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Zum SDAJ-Bundeskongress hat RedGlobe erste Informationen ins Netz gestellt. Hier der Text:

SDAJ stellte Weichen für »Ausbildung statt Abstellgleis«

Die Stadthalle Eschborn bei Frankfurt war am Wochenende Schauplatz des Bundeskongresses der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ). Die exakt 100 Delegierten des Jugendverbandes berieten konzentriert die vor ihnen liegenden Aufgabe. Herzlich verabschiedet wurde der scheidende Bundesvorsitzende Björn Schmidt. Zu seinem Nachfolger wurde mit großer Mehrheit der 20jährige Student Paul gewählt, der bisher schon der Geschäftsführung der SDAJ angehört hatte.

Nach längerer Diskussion beschlossen die Jugendlichen zudem eine bundesweite Kampagne für mehr Lehrstellen, die im kommenden Jahr unter dem Titel »Ausbildung statt Abstellgleis« entwickelt werden soll. Die Forderung ist, die Ausbildungs- und Übernahmeverpflichtung der Betriebe gesetzlich festzulegen. Ein Antrag aus Bayern, den entsprechenden Gesetzestext detailliert auszuformulieren, erhielt keine Mehrheit.

Die Mitglieder der SDAJ konnten zahlreiche internationale Gäste begrüßen, so den Vizepräsidenten des Weltbundes der Demokratischen Jugend (WBDJ), Dalfino Guila aus Mosambik. Vertreter entsandt hatten auch die kommunistischen Jugendverbände aus Griechenland, Österreich, Belgien und Luxemburg. Ein Grußwort hielt auch der DKP-Vorsitzende Patrik Köbele, der die enge Gemeinschaft von SDAJ und kommunistischer Partei betonte und zum Kampf gegen die rassistische Flüchtlingspolitik der EU aufrief.

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Solidarität mit Opel

Das neue Heft des SDAJ-Magazins POSITION ist erschienen:

http://www.sdaj-netz.de/

Die DKP ist der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend freundschaftlich verbunden. Wer sich regelmässig über die Aktivitäten und politischen Positionen des sozialistischen Jugendverbands informieren möchte: Hier  geht´s zum Abo-Service

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Weltfestspiele 2013: Ein Festival für alle Jugendlichen dieser Welt

Die Weltfestpiele der Jugend und Studierenden sind ein antiimperialistisches politisches Festival mit großen und kleinen Diskussionsrunden und Workshops, Konzerten, Sportevents und Partys. Es wird seit 1947 etwa alle vier Jahre vom Weltbund der demokratischen Jugend (WBDJ) vorbereitet.

Zehntausende jugendliche AktivistInnen aus aller Welt kommen zusammen, um von ihren Kämpfen gegen Krieg, Ausbeutung und Kolonialismus, für Frieden, soziale Sicherheit und Unabhängigkeit – also gegen den Imperialismus – zu berichten.

So auch dieses Jahr. Für Dezember 2013 haben der WBDJ und das nationale Vorbereitungskomitee Ecuadors zusammen mit der Linksregierung des ecuadorianischen Präsidenten Correa in die Hauptstadt Quito eingeladen. Auch diese 18. Weltfestspiele der Jugend und Studierenden bieten wieder eine einzigartige Möglichkeit Akteure der kommunistischer Jugendverbände oder demokratischer Studierendenverbände, aus Gewerkschaftsjugenden und SchülerInnengruppen, aus Frauen- und Friedensgruppen oder nationalen Befreiungsbewegungen von allen Kontinenten zu treffen. So können wir zusammen stehen gegen Imperialismus und Krieg, gegen Besatzungspolitik und Sozialabbau. Denn überall auf der Welt kämpft die Jugend für ihre Rechte auf ein Leben in Sicherheit und Frieden, gegen Ausbeutung und Armut, für Gesundheit und kulturelle Entfaltung. Unsere Gegner haben vielleicht verschiedene Namen, aber es sind immer die Interessen der Banken und Konzerne, ihr Profitstreben und ihre Kämpfe um den Weltmarkt, die unseren Interessen entgegen stehen. Wir setzen ihnen unsere Solidarität und Geschlossenheit entgegen.

Sei auch du dabei, wenn es im Dezember 2013 heißt: Auf nach Quito! Jugend vereint gegen Imperialismus – für eine Welt des Friedens, der Solidarität und des sozialen Fortschritts!

Auf nach Quito!

Mit Ecuador kehren die Weltfestspiele nach Havanna 1997 und Caracas 2005 erneut nach Lateinamerika zurück- jenen Teil der Welt, der in den letzten Jahrzehnten die fortschrittlichen, antiimperialistischen Bewegungen weltweit geprägt hat. Ecuador steht in einer Reihe mit dem sozialistischen Kuba und der bolivarianischen Republik Venezuela. Mit dem Sieg von Rafael Correa bei den Präsidentschaftswahlen 2006 schlug die ecuadorianische Regierung einen Kurs ein, der der kritiklosen Erfüllung der Forderungen der Weltbank eine Ende setzte. Auch der Einfluss des IWF und der USA auf das lateinamerikanische Land verringerte sich mit Correa. Stattdessen wurde man 2009 Mitglied im auf gegenseitige solidarische Hilfe ausgerichteten Wirtschaftsbündnis ALBA. So sucht Ecuador und seine Linksregierung nach Alternativen zur Gestaltung der nationalen Wirtschaftsstruktur.

Sozialprogramme, wie eine staatliche Unterstützung von Wohnraum und die kostenlose Verteilung von Medikamenten, sollen helfen, die Armutsrate in Ecuador weiter zu verringern. Auch wenn sich Präsident Correa positiv auf den Begriff des Sozialismus des 21. Jahrhunderts bezieht, ist Ecuador ein Land, welches von kapitalistischer Ausbeutung geprägt ist. Wo es sich hin entwickelt und was das für den Rest Lateinamerikas bedeutet? Was gibt es für einen besseren Ort dies herauszufinden, als die Weltfestpiele.

Mit der SDAJ zu den Weltfestspielen nach Ecuador!

Termin: 07.-13.12.2013

Treffen der deutschen Delegation in Quito: 06.12.2013

Ort: Quito, Ecuador

Ungefähre Kosten: 1300 €

Anmeldung bis 30. September 2013 unter sdaj-internat@gmx.de

Infos: www.weltfestspiele.de

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Quelle: http://www.sdaj-netz.de/

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KKE auf der AkropolisKNE – die Kommunistische Jugend Griechenlands – organisiert auch im Ausland lebende griechische Jugendliche, darunter in Deutschland. Am Wochenende vom5. – 7. Juli 2013 trafen sich die griechichen Jungkommunisten aus Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Das ist zwar schon eine Weile her, aber viele haben es nicht mitbekommen, und die Rede des KKE-Vertreters gibt einen guten Einblick in die Sichtweise und politische Orientierung der griechischen KommunistInnen. Deshalb dokumentieren wir hier das Meeting in Krfeld:

Veranstaltungswochenende der KNE in Krefeld (5. – 7. Juli 2013)

Vom 5. bis zum 7. Juli fand in Krefeld ein Meeting der Organisationen des Kommunistischen Jugendverbands KNE aus Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden statt. Es stand unter der Losung „Vom Krieg der Ausbeuter zur Abschaffung der Ausbeutung“ und war der Novemberrevolution 1918 in Deutschland gewidmet. Während der Veranstaltungen wurde ein Film über das Leben Ernst Thälmanns vorgeführt und das Buch „W. I. Lenin: Über den Krieg und die sozialistische Revolution“ vorgestellt. Es wurden Werke von Bertolt Brecht auf Griechisch und Deutsch aufgeführt, und eine historische Ausstellung schilderte Ursachen und Ablauf der Novemberrevolution in Deutschland.

