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Rechtzeitig zum 8. März

Am 8. März findet, wie jedes Jahr, der internationale Frauenkampftag statt. Inzwischen wird dieser auch von bürgerlicher Seite als „Frauentag“ gefeiert. Dabei wird oft vergessen, woher der Tag eigentlich kommt. Der internationale Frauenkampftag wurde 1911 von proletarischen Frauen, vor allem unter der Führung von Clara Zetkin, erkämpft. „Heraus mit dem Frauenwahlrecht!“ Unter diesem Motto gingen am 19. März 1911 mehr als eine Million Frauen auf die Straße. Später wurde der Tag auf den 8. März verlegt. Das Frauenwahlrecht wurde in Deutschland inzwischen erkämpft. Heute gehen wir auf die Straße, um deutlich zu machen: die sogenannte Gleichstellung der Geschlechter gibt’s zwar auf dem Papier, von der Realität ist das aber weit entfernt. Immer noch verdienen Frauen im Schnitt 22 % weniger als Männer, arbeiten tendenziell in prekäreren Verhältnissen und leiden stärker unter der Schwierigkeit Familie und Berufsleben zu vereinbaren. Traditionelle Rollenbilder von der Hausfrau und Mutter, die zuhause am Herd steht, werden durch AfD und Co. wieder auf den Vormarsch gebracht. Und dass eine weibliche Bundeskanzlerin keine Gleichstellung der Geschlechter bedeutet, ist wie die Tatsache, dass acht Jahre von einem schwarzen Präsidenten regiert zu werden, den Rassismus in den USA nicht verringert hat, kein Geheimnis. Vor über 100 Jahren kämpfte Clara Zetkin für einen Frauenkampftag und machte sich mit dieser „Frauenrechtlerei“ keine Freunde. Jetzt ist es an uns für eine Welt zu kämpfen, in der alle nach ihren Bedürfnissen leben können, egal welchen Geschlechts sie sind. In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen wünscht

Euer Zeitungskollektiv

Die POSITION, das Magazin der SDAJ erhaltet ihr bei eurer SDAJ-Gruppe vor Ort oder im Abo für nur 10€ im Jahr! Mehr Infos gibts unter: http://www.sdaj-netz.de/material/position/abo-service/

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RedGlobe

Festival der JugendDas Festival der Jugend ist ein politisches Festival, das alle zwei Jahre an Pfingsten von Jugendlichen für Jugendliche in Köln organisiert wird. Dieses Jahr haben sich die Organisatoren um die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) zum Ziel gesetzt, ein großes Konzert mit bekannten linken KünstlerInnen zu veranstalten. Um einerseits weiterhin Jugendlichen einen freien Eintritt ermöglichen und andererseits den KünstlerInnen faire Gagen zahlen zu können, läuft noch bis zum 22. Februar eine groß angelegte Crowdfunding-Kampagne.

»Wir wollen unkommerzielle Gegenkultur fördern, die sich vom unpolitischen Mainstream der Musikindustrie abhebt«, erklärt Paula. Die 24jährige leitet das ehrenamtliche Organisationsteam, das seit Monaten daran arbeitet, ein vielfältiges politisches Programm für Jugendliche auf die Beine zu stellen. Es wird Workshops, Diskussionsrunden, Lesungen, Filme und Vorträge geben, bei denen Jugendliche voneinander und miteinander lernen, wie sie selbst für ihre eigenen Interessen politisch aktiv werden können. Daneben gibt es ein breites Freizeit- und Kulturangebot, vom Fußballturnier über den Tanzworkshop hin zur eigenen Holzwerkstatt auf dem Gelände. Abends sollen die Besucher am Lagerfeuer sitzen oder auf den Konzerten tanzen können. Tickets kaufen nur diejenigen, die vor Ort auch Campen wollen. Für alle anderen ist der Eintritt – auch für die Konzerte – kostenlos.

Das sei gar nicht so leicht, sagt Paula, schließlich wolle man einerseits bekannte Musiker wie den Rapper Disarstar oder die italienische Streetpunkband Los Fastidios auf die Bühne bringen, diesen andererseits aber auch eine angemessene Gage zahlen, damit sie weiter von ihrer Kunst leben können. »Weil wir viel Wert darauf legen, dass wir auch weiterhin unabhängig von Konzernen und ihrem Sponsoring bleiben, sind unsere finanziellen Mittel ziemlich begrenzt.«

