Nachrichten
Zeige alle Artikel in Jugend
0

Am 29. August

organisieren wir eine

Refugee-Soliparty

im Fährhaus Linden-Limmer,

um Spenden für das Refugee-Camp am Weißekreuzplatz zu sammeln und den Kampf der Flüchtlinge für ihre Rechte zu unterstützen.
Dazu wird es bei der Party eine Ausstellung zur Flüchtlingsproblematik geben. Literarisch wird uns Tobias Kunze mit Poetry-Slam-Beiträgen begleiten. Als Bands werden Jared Cares und SystemfehlA auftreten. Im Anschluss gibt es Elektro und Balkan Beats bis zum Morgengrauen von DJ GØNZO. Im Außenbereich werden ansonsten leckere Cocktails angeboten.

Es wird auf jeden Fall ein interessanter Abend! Bringt eure FreundInnen mit und kommt vorbei !

0

SDAJ outet Siemens

Fehl am Platz? – Aktionsbericht der SDAJ Nürnberg zum Siemens-Outing

Die BerufsschülerInnen pflichteten dem Vergleich bei, den die SDAJ Nürnberg am Donnerstag den 26. Juni anstellte: Ein freilaufender Pinguin vor den Beruflichen Schulen in Erlangen ist so fehl am Platz wie Stellenstreichungen bei Siemens! Um publik zu machen, wie absurdStellenstreichungen trotz Milliardengewinne sind, outete die SDAJ Nürnberg unter dem Motto „Fehl am Platz?“ einen der vielen Ausbildungskiller: den Industriekonzern Siemens. In der Mittagspause der BerufsschülerInnen machte die Flugblattverteilung im Pinguin-Kostüm deutlich: Stellenstreichungen sind fehl am Platz! Allein 2013 machte Siemens über vier Milliarden Euro Gewinn. Doch anstatt für Sicherheit von Übernahme und Arbeitsplatz zu sorgen, will die Konzernleitung den Betrieb verschlanken. Der Profit soll für weitere Milliardengewinne erhöht werden. Auszubildende haben jedoch nichts von Milliardengewinnen. Eher wird dieses Geld für Bieterwettkämpfe beispielsweise im internationalen Wettstreit mit dem weltweit größten Elektrokonzern General Electric (USA) bereitgestellt. Den Bieterwettkampf um den französischen Konzern Alstom hat Siemens mittlerweile aber verloren. Der Erhalt von Arbeitsplätzen war die Hauptbedingung der französischen Regierung für die Übernahme Alstoms. Siemens-Chef Kaeser und Co. hatten für 2014 aber eben Gegenteiliges vor.

Die Nürnberger Outing-Aktion galt Siemens, da die Konzernleitung im letzten Jahr angekündigt hatte im Sinne einer „Umstrukturierung“ weltweit kurzfristig 15.000 Jobs zu vernichten. Die Übernahme von Auszubildenden und ein sicherer Arbeitsplatz geraten dadurch ganz konkret in Gefahr. Stellenabbau zur Verbesserung der Profitrate wird von der Konzernleitung euphemistisch als „betriebswirtschaftliche Straffung“ verkauft.

In Erlangen, der Nachbarstadt Nürnbergs, sollen allein über 5500 Stellen gestrichen werden. Am SDAJ-Infostand kam man darüber ins Gespräch. Die Gruppe konnte hier die Erfahrungen der jungen Beschäftigten aufnehmen

„Gegen Stellenstreichungen? Das ist tatsächlich mal eine gute Aktion!“, tat eine junge „Siemensianerin“ den Verteilenden kund.

Keineswegs überraschend ist, und das wurde bei der Aktion auch nochmal deutlich, dass bei Siemens jeder über die Stellenstreichungen Bescheid weiß. Viele wissen allerdings auch schon ganz konkret was die sogenannte „Umstrukturierung“ bedeutet.

„Bei den letzten Stellenstreichungen wurde meine Mutter neben vielen anderen in Nürnberg entlassen und als einzige in Fürth übernommen.“

„Mein Freund ist von den Entlassungen betroffen. Er hat bis jetzt noch keine Stelle“

Dennoch verbreitet ist die Einstellung, dass der Protest der Betriebsräte ausreichend sei, um dieser „Umstrukturierung“ entgegenzuwirken. Zugute kommt dies dem Plan von Siemens-Chef Kaeser, der genau weiß was er will: Eine offene Konfrontation mit der Belegschaft vermeiden. Dafür tut er, was er tun muss. Die Jagd um Profite befiehlt ihm die Beschäftigten hinter den Karren zu bringen. Durch Prämien und Belegschaftsaktien will er erreichen, dass sich alle trotz der Bedrohung der Arbeitsplätze für „unser Siemens“ einsetzen. Damit will die Konzernleitung die Bereitschaft der Beschäftigten hemmen, sich gemeinsam mit der Gewerkschaft gegen die Stellenstreichungen zu wehren. Widerstand von allen muss jedoch jetzt die Devise sein! Nur durch den Zusammenschluss von KollegInnen und durch Widerstandsaktionen kann Druck aufgebaut werden!

Unsere Zukunft, die Zukunft der arbeitenden und lernenden Jugend wird durch Stellenstreichungen zu Gunsten der Profite einiger weniger verbaut. Genauso wie andere Konzerne, spielt auch Siemens die Rolle des Ausbildungskillers. Durch Stellenstreichungen
wird den Auszubildenden die Sicherheit auf Übernahme verwehrt. Daher muss es jetzt
heißen:
•Unsere Zukunft statt eure Profite!
•Für den Erhalt jedes einzelnen Arbeitsplatzes!
•Für die sichere Übernahme von Azubis!

Quelle: SDAJ

0

Am Wochenende des IG Metall-Aktionstags „Bildung. Macht. Zukunft.“ veranstaltet die SDAJ einen Jugendkongress.