Den Teilnehmenden über­brach­te Grüße im Auf­trag des SDAJ-Bun­des­vor­stan­des Se­bas­ti­an Wohl­dorf, und Uwe Koopmann übermittelte die Grüße der Internationalen Kommission des Parteivorstandes der DKP.

Nach einem Grußwort der KNE-Vertreterin hielt der Vertreter der KKE, Kostas Goutzigiannis, die Hauptrede, die wir hier dokumentieren:

Rede des KKE-Vertreters beim Veranstaltungswochenende der KNE in Krefeld

Liebe Genossinen und Genossen,

Liebe Freundinnen und Freunde,

Im Namen der Parteiorganisation der KKE in Deutschland begrüßen wir Euch zu unseren zweitägigen Veranstaltungen, die von den Organisationen der KNE in Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden organisiert worden sind.

Wir sind stolz darauf, dass es unsere revolutionäre Jugendorganisation, die KNE, seit 5 Jahren in Folge schafft, zweitägige Veranstaltungen zu organisieren, die viele Jugendliche, die in Deutschland leben, mit der Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung in Berührung bringen. Auch die diesjährigen Veranstaltungen, wie auch in den vergangenen Jahren, sind nicht einfach Jubiläumsveranstaltungen. Sie sind ein Unterricht, aber anders als in der bürgerlichen Schule, ein revolutionärer Unterricht, damit jeder Jugendliche, der sein Haupt gegen die Fäulnis des Kapitalismus erheben will, im Kampf gegen seine Ausbeuter gestärkt wird.

Wir haben gewissermaßen das Glück in Deutschland zu sein, einem Land, in dem die deutschen Kommunisten eine große Geschichte des Klassenkampfes geschrieben haben, im Kampf gegen die Bourgeoisie in einem großen kapitalistischen Land – Eine Geschichte, die uns über das Heute und das Morgen unseres Kampfes lehrt. Die griechischen Kommunisten studieren diese Erfahrungen intensiv.

Die Losung der diesjährigen Veranstaltung lautet: „Vom Krieg der Ausbeuter zur Abschaffung der Ausbeutung“, genauso wie die Losung der 22. antiimperialistischen Veranstaltung der KNE, die, wie wir erfahren, in diesen Tagen mit Erfolg in Souda auf Kreta stattfindet. Diese Losung schließt an an das Leben der Arbeiterfamilien und ihrer Kinder, der Jugendlichen aus der Arbeiterklasse und den armen Volksschichten in jedem kapitalistischen Land, in jedem Staat der EU und nicht nur dort.

Die Kapitalisten akkumulieren Unmengen von Kapital und Waren in ihren Händen. In genau dieser Periode, als die kapitalistische Entwicklung sich in ihrem höchsten Stadium befindet, in dem sie die Ausbeutung der Arbeiterklasse intensiviert, kommt der Moment, in dem die Kapitalisten die akkumulierten Reichtümer nicht mehr so anlegen können, dass sie höhere Profite als zuvor erreichen. Es ist der Moment, in dem das Kapital gezwungen ist, Produktivkräfte zu zerstören, als erstes den Wert der Arbeitskraft zu drücken, damit es aus dem Sumpf herauskommt, in den es sich selbst hineinmanövriert hat. Wir nennen diesen Moment kapitalistische Krise.

Genau das passierte in Griechenland und in einigen anderen kapitalistischen Ländern in den vergangenen Jahren. Die Ursachen aller dieser Maßnahmen, die in den letzten 4 Jahren in Griechenland getroffen wurden, alle Memoranden und Kreditabkommen, auch die letzten über das Rentensystem, die Besteuerung, die Schließung der Fernsehanstalt ERT, waren nicht die angeblich auslandshörigen Politiker oder die Troika oder die autoritären deutschen Politiker, wie z.B. Merkel oder Schäuble. Alle diese sind Diener und Teil des Systems, das als einzige Sorge hat, wie die Ausbeuter des Volkes mehr Profite erzielen können. Der wirkliche Feind des Volkes und der Arbeiterklasse in jedem Land sind die wenigen Angehörigen der parasitären Klasse, die die Fabriken, die Industrie, die Schiffe, die Eisenbahnen, die Banken und die Großbetriebe im Energiesektor und im Handel besitzen.

Mitverantwortlich für den Angriff auf das Volk sind auch die EU, die Troika, die bürgerlichen Politiker und ihre Parteien in Griechenland, in Deutschland und in jedem europäischen Land. Große Mitverantwortung tragen auch diejenigen, die einen angeblich besseren Kapitalismus versprechen, wie SYRIZA oder die LINKE.

Oder hat sich DIMAR vielleicht verändert, wenn sie jetzt in Richtung SYRIZA und einer so genannten linken Regierung schielt? Schauen wir uns an, was selbst Tsipras über diese Regierung der Linken sagt: „Wir, die nächste Regierung im Land, haben als Ziel, die Privatinitiative der produktiven Investitionen zu erleichtern: Die Privatinitiative, die das unternehmerische Risiko übernimmt. Wir versichern Euch, dass wir die gesunde unternehmerische Initiative unterstützen werden. Wir werden öffentliche Investitionen mit großer Gewinnspanne betätigen. Nicht um Privatbetriebe zu verdrängen, sondern um sie zu ermutigen“ Das hat Tsipras gesagt und wurde vom Vorsitzenden des Industrieverbandes gelobt. Dieser hat gesagt, dass die Radikalität von SYRIZA realistisch und notwendig sei.

Es handelt sich um Spiele innerhalb der Umstrukturierung der bürgerlichen politischen Szenerie. Es entstehen zwei Pole. Der eine Pol um die ND und der andere um SYRIZA, der mit schnellen Schritten die Position der Sozialdemokratie in Griechenland übernimmt. Es ist dabei noch nicht ganz klar, welche Parteien die Rolle der Satelliten jeden Pols übernehmen werden. Sicher ist, dass diese beiden Pole solche sind, die das Kapital unterstützen, damit es sich auf dem Rücken der Arbeiterklasse und des Volkes bequem machen kann. Sicher ist, dass die Umstrukturierung des bürgerlichen politischen Systems noch nicht vollendet ist.