Aus diesem Grund haben die Organisatoren Anfang Januar eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Crowdfunding, das ist eine Art der Spendensammlung im Internet, bei der die Unterstützer ein Dankeschön für ihre Spende erhalten. Der Haken bei der Sache: das Geld wird nur ausgeschüttet, wenn die gesamte für das Projekt veranschlagte Summe zusammenkommt. Im Falle des Konzertes auf dem Festival der Jugend sind das 5000 Euro, die bis zum 22. Februar gespendet werden sollen. Das Crowdfunding findet sich unter https://www.startnext.com/fdj2017. Mittlerweile haben schon mehr als 20 Organisationen und Gruppen ihre Unterstützung für das Festival zugesagt, dadurch erhofft sich das Orga-Team eine höhere Reichweite für das Vorhaben. Erstmals kann man über die Plattform auch Online-Tickets für das Festival erwerben, doch auch das nur, solange die Kampagne läuft. »Wir sind zuversichtlich, dass wir das Geld irgendwie zusammenbekommen, auch wenn wir nur noch zwei Wochen Zeit haben«, sagt Paula. Die Zeichen dafür stehen günstig: Am Sonntag waren bereits mehr als 4800 Euro für das Festival zusammengekommen.

Weitere Informationen: www.festival-der-jugend.de

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Fight for your right!

9. Februar 2017

Von Carlos, Carolin und Kalle*

Fast alle Azubis unseres Werks sitzen zwischen den ca. 400 ArbeiterInnen und hören den Berichten der Werksleitung zu. Unerwartet kündigt die Betriebsleitung einen neuen Ausbildungsberuf an: Die zweijährige Schmalspurausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik. Sie sagen, sie wollen hiermit auch HauptschülerInnen eine Chance auf eine qualifizierte Ausbildung geben. Am Ende der Betriebsversammlung geht einer von uns ans Mikrophon und fragt die Geschäftsleitung, wie sie denn eine hochwertige Ausbildung in zwei Jahren anbieten wollen und ob es da nicht eher um Sparmaßnahmen gehe. Von den Führungskräften gibt es kein Statement dazu, aber Beifall von der Belegschaft.

Das Thema war danach noch lange Gesprächsstoff in der Lehrwerkstatt und wir haben beschlossen, dass wir gegen die Sparmaßnahme aktiv werden müssen. Uns war klar, dass wir das nur gemeinsam mit den KollegInnen des ganzen Werks schaffen können. Für die nächste Betriebsversammlung sollte also eine Präsentation entstehen, die den ZuhörerInnen verständlich macht, weshalb die Ausbildung für uns alle Nachteile hat. Als der Betriebsrat davon hörte, war er hellauf begeistert. Wir haben sofortige Unterstützung zugesagt bekommen und den vordersten Platz in der Power-Point-Präsentation des Betriebsrats für die nächste Betriebsversammlung.

Lohndrückerei? Nein danke!

Zweimal haben wir uns getroffen und Argumente und Fakten zusammen getragen, die wir bei BerufsschullehrerInnen, anderen Betrieben und der Gewerkschaft gesammelt hatten. Zusammen konnten wir so ziemlich schnell widerlegen, dass soziale Motive hinter dem neuen Ausbildungsberuf stehen. Eigentlich soll während und nach der Ausbildung Geld gespart werden, indem man die Menschen kürzer ausbildet und danach schlechter bezahlt. Das wird das Lohnniveau im ganzen Werk langfristig senken. Wir sind uns sehr schnell einig gewesen, dass natürlich auch HauptschülerInnen eine Chance auf einen Ausbildungsplatz bei uns bekommen sollen. Aber in den 3,5-jährigen Ausbildungsberufen und nicht als LohndrückerInnen. Das würde den Konkurrenzdruck nur erhöhen und das Klima in unserer Ausbildungswerkstatt und im ganzen Betrieb würde dadurch schlechter werden. Von unseren BerufsschullehrerInnen wurden diese Vermutungen bestätigt und auch Gewerkschafter sagten uns, dass es bisher nur Ärger mit diesen Ausbildungen gab. Wir erfuhren vom Betriebsrat, dass unser Werk eine negative Vorreiterrolle bei BOSCH einnehmen solle. Die Schmalspurausbildung könnte also bald zur Regel werden.

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Dieser Artikel ist aus der aktuellen POSITION, dem Magazin der SDAJ. Du kannst es für 10€ jährlich abonnieren unter position@sdaj-netz.de

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Lob von der Belegschaft – Böse Blicke von der Leitung

Das muss verhindert werden und wir waren nun gut gerüstet für die kommende Betriebsversammlung. Zunächst hatten wir geplant, dass alle Auszubildenden mit uns auf die Bühne kommen und jeder ein Argument vorträgt. Unsere KollegInnen fanden unser Vorhaben zwar sehr gut, aber nicht alle trauten sich vor der versammelten Belegschaft auf die Bühne. Die Zukunftsängste sind einfach zu groß und gerade die Azubis, die noch in der Probezeit sind, haben Angst vor einer Kündigung, andere davor nach der Ausbildung nicht übernommen zu werden. Dennoch standen wir mit zehn Azubis auf der Bühne und ernteten während und auch noch nach der Versammlung großes Lob. Sogar ein Ausbilder kam zu uns und sagte, dass wir das sehr gut gemacht haben. Nur die Betriebsleitung war ganz still und funkelte nur böse in unsere Richtung. Sie hatten keine Worte für uns übrig, aber das war uns Beweis genug, dass wir genau ins Schwarze getroffen hatten. Diese Runde geht an uns und das nächste Mal stehen wir mit 20 Leuten auf der Bühne, denn der Kampf gegen die Sparmaßnahmen in unserer Ausbildungswerkstatt ist noch lange nicht gewonnen.