Flyer der SDAJ zum Jugendkongress:

Kein Geld, schlechte Arbeit, unsichere Zukunft?

Ausbildung und Arbeit sind oft kein Zuckerschlecken. Das beginnt bei der oft langen, und in manchen Fällen auch vergeblichen Suche nach einem Ausbildungsplatz, geht über fehlende Praxisanleitung, Schulgebühren, Überstunden, geringe Vergütung und schlechte Ausbildungsqualität und endet bei einer nur befristeten oder garkeiner Übernahme. Aber muss das so sein? Und wenn nicht, wieso sind dann Berichte über ausbildungsfremde Tätigkeiten, hohe Ausbildungsabbrecherquoten und Auszubildende, die ihr geringes Einkommen mit Hartz 4 aufstocken müssen, inzwischen eher die Regel als die Ausnahme? Wer profitiert von derartigen Zuständen und was lässt sich dagegen tun? Weshalb ist es auch für Kolleginnen und Kollegen im Metallbereich wichtig, was die angehende Friseurin oder der Bäckerazubi verdienen und zu welchen Bedingungen sie arbeiten? Wo liegen die Perspektiven und Grenzen von Gewerkschaftskämpfen im Kapitalismus?

Diesen Fragen wollen wir auf unserem Jugendkongress zur Ausbildungssituation und für ein allgemeines Ausbildungsgesetz gemeinsam anhand von verschiedenen Workshops und Diskussionsrunden auf den Grund gehen.

Geplante Workshops u.a.:

– Lehrjahre sind keine Herrenjahre – Azubis als billige und rechtlose Arbeitskräfte

– Überflüssige Jugend – Jugendarbeitslosigkeit und Ausbildungsplatzmangel inEuropa

– Jung, prekär, weiblich – Die Prekarisierung der Arbeitswelt und die Lage junger Frauen

– Rassismus am Arbeitsplatz – Probleme migrantischer KollegInnen

– Ausbeutung mit System – Wie Staat & Konzerne von unserer Arbeit profitieren

– Antikapitalistische Perspektiven in Gewerkschaftskämpfen

Abschließende Podiumsdiskussion „Ausbildungsgesetz statt Ausbildungspakt“

 

Quelle: SDAJ

0

 

SDAJ Leipzig outet die miserablen Arbeitsbedingungen beim Callcenter BUW.

– Gemeinsam kämpfen für geregelte Ausbildung für alle Jugendlichen und ein Ausbildungsgesetz!!!

In Deutschland hat sich schon seit einigen Jahren ein sogenannter „Billiglohnsektor“ etabliert. Aber was versteht man unter Billiglohn? Bedeutet es, dass man weniger lange arbeitet oder weniger qualifizierte Tätigkeiten als „andere“ Beschäftigte für weniger Geld verrichtet ? Beides wäre dem Papier nach richtig. Aber es geht weit an der Praxis vorbei. In Wirklichkeit bedeutet Billiglohn nämlich: billiger Lohn für gleiche Arbeit, welche man auch in der jeweiligen Branche für ein wesentlich höheres Gehalt verrichtet. Ein Beispiel : Ein Bankkaufmann verdient durchschnittlich 3.600 Euro im Monat plus Provision.

Ein buw-Mitarbeiter der im Auftrag von „Comdirekt“ den Telefonischen Kundendienst übernimmt hat genau die selben Aufgaben und Verantwortungen wie ein Bankkaufmann. Mit dem Unterschied das der buw-Mitarbeiter nur ca. 1100 Euro brutto im Monat verdient. Wieso funktioniert das? Viele Angestellte in prekären Beschäftigungsverhältnissen können sich aus diversen Gründen auf dem normalen Arbeitsmarkt nicht durchsetzen. Ob nun durch vorherige Arbeitslosigkeit, berufliche Unerfahrenheit oder mangelnder beruflicher Qualifikation werden gerade jüngere Arbeitssuchende oft im Billiglohnsektor angestellt. Für viele ist es oft eine Erleichterung überhaupt eine Anstellung gefunden zu haben. Aber das „böse Erwachen“ kommt oft schon nach wenigen Monaten. Callcenter wie buw, avocis, CCC um nur ein paar lokale Größen zu benennen, zahlen meist um die 8 Euro pro Stunde, verlangen aber volle Leistung und Flexibilität von ihren Angestellten. Arbeiten an Wochenenden und Feiertagen sind die Regel, nicht die Ausnahme. Jetzt könnte man zu Recht fragen wo sind die Gewerkschaften bei einer so deutlichen Ausbeutung? Für Dienstleister ist eigentlich ver.di verantwortlich. Aber der Billiglohnsektor bildet scheinbar eine Ausnahme. Da Callcenter in den unterschiedlichsten Branchen existieren ist auch eine Vielzahl von Gewerkschaften für den Tarifkampf verantwortlich. Tatsächlich konnte bisher keine Gewerkschaft in Callcentern Fuß fassen. Das mag an Unwillen oder Unfähigkeit zur gemeinsamen Arbeit mit anderen Arbeitnehmer-Vertretern liegen. Wir als Arbeiterjugend fühlen uns für alle Branchen und alle Arbeiter verantwortlich.

Deswegen macht die SDAJ Leipzig gemeinsam mit anderen Organisationen Outings, unter anderem bei BUW um über die Katastrophalen Missstände aufzuklären. Die Aktion stieß auf viel Interesse auch bei einigen Mitarbeitern des Callcenters.

Gemeinsam mit den Gewerkschaften und aktiven Kolleginnen und Kollegen wollen wir für bessere Bedingungen im Billiglohnsektor sorgen. Gemeinsam mit der Ver.di – Jugend wollen wir für eine höhere Organisation der KollegInnen sorgen und einen Tarifvertrag erstreiten.