Das neue programmatische Abkommen zwischen PASOK und ND ist für sie wichtig, weil sie neue volksfeindliche Maßnahmen vorbereiten, weil sie neue und alte Steuern, neue Entlassungen, neue Angriffe auf die Löhne, Renten und Versicherungsanstalten vorbereiten.

Eine Funktion innerhalb dieser Umstrukturierung der politischen Szenerie hat auch die nazistische faschistische Chrysi Avgi. Sie ist eine wichtige Unterstützerin des Ausbeutersystems. Typisch sind die Appelle der Abgeordneten der Chrysi Avgi an die Regierung, Maßahmen zur Entlastung der Unternehmer zu treffen, weil diese leiden würden. Ein typisches Beispiel ist die Leiharbeiterfirma, die sie in Volos gegründet haben: sie schickt Arbeiter in Betriebe mit 18 € Tageslohn. Es darf keine Duldung der Faschisten der Chrysi Avgi, besonders unter den griechischen Migranten in den EU-Ländern geben. Die Angriffe auf Migranten, die eigentlich Einschüchterungsversuche gegen jeden Arbeiter darstellen, der sein Haupt erhebt, ermutigen gleichgerichtete Organisationen in Deutschland und anderswo, deren Angriffe auf Migranten, auch auf griechische, zu intensivieren.

Voll mit Fallstricken für das Volk sind auch die anstehenden Bundestagswahlen in Deutschland. Ziel der Bourgeoisie ist den arbeiterfeindlichen Angriff zu intensivieren, in dem sie eine falsche Alternative zwischen Parteien aufbaut, die untereinander nur darum konkurrieren, welche der beste Verwalter der von ihnen nicht hinterfragten kapitalistischen Ausbeutung ist.

Liebe Genossinnen und Genossen,

Liebe Freundinnen und Freunde,

Unter Bedingungen der Verschärfung und der Vertiefung der Krise wird das Kapital aggressiver. Es vertieft sich die Konkurrenz zwischen den Monopolgruppen und den kapitalistischen Staaten. Sie sieht wie ein Kampf unter Wölfen aus, die die Beute aus dem Angriff auf das Volk und auf die Arbeiterklasse aufteilen wollen. Gleichzeitig erscheinen in der internationalen kapitalistischen Pyramide neue Wölfe, neue aufsteigende kapitalistische Staaten, die auch einen Teil der Beute verlangen. Lenin sagte über Deutschland im 1. Weltkrieg: „…die schnelle Entwicklung des Kapitalismus in Deutschland war die Entwicklung eines jungen und starken Räubers, der zwischen den europäischen Mächten erschienen ist und gesagt hat: Gebt uns den entsprechenden Anteil…“ So haben damals die kapitalistischen Staaten Europas nicht davor zurückgeschreckt, den täglichen Krieg gegen die Arbeiterklasse fortan mit militärischen Mitteln fortzusetzen. Sie zögerten nicht, die Arbeiter in die Schlacht zu schicken, damit ihre großen Monopolgruppen ihre Profite erhöhen. Das gleiche wird auch heute passieren, weil die Gefahr eines lokalen oder allgemeinen Krieges in der Region des östlichen Mittelmeeres steigt. Das zeigen die Entwicklungen in Syrien oder vorher in Libyen, aber auch die tiefere Verwicklung Griechenlands in der imperialistischen Konkurrenz, wie z.B. die letzten Entwicklungen bei dem Abkommen über die Gasleitung TAP.

Ähnliche Gegensätze beobachten wir in diesen Tagen in Ägypten, wo versucht wird, die Konkurrenz zwischen Fraktionen der Bourgeoisie dieses Landes, das eine Schlüsselrolle für die Monopole in der Region spielt, mit einem Militärputsch zu lösen, während das Volk, trotz seiner massiven Beteiligung, sich darauf beschränkt, den jeweils anderen Verwalter seiner Ausbeutung zu verurteilen. Auch in diesem Fall ist es notwendig, dass das Volk die Macht und den Reichtum, den es selbst produziert, beansprucht. In der erweiterten Region vermehren sich die Krisenherde, die sogar einen allgemeinen imperialistischen Krieg auslösen können.

Der 19. Parteitag der KKE stellte fest, dass der Kampf gegen die Folgen der Krise und die weitere Insolvenz des Volkes, unter bestimmten Voraussetzungen, ein Bindeglied für die Organisierung des Gegenangriffes der Arbeiterklasse und des Volkes bilden kann, in Verbindung mit dem Kampf gegen den imperialistischen Krieg und die Teilnahme der griechischen Bourgeoisie an ihm, egal in welcher Form.

Die Bündnispolitik der KKE basiert auf der objektiven Notwendigkeit, die Aktionseinheit der Arbeiterklasse mit der Aktion mit den Halbproletariern, den armen Selbstständigen und den armen Bauern, und besonders den Jugendlichen, den Frauen aus den armen Volksschichten zu vereinen. Der Charakter des Volksbündnisses, als gesellschaftliches Bündnis mit der politischen Perspektive der Arbeiter- und Volksmacht, ist nicht mit der direkten Teilnahme von Parteien daran vereinbar – das gilt auch für die KKE. Die KKE wird ihre Vorreiterrolle nicht mit Erklärungen der Parteispitze sondern durch die Beteiligung ihrer Funktionäre und Mitglieder in der vordersten Reihe des Bündnisses und seiner Organe behaupten. Bei diesen Standpunkten handelt es sich um einen wichtigen Fortschritt in der Denkweise der Partei.

Die KKE verbirgt nicht, dass sie, als der avantgardistische organisierte Teil der Arbeiterklasse in Griechenland, den Sozialismus und Kommunismus, den Sturz der Herrschaft der Bourgeoisie und die Erringung der politischen Macht durch die Arbeiterklasse als strategisches Ziel hat. Mit dem Vorschlag für das Volksbündnis macht sie die notwendigen Kompromisse, weil sie nicht verlangen kann, dass das gesellschaftliche Bündnis ihr Programm übernimmt. Sie kämpft tagtäglich für die Lösung jedes konkreten Problems der Arbeiterklasse und des Volkes, hat aber als strategisches Ziel den Kampf für den Sturz.

Es ist kein Zufall, dass das Problem „Krieg“ unseren Parteitag beschäftigt hat. Es handelt sich um eine Schlüsselfrage. Die wichtigste Frage ist, was wird die Arbeiter- und Volksbewegung bei so einer Entwicklung tun? Was wird die Partei selbst tun? Werden die Arbeiter zu den Waffen greifen, um sich gegenseitig für diejenigen umzubringen, die sie bis jetzt an den Arbeitsplätzen ausgebeutet haben? Darf die Kommunistische Partei einen solchen Krieg unterstützen, ganz gleich ob er Angriffs- oder Verteidigungskrieg ist? Hier gilt immer noch, was Rosa Luxemburg über die SPD, die den 1. Weltkrieg unterstützt hat, gesagt hat: „…die bekannte internationalistische Losung „Proletarier aller Länder vereinigt euch“ wurde von den Sozialdemokraten geändert in „Proletarier aller Länder vereinigt euch in Friedenszeiten und bringt euch gegenseitig um in Kriegszeiten.“ Die hauptsächliche Aufgabe der Kommunisten ist es, den Klassencharakter des imperialistischen Krieges aufzuzeigen und Vorreiter zu sein, nicht nur für den Frieden, sondern dafür, dass die Arbeiterbewegung den Krieg der Ausbeuter in einen Klassenkrieg umwandelt, der das System der Ausbeutung stürzen wird. Es geht nicht darum, dass die Arbeiter- und Volksbewegung eine imperialistische Seite auswählt, sondern darum, dass sie ihren eigenen Krieg gegen den Krieg der Bourgeoisie führt.