 

*Alle drei machen eine Ausbildung bei BOSCH und wollen ihren Klarnamen hier nicht lesen, da sie Angst haben, dass ihnen dann gekündigt wird.

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Erklärung der KP Swazilands

7. Februar 2017

Die Kommunistische Partei Swazilands steht voll hinter dem Streik der Studenten des William Pitcher Training College, mit dem sie sich der Einbehaltung von Studienerlaubnissen und den mangelnden Rechten auf ein anhgemessenes Studium und angemessene Lebensbedingungen widersetzen. Mit Beginn dieser Woche haben die Studenten mit einem Vorlesungsboykott begonnen.

Die Studenten verlangen, dass ihre Wohnmöglichkeiten auf dem Campus verbessert werden. Gegenwärtig verrotten die Gebäude, werden bei Regen die Abwasserleitungen überflutet und mangelt es generell an einfacher Infrastruktur.
Gefordert wird auch eine Erhöhung der erbärmlichen Stipendien (35 US-Dollar).

Das Mswati-Regime könnte die die Lage der Studenten leicht verbessern. Das ist kein Problem von mangelnder Liquidität oder eines zu geringen Budgets. Es handelt sich schlicht um einen weiteren Bereich, in dem die Gier des Regimes nach weiterer Selbstbereicherung des königlichen Haushalts und der herrschenden Elite die Pflicht ausschließt, den Bedürfnissen der Menschen Rechnung zu tragen.

In den vergangenen Tagen haben wir eine brutale Razzia der Mswatie-Polizei gegen die Studenten erlebt. Ein Marsch der Studenten am 6. Februar zum Erziehungsministerium wurde brutal zerschlagen. Seitdem ist eine Anzahl Studenten vermisst, einige sind verletzt, und wir sind sehr besorgt um ihre Sicherheit.

Die KP Swazilands tut alles ihr Mögliche, um die Studenten zu unterstützen und ruft alle fortschrittlichen Gruppen und Personen auf, dem Regime tapfer zu widerstehen. Wir rufen ausserdem die Studentenorganisationen in der Region Südafrika auf, in Solidarität mit den William Pitcher-Studenten zu handeln.

Kenneth Kunene
General Secretary

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Übersetzung aus dem Englischen: news.dkp.de

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1.2.2017

RT Deutsch; gekürzt

Erstmals seit 1985 werden die Weltfestspiele der Jugend wieder auf russischem Boden stattfinden. Im Oktober werden dazu mehr als 20.000 Teilnehmer in Sotschi erwartet. Russland stellte dem Wirtschafts- und Sozialrat der UNO am Montag sein Konzept vor.

Russland hat am Montag im Rahmen des Forums des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen sein Konzept für die 19. Weltfestspiele der Jugend und Studenten präsentiert. Diese werden vom Weltbund der Demokratischen Jugend (WBDJ) ausgerichtet und sollen im Oktober in Sotschi stattfinden. Ungefähr 700 Teilnehmer waren in die UNO-Zentrale in New York gekommen, um die Detailplanung und die einzelnen Elemente der Veranstaltung zu diskutieren. RT gehört zu den Informationspartnern des Festivals.

Es ist das erste Mal, dass die Russische Föderation ein derartiges Festival ausrichten wird. Das letzte Mal, dass die Festspiele auf russischem Boden stattfanden, war im Jahr 1985, als die Sowjetunion noch existierte. …

Die 19. Weltfestspiele der Jugend und Studenten werden voraussichtlich das größte internationale Ereignis im Bereich des Jugenddialogs sein, das in diesem Jahr stattfindet. Sie werden vom 14. bis 22. Oktober 2017 in Sotschi ausgetragen. Schätzungen zufolge werden mehr als 20.000 Menschen an den Feierlichkeiten teilnehmen.