Übernommen von SDAJ Netz

0

SDAJ München outet Norma

NORMA – mehr Arbeitsstunden, mehr Zeitdruck, mehr Stress

Outingaktion der SDAJ München

Traumhaft klingt das Ausbildungsangebot, das NORMA auf seiner Internetseite anbietet. NORMA verspricht eine „abwechslungsreiche und vielseitige Ausbildungszeit“, eine „sehr gute Ausbildungsvergütung“ und eine „hervorragende fachliche Ausbildung“. Ein schlechter Witz, fragt man die Auszubildenden bei NORMA persönlich. Offiziell wirbt NORMA mit dem Spruch „Mehr fürs Geld“; und das darf man auch bitter ernst nehmen. Für die Azubis heißt das nämlich mehr Arbeitsstunden, mehr Zeitdruck und mehr Stress.

Diese miesen Ausbildungsbedingungen und Arbeitsverhältnisse hat die SDAJ München am 2. August öffentlich mit einer sogenannten Outing-Aktion angeprangert. Mit Schildern und Flyern wurde kurzerhand eine NORMA-Filiale am Rosenheimer Platz angeprangert und mit mehreren Redebeiträgen die mieserablen Bedingungen angekreidet.

Unbezahlte Überstunden stehen bei NORMA auf der Tagesordnung. Die Zeit nach Ladenschluss, in der für gewöhnlich der Laden aufgeräumt wird, wird weder in der Arbeitsplanung berücksichtigt – geschweige denn bezahlt; sie wird schlichtweg nicht aufgeschrieben. Zwei Stunden unbezahlt länger arbeiten ist keine Seltenheit. „Das ist auch nicht verwunderlich: Die Filialleitung plant schon mit einer Unterbesetzung, um Kosten zu sparen, damit an anderen Tagen mehr Personal genutzt werden kann, ohne extra Zahlungen leisten zu müssen oder gar über Neueinstellungen nachzudenken.“ erklärte eine Genossin in einem Redebeitrag. „Mein Chef will von den Überstunden gar nichts wissen. Öfter habe ich ihn darauf angesprochen, doch er sagt, das wäre ganz normal.“ berichtete zum Beispiel eine Auszubildende im Vorfeld. Auszubildende bei NORMA arbeiten oft ganz regulär in 10-Stunden-Schichten. In den Berichtsheften darf das natürlich nicht auftauchen. Berichtshefte zu fälschen, weil die Filialleitung auf die unbezahlten Überstunden der Azubis nicht verzichten will und sich auch jeden Ärger ersparen möchte, wird bei NORMA allgemein erwartet.

„Super Aktion, endlich mal macht jemand was“. Diese und ähnliche Reaktionen bekamen wir von nahezu allen PassantInnen und KundInnen. Einige Anwohner aus den umliegenden Häusern kamen extra zu uns herunter um sich einen unserer Flyer zu holen. Auch die Beschäftigten der Filiale zeigten großes Interesse an der Aktion. Einzig die Filialleiterin stritt alles ab und versuchte uns von der NORMA-Filiale abzudrängen. Scheinbar hatten wir mit unserer Aktion einen wunden Punkt getroffen.

Aber unsere Aktion richtet sich nicht nur gegen eine einzelne Filiale oder gegen NORMA alleine. Dieser Konzern ist nur eines von vielen Beispielen welches für Ausbeutung und schlechte Arbeitsbedingungen steht und das hat System: Im Kapitalismus werden unsere Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen ständig von den Banken und Konzernen verschlechtert, um noch mehr Profit zu scheffeln. Deswegen fordern wir als SDAJ bundesweit zunächst ein Ausbildungsgesetz, das zum Beispiel das Verbot von unbezahlten Überstunden beinhaltet. Das Ausbildungsgesetz wird uns nicht einfach gegeben werden. Wir müssen gemeinsam dafür kämpfen. Organisieren wir uns und erstreiten wir uns gemeinsam das, was uns zusteht; zwingen wir die Ausbeuter zu einem Ausbildungsgesetz für uns! Letztendlich geht es also darum, dieses System zu überwinden und eine Gesellschaft nach unseren Interessen aufzubauen.

Quelle: SDAJ

0

Die neue UZ vom 8. August bringt unter vielen anderen interessanten Artikeln Informationen zum SDAJ-Jugendkongress im September. – UZ abonnieren lohnt sich !

 

Die SDAJ bereitet ihre Beteiligung am Aktionstag der IG-Metall-Jugend und ihren Jugendkongress in Köln vor

Über den Stand der Vorbereitungen sprach die UZ mit Florian Hainrich von der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ).

UZ: Die SDAJ hat beschlossen, sich am Aktionstag der IG-Metall-Jugend zur Kampagne Revolution Bildung zu beteiligen und am 28. September 2014, also am Sonntag, zusammen mit Bündnispartnern einen Jugendkongress zu veranstalten. Kannst du kurz das Wochenende insgesamt vorstellen?

Florian Hainrich: Über die Probleme, mit denen Jugendliche täglich im Betrieb und in dieser Gesellschaft zu kämpfen haben, wird so gut wie nie öffentlich geredet. Aktive GewerkschafterInnen und fortschrittliche Jugendorganisationen haben bislang keine Plattform, um gemeinsam über Strategien kämpferischer Betriebs- und Gewerkschaftspolitik zu diskutieren. Beidem wollen wir mit unserem Jugendkongress Abhilfe verschaffen. Wir erwarten, dass sich einige hundert Jugendliche am Programm beteiligen. Die Kombination mit dem Aktionstag der IG-Metall-Jugend, für den mehrere zehntausend Jugendliche erwartet werden, macht das Wochenende unserer Ansicht nach besonders attraktiv.