Es gibt eine reiche Erfahrung. Da wir uns dem 100. Jahrestag des Ausbruchs des 1. Weltkrieges nähern, dürfen wir nicht den Verrat der Parteien der 2. Internationalen an der Arbeiterklasse vergessen. Ein klassisches Beispiel ist die konterrevolutionäre Haltung der SPD im November 1918 bei der Volks- und Arbeiterrevolution in Deutschland. Dieser Kampf entwickelte eine große Kraft, weil er nicht nur Sache eines Teils der Gesellschaft geblieben ist. Wann erlangte der Aufstand der Kieler Matrosen Kraft? Nur als er mit den Arbeitern und dem Volk der Stadt vereint wurde. Wann erstarkte der große Streik der Arbeiter in der Kriegsindustrie im Januar 1918? Als sich an ihrer Seite 1 Million Kumpel, Metallarbeiter, aus dem imperialistischen Krieg enttäuschte Soldaten und andere Volksschichten einreihten.

Basierend auf der Forderung der Bourgeoisie, dass die Produktionsverhältnisse unberührt bleiben müssten, desorientierte die damalige sozialdemokratische Regierung unter Ebert und Noske die revolutionären Arbeiter und zögerten auch nicht im April 1919 das revolutionäre Proletariat Deutschlands in Blut zu ertränken. Ziel der Sozialistischen Internationalen war die Verteidigung der Bourgeoisie, ihre Losung im Krieg „Verteidigung des Vaterlandes“ meinte das Vaterland der Bourgeoisie.

Schließlich wurde die Revolution in Deutschland unter der Führung der sozialdemokratischen Henker Ebert, Scheidemann und Noske besiegt und Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ermordet. Es begann die Weimarer Republik, die letztlich den Ansturm Hitlers und der Faschisten vorbereitete.

Die Lösung für den heutigen Abwärtstrend der Lebensbedingungen des Volkes in jedem Land kann nur der Kampf für den Sturz des maroden kapitalistischen Systems herbeiführen; Der Kampf für die Abschaffung der Ausbeutung, die Losung auch unserer heutigen Veranstaltung.

Wir müssen für eine solche Situation bereit sein, sodass in dem Moment, ind dem die Ausbeuter ihre Macht nicht mehr durchsetzen können, die Arbeiterbewegung diese übernehmen kann. Das ist der Moment, der im neuen Programm der KKE, das im vergangenen April auf dem 19. Parteitag abgestimmt wurde, als revolutionäre Situation beschrieben wird. Es ist der Moment, wie Lenin sagte, wenn die oben nicht mehr herrschen können und die unten nicht mehr beherrscht werden wollen. Wir sagen es einfacher: Es ist der Moment, in dem der Stuhl der Macht, auf den die Monopole sich gesetzt haben, wackelt und gleichzeitig das Volk mit den Arbeitern als Vorhut gestärkt und entschlossen ist, für immer mit den Ausbeutern Schluss zu machen.

Jetzt kann man sich fragen: „Warum beschäftigen wir uns jetzt damit? Warum ist es uns so wichtig, heute über eine solche Möglichkeit zu sprechen? Gibt es irgendwo eine revolutionäre Situation? Ist es nicht besser, wenn wir uns mit den jetzigen Problemen des Arbeiters beschäftigen und wenn dann ein solcher Moment kommt, mit dem Kampf für den Sozialismus zu beginnen?“

Das Problem dabei ist, dass die revolutionäre Situation, d.h. die konkrete Chance der Arbeiterklasse und des Volkes, sich von ihren Ausbeutern zu befreien, nicht genau vorausgesagt werden kann. Konnte jemand z.B. mit Sicherheit sagen, dass es im November 1918 eine revolutionäre Situation in Deutschland geben würde, oder ein Jahr früher in Russland? Vielleicht gab es gewisse Anzeichen dafür, aber keinen genauen Zeitpunkt. Solche Entwicklungen, die die Bourgeoisie unfähig machen, ihre Macht auszuüben, und vorläufig ihren gesamten Machtmechanismus lähmt, können jeden Moment eintreten, besonders in einer Periode wie der jetzigen, mit einer Vertiefung der kapitalistischen Krise, der Umstrukturierung des Kräfteverhältnisses in der imperialistischen Pyramide und der Verschärfung der innerimperialistischen Konkurrenz.

Eine revolutionäre Situation ist ein vorübergehender Moment. Sie hält nicht Jahre oder Jahrzehnte an. Wenn die Arbeiter- und Volksbewegung und insbesondere ihre Vorhut, die Kommunistische Partei, d.h. in Griechenland die KKE, nicht bereit sind, dann wird der Moment vergehen, die Herrschenden werden sich neu konstituieren und werden die Krallen ausfahren, mit denen sie über das Volk und die Arbeiter herfallen. Wir Kommunisten werden keinem zeitgenössischen Ebert, keinem zeitgenössischen Kautsky erlauben, das Steuer an sich zu reißen und den Wagen der Revolution in Richtung Kapitalismus zu wenden, wo die Konterrevolution auf sie warten würde.

Aber was bedeutet es, wenn wir sagen, dass die Arbeiterbewegung mit ihrer Vorhut bereit sein soll? Dies ist genau die Frage, mit der wir uns auf dem 19. Parteitag der KKE beschäftigt haben. Es bedeutet als erstes, dass die Kommunisten fähig sind, den wesentlichen Kern der Entwicklungen zu begreifen. Sie müssen fähig sein zu erklären, welcher Klasse sie nutzen aber auch welche Widersprüche es in der Gesellschaft allgemein zum gegebenen Zeitpunkt gibt. Wie kann man z.B. die Entschlossenheit erklären, die die griechische Regierung bei der Anwendung der Maßnahmen zeigt, wenn man nicht berücksichtigt, dass sie die Klasse der Ausbeuter vertritt, die entschlossen ist, das Volk zu unterwerfen, damit sie ihre Profite steigert? Wenn man das nicht berücksichtigt, kann man höchstens behaupten, dass dies aus Mangel an Demokratie sich bei einigen Politikern ereignet, weil es ihrer Natur entspricht, weil sie rechts sind, wie z.B. SYRIZA behauptet. Das sind unnütze Worte, die die Arbeiterbewegung desorientieren, weil sie nicht die Frage stellen: Demokratie für welche Klasse?