Mindestens die Hälfte davon sollen ausländische Bürger aus über 150 Ländern sein. Die Veranstaltung soll Leiter von Jugend-NGOs, Ingenieure, Journalisten, Lehrer, Akademiker und Politiker zusammenbringen. Für die Teilnahme am Diskussionsforum in Sotschi werden über 250 Vertreter ausländischer Delegationen anreisen. …

Die Weltfestspiele der Jugend und Studenten fanden erstmals 1947 in Prag statt. Vor 1989 nahmen vor allem sozialistische Länder an der Veranstaltung teil, die der Völkerverständigung dienen sollte und in unregelmäßigen Abständen stattfand. Mit 34.000 Teilnehmern waren die Spiele in Moskau 1957 die bestfrequentierten. Die größte Anzahl an Teilnehmerländern wiesen die Festspiele 1989 in Pjöngjang mit Startern aus 177 Nationen auf.

Seit 1997 wird die Veranstaltung auf der Basis eines überarbeiteten Konzepts wieder ausgetragen. Zuletzt fanden die Spiele 2013 in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito statt.

Das Programm für die Veranstaltung im Herbst hat der WBDJ auch online veröffentlicht.

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Auf nach Sotschi!

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Sozialistische Deutsche ArbeiterjugendErklärung der SDAJ-Geschäftsführung zum Tod von Rolf Priemer

Mit Rolf Priemer (genannt »Rolli«) verliert die Arbeiterbewegung in Deutschland eine ihrer Persönlichkeiten. Wir verlieren als SDAJ mit Rolli unseren ersten Bundesvorsitzenden, der er von 1968 bis 1974 war. Wir verlieren einen derjenigen, die 1968 so mutig waren, trotz des Verbots der KPD und der FDJ wieder eine sozialistische Jugendorganisation zu gründen und damit denjenigen, die den Faschismus befördert und von ihm profitiert hatten, eben denen, die in der jungen Bundesrepublik ungestraft und in Amt und Würden blieben, den alten und neuen Nazis, den Kriegsprofiteuren, den Großkapitalisten, offen den Kampf anzusagen.

Der Gründungsausschuss der SDAJ, dessen Mitglied Rolf war, erklärte Ende Januar 1968: »Wir sind junge Arbeiter und Angestellte, junge lernende und studierende Bürger der Bundesrepublik. Wir sind aufgewachsen in einer Gesellschaft, in der Wenigen viel und Vielen wenig gehört. Wir schaffen große Werte für unser Volk; die Früchte unserer Arbeit aber eignen sich andere an: Die Herren der Großindustrie und der Großbanken. Hundert Familien hoben die wirtschaftliche Macht in den Händen, also auch die politische. Sie besitzen Produktionsmittel oder verfügen darüber. Sie regieren Staat und Gesellschaft. Diese kleine Schicht bereichert sich auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung. Nach wie vor wird die Arbeiterklasse ausgebeutet und damit um den Gegenwert ihrer Arbeit betrogen. So war es auch in der Vergangenheit. Durch ihr Profit- und Machtstreben trieben die Kapitalisten in zwei grausamen Weltkriegen Millionen Menschen in den Tod.«

Daran hat sich bis heute fast nichts geändert. Die Reichen sind noch reicher, das Kapital noch stärker bei wenigen Kapitalisten konzentriert, die große Mehrheit, die diesen Reichtum erarbeitet, kann immer weniger von ihrem Lohn leben. 72 Jahre nach Ende des Faschismus sind Kriegseinsätze einer deutschen Armee wieder Normalität und nehmen deutsche Politiker und Journalisten das Wort Weltmacht wieder in den Mund.

Auf dem SDAJ-Gründungskongress am 4. und 5. Mai 1968 richteten Rolf und andere u.a. einen Appell an junge Arbeiter und Angestellte, Schüler und Studenten, mit dem sie öffentlich in Erscheinung traten: »Wir rufen Leute, die Mut genug haben, das anzugreifen, was in unserer Gesellschaft falsch, rückständig, also politisch gefährlich ist! Die Mut haben, an der Umgestaltung dieses Landes zu einer demokratischen Gesellschaft mitzumachen, in der nicht mehr die Wenigen über die Vielen herrschen. Wir rufen alle, die vor den Herren oben keine Angst haben! Wir rufen die Aktiven der jungen Generation!«

Im Gedenken an Rolf Priemer erneuern wir diesen Ruf.

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Eine Rede aus dem Jahr 1968

 

Am 29. Januar 2017 ist Rolf Priemer gestorben. Er war der erste Vorsitzende der 1968 gegründeten Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend. Wir bringen hier eine Rede von „Rolli“ vom Februar 1968. ( Nach der Jugenddebatte im Deutschen Bundestag am 9. Februar 1968; Rede auf der Kundgebung auf dem Altenessener Markt ):

„Ihr Krawallmacher!

Ihr Radikalinskis!

Ihr linken Faschisten!

Ihr roten Agitatoren!

Ihr Terroristen!

Ihr rotes Pack!