Konkret wollen wir gemeinsam mit den KollegInnen der IG-Metall- Jugend Samstag früh mit Bussen nach Köln reisen. Der Preis für die Anfahrt und das gesamte Programm des Aktionstags „Bildung.Macht.Zukunft.“ be- läuft sich auf zehn Euro für Mitglieder einer DGB-Gewerkschaft. In Köln angekommen, wird es zwei größere Demozüge vom Heumarkt und dem Hans-Böckler-Platz geben. Beide Demozüge vereinigen sich am Neumarkt und ziehen dann gemeinsam zur Lanxess- Arena. Das im Anschluss geplante Abendprogramm kann sich sehen lassen. Neben einigen inhaltlichen Beiträgen wird es vor allem aus Konzerten der Bands Marteria, Bosse, Irie Révoltés und einer Lokalband bestehen.

Nach den Konzerten bieten wir dann an, mit uns in Sammelunterkünften zu übernachten und am Sonntag am Jugendkongress teilzunehmen. Dieser findet von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr im Bürgerzentrum Köln-Ehrenfeld (Venloer Straße 429) statt. Der Kongress wird von der SDAJ ausgerichtet und bislang unterstützt von der DIDF-Jugend, solid NRW und dem SDS. Neben der UZ werden auch die junge Welt und das Onlineportal „Freiheitsliebe“ ordentlich die Werbetrommel rühren.

Während es am Samstag also darum geht, gemeinsam mit zehntausenden Gewerkschaftsjugendlichen für bessere Bildung zu demonstrieren, steht der Sonntag für uns unter dem Zeichen der solidarischen Diskussion über kämpferische Betriebs- und Gewerkschaftspolitik für Jugendliche.

UZ: Was wollt ihr mit diesem Jugendkongress denn genau erreichen?

Florian Hainrich: Unser Jugendkongress „Jugend braucht Perspektiven – Her mit dem Ausbildungsgesetz!“ ist der bundesweite Höhepunkt unserer derzeit laufenden Kampagne im Arbeiterjugendbereich. Wir wollen aber nicht einfach die bisherigen Erfolge der Kampagne feiern, sondern unsere neu gewonnen Kontakte, insbesondere zu aktiven GewerkschafterInnen, nutzen, um über Probleme und Perspektiven unserer Arbeit in- und außerhalb der Betriebe zu diskutieren. Dabei wollen wir auch über die Notwendigkeit eines Kampfes für ein Ausbildungsgesetz reden. Noch immer prägen Perspektivlosigkeit, Vereinzelung und Resignation das Bewusstsein der Arbeiterjugend. Wir wollen mit unserem Kongress einerseits den Ist-Zustand mit all seinen Schweinereien darstellen, also z. B. Jugendarbeitslosigkeit, Schmalspurausbildungen, fehlende Übernahme und steigenden Leistungsdruck im Arbeitsleben. Vor allem wollen wir aber über Perspektiven des Widerstandes in Be- trieb und Gewerkschaft diskutieren und dabei auch unsere Erfahrungen einbringen, die wir bisher in unserer Kampagne gesammelt haben, z. B. mit öffentlichen Outing-Aktionen.

UZ: Wie sieht das genaue Programm aus und welche Kosten kommen auf Interessierte zu?

Florian Hainrich: Das Programm wird im Wesentlichen aus Workshops und einer Podiumsdiskussion bestehen. Hierbei geht es uns darum, uns sowohl mit Betriebsarbeit im engeren Sinne als auch mit gesellschaftspolitischen Fragen auseinanderzusetzen.

Folgende Workshops sind bislang geplant:

– Lehrjahre sind keine Herrenjahre – Azubis als billige und rechtlose Arbeitskräfte.

– Überflüssige Jugend – Jugendarbeitslosigkeit und Ausbildungsplatzmangel in Europa.

– Jung, prekär, weiblich – Die Prekarisierung der Arbeitswelt und die Lage junger Frauen.

– Rassismus am Arbeitsplatz – Probleme migrantischer KollegInnen.

– Ausbeutung mit System – Wie Staat und Konzerne von unserer Arbeit profitieren.

– Die Mühen kämpferischer Betriebsarbeit – Antikapitalistische Perspektiven in Gewerkschaftskämpfen.

gress unterstützen, als auch mit JugendauszubildendenvertreterInnen und Gewerkschaftsaktiven über eine gemeinsame inhaltliche Klammer der Proteste sprechen.

Uns geht es insbesondere darum, an dieser Stelle auch über unsere Forderung nach einem Ausbildungsgesetz zu diskutieren. Wir wollen damit aufzeigen, wie eine Ausbildung nach unseren Interessen aussieht und klarmachen, dass die unterschiedlichen Forderungen zusamengebracht und gegen diesen Staat und seine Handlanger durchgesetzt werden müssen. Dabei geht es um Forderungen, wie eine Mindestausbildungsvergütung von 1 200 Euro, eine Ausbildungsplatzumlage („Wer nicht ausbildet muss zahlen“) oder eine garantierte Übernahme. Aber auch kleinere Forderungen wie das Verbot von Arbeit an Berufsschultagen sollten unserer Ansicht nach in einem solchen Gesetz verankert sein.

Interessierte sollten von den Kosten von fünf Euro ermäßigter bzw. zehn Euro Soli-Beitrag keineswegs abgeschreckt sein. Darin enthalten sind dann die Übernachtung, der Kongress, Frühstück und Mittagessen. Die Rückfahrt kann man dann gemeinsam mit den SDAJlerInnen aus der Region antreten. Aus einzelnen Städten (beispielsweise in Hessen) fahren auch die Gewerkschaftsbusse dank unserer Initiative erst wieder am Sonntagnachmittag ab, sodass die Kongressteilnahme besonders unkompliziert ist.

UZ: Wo können Interessierte sich melden?

Florian Hainrich: Am besten bei der SDAJ-Gruppe vor Ort, dann kann auch eine gemeinsame günstige Rückreise organisiert werden. Falls es vor Ort keine SDAJ gibt, findet man in Kürze auch alle wichtigen Infos im Internet auf www.jugendkongress2014. de. Hier wird es dann auch eine Möglichkeit geben, sich für den Kongress anzumelden. Natürlich können aber auch Kurzentschlossene am Sonntagmorgen vorbeikommen und am Kongress teilnehmen.