Eine revolutionäre Partei kann sich nicht mit dem begnügen, was sie erreicht. Es ist erforderlich, dass wir Partei für jede „Wetterlage“ werden. Die Entwicklungen lassen staatliche Unterdrückung und Gewalt, Antikommunismus, Einschränkung der legalen politischen und gewerkschaftlichen Rechte erwarten. Es wird eine reaktionäre Verfassungsreform folgen, in der die Gesetze und Einschränkungen der EU integriert werden. Die Bourgeoisie und ihre Parteien finden sich nicht einmal mit der bürgerlichen Demokratie ab, die sie selbst installiert haben. Die Entscheidung, die Arbeiterbewegung zu zerschlagen und jegliche Radikalisierung der armen Volksschichten zu verhindern, ist integral verbunden mit der Einschränkung der Aktivität der KKE und mit der Verbreitung der bekannten Theorie der „beiden Extreme“ als offiziellen staatlichen Ideologie des Antikommunismus. Der Versuch bürgerlicher Kräfte vor einigen Tagen, das Ernst-Thälmann-Denkmal in Berlin-Prenlauer Berg symbolisch zu sprengen lief ins Leere. Sie trafen auf unsere DKP-Genossinnen und –Genossen, und es war eine besondere Ehre für die griechischen Kommunisten, dass wir mit den Kräften, die wir zur Verfügung hatten, dazu beigetragen haben, das Gedenken an den großen kommunistischen Revolutionär Ernst Thälmann zu bewahren, sodass er weiterhin der Bourgeoisie ein Dorn im Auge sein kann.

Es muss uns klar sein, dass im Falle einer unmittelbaren aktiven Beteiligung in einem imperialistischen Krieg erhebliche Maßnahmen gegen die Bewegung und die Partei getroffen werden. Es ist deshalb eine Pflicht, dass unsere Partei vollständige Bereitschaft für solche eventuelle Entwicklungen erreicht. Hauptsächliche Richtung muss die Entwicklung enger Bindungen mit dem größtmöglichen Teil der Arbeiterklasse sein. Die Partei muss Schwächen bei der Orientierung oder bei praktischen Maßnahmen begegnen, so dass das Volksbündnis gestärkt wird. Eine entscheidende Rolle bei der Vorbereitung der Partei und der Arbeiterbewegung auf jeglichen Angriff werden die griechischen Migranten und ihre entschiedene Haltung bei jeder Wendung des Klassenkampfes spielen. Es ist notwendig, dass wir besser als bisher fähig werden, starke Sympathisantengruppen innerhalb der griechischen Migranten und im deutschen Volk zu bilden, um jede große Klassenauseinandersetzung in Griechenland zu unterstützen. Aber auch hier in Deutschland dürfen sich die griechischen Migranten nicht als Streikbrecher bei großen Streiks in Großbetrieben einsetzen lassen. Es ist erforderlich, dass wir der Entwicklung des Klassenkampfes der deutschen Arbeiterklasse Impulse geben.

Jeder Revolutionär, jeder Kommunist muss jeden Tag besser werden in seiner Fähigkeit, die Entwicklungsgesetze der Gesellschaft zu begreifen.

Dies ist ein Wissen, das er nicht wie ein alter Philosoph für sich alleine in seinen vier Wänden behält. Das Wissen über die objektive Wirklichkeit ist für den Kommunisten eine Waffe gegen die Ausbeuter, ein praktisch nutzbares Werkzeug innerhalb der Arbeiter- und Volksbewegung. Wir Kommunisten sind nicht abgespalten und isoliert von der Arbeiter- und Volksbewegung, wie bürgerliche und opportunistische Parteien behaupten. Wir atmen die gleiche Luft wie die Arbeiterklasse und die armen Volksschichten, wir begrüßen sie täglich am Arbeitsplatz, weil sie unsere Klasse sind und wir auch Teil von ihnen. Und wir halten es für eine Ehre, dass wir Teil der Klasse sind, die mit ihren Händen die Welt bewegt.

Natürlich muss ein wirklicher Revolutionär unter allen Bedingungen agieren können, egal welche Fallen oder Hindernisse ihm der Gegner stellt. Auch wenn er versucht ihn mit dem Köder des Parlamentarismus milder zu stimmen, oder ihn mit der Androhung der staatlichen Unterdrückungsmechanismen einzuschüchtern. Die KKE hat eine lange Erfahrung von solchen Versuchen und wir werden alles tun, damit unsere Aktion innerhalb der Arbeiterbewegung ungehindert fortgesetzt wird. Wir werden ununterbrochen den Kampf gegen alles, was das Leben des Arbeiters belastet, fortführen. Von den einfachen alltäglichen Problemen bis zu den kompliziertesten. Wir haben aber immer den Blick auf die Ausbeutung gerichtet. Wir schätzen täglich ein, wie die Arbeiter- und Volksbewegung stärker wird. Wir schätzen ein, wie jeder Arbeiter und jede Arbeiterin Erfahrung aus den täglichen Kämpfen gewinnt. Wir schätzen ein, ob die Idee des Sturzes des Systems der Ausbeutung in der Arbeiter- und Volksbewegung reift. Wir schätzen unsere eigene Fähigkeit dabei ein.

Kann es also sein, dass die Kommunisten diesen Kampf auf den Moment, in dem die revolutionäre Situation entsteht, verschieben? Ist es denkbar, dass unsere gesamte Aktion darauf verzichtet, die Notwendigkeit des Sturzes des Kapitalismus aufzuzeigen und stattdessen die Verbesserung dieses maroden Systems verlangt und dass wir erwarten, dass die Arbeiter- und Volksbewegung alles was wir gerade gesagt haben in den wenigen Wochen, in denen die revolutionäre Situation eintritt, begreift? Für uns ist der Kampf um den Sozialismus eine Notwendigkeit von heute und nicht eine der fernen Zukunft.

Nur so kann die Arbeiterklasse und das Volk von seinen Ausbeutern befreit werden und den Kampf für den Aufbau der neuen Gesellschaft des Sozialismus und Kommunismus beginnen. Einer Gesellschaft, in der die Macht die wirklichen Produzenten des Reichtums haben werden. Einer Gesellschaft, in der es keine Ausbeutung des Menschen durch den Menschen geben wird. Einer Gesellschaft, in der die Produktionsmittel nicht Eigentum einer parasitären Klasse sind, sondern derer, die mit ihnen arbeiten. Einer Gesellschaft, in der die Produktion zur besseren Befriedigung der Bedürfnisse des Volkes als einzigem Kriterium zentral geplant wird. Der Gesellschaft, in der die Produktion und Verwaltung in jedem Betrieb von unten kontrolliert werden.

Diese Gesellschaft, die Gesellschaft der Arbeitermacht, der Sozialismus und Kommunismus, ist keine ferne Utopie. Sie ist nicht eine Hoffnung für die nächsten Jahrhunderte. Sie ist die reale Antwort auf die heute erlebte Barbarei. Genauso schwierig, wie uns das heute erscheint, erschien es auch am Anfang des 20. Jahrhunderts für die Arbeiterbewegung. Trotzdem fand 1917 die Oktoberrevolution statt und ein Jahr später waren die entsprechenden Bedingungen reif für die Revolution in Deutschland.