Ihr rote SA!“

In diesem Stile, Freunde und Genossen, diffamieren und beschimpfen uns die Bonner Politiker und ihr Leib- und Magenblatt, die BILD-Zeitung des Herrn Springer.

In der Bundestagsdebatte am 9. Februar 1968 haben sich Bundesregierung und Abgeordnete mit den Demonstrationen und Protesten der Jugendlichen beschäftigt. Bundeskanzler Kiesinger meinte, weitere Geduld sei unverzeihliche Schwäche! Notstandsminister Lücke bezeichnete das brutale Vorgehen der Polizei gegen Demonstranten als „Verbrechensbekämpfung“. Der Fraktionschef der Unternehmer-Partei, Rainer Barzel, stieg auf das Rednerpult und sprach von seiner „demokratischen Ordnung“.

Wir sagen dem Herrn  Barzel: Ihre Ordnung ist nicht unsere Ordnung. Ihre Demokratie ist nicht unsere Demokratie. Wenn Sie von Demokratie sprechen, meinen Sie die Herrschaft der CDU/CSU. Die Demokratie ist in diesem Lande noch niemals vom Volke bedroht worden. Noch nie haben Protestdemonstrationen der Jugend die demokratischen Rechte beseitigt. In einem kapitalistischen System sind es immer einige Wenige, die sich auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung bereichern wollen. Die vorgeben, das Volk zu schützen, in Wirklichkeit aber sich vor dem Volke schützen.

Der Parlamentsvertreter des Kriegsverbrechers und Multimillionärs Flick, Dr. Wolfgang Pohle, CSU, forderte: „Wir dulden nicht, dass kleine terroristische Gruppen unser gesamtes Volk in Misskredit bringen und obendrein das Verhältnis zu unseren Verbündeten gefährden.“ Dem Herrn Pohle sei gesagt: Wir sind weder Terroristen, nicht eine kleine Minderheit. Wer bringt unser Volk in Misskredit? Wir nicht! Es sind diejenigen, die mit ihrer Devisenhilfe den amerikanischen Völkermord in Vietnam unterstützen – die Bundesregierung. Wir, die Jugend, üben Solidarität mit dem Befreiungskampf des südvietnamesischen Volkers. Wir fordern von Bundeskanzler Kiesinger und der Regierung: Reden Sie nicht nur vom Frieden, distanzieren Sie sich vom amerikanischen Völkermord in Vietnam!

Wer bringt unser Volk in Misskredit? Das sind diejenigen, die mit Notstandsgesetzen aus der Bundesrepublik einen Polizeistaat machen wollen, die mit Terror gegen die demokratische Opposition vorgehen. Nicht wir üben Terror aus.
Ich frage mit Sebastian Haffner: Gibt es einen einzigen Menschen, dem wir bisher ein Haar gekrümmt haben? Wie viele junge Menschen sind dagegen brutal zusammengeknüppelt worden?

Am 2. Juni 1967 wurde der Student Benno Ohnesorg erschossen, sein Mörder läuft heute frei herum. Wir protestieren von dieser Stelle gegen die Beschimpfungen der Bonner Politiker. Wir protestieren aufs Schärfste gegen die ungeheuerliche Hetze aus dem Hause Axel Cäsar Springer. Wir rufen auf zum Kampf für die demokratischen Rechte der Jugend. Wir rufen auf zum Widerstand gegen Verleumdung, Unterdrückung und Niederknüppelung der Demokraten. Das Demonstrationsrecht ist ein demokratisches Recht. Wir werden demonstrieren: Jeden Tag, jede Woche, zu Ostern, am 1. September. Wir werden immer dann demonstrieren, wenn uns dieses Mittel gerechtfertigt erscheint. Wir lassen uns dieses Recht von niemanden nehmen!

Liebe Freunde und Genossen!

In vielen Städten unseres Landes demonstrieren Jugendliche. Sie protestieren gegen die Erhöhung der Fahrpreise. So muss zum Beispiel der Schüler Peter Schulz seit dem ersten Januar 1968 in Duisburg DM 7,70 für seine Monatskarte bezahlen. Sein Vater ist Maschinenschlosser bei Mannesmann. Den höheren Fahrpreis wird Peter Schulz nicht von seinem Taschengeld bezahlen können. Sein Vater muss herhalten und diese DM 7,70 bezahlen.