UZ: Wie kann man euch bei eurem Kongress unterstützen?

Florian Hainrich: Wichtig ist vor allem, dass dieser Kongress in den Gewerkschaften, insbesondere natürlich bei den Jugendlichen bekannt gemacht wird. Das kann ja auch auf kleiner Ebene passieren, z. B. durch das Ansprechen von Azubis und jungen Beschäftigten im Betrieb oder auch durch Informieren der örtlichen Gewerkschaftsjugendgremien über den Kongress. Die Kombination mit dem Aktionstag der IG-Metall-Jugend sollte das Ganze zu einem ziemlich attraktiven Wochenende machen. Jetzt kommt es also vor allem darauf an, möglichst vielen Jugendlichen von unserem Kongress zu erzählen.

Das Gespräch führte Gerhard Ziegler.

Hervorhebungen durch news.dkp.de

0

von der AG Antifaschismus und Antirassismus der SDAJ

Rote Linien antifaschistischer Bündnispolitik. Ein Angebot zur Diskussion

Unter KommunistInnen ist aktuell die Frage nach der Ausrichtung ihrer antifaschistischen Arbeit – und damit auch nach potenziellen Bündnispartnern – umstritten. Markus Bernhardt stellt dazu in T&P Nr. 34 steile Thesen auf: Er fordert mit breiter antifaschistischer Bündnispolitik zu brechen und den „Sozialdemokratismus (nicht nur in der SPD) entschlossen [zu] bekämpf[en]“. Wir wollen im Folgenden vor allem anhand der Antifa-Praxis der SDAJ einen Beitrag zur Debatte einbringen. Dabei argumentieren wir durchaus vor dem Hintergrund der Prämisse der „Integrationsideologie“ des Sozialdemokratismus und des sich daraus ergebenen Charakters der Sozialdemokratie als die soziale Hauptstütze des Monopolkapitals [1]. Dennoch gehen wir aber mit dem Genossen Dimitroff davon aus, dass es bei der Suche nach breitesten Bündnissen um den Kampf gegen den Faschismus und nicht um ein Bündnis zur Überwindung des herrschenden Systems geht. [2]

Konkret: Bündnis mit den Jusos?

Als Arbeiterjugendverband ist die SDAJ in ihrer politischen Praxis häufig mit der Integrationsideologie des Sozialdemokratismus konfrontiert, vor allem in gewerkschaftlichen und betrieblichen Gremien, in der Schüler Vertretung (SV), an der Uni oder im Wohngebiet. Hier sind die organisierte Arbeiterklasse und ihre politischen Interessenvertretungen weitestgehend vom „Trade-Unionismus“ durchsetzt. Auf dieses Bewusstsein treffen wir zum einen in der Arbeiteraristokratie und der Arbeiterbürokratie (in Interessenvertretungen in Betrieben und Gewerkschaften und in der Führung von SPD und PdL), wie auch in Teilen der sozialdemokratischen Basis selbst, z. B. bei den Jusos in den Gremien der Gewerkschaftsjugend oder in der SV.

Die Frage nach dem Sinn einer Ko¬operation mit den Jusos stellte sich für uns häufig ganz praktisch bei der Grün-dung von Jugendbündnissen zum 1. Mai. Die Strategie der Jusos: Während in den Bündnissen zum Teil einerseits auf alte Unvereinbarkeitsbeschlüsse gegenüber der SDAJ gepocht wird, um die Gewerkschaftsjugend in eine künstliche Entscheidungssituation zu zwingen („die oder wir?“), wird andererseits versucht, die gemeinsame Kooperation für die Durchsetzung reformistischer Forderungen zu instrumentalisieren. Für uns ist in den Jugendbündnissen aber entscheidend, welche inhaltlichen Positionen erarbeitet und nach außen vertreten werden – also, ob es uns gelingt, z. B. die sozialdemokratische Aktivistin im Jugendbündnis von den Interessen ihrer Klasse zu überzeugen.

Diese Aufgabe abzulehnen, würde praktisch bedeuten im Kampf um die Verbreitung von Klassenbewusstsein auf ein wichtiges Feld zu verzichten: Interessenvertretungen und politische Organisationen, in denen sich große Teile der Arbeiterklasse (und -jugend) organisieren. Wir arbeiten daher mit diesen KollegInnen zusammen, führen dabei aber einen politischen-ideologischen Kampf gegen ihre Positionen. Denn in der Praxis sind diese Ausein-andersetzung die Grundlage dafür, im Kampf für die gemeinsamen Interessen der Klasse den Kampf gegen das bestehende System zu führen.

Interessengeleiteter Ansatz im antifaschistischen Kampf

Antifaschismus stellt für viele Jugendliche einen Zugang zur politischen Aktion dar und ist ein klassisches Arbeitsgebiet des revolutionären Jugendverbandes. Ein Problem auf diesem Feld ist, dass antifaschistisches Handeln – und wenn es sich noch so „radikal“ gebärdet – sich meist auf die Abwehr z. B. gegen faschistische Aufmärsche beschränkt und argumentativ häufig eine rein bürgerlich-moralische Ebene nichtverlässt. Dem stellen wir in Bündnissen und Gremien Initiativen entgegen, die immer von den objektiven Interessen der Arbeiterjugend ausgehen. Wir verweisen also nicht darauf, dass Nazis „doof‘ sind, sondern darauf, dass sie uns spalten und unsere gemeinsamen Interessen verschleiern. Dieser Argumentation können sich auch sozialdemokratisch beeinflusste Gewerkschaftsjugendliche kaum entziehen. Unabdingbar ist dafür vor allem die Auseinandersetzung mit faschistischen Phrasen, sprich: die Entlarvung ihrer sozialen Demagogie. [3]

Wir versuchen also aufzeigen, dass der Faschismus mit den eigenen Interessen nicht vereinbar ist und die Abwehr, Verhinderung und Bekämpfung des Faschismus im Interesse der Arbeiterklasse, also der Mehrheit der Bevölkerung, ist. Hier unterscheidet sich unser Vorgehen fundamental von einer „Minderheitenpolitik“, wie sie viele bürgerliche Verbände und Kleingruppen der autonomen „Antifa“ betreiben und mit moralischer Argumentation unterlegen.