Der Sozialismus war ein hundertmal höher entwickeltes System als der Kapitalismus. Schauen wir uns das Beispiel der DDR an. Ihre Errungenschaften in der Bildung, der Gesundheitsversorgung, dem Sport, mit den vielen Bibliotheken, Konzerten und Theatern, Wissenschaft und Technologie. Trotz der Fehler beim Aufbau des Sozialismus, die zu seinem Umsturz geführt haben, kann niemand die Überlegenheit des neuen Systems leugnen. Die Bürger der DDR, eines Landes, das wie auch andere den Sozialismus aufbaute und wo die feste Arbeit ein Recht war, leben heute in der BRD und leiden unter den hohen Arbeitslosenraten der neuen Bundesländer.

Genossinnen und Genossen,

Freundinnen und Freunde,

Wir schreiten mit Optimismus voran! Ausgerüstet mit den Beschlüssen des 19. Parteitages unserer Partei!

Wir kämpfen an vorderster Front und haben Vertrauen in unsere Klasse!

Wir kämpfen in jedem Land, in dem wir uns befinden, um zur Entstehung von Keimzellen des Widerstandes gegen das System der Ausbeutung in jedem kapitalistischen Land beitragen!

Hoch lebe die KKE!

Hoch leben die Heldinnen und Helden des Klassenkampfes der internationalen kommunistischen Bewegung!

Hoch lebe der proletarische Internationalismus!

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Quelle: KKE

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Brigada Batalla de Ideas

Brigada batalla des ideas

2. SDAJ-Brigade nach Cuba ist gestartet! 

Vollgepackt mit Arbeitsaufträgen, Fragen und Vorfreude ist die 2. Solidaritätsbrigade der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend in Frankfurt a.M. Richtung Havanna abgeflogen. “Brigada Batalla de Ideas” – Die Schlacht der Ideen, heißt sie, besetzt aus 25 deutschen und österreichischen Kommunistinnen und Kommunisten, die drei Wochen auf Cuba arbeiten und diskutieren werden. “Natürlich werden wir auch Einträge fürs Tagebuch schreiben”, sagt Anne aus Essen. “Schließlich soll die Schlacht der Ideen auch nach Deutschland getragen werden.”

In den nächsten drei Wochen gibt es somit wieder eine Liveberichterstattung aus der CUJAE, Havanna und Santa Clara.

Das Tagebuch der Brigade ist hier nachzulesen.

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Rede des SDAJ-Bundesvorsitzenden Björn Schmitt auf der Abschlussfeier der Cuba-Solibrigade des Jugedverbands

Vor wenigen Tagen endete die erste Cuba-Solibrigade der SDAJ – aber bereits am 19. August startet die nächste Brigade. Wir dokumentieren im folgenden die Rede des SDAJ-Bundesvorsitzenden Björn Schmitt, gehalten auf der Abschlussfeier in Havanna. Weitere Berichte zur Brigade können hier nachgelesen werden.

CubakofferLiebe Genossinnen und Genossen,

hinter uns liegen drei erlebnisreiche Wochen. Wir junge Menschen aus drei Nationen haben zusammen den Versuch unternommen, gegenseitig voneinander zu lernen und gemeinsam an unserem Projekt „Viva cuba socialista! Machen wir den Kapitalismus zur Geschichte“ zu arbeiten. Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, Cuba nicht nur materiell zu unterstützen, sondern den Austausch über die unterschiedlichen Formen, den unser gemeinsamer Kampf für den Sozialismus in unseren Ländern annimmt, zu organisieren. Und ich glaube, dass uns dank der großartigen und aufopferungsvollen Unterstützung des RED, der UJC, der CUJAE und der FEU gelungen ist. Ganz besonders danken muss ich natürlich Julian, der die Brigade unermüdlich geplant und organisiert hat und das auch für die zweite Brigade tut. Er hat uns inspiriert, motiviert und hatte immer ein offenes Ohr für die kleinen Probleme bei den Arbeiten und die großen Fragen des Sozialismus. Mich persönlich hat es beeindruckt, wie du unsere gemachten Erfahrungen – sei es bei Besichtigungen der Arztpraxen, sei es bei Alltagserlebnissen in den politischen Kontext der cubanischen Revolution eingeordnet hast. Nachdrücklich hast du immer wieder eingefordert, über das gelernte an jedem Tag nachzudenken und Fragen zu stellen.

In der Arbeit haben wir uns gegenseitig kennengelernt und ein freundschaftliches und solidarisches Verhältnis zueinander entwickelt. Obwohl wir aus Ländern mit so unterschiedlichen Verhältnissen kommen und wir zusätzlich noch mit der Sprachbarriere kämpfen mussten, hat unsere gemeinsame Überzeugung, diese Unterschiede in den Hintergrund treten lassen. Es ist eben doch etwas anderes, ob wir uns nur gegenseitig unserer Solidarität versichern, oder ob wir auch ganz praktisch zusammenarbeiten und in diesem Prozess etwas über den jeweils anderen und sein Land erfahren. Die Begleitung durch Euch, die kubanischen Brigadeteilnehmer, hat uns einen tiefen Einblick in eure Lebensrealität gegeben und die Brigade zu einem Erfolg gemacht. Und wir haben euch als gastfreundliche und liebenswerte Menschen und Genossen kennengelernt. Dafür danke ich euch ganz herzlich im Namen der SDAJ!

Für die meisten von uns aus dem kapitalistischen Europa war es das erste Mal, dass wir das sozialistische Cuba aus nächster Nähe kennenlernen konnten. Das ist deswegen ein so wichtiges Erlebnis für uns, weil es um eine Gesellschaft geht, die wir sonst nur aus der Theorie kennen: Eine Gesellschaft, in der nicht mehr die großen Banken und Konzerne über die Zukunft junger Menschen entscheiden, sondern diese über sich selbst bestimmen.

Wir haben die Errungenschaften der Revolution aus nächster Nähe erlebt. Wir haben gesehen, wie ein Land unter größten Schwierigkeiten und Opfern jedem Menschen eine kostenlose und qualifizierte Gesundheitsversorgung bietet. Wie hier ein Bildungssystem aufgebaut wurde, das Forschung auf Weltniveau hervorbringt. Wir haben einen Eindruck gewonnen, wie im politischen System Cubas die Beteiligung der Bevölkerung an den Entscheidungen sichergestellt wird, trotz der ständigen Bedrohungssituation durch den Imperialismus. Es ist dabei aber auch klar geworden, dass der Aufbau des Sozialismus ein langwieriger und widersprüchlicher Prozess ist, dass z.B. die Einbeziehung größerer Teile der Bevölkerung, insbesondere die Jugend Kubas eine Herausforderung für Partei und Jugendverband ist.