Warum steigen die Fahrpreise? Weil die Bundesregierung mit der Einführung der Mehrwertsteuer die öffentlichen Verkehrsgesellschaften und die Gemeinden so stark belastet, dass sie ihr Defizit nur durch Fahrpreiserhöhungen decken können. Schuld der Fahrpreiserhöhungen ist die Regierung Kiesinger. Um die Milliarden für die Aufrüstung zu bekommen, werden den kleinen Leuten immer mehr Steuern aufgebrummt. Wir fordern Bundeskanzler Kiesinger und seine Regierung auf: Klammern Sie die Mehrwertsteuer für die Verkehrsbetriebe aus und die Fahrpreise können sofort gesenkt werden! Wir fordern Bundeskanzler Kiesinger und seine Regierung auf: Senken Sie den Rüstungshaushalt um 50 Prozent zugunsten sozialer Einrichtungen. Wir jungen Arbeiter, Schüler und Studenten kämpfen gemeinsam für den sozialen Rechtsstaat, in dem wir gegen die unsozialen Preiserhöhungen demonstrieren. Wir stehen nicht allein. Betriebsräte, Vertrauensleute und Gewerkschaftsfunktionäre solidarisieren sich in einem Flugblatt mit den Demonstrationen der Jugend.

Liebe Freunde und Genossen!

Die Herrschenden wollen uns den Mund verbieten. In der Bundestagsdebatte am 9. Februar 1968 hat sich gezeigt, dass keine einzige Bundestagspartei für uns ist.

Wir erklären hier in aller Offenheit: Zu dieser Regierung, zu diesen Parlamentariern haben wir kein Vertrauen! Wir wollen keine Untertanen sein.
Wir wollen mitbestimmen über unsere Zukunft. Wir wollen mit 18 Jahren wählen. Wir wollen eine Schul- und Berufsausbildung,  die den Erfordernissen der heutigen Zeit entspricht. Wir fordern qualifizierte und paritätische Mitbestimmung in Betrieben, Schulen und Hochschulen. Wir wollen gesicherte Arbeitsplätze. Wir sind für die Demokratie. Wir fordern: Hände weg vom SDS und die Aufhebung des KPD-Verbotes. Das sind einige unserer Forderungen.

Weil wir in dieser kapitalistischen Gesellschaftsordnung sonst nicht gehört werden; weil wir nicht durch erhöhte Straßenbahntarife bezahlen wollen, was den Städten zugunsten der Rüstung von Bonn weggenommen wurde; weil wir nicht schlafmützig hinterm Ofen hocken während in Bonn der Demokratie mit Notstandsgesetzen zu einem Staatsbegräbnis erster Klasse verholfen werden soll; weil wir den autoritären Geist an Schulen und Hochschulen, die Diktatur im Betrieb satt haben; weil wir den amerikanischen Volkermord in Vietnam und seine moralische wie finanziellen Unterstützung durch die Bundesrepublik verurteilen; weil wir unsere eigene Meinung frei äußern wollen – deshalb nehmen junge Arbeiter, Schüler und Studenten ihr Recht in Anspruch und gehen auf die Straße.

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11. Januar 2017

Von Freya, Kassel

SDAJ

Ein Ergebnis von Widerstand?

Die hessische Landesregierung wollte 300 Lehrerstellen in der gymnasialen Oberstufe, an Grundschulen und an beruflichen Gymnasien streichen. Begründung war, dass man mehr Personal für Inklusion, den Deutschunterricht für Geflüchtete und den Ausbau von Ganztagsschulen brauche. Wir haben in allen Schulbereichen eine zu schlechte Lehrerversorgung für individuelle Förderung und wir brauchen einen Ausbau der genannten Zweige, aber keine Stellenstreichungen. Mit der Begründung, dass der Deutschunterricht für Geflüchtete so teuer sei, wurde an vielen Orten Öl ins Feuer der rechten Hetzern gegossen. Denn es sind nicht Flüchtlinge, die sind Schuld an der Unterfinanzierung des Bildungssystems. Folge dieser Stellenkürzungen sollten der Ausfall von 13 Wochenstunden pro 100 Schüler, der Wegfall von Kursen in der Oberstufe, größere Kurse und die Streichung von AGen sein. An großen Gymnasien hätte das bis zu vier Lehrerstellen weniger bedeutet und landesweit würde die Lehrstellenversorgung unter 96% fallen.

Massiver Protest
Diese massiven Verschlechterungen konnte die hessische Schülerschaft nicht ohne weiteres hinnehmen. Die Bildungsgewerkschaft GEW, der Landeselternbeirat und die LandesschülerInnenvertretung machten mehrere Aktionen dagegen und sammelten innerhalb von 50 Tagen knapp 30.000 Unterschriften gegen die Stellenstreichungen. Auch auf Kreis-, Stadt- und Schulebene wurden diese Kürzungen diskutiert. Es gab Pressemitteilungen, Unterschriftensammlungen und der Kultusminister Lorz (CDU) wurde an mehrere Schulen eingeladen. Dort wurde er mit Protest in Form von Schildern, Flashmobs etc. für gute Bildung und teilweise unter Pfiffen und Buh-Rufen begrüßt. Überall wo SDAJ‘lerInnen in SchülerInnenvertretungen, Städten und Kreisen aktiv waren, haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass genug Geld für eine gute Bildung da wäre, wenn man weniger in Rüstung und Unternehmenssubventionen stecken und höhere Unternehmens- und Millionärssteuern einführen würde.