Unsere Erfahrungen in der Praxis zeigen, dass dieser interessengeleitete Antifaschismus durchaus bündnistauglich ist. Davon zeugt z. B. das Münchner Jugendbündnis (DGB-Jugend, DIDF- Jugend, ver.di-Jugend und SDAJ) mit seinem Flyer „Keine Stimme den Nazis“ im Vorfeld der letzten EU-Wahlen, in denen es die Aussagen von NPD, REP und AfD zerpflückt und auf gemeinsamen Widerstand orientiert. Oder auch: In Kiel fand vor den EU-Wahlen eine Infoveranstaltung über die AfD statt, in deren Ankündigungstext es u. a. heißt: „Gegen eine Politik, die letztlich nur der Wahrung von Wirtschaftsinteressen dient, können wir uns nur gemeinsam wehren. Die Spaltung der ArbeiterInnen und Angestellten in Deutsch, Nichtdeutsch, arbeitslos etc. schwächt uns in der Auseinandersetzung für unsere Rechte“ [4]. Ausgerichtet wurde der Abend vom Kieler Jugendbündnis gegen Rechts, einem Zusammenschluss von Avanti, DGB-Jugend, Grüner Jugend, IGM-Jugend, PdL-Jugend [’solid], SDAJ und: den Jusos!

Antifaschistische Massenblockaden

Und treten Faschisten einmal offen auf, versuchen wir die Aktionseinheit herzustellen. Am Beispiel der gemeinsamen Blockade ihrer Aufmärsche lässt sich sehr gut zeigen, wie das aussehen kann. Als SDAJ orientieren wir hier gegenwärtig vor allem auf friedliche Massenblockaden und versuchen diese Linie auch in den entsprechenden Bündnissen durchzusetzen. Der Vorteil dieser Aktionsform besteht darin, dass sie es ermöglicht, dass auch Gewerkschafts- jugenden (am besten sogar BR und JAV) mobilisieren, ebenso wie migrantische Organisationen und andere antifaschistische Bündnispartner. Auch das autonome Antifa-Milieu wird auf dieser Basis angesprochen und versucht zur gemeinsamen Aktion zu bewegen. Eine Herausforderung besteht freilich darin, dass die Konfrontation mit der Staatsmacht bei dieser Aktionsform meist unausweichlich ist. Auf der Grundlage eines gemeinsamen Aktionskonsenses im Bündnis wird es nun aber möglich, dass dennoch politische Kräfte von der Sozialdemokratie bis zum autonomen Milieu – geeint im gemeinsamen Ziel, sich den Faschisten in den Weg zu stellen – agieren.

Wir sprechen also – trotz der kritischen Auseinandersetzung um die richtige politisch-ideologische Linie – alle Organisationen der Arbeiterbewegung und alle Organisationen mit antifaschistischem Anspruch an, mit uns gemeinsam in die Aktionseinheit zu gehen. Ebenso alle Jugendorganisationen, die für uns erreichbar sind. Die Einheitsfront der Arbeiterklasse ist hier die Grundlage für die weitere Einbeziehung von Bündnispartnern – und nicht umgekehrt. Auch wenn die sozialdemokratische Führung versuchen wird, dieses Bündnis zu verhindern (wie es vielerorts immer wieder vor dem 1. Mai geschieht), so ist eben dieser Interventionsversuch für uns ein Ansatzpunkt der Agitation gegenüber unseren Bündnispartnern, vor allem den sozialdemokratischen BündnisvertreterInnen, um die objektive Funktion des Sozialdemokratismus zu entlarven. [5]

Antifaschismus heißt Klassenorientierung

Gerade in einer Zeit der Offensive des Kapitals, in der Faschisten wieder 1.- Mai-Demonstrationen angreifen oder gezielt z. B. SDAJ-Mitglieder verfolgen und zusammenschlagen, gilt es der faschistischen Bewegung entgegenzutreten. Bündnisarbeit spielt hier eine zentrale Rolle. Sicherlich wird in der Praxis noch zu oft die eigene kommunistische Positionierung in Bündnissen aufgegeben. Dabei ist es aber dennoch nicht falsch, an der Orientierung auf möglichst breite Bündnisse festzuhalten. Die Voraussetzung dafür ist aber, dass die Positionierung der KommunistInnen offen und ehrlich erfolgt – nicht vor sich selbst, sondern eben in der Auseinandersetzung mit den Opportunisten. Wenn wir KommunistInnen nicht erkennbar als solche auftreten und um die richtige Position ringen, haben wir in diesem Bündnis auch nichts verloren.

Damit ergeben sich auch „rote Linien“ für die Kooperation mit der Sozialdemokratie in der Bündnisarbeit: Sind auch unsere sozialdemokratischen Bündnispartner bereit einen Aufruf zu unterzeichnen, in dem das Profitinteresse der herrschenden Klasse entlarvt wird, in dem weit über moralisches Empörtsein hinausgegangen und z. B. der Charakter des Staates angegriffen wird? Und vor allem: Sind sie bereit, zu zivilem Ungehorsam im Sinne friedlicher antifaschistischer Massenblockaden aufzurufen? Unsere Aufgabe sehen wir darin, hier zu überzeugen bzw. zumindest diese Punkte durchzusetzen. Denn dazu gibt es u. E. keine Alternative: ist doch letztlich sogar eine gewonnene Straßenschlägerei gegen die Faschisten nichts im Vergleich zu auch nur einem Jugendlichen mehr, der seine wirklichen Klasseninteressen erkannt hat.