Ich hoffe, dass unsere Beiträge über die Situation von Jugendlichen in Deutschland euch einen Einblick in das Leben im Kapitalismus geben konnten. Unsere Botschaft lautet zusammengefasst: Der Kapitalismus bedeutet Unsicherheit, Zukunftsangst und für immer mehr Menschen auch in Deutschland und Österreich ein Leben in Armut. Wir hoffen, dass unsere Schilderungen euch helfen, hier in Kuba Illusionen, die es möglicherweise auch unter Jugendlichen über den Kapitalismus gibt, zurückzudrängen.

Wir können nun in Deutschland aus eigenem Erleben davon erzählen, wie die Situation der Bevölkerung auf Kuba ist und den Horrormeldungen der bürgerlichen Propaganda etwas entgegensetzen. Wir haben gesehen, dass es eine Versorgung der Bevölkerung mit Nahrung, Gesundheit, Bildung, Kulturmöglichkeiten, Technologie gibt, die in vielen anderen Ländern Lateinamerikas undenkbar ist. Dabei übersehen wir nicht die wirtschaftlichen Probleme Kubas. Aber wir kennen die Ursachen, vor allem den ökonomischen Krieg des Imperialismus. Und wir sehen auch, wie Kuba durch eigene Anstrengung z.B. mit Forschung im Pharmabereich und mit solidarischen Wirtschaftsbeziehungen zu Staaten wie Venezuela sich dieser Probleme entledigen wird.

Zuletzt möchte ich noch zu etwas zu den Namensgebern unserer Brigade, Los Cinco sagen. Natürlich war uns der Fall der 5 in Deutschland bekannt und wir haben auch bereits einige bescheidene Aktivitäten zur Befreiung der 5 durchgeführt. Aber euer Kampf, besonders die Aktivitäten des RED und die Schilderung der bedrückenden Situation der 5 und ihrer Familienangehörigen haben uns nochmal deutlich vor Augen geführt, welche Ideen und welche Kraft nötig ist, um den Fall in Deutschland bekannter zu machen und die praktische Solidarität zu verstärken.

Ich glaube, dass diese Brigade – und hoffentlich auch die zweite – uns deutsche, österreichische und kubanische Anhänger des Sozialismus näher zusammengebracht hat und wir alle stärker und voller Erinnerungen zurückkehren werden, die wir mit unseren Genossen und Freunden teilen werden.

Viva Cuba socialista!
Viva Alemania socialista!
Viva Austria socialista!

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Auf nach Havanna!

banner_sdaj_cubaAm 15. Juli startete die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) Ihr Cuba-Solibrigade. Wir veröffentlichen im Folgenden die ersten Eindrücke der SDAJ-Genossinnen und -Genossen – und rufen dazu auf, regelmäßig das Online-Reisetagebuch der SDAJ zu besuchen!

Heute startete die erste von zwei Solidaritätsbrigaden in das sozialistische Cuba. Für drei Wochen sind heute Nachmittag 22 Jugendliche von Frankfurt am Main nach Havanna losgeflogen. Die Stimmung vor dem Abflug war gut, die BrigadistInnen waren – trotz des anstehenden elfstündigen Flugs – hochmotiviert und gespannt. In Cuba werden sie von weiteren BrigadistInnen der Kommunistischen Jugend Österreichs (kjö) erwartet.

Teil der Brigadetätigkeit ist der Aufbau eines „Zentrum zur Bildung revolutionärer Werte“ an der naturwissenschaftlichen Fakultät (CUJAE) der Universität Havanna. Dieses soll Studierende, AnwohnerInnen und Interessierte erreichen, Bildungsangebote schaffen und die Solidaritätsarbeit mit den Cuban 5 vernetzen. Mit unserem Projektpartner „Red de Universidades en Solidaridad con los Cinco“ und in Zusammenarbeiten mit der UJC stellen unsere Brigaden einen der Pfeiler dieses Zentrums da.

 

Was machen wir da?

Die beiden Solidaritätsbrigaden bilden den Höhepunkt unserer Soldidaritätskampagne mit dem sozialistischen Cuba. Wir wollen den Aufbau des Zentrums unterstützen, indem wir renovieren, Sachspenden mitbringen und zusammen mit Studierenden der Universität Diskussionsangebote schaffen. Als bleibendes Solidaritätssymbol werden die Brigadisten Wandgemälde erschaffen. Außerdem organisieren wir Treffen mit den den Massenverbänden, SchülerInnenvertretungen, Gewerkschaften, Angehörigen der Cuban 5 und mehr!

 

Was wollen wir damit erreichen?

Mit einer Solidaritätsbrigade wollen wir Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich selbst ein Bild vom Sozialismus zu machen. Wir wollen herausfinden, wie die von uns zu erkämpfenden Grundrechte der Jugend auf der sozialistischen Insel aussehen und unsere Ziele damit greifbar machen. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf gesellschaftlicher Teilhabe und Mitbestimmung. Mit eigenen Augen wollen wir uns ansehen, wie sozialistische Demokratie und Wirtschaft (bzw. die Wirtschaftsaktualisierungen) sich auf die konkreten Beziehungen in Betrieb, Schule und Stadtteil auswirken. Außerdem legen wir einen Fokus auf die Verwirklichung der Grundrechte der Jugend auf Bildung, Ausbildung und Arbeit.
Gleichzeitig wollen wir mit den Brigaden unseren Beitrag zum Sozialismus auf Cuba leisten. Statt ausschließlich praktischer und handwerklicher Solidaritätsarbeit eines klassischen Brigadeeinsatz verstehen wir unsere Solidaritätsarbeit auch im Sinne der cubanischen Leitlinien „batalla de ideas“ (Kampf der Ideen) und „crear valores“ (Werte schaffen).

Wir berichten ab heute täglich in unserem Reisetagebuch von unseren Erlebnissen und Eindrücken.

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Die Organisationen des Kommunistischen Jugendverbands Griechenlands (KNE) aus Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden laden vom 5. bis 7. Juli in Krefeld herzlich zu einem lukrativen internationalen Meeting ein.

karl_liebknechtDie Veranstaltungen sind dem 95. Jahrestag der Novemberrevolution in Deutschland gewidmet. Das Motto des Veranstaltungswochenendes lautet „Vom Krieg der Ausbeuter zur Abschaffung der Ausbeutung“.

Der Veranstaltungsaufruf verweist bedeutungsvoll auf die Novemberrevolution 1918 in Deutschland: „95 Jahre ist es her, als die Seeleute und die Arbeiter Kiels im November 1918 die Losung zum Aufstand gegen die Herrschaft derer gaben, die die Arbeiterklasse und das Volk Deutschlands ausbeuteten. Diese Losung verbreitete sich wie ein reißender Strom in ganz Deutschland aus, weil sie die Antwort auf die berechtigte Wut des Proletariats nach vier Jahren des Gemetzels im Ersten Weltkrieg gab. Den imperialistischen Krieg brachen die Ausbeuter des Volkes vom Zaun, um ihre Profite, die sie aus der harten Ausbeutung der Arbeiterklasse während der Vorkriegsperiode gewonnen hatten, noch weiter anschwellen zu lassen.“

Diese dem kapitalistischen System innewohnende Entwicklung hat die KNE in dem Bild „Ihr Krieg wird von einem Frieden geboren, genauso wie der Sohn von seiner Mutter“ dargestellt.

