Nachrichten
Zeige alle Artikel in Jugend
0

Rede des SDAJ-Bundesvorsitzenden Björn Schmitt auf der Abschlussfeier der Cuba-Solibrigade des Jugedverbands

Vor wenigen Tagen endete die erste Cuba-Solibrigade der SDAJ – aber bereits am 19. August startet die nächste Brigade. Wir dokumentieren im folgenden die Rede des SDAJ-Bundesvorsitzenden Björn Schmitt, gehalten auf der Abschlussfeier in Havanna. Weitere Berichte zur Brigade können hier nachgelesen werden.

CubakofferLiebe Genossinnen und Genossen,

hinter uns liegen drei erlebnisreiche Wochen. Wir junge Menschen aus drei Nationen haben zusammen den Versuch unternommen, gegenseitig voneinander zu lernen und gemeinsam an unserem Projekt „Viva cuba socialista! Machen wir den Kapitalismus zur Geschichte“ zu arbeiten. Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, Cuba nicht nur materiell zu unterstützen, sondern den Austausch über die unterschiedlichen Formen, den unser gemeinsamer Kampf für den Sozialismus in unseren Ländern annimmt, zu organisieren. Und ich glaube, dass uns dank der großartigen und aufopferungsvollen Unterstützung des RED, der UJC, der CUJAE und der FEU gelungen ist. Ganz besonders danken muss ich natürlich Julian, der die Brigade unermüdlich geplant und organisiert hat und das auch für die zweite Brigade tut. Er hat uns inspiriert, motiviert und hatte immer ein offenes Ohr für die kleinen Probleme bei den Arbeiten und die großen Fragen des Sozialismus. Mich persönlich hat es beeindruckt, wie du unsere gemachten Erfahrungen – sei es bei Besichtigungen der Arztpraxen, sei es bei Alltagserlebnissen in den politischen Kontext der cubanischen Revolution eingeordnet hast. Nachdrücklich hast du immer wieder eingefordert, über das gelernte an jedem Tag nachzudenken und Fragen zu stellen.

In der Arbeit haben wir uns gegenseitig kennengelernt und ein freundschaftliches und solidarisches Verhältnis zueinander entwickelt. Obwohl wir aus Ländern mit so unterschiedlichen Verhältnissen kommen und wir zusätzlich noch mit der Sprachbarriere kämpfen mussten, hat unsere gemeinsame Überzeugung, diese Unterschiede in den Hintergrund treten lassen. Es ist eben doch etwas anderes, ob wir uns nur gegenseitig unserer Solidarität versichern, oder ob wir auch ganz praktisch zusammenarbeiten und in diesem Prozess etwas über den jeweils anderen und sein Land erfahren. Die Begleitung durch Euch, die kubanischen Brigadeteilnehmer, hat uns einen tiefen Einblick in eure Lebensrealität gegeben und die Brigade zu einem Erfolg gemacht. Und wir haben euch als gastfreundliche und liebenswerte Menschen und Genossen kennengelernt. Dafür danke ich euch ganz herzlich im Namen der SDAJ!

Für die meisten von uns aus dem kapitalistischen Europa war es das erste Mal, dass wir das sozialistische Cuba aus nächster Nähe kennenlernen konnten. Das ist deswegen ein so wichtiges Erlebnis für uns, weil es um eine Gesellschaft geht, die wir sonst nur aus der Theorie kennen: Eine Gesellschaft, in der nicht mehr die großen Banken und Konzerne über die Zukunft junger Menschen entscheiden, sondern diese über sich selbst bestimmen.

Wir haben die Errungenschaften der Revolution aus nächster Nähe erlebt. Wir haben gesehen, wie ein Land unter größten Schwierigkeiten und Opfern jedem Menschen eine kostenlose und qualifizierte Gesundheitsversorgung bietet. Wie hier ein Bildungssystem aufgebaut wurde, das Forschung auf Weltniveau hervorbringt. Wir haben einen Eindruck gewonnen, wie im politischen System Cubas die Beteiligung der Bevölkerung an den Entscheidungen sichergestellt wird, trotz der ständigen Bedrohungssituation durch den Imperialismus. Es ist dabei aber auch klar geworden, dass der Aufbau des Sozialismus ein langwieriger und widersprüchlicher Prozess ist, dass z.B. die Einbeziehung größerer Teile der Bevölkerung, insbesondere die Jugend Kubas eine Herausforderung für Partei und Jugendverband ist.