Was macht also antifaschistische Bündnisarbeit aus?

Weil jeder Bündniskonsens oftmals ein politisch-taktischer Kompromiss bleibt und die jeweiligen lokalen Besonderheiten der Akteure und BündnispartnerInnen berücksichtigt werden müssen, müssen wir anhand von validen Kriterien die Sinnhaftigkeit bei der Unterstützung eines Bündnisses prüfen. Bevor wir also z. B. ein Bündnis verlassen oder bei gemeinsam organisierten Protesten mit mehreren Aufrufen oder eigenen Flugblättern auftreten, sollten wir diese Entscheidungen anhand von definierten Kriterien für die Bewertung antifaschistischer Bündnisse überprüfen. In der SDAJ sehen diese „rote Linien“, hinter die wir nicht zurückweichen wollen, also wie folgt aus:

1. Antifaschistische Bündnisarbeit muss Massenwirksamkeit entfalten können und darf nicht auf eine Szene bereits politisierter Jugendlicher, moralisch Empörter etc. beschränkt bleiben.

2. Sie muss die soziale Demagogie des Faschismus widerlegen und den entgegengesetzten Klassenstandpunkt der Faschisten entlarven.

3. Sie muss an den unmittelbaren Klasseninteressen der Jugendlichen in Schule, Uni und Betrieb anknüpfen und aus diesen einen antifaschistischen Standpunkt herleiten.

Diese Kriterien wollen wir hiermit zur Diskussion stellen – und damit ein Angebot zur Strukturierung der kommunistischen Selbstverständigung über die antifaschistische Strategie unterbreiten.

Quellen und Anmerkungen:

[1] Vgl. Lloyd, Jürgen/Münder, Renate: Die Sozialdemokratie als soziale Hauptstütze des Kapitalismus. Ein Briefwechsel. In: T&P Nr. 33, S. 12-14.

[2] „Aber schlagen wir euch heute etwa eine Einheitsfront zur Proklamierung der Diktatur des Proletariats vor? Das schlagen wir doch einstweilen nicht vor.“ Vgl. Dimitroff, Georgi: Die Offensive des Faschismus … (1935), Bericht an den VII. Weltkongress der KI, S. 34.

[3] So wie wir es z. B. in den Wahlprüfsteinen zur Bundestagswahl 2013 gemacht haben, in denen wir konkret auch die Forderungen der NPD zum Vergleich herangezogen haben und zusätzlich in einem Kasten hervorgehoben haben, dass sich die NPD von den etablierten bürgerlichen Parteien unter-scheidet, und warum wir für ein Verbot nach Art. 139 GG eintreten. Vgl. SDAJ Bundesvorstand: Wähle den Weg des Widerstandes! POSITION Extra zur Bundestagswahl 2013. Essen. Als PDF im Internet, z. B. http://www.sdaj-hessen.de/ files/2013/08/posiextra_BTW_finaldruck- Kopie.pdf (Abgerufen am 27.5.2014).

[4] Vgl.www.juso-hsg.uni-kiel.de/?p=744 (Abge¬rufen am 27.5.2014).

[5] Vgl. auch Grüß, Männe: Wenn Nazis marschieren, ist blockieren Pflicht. Erfahrungen antifaschistischer Mobilisierung in Berlin, T&P Nr. 20, S. 19-20.

Quelle: theoriepraxis.wordpress

0

RedGlobe: Wir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung eine gemeinsame Erklärung von 28 kommunistischen Jugendverbänden aus aller Welt.

Die Jugendorganisationen, die die nachstehende Erklärung unterzeichnet haben, prangern die Militäroperationen des israelischen Staates gegen das palästinensische Volk an, die bereits zum Verlust Hunderter Menschenleben geführt hat.

Die USA; aber auch die EU, die die verbrecherischen Aktivitäten Israels ermutigen, indem sie volle Unterstützung leisten und die Täter mit den Opfern gleichsetzen sowie auch verschiedenen Wegen ihre politischen, finanziellen und militärischen Beziehungen mit Israel ausbauen und gemeinsame Militärübungen mit den israelischen Streitkräften durchführen, tragen große Verantwortung für die Fortsetzung des Verbrechens am palästinensischen Volk und seiner Jugend.

Die kommunistischen Jugendorganisationen rufen die jungen Menschen der Welt auf, mit unserem Kampf und internationalistischer Solidarität den erneuten Massenmord Israels am palästinensischen Volk und an der palästinensischen Jugend zu blockieren, die sich im Rahmen der allgemeinen imperialistischen Pläne für die Region des Mittleren Osten und des östlichen Mittelmeerraums im Visier der imperialistischen Aggression befinden.

Wir fordern:
Die sofortige Beendigung der anhaltenden Militäroperationen der israelischen Armee gegen das palästinensische Volk
Den Rückzug der israelischen Besatzungsarmee und aller Siedler von den palästinensischen Territorien
Die Freilassung aller politischer Gefangenen aus den israelischen Gefängnissen und die Erlaubnis für alle Palästinenser, in ihre Heime zurückzukehren. Die Lösung der Probleme der palästinensischen Flüchtlinge entsprechend der UN-Resolutionen.
Den Abbruch der militärischen Übungen und aller militärischen Kooperationsabkommen mit Israel.
Einen unabhängigen palästinensischen Staat in den Grenzen von 1967 mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.