In dem Aufruf heißt es weiter: „Auch heute sind die Militäroperationen und Kriege, die im Interesse der Ausbeuter geführt werden, eine Folge der Konkurrenz untereinander. Sie sind die Fortsetzung ihrer ‚friedlichen‘ Politik mit militärischen Mitteln. Diese ‚friedliche‘ Politik bedeutet in Griechenland Zerschlagung des Rechtes der Jugend auf Arbeit, auf Bildung, Gesundheit und Freizeit. In Deutschland bedeutet dies 3,2 Millionen Arbeitslose, 7,5 Millionen Mini- und 1-Euro-Jobber und den ‚Sklavenhandel‘ der Leiharbeit.“

Doch der Jugendverband ist voller Hoffnung: „Diese Welt kann und wird sich ändern!“ Die jungen Kommunisten wollen sich inspirieren und von den Erfahrungen der revolutionären Bewegung lernen. Der Aufstand der deutschen Proletarier 1918 habe gezeigt, dass, so allmächtig der Gegner auch zu sein schien, die arbeitenden Menschen, das Volk, die Jugend die bestehende Ordnung von Grund auf umwälzen könne.“

KNE ruft auf: „Wir haben die Kraft, uns diesem System der Barbarei in den Weg zu stellen und es umzustürzen! Wir brauchen dafür unseren Willen und den Kampf für Bildung, für Arbeit, für ein Leben mit Würde und mit Rechten. Wenn des Volk es will, kann es auch. es ist im Recht und hat die Kraft, all das durchzusetzen, die Macht und die Wirtschaft für die Befriedigung seiner Bedürfnisse in die eigenen Hände zu nehmen. Das Volk hat die Kraft, seine eigene Gesellschaft ohne Ausbeuter aufzubauen.“

KNE baut auf „die Werte und Ideale, die nichts mit der verfaulten Werten des Systems zu tun haben: Kollektivität, Solidarität, Organisierung und eine kämpferische, standhafte Lebenshaltung. Wir schöpfen Kraft von den bahnbrechenden Ideen, die die Welt von Grund auf verändern wollen.“

Der Aufruf endet mit einer herzlichen Einladung: „Schenke dein Leben nicht denen, die es dir stehlen! Komm auch du zum Verantaltungswochenende der KNE in Deutschland. Singen, Unterhalten, Diskutieren, Lernen stehen auf dem Programm. Komm, um unsere kämpferische Perspektive für das Leben kennenzulernen.“

Uwe Koopmann

Das Programm beginnt am Abend des 5. Juli (Freitag). Zentraler Punkt des 6. Juli ist die Hauptrede, die ein Vertreter der KKE halten wird. Den Abschluss bildet am Sonntag, 7. Juli, eine Besichtigung von Denkmälern der Proletarier des Ruhrgebiets. Programmauszug: Buchpräsentation zu W.I. Lenin, Über den Krieg und die sozialistische Revolution; Filmvorführung: „Ernst Thälmann, Sohn seiner Klasse“; Fußball-Turnier, Musik und Tanzabend. In allen Veranstaltungen wird es Übersetzungen in Englisch, Deutsch und Französisch geben. Der genaue Ablauf der einzelnen Veranstaltungen kann abgefragt werden.
Mail: kne.deutschland@gmail.com
Kontakttelefon: 004917684077549

Veranstaltungsort ist der Zeltplatz auf dem Pfadfindergelände DPSG St. Georg in der Kleingartenanlage „Kirschenbüschgen“ in 47829 Krefeld-Uerdingen, Kirschenbüschgen 1.

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¡VIVA CUBA SOCIALISTA! Machen wir den Kapitalismus zur Geschichte! – unter diesem Motto organisiert die SDAJ seit Beginn dieses Jahres Aktionen und Veranstaltungen zur Solidarität mit Cuba.

In einem Jugend-Kunstwettbewerb suchte sie Vorlagen für zwei Wandgemälde, die auf Cuba als Zeichen der Solidarität verwirklicht werden sollen. Von Juli bis September werden zwei Brigaden nach Havanna fahren, um den Aufbau des „Zentrums zur Bildung revolutionärer Werte“ an der Fachhochschule Havanna zu unterstützen.

Nach langem und kreativen Schaffungsprozess und reichlicher Überlegung der Jury stehen sie fest: die Gewinner des Kunstwettbewerbs „ Deine Kreativität für Kuba“. 15 junge KünstlerInnen haben insgesamt 17 Entwürfe für zwei Wandgemälde eingesandt, die im „Zentrum zur Bildung revolutionärer Werte“ an der Fachhochschule Havanna (CUJAE) in Kuba als Zeichen der Solidarität verwirklicht werden sollen.
Die hochwertigen und kreativen Einsendungen zum Kunstwettbewerb der SDAJ in Kooperation mit dem kommunistischen Jugendverband Cuba (UJC) beschäftigen sich mit der Solidarität für die Cuban 5, dem Kampf gegen die Blockade der USA gegen Kuba, dem Recht auf Bildung oder auch der Lebensrealität im Kapitalismus.

Bild der Gewinnerin

Überzeugt wurde die 5-köpfige Jury letzten Endes durch das Bild „Revolution und Verantwortung“ von Paula K. (20 Jahre) aus Witten. Mit poetischen und kämpferischen Elementen vereint es klassische Motive der Arbeiterbewegung mit der Notwendigkeit des gemeinsamen Kampfes zur Befreiung der Cuban 5 und der Bedeutung der Bildung beim Aufbau des Sozialismus. Der Gewinnerin winkt im Sommer ein Flug nach Kuba mit den Solidaritätsbrigaden der SDAJ. Ihr Bild wird im Sommer an die Wände der CUJAE in Havanna durch die Solidaritätsbrigaden der SDAJ gemalt.

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Plakat "SDAJ-Pfingstcamps 2013"Alle 2 Jahre veranstaltet die SDAJ über Pfingsten regionale Pfingstcamps, und zwar im Norden, Osten, Westen und Süden. 2013 ist es wieder soweit: Vom 17. bis zum 20. Mai gibt’s wieder Camping, Party und natürlich jede Menge spannende Diskussionsrunden.

Im Westen findet das regionale Pfingstcamp unter dem Slogan „Grundrechte erkämpfen – die Zukunft muss sozialistisch sein!“ auf einem Wiese bei Haus Coerde in Münster statt.

„Verano sol socialismo“ ist das Motto des Nordcamps, das dieses Jahr wieder am Falkensteiner Strand bei Kiel am Start ist.

„Sommer, Sonne, Sozialismus“ erwartet die Teilnehmer des Südcamps auf dem Jugendzeltplatz am Eutersee (Hessen).

Im Osten campt man im Strombad in Cottbus – „raus aus’m Gheddo, rein inne Freiheit!“

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