Ich hoffe, dass unsere Beiträge über die Situation von Jugendlichen in Deutschland euch einen Einblick in das Leben im Kapitalismus geben konnten. Unsere Botschaft lautet zusammengefasst: Der Kapitalismus bedeutet Unsicherheit, Zukunftsangst und für immer mehr Menschen auch in Deutschland und Österreich ein Leben in Armut. Wir hoffen, dass unsere Schilderungen euch helfen, hier in Kuba Illusionen, die es möglicherweise auch unter Jugendlichen über den Kapitalismus gibt, zurückzudrängen.

Wir können nun in Deutschland aus eigenem Erleben davon erzählen, wie die Situation der Bevölkerung auf Kuba ist und den Horrormeldungen der bürgerlichen Propaganda etwas entgegensetzen. Wir haben gesehen, dass es eine Versorgung der Bevölkerung mit Nahrung, Gesundheit, Bildung, Kulturmöglichkeiten, Technologie gibt, die in vielen anderen Ländern Lateinamerikas undenkbar ist. Dabei übersehen wir nicht die wirtschaftlichen Probleme Kubas. Aber wir kennen die Ursachen, vor allem den ökonomischen Krieg des Imperialismus. Und wir sehen auch, wie Kuba durch eigene Anstrengung z.B. mit Forschung im Pharmabereich und mit solidarischen Wirtschaftsbeziehungen zu Staaten wie Venezuela sich dieser Probleme entledigen wird.

Zuletzt möchte ich noch zu etwas zu den Namensgebern unserer Brigade, Los Cinco sagen. Natürlich war uns der Fall der 5 in Deutschland bekannt und wir haben auch bereits einige bescheidene Aktivitäten zur Befreiung der 5 durchgeführt. Aber euer Kampf, besonders die Aktivitäten des RED und die Schilderung der bedrückenden Situation der 5 und ihrer Familienangehörigen haben uns nochmal deutlich vor Augen geführt, welche Ideen und welche Kraft nötig ist, um den Fall in Deutschland bekannter zu machen und die praktische Solidarität zu verstärken.

Ich glaube, dass diese Brigade – und hoffentlich auch die zweite – uns deutsche, österreichische und kubanische Anhänger des Sozialismus näher zusammengebracht hat und wir alle stärker und voller Erinnerungen zurückkehren werden, die wir mit unseren Genossen und Freunden teilen werden.

Viva Cuba socialista!
Viva Alemania socialista!
Viva Austria socialista!

0

Auf nach Havanna!

banner_sdaj_cubaAm 15. Juli startete die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) Ihr Cuba-Solibrigade. Wir veröffentlichen im Folgenden die ersten Eindrücke der SDAJ-Genossinnen und -Genossen – und rufen dazu auf, regelmäßig das Online-Reisetagebuch der SDAJ zu besuchen!

Heute startete die erste von zwei Solidaritätsbrigaden in das sozialistische Cuba. Für drei Wochen sind heute Nachmittag 22 Jugendliche von Frankfurt am Main nach Havanna losgeflogen. Die Stimmung vor dem Abflug war gut, die BrigadistInnen waren – trotz des anstehenden elfstündigen Flugs – hochmotiviert und gespannt. In Cuba werden sie von weiteren BrigadistInnen der Kommunistischen Jugend Österreichs (kjö) erwartet.

Teil der Brigadetätigkeit ist der Aufbau eines „Zentrum zur Bildung revolutionärer Werte“ an der naturwissenschaftlichen Fakultät (CUJAE) der Universität Havanna. Dieses soll Studierende, AnwohnerInnen und Interessierte erreichen, Bildungsangebote schaffen und die Solidaritätsarbeit mit den Cuban 5 vernetzen. Mit unserem Projektpartner „Red de Universidades en Solidaridad con los Cinco“ und in Zusammenarbeiten mit der UJC stellen unsere Brigaden einen der Pfeiler dieses Zentrums da.

 

Was machen wir da?

Die beiden Solidaritätsbrigaden bilden den Höhepunkt unserer Soldidaritätskampagne mit dem sozialistischen Cuba. Wir wollen den Aufbau des Zentrums unterstützen, indem wir renovieren, Sachspenden mitbringen und zusammen mit Studierenden der Universität Diskussionsangebote schaffen. Als bleibendes Solidaritätssymbol werden die Brigadisten Wandgemälde erschaffen. Außerdem organisieren wir Treffen mit den den Massenverbänden, SchülerInnenvertretungen, Gewerkschaften, Angehörigen der Cuban 5 und mehr!

 

Was wollen wir damit erreichen?