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Dieser Artikel ist aus der aktuellen POSITION, dem Magazin der SDAJ. Du kannst es für 10€ jährlich abonnieren unter position@sdaj-netz.de

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Aktiv werden

Die mehr als 150 Lehrstellenkürzungen in der gymnasialen Oberstufe wurden vorerst eingefroren. Das ist auch ein Resultat von bestehendem Protest gegen diese Kürzungen. Aber man muss diesen Teilerfolg auch im Kontext der 2017 anstehenden Landtagswahlen sehen. Darauf zurückzuführen ist die Unterstützung der SPD und FDP als Oppositionsparteien im hessischen Landtag und die Milde der CDU als Regierungspartei. Und das, obwohl alle diese Parteien für gewöhnlich hinter einem ungerechten, unterfinanzierten und ökonomisierten Bildungssystem stehen.
An diesem Beispiel kann man sehen, dass Kämpfe der Schülerschaft gegen unterfinanzierte und ungerechte Bildung Erfolg haben können. Der Widerstand, ohne eine wirklich breite Einbeziehung der Schülerschaft und Massenaktionen an allen Schulen und auf der Straße war noch low level. Wenn wir alle Schüler über die Probleme und ihre Ursachen aufklären, vor Ort aktiv sind und zentral mit unseren Verbündeten wie der GEW und den Elternbeiräten gemeinsam auf die Straße gehen, geht da noch viel mehr, auch ohne bevorstehende Landtagswahlen.

Freya, Kassel

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19.01.2017

ver.di

Rund 160.000 junge Menschen ergreifen eine Ausbildung im Handel. Doch vielfach werden die Erwartungen an eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung nicht erfüllt, zeigt der Ausbildungsreport Handel 2015/2016, den die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zusammen mit dem DGB zum dritten Mal vorlegt. Für den Report wurden 2015 über 4.000 und 2016 knapp 2.500 Auszubildende befragt.

Danach beklagten rund ein Drittel (33,8 Prozent) der Befragten 2016, dass sie regelmäßig Überstunden leisten müssen, obwohl dies für Auszubildende nur im absoluten Ausnahmefall vorkommen soll. Ebenfalls ein Drittel (33,4 Prozent) klagt über Probleme, sich nach der Ausbildung in der Freizeit zu erholen. Und für 28,5 Prozent der Auszubildenden existiert, obwohl gesetzlich vorgeschrieben, kein betrieblicher Ausbildungsplan. „Diese und andere Ergebnisse sprechen dafür, dass viele Auszubildende als billige reguläre Vollzeitarbeitskräfte eingesetzt werden, statt eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu erhalten. Es ist kein Wunder, dass über 30 Prozent der Befragten mit der Ausbildung nicht zufrieden sind und fast 18 Prozent nicht weiter im erlernten Beruf tätig sein wollen. Die Arbeitgeber müssen dringend umdenken, wenn sie die Branche für Nachwuchs attraktiv gestalten wollen“, sagte Franziska Foullong, ver.di-Jugendsekretärin im Handel.

„Zu guten Ausbildungsbedingungen gehören betriebliche Interessenvertretungen und Tarifverträge. Tarifbindung und Mitbestimmung im Handel werden immer rarer. Für die Auszubildenden bedeutet das unter anderem auch finanzielle Nachteile. Deswegen geht es in der Tarifrunde 2017 einerseits um eine deutliche Erhöhung der Ausbildungsvergütungen. Vor allem aber brauchen wir wieder eine Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Laut Ausbildungsreport lag die durchschnittliche Ausbildungsvergütung im Handel 2016 bei knapp 724 Euro brutto monatlich. Mit einem ver.di-Tarifvertrag sind es hingegen 837 Euro.

Der Ausbildungsreport Handel 2015/2016 ist eine Sonderauswertung der DGB-Ausbildungsreporte 2015 und 2016. Die Sonderauswertung kann hier abgerufen werden: http://kurzelinks.de/ss6v

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SDAJ

18. Januar 2017

Herbert Mies, 23.02.1929 – 14.01.2017 (Ausschnitt aus einem Foto von 1992, Quelle: UZ-Archiv)

Herbert Mies, 23.02.1929 – 14.01.2017
(Ausschnitt aus einem Foto von 1992 aus dem UZ-Archiv)