1.Kommunistischer Jugendverband Argentiniens (FJC – La Fede)
2.Kommunistische Jugend Boliviens (JCB)
3.Kommunistischer Jugendverband Brasiliens (UJC)
4.Junge Kommunisten in Dänemark (Ungkomunisterne)
5.Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ)
6.Kommunistische Jugend Ecuadors (JCE)
7.Kommunistische Jugendbewegung Frankreichs (MJCF)
8.Kommunistische Jugend Griechenlands (KNE)
9.Kommunistische Jugendbewegung Irlands (CYM)
10.Kommunistische Jugendliga Israels
11.Kommunistische Jugendfront Italiens (FGC)
12.Kommunistische Jugendliga Kanada (YCL)
13.Junge Sozialisten Kroatiens
14.Kommunistische Jugend Luxemburgs (JCL)
15.Föderation Junger Kommunisten Mexikos (FJC)
16.Kommunistische Jugend Österreichs (KJÖ)
17.Paraguayische Kommunistische Jugend (JCP)
18.Kommunistische Jugend Perus – Rotes Heimatland (JCP-PR)
19.Peruanische Kommunistische Jugend (JCP)
20.Portugiesische Kommunistische Jugend (JCP)
21.Revolutionäre Kommunistische Jugend Russlands (Bolschewiki) (RKSMb)
22.Kommunistische Jugend Schwedens (SKU)
23.Kommunistische Jugendverband Jugoslawiens, Serbien (SKOJ)
24.Kollektive Junger Kommunisten Spaniens (CJC)
25.Kommunistischer Jugendverband Spaniens (UJCE)
26.Syrische Kommunistische Jugend – Khaled-Bagdash-Jugend
27.Kommunistischer Jugendverband, Tschechien (KSM)
28.EDON, Zypern

Quelle: Solidnet / Übersetzung: RedGlobe

0

Die neue POSITION 4-2014, das Magazin der SDAJ, ist am Start.

Aus dem Editorial der aktuellen Ausgabe:

Ein bisschen die Augen auf

coverNach jahrelangem Zündeln haben die westlichen imperialistischen Staaten die Ukraine an den Rand eines Bürgerkrieges getrieben. Ihr Ziel: Den eigenen wirtschaftlichen Einfluss und Vorteil gegenüber dem Russlands auszubauen. Bekanntermaßen schrecken sie dabei weder vor medialen Falschmeldungen noch vor der Zuhilfenahme faschistischer Hilfstruppen zurück und gehen des Profits wegen über Leichen. Gerade vor diesem Hintergrund ist es wichtig, sich Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge und politische wie ökonomische Profiteure zu verschaffen. So aggressiv der deutsche Imperialismus nach außen agiert so staatsmännisch, generös und dennoch herrschaftssichernd präsentiert er sich nach innen. Deutschland steht gut da in der Krise und althergebrachte Argumente wie die vom Fachkräftemangel, der mangelnden Ausbildungsreife oder dem allgemein zu wenig vorhandenen Geld geben uns eine Mitschuld am eigenen Elend. Doch wer ein bisschen die Augen aufmacht erkennt auch Möglichkeiten und Beispiele erfolgreicher Gegenwehr. Auch wenn klar ist, dass den Herrschenden jenseits ihrer offensichtlichen Repressionsorgane wie Polizei und Justiz willfährige Helfer auf Seiten der Nazis zur Verfügung stehen, die uns schwächen und unsere Arbeit behindern sollen, ist das nichts, wodurch wir uns einschüchtern lassen. Wir widersprechen ihrem spaltenden Rassismus und lassen uns weder von einem nur schwer zu ertragenden schwarz-rot-goldenen Fahnenmeer noch von einer korrupten FIFA den Spaß am Fußball verderben.

Zeitungskollektiv POSITION

Download Aboformular

 

0

Kiel: SDAJ in Aktion

 Pflegenotstand geoutet!

Das Sommerfest des Universitätsklinikums Schleswig-Holsteins (UKSH) Skandale in riesen Zeitungwar sicher nicht dafür gedacht, dass sich dort die Kollegen über ihre Arbeitsbedingungen unterhalten sollten. Eher stand Imagepflege und gedudel auf dem Programm. Dennoch hing bereits ein Gewerkschaftstranspi aus einem Fenster, als der Landesweite Aktionstag der SDAJ Waterkant zum Thema Pflegenotstand begann. Dazu stellte sich eine Schauspielgruppe auf und demonstrierte anschaulich den auf den Flyern angeklagten Pflegenotstand. Drei „Patienten“ saßen herum, während eine überlastete weitere Person im Kittel hin und her lief und tat, was sie konnte und dennoch nicht hinterher kam. Weitere Personen hielten das transpi, auf dem groß und deutlich das Kampagnenlogo zu sehen war: Unsere Zukunft statt eure Profite!

Die Schauspieltruppe wurde recht schnell von ihrem Platz verwiesen, konnte sich aber dennoch auf dem Hauptplatz deutlich sichtbar noch ein weiteres Mal niederlassen und ihr Spiel wiederholen, wenn auch nur für kurze Zeit, danach wurden die Aktiven auch von dort von „Securities“, die für die Sicherheit der miesen Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen sorgten,entfernt. Andere Aktive verteilten Flyer an die umstehenden oder andere zeichneten Interviews auf, die in kürze ausgewertet Theaterstück Pflegenotstandwerden. Bereits kurz nach dem Ende der Aktion konnte eine Aktivistin das Fazit ziehen: „Angestellte, Pflegebedürftige, Patienten und Angehörige eint, dass sie unter dem durch Personalmangel ausgelösten Pflegenotstand leiden.“.

Abgerundet wurde die ganze Angelegenheit durch Riesenzeitungen, eine Rede, Flyer und einen Infotisch in der Kieler Innenstadt. Viele Passanten blieben stehen. In Kiel und Lübeck sind zusammen ca. 20 000 Menschen am UKSH beschäftigt und beinahe jeder wurde dort selbst behandelt oder kennt jemanden, der dort behandelt wurde. Immer wurde gleichzeitig die Solidaritätserklärung der SDAJ und der Ver.di-Jugend Kiel-Plön mit den KollegInnen, die sich gerade im Tarifkampf befanden, verteilt.

________

Übernommen von SDAJ

Seite 29 von 36« Erste...1020...2728293031...Letzte »

Neu: blog.unsere-zeit.de

Neu: blog.unsere-zeit.de