Mit einer Solidaritätsbrigade wollen wir Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich selbst ein Bild vom Sozialismus zu machen. Wir wollen herausfinden, wie die von uns zu erkämpfenden Grundrechte der Jugend auf der sozialistischen Insel aussehen und unsere Ziele damit greifbar machen. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf gesellschaftlicher Teilhabe und Mitbestimmung. Mit eigenen Augen wollen wir uns ansehen, wie sozialistische Demokratie und Wirtschaft (bzw. die Wirtschaftsaktualisierungen) sich auf die konkreten Beziehungen in Betrieb, Schule und Stadtteil auswirken. Außerdem legen wir einen Fokus auf die Verwirklichung der Grundrechte der Jugend auf Bildung, Ausbildung und Arbeit.
Gleichzeitig wollen wir mit den Brigaden unseren Beitrag zum Sozialismus auf Cuba leisten. Statt ausschließlich praktischer und handwerklicher Solidaritätsarbeit eines klassischen Brigadeeinsatz verstehen wir unsere Solidaritätsarbeit auch im Sinne der cubanischen Leitlinien „batalla de ideas“ (Kampf der Ideen) und „crear valores“ (Werte schaffen).

Wir berichten ab heute täglich in unserem Reisetagebuch von unseren Erlebnissen und Eindrücken.

0

Die Organisationen des Kommunistischen Jugendverbands Griechenlands (KNE) aus Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden laden vom 5. bis 7. Juli in Krefeld herzlich zu einem lukrativen internationalen Meeting ein.

karl_liebknechtDie Veranstaltungen sind dem 95. Jahrestag der Novemberrevolution in Deutschland gewidmet. Das Motto des Veranstaltungswochenendes lautet „Vom Krieg der Ausbeuter zur Abschaffung der Ausbeutung“.

Der Veranstaltungsaufruf verweist bedeutungsvoll auf die Novemberrevolution 1918 in Deutschland: „95 Jahre ist es her, als die Seeleute und die Arbeiter Kiels im November 1918 die Losung zum Aufstand gegen die Herrschaft derer gaben, die die Arbeiterklasse und das Volk Deutschlands ausbeuteten. Diese Losung verbreitete sich wie ein reißender Strom in ganz Deutschland aus, weil sie die Antwort auf die berechtigte Wut des Proletariats nach vier Jahren des Gemetzels im Ersten Weltkrieg gab. Den imperialistischen Krieg brachen die Ausbeuter des Volkes vom Zaun, um ihre Profite, die sie aus der harten Ausbeutung der Arbeiterklasse während der Vorkriegsperiode gewonnen hatten, noch weiter anschwellen zu lassen.“

Diese dem kapitalistischen System innewohnende Entwicklung hat die KNE in dem Bild „Ihr Krieg wird von einem Frieden geboren, genauso wie der Sohn von seiner Mutter“ dargestellt.

In dem Aufruf heißt es weiter: „Auch heute sind die Militäroperationen und Kriege, die im Interesse der Ausbeuter geführt werden, eine Folge der Konkurrenz untereinander. Sie sind die Fortsetzung ihrer ‚friedlichen‘ Politik mit militärischen Mitteln. Diese ‚friedliche‘ Politik bedeutet in Griechenland Zerschlagung des Rechtes der Jugend auf Arbeit, auf Bildung, Gesundheit und Freizeit. In Deutschland bedeutet dies 3,2 Millionen Arbeitslose, 7,5 Millionen Mini- und 1-Euro-Jobber und den ‚Sklavenhandel‘ der Leiharbeit.“

Doch der Jugendverband ist voller Hoffnung: „Diese Welt kann und wird sich ändern!“ Die jungen Kommunisten wollen sich inspirieren und von den Erfahrungen der revolutionären Bewegung lernen. Der Aufstand der deutschen Proletarier 1918 habe gezeigt, dass, so allmächtig der Gegner auch zu sein schien, die arbeitenden Menschen, das Volk, die Jugend die bestehende Ordnung von Grund auf umwälzen könne.“

KNE ruft auf: „Wir haben die Kraft, uns diesem System der Barbarei in den Weg zu stellen und es umzustürzen! Wir brauchen dafür unseren Willen und den Kampf für Bildung, für Arbeit, für ein Leben mit Würde und mit Rechten. Wenn des Volk es will, kann es auch. es ist im Recht und hat die Kraft, all das durchzusetzen, die Macht und die Wirtschaft für die Befriedigung seiner Bedürfnisse in die eigenen Hände zu nehmen. Das Volk hat die Kraft, seine eigene Gesellschaft ohne Ausbeuter aufzubauen.“

KNE baut auf „die Werte und Ideale, die nichts mit der verfaulten Werten des Systems zu tun haben: Kollektivität, Solidarität, Organisierung und eine kämpferische, standhafte Lebenshaltung. Wir schöpfen Kraft von den bahnbrechenden Ideen, die die Welt von Grund auf verändern wollen.“