Mit Trauer haben die TeilnehmerInnen des SDAJ-Verbandstreffens am Samstag vom Tod des langjährigen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei erfahren. Jan Meier, Bundesvorsitzender der SDAJ, erklärt anlässlich des Todes von Herbert Mies: „Am 14. Januar 2017 ist Herbert Mies im Alter von 87 Jahren gestorben. Mit Herbert hat die SDAJ einen großen Freund an ihrer Seite verloren, auf dessen Unterstützung sie immer bauen konnte. Sein Eintreten für den antifaschistischen und demokratischen Kampf von Jugendlichen und seine Unterstützung für die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend haben die Vorgeschichte, den Aufbau sowie den Erhalt unserer Organisation maßgeblich geprägt.“

Herbert Mies, geboren 1929, kam aus einer Arbeiterfamilie in Mannheim und war Vorsitzender der „Freien Deutschen Jugend“ (FDJ) in Westdeutschland. Die FDJ gründete sich während der Zeit des deutschen Faschismus unter Jugendlichen im Exil. Zehntausende Jugendliche kämpften ab dem Kriegsende bis in die 1950-Jahre in der Bundesrepublik mit der Freien Deutschen Jugend gegen Militarisierung, Faschismus und Monopolmacht. Die Bonner Adenauer-Regierung duldete im Rahmen der Wiederbewaffnung keinen Widerstand und ging mit allen Mitteln gegen die FDJ vor. Sie fürchtete das Eintreten für ein demokratisches und entmilitarisiertes Deutschland. Kurz darauf hieß es dann: Verbot der Organisation, Verbot der Aktionen (u.a. eine Volksbefragung gegen die Wiederbewaffnung) sowie Verfolgung der Mitglieder.

Herbert Mies und der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chiles Luis Corvalán auf dem Festival der Jugend 1978 in Dortmund (Ausschnitt aus einem Foto von der Website von W. Gehrcke)

Herbert Mies und der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chiles Luis Corvalán auf dem Festival der Jugend 1978 in Dortmund
(Ausschnitt aus einem Foto von der Website von W. Gehrcke, veröffentlicht am 04.12.12)

Schon als Jugendlicher schloss sich Herbert den KommunistInnen an. Er war ab Mitte der 1950er-Jahre Mitglied des Zentralkomitees der KPD und später Sekretär von Max Reimann und des Politbüros der illegalen KPD. Im Mai 1968 dann wurde die SDAJ gegründet. Herbert sagte über diese Zeit: „Beim Gründungskongress anlässlich den 150. Geburtstages von Karl Marx bewegte uns die Frage: Wird es gelingen eine Vielfalt jugendlicher Interessen, Motive, Erwartungen, Auffassungen zu einer Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend zusammenzuführen. Es gelang im gemeinsamen Bekenntnis zu Marx, zum sozialistischen Ziel, zur Verbundenheit mit der Arbeiterjugend, zur partnerschaftlichen Verbundenheit mit den Kommunistinnen und Kommunisten dieses Landes und zur internationalistischen Solidarität.“

Kurz nach der Gründung der SDAJ kam es zur Neukonstituierung der Deutschen Kommunistischen Partei, deren Mitbegründer und deren Vorsitzender er von 1973 bis 1990 war. Über das Verhältnis von DKP und SDAJ sagte Herbert auf dem SDAJ-Bundeskongress 1989, als er das letzte mal selber das Grußwort der westdeutschen KommunistInnen überbrachte:

Herbert Mies wird bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des KPD-Programms abgeführt, 8. Februar 1968 in Frankfurt/Main. (Foto: UZ-Archiv)

Herbert Mies wird bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des KPD-Programms abgeführt, 8. Februar 1968 in Frankfurt/Main. (Foto: UZ-Archiv)

„Wir stellen uns unter einem sozialistischen Jugendverband nicht die Kopie einer kommunistischen Partei, sondern einen Jugendverband vor, der eigene, jugendspezifische Methoden und Betätigungsformen bietet, der ein Verbandsleben entwickelt, das für die arbeitende und lernende Jugend unseren Landes neuzeitlich und attraktiv ist“. Laut Herbert Mies ist „eine revolutionäre Partei der Arbeiterklasse dieses Landes unverzichtbar. Und unverzichtbar ist eine Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend. Die Arbeiterklasse braucht sicherlich die Bündelung und Sammlung aller linken Kräfte. Sie braucht vor allem aber eine Deutsche Kommunistische Partei. Sicherlich braucht die Arbeiterjugend revolutionär-demokratische und radikale Bewegungen. Sie braucht aber auch künftig eine Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend“.

Herbert Mies hinterlässt uns ein großes Erbe der kämpfenden Arbeiterjugend. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie. Unsere Taten werden seinen revolutionären Überzeugungen und seiner „Lebenslehre“ folgen, in deren Sinne wir die SDAJ stärken wollen: „Mit starken Kollektiven kann man Bäume versetzen!“.

 

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