form des antifaschistischen Widerstandes ist legitim!
•Frieden geht nur mit, nicht gegen Russland!
•Die Aggressoren beim Namen nennen!
•NATO zerschlagen!

Heraus zur Demo “Nein zum Krieg – NATO stoppen!

Schluss mit NATO-Osterweiterung und Einmischung in der Ostukraine!

Keine Unterstützung von Faschisten!”

0

Veranstaltung: Solidarität mit den Antifaschist*innen aus der Ukraine!

Mittwoch, 27. August 2014

19:30 Uhr

DGB-Haus, Jugendraum

Schwanthalerstr. 64

München

Vom 31. Juli bis zum 29. August hält sich eine Gruppe antifaschistischer
Aktivist*innen aus der Ukraine und Russland in der BRD auf, um mit
Diskussionsabenden und einer Fotoausstellung in über 20 Städten über die
politische Situation der ukrainischen Linken seit dem Putsch Ende
Februar 2014, den darauffolgenden Wahlen und dem Kriegszustand im Süden
und Osten des Landes zu berichten.

Seit den Protesten auf dem Maidan Platz zu Beginn des Jahres ist der
Konflikt in der Ukraine teil der täglichen Medienberichterstattung und
Gegenstand politischer Debatten. Im offiziellen bundesdeutschen Diskurs
ist von Demokratisierung, Fortschritt und EU-Anschluss die Rede, der
durch Separatismus und Ethnisierung bedroht sein soll. Massenmedien und
bürgerliche Parteien machen vor allem Russland für diesen Zustand
verantwortlich.

Diesem propagandistischen Diskurs setzen die Aktivist*innen aus
Gewerkschaft, Antikriegsgruppen und linken Organisationen ihre Analyse,
Schlussfolgerungen und Sichtweisen entgegen. Ihre Lebensrealität ist
geprägt von dem erstarken neofaschistischer Kräfte während der
Maidan-Proteste, dem darauffolgenden Putsch und der damit einhergehenden
massiven Repression gegen linke Organisationen und fortschrittliche
Journalist*innen und einer imperialistischen EU-Außenpolitik sowie der
Übernahme der Wirtschaftspolitik durch den IWF.

Der aktuelle Kriegszustand im Süden und Osten das Landes und die damit
verbundene nationalistische Propaganda, Ausgrenzung und unmittelbare
Gefahr für Leib und Leben stellen weitere scheinbar unüberbrückbare
Herausforderung für antifaschistische, fortschrittliche Kräfte dar,
deren Ziele internationalistische, solidarische Zusammenarbeit und der
gemeinsame Kampf für eine befreite Gesellschaft darstellen und die
wissen, dass die Grenze nicht zwischen den Men-schen, sondern zwischen
oben und unten verläuft.

Die Veranstaltungsreihe soll dazu beitragen, die Solidaritätsbewegung
mit den antifaschistischen Genoss*innen in der Ukraine zu stärken,
Gegenöffentlichkeit herzustellen und die internationale Vernetzung zu
fördern. Wir wollen auf diesem Weg mit euch diskutieren wie wir einer
Perspektive auf einen gerechten Frieden näher kommen können.

Einlassvorbehalt:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu
machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisation
angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der
Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder
sonstige menschenverachten-den Äußerungen in Erscheinung getreten sind,
den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Veranstalterin: Rote Hilfe e. V., Ortsgruppe München, Schwanthalerstr.
139/Rgb, 80339 München. Rechtshilfe jeden Mittwoch von 18 bis 19 Uhr
Tel: 089/ 448 96 38, muenchen@rote-hilfe.de

Unterstützerinnen:
Antikapitalistische Linke München (al[m])
Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend München (SDAJ)

Quelle: SDAJ München

Seite 28 von 36« Erste...1020...2627282930...Letzte »

Neu: blog.unsere-zeit.de

Neu: blog.unsere-zeit.de