Der Aufruf endet mit einer herzlichen Einladung: „Schenke dein Leben nicht denen, die es dir stehlen! Komm auch du zum Verantaltungswochenende der KNE in Deutschland. Singen, Unterhalten, Diskutieren, Lernen stehen auf dem Programm. Komm, um unsere kämpferische Perspektive für das Leben kennenzulernen.“

Uwe Koopmann

Das Programm beginnt am Abend des 5. Juli (Freitag). Zentraler Punkt des 6. Juli ist die Hauptrede, die ein Vertreter der KKE halten wird. Den Abschluss bildet am Sonntag, 7. Juli, eine Besichtigung von Denkmälern der Proletarier des Ruhrgebiets. Programmauszug: Buchpräsentation zu W.I. Lenin, Über den Krieg und die sozialistische Revolution; Filmvorführung: „Ernst Thälmann, Sohn seiner Klasse“; Fußball-Turnier, Musik und Tanzabend. In allen Veranstaltungen wird es Übersetzungen in Englisch, Deutsch und Französisch geben. Der genaue Ablauf der einzelnen Veranstaltungen kann abgefragt werden.
Mail: kne.deutschland@gmail.com
Kontakttelefon: 004917684077549

Veranstaltungsort ist der Zeltplatz auf dem Pfadfindergelände DPSG St. Georg in der Kleingartenanlage „Kirschenbüschgen“ in 47829 Krefeld-Uerdingen, Kirschenbüschgen 1.

0

¡VIVA CUBA SOCIALISTA! Machen wir den Kapitalismus zur Geschichte! – unter diesem Motto organisiert die SDAJ seit Beginn dieses Jahres Aktionen und Veranstaltungen zur Solidarität mit Cuba.

In einem Jugend-Kunstwettbewerb suchte sie Vorlagen für zwei Wandgemälde, die auf Cuba als Zeichen der Solidarität verwirklicht werden sollen. Von Juli bis September werden zwei Brigaden nach Havanna fahren, um den Aufbau des „Zentrums zur Bildung revolutionärer Werte“ an der Fachhochschule Havanna zu unterstützen.

Nach langem und kreativen Schaffungsprozess und reichlicher Überlegung der Jury stehen sie fest: die Gewinner des Kunstwettbewerbs „ Deine Kreativität für Kuba“. 15 junge KünstlerInnen haben insgesamt 17 Entwürfe für zwei Wandgemälde eingesandt, die im „Zentrum zur Bildung revolutionärer Werte“ an der Fachhochschule Havanna (CUJAE) in Kuba als Zeichen der Solidarität verwirklicht werden sollen.
Die hochwertigen und kreativen Einsendungen zum Kunstwettbewerb der SDAJ in Kooperation mit dem kommunistischen Jugendverband Cuba (UJC) beschäftigen sich mit der Solidarität für die Cuban 5, dem Kampf gegen die Blockade der USA gegen Kuba, dem Recht auf Bildung oder auch der Lebensrealität im Kapitalismus.

Bild der Gewinnerin

Überzeugt wurde die 5-köpfige Jury letzten Endes durch das Bild „Revolution und Verantwortung“ von Paula K. (20 Jahre) aus Witten. Mit poetischen und kämpferischen Elementen vereint es klassische Motive der Arbeiterbewegung mit der Notwendigkeit des gemeinsamen Kampfes zur Befreiung der Cuban 5 und der Bedeutung der Bildung beim Aufbau des Sozialismus. Der Gewinnerin winkt im Sommer ein Flug nach Kuba mit den Solidaritätsbrigaden der SDAJ. Ihr Bild wird im Sommer an die Wände der CUJAE in Havanna durch die Solidaritätsbrigaden der SDAJ gemalt.

0

Plakat "SDAJ-Pfingstcamps 2013"Alle 2 Jahre veranstaltet die SDAJ über Pfingsten regionale Pfingstcamps, und zwar im Norden, Osten, Westen und Süden. 2013 ist es wieder soweit: Vom 17. bis zum 20. Mai gibt’s wieder Camping, Party und natürlich jede Menge spannende Diskussionsrunden.

Im Westen findet das regionale Pfingstcamp unter dem Slogan „Grundrechte erkämpfen – die Zukunft muss sozialistisch sein!“ auf einem Wiese bei Haus Coerde in Münster statt.

„Verano sol socialismo“ ist das Motto des Nordcamps, das dieses Jahr wieder am Falkensteiner Strand bei Kiel am Start ist.

„Sommer, Sonne, Sozialismus“ erwartet die Teilnehmer des Südcamps auf dem Jugendzeltplatz am Eutersee (Hessen).

Im Osten campt man im Strombad in Cottbus – „raus aus’m Gheddo, rein inne Freiheit!“

Seite 34 von 34« Erste...1020...3031323334