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ver.di fordert Bezahlung wie in anderen großen Kinoketten

30.11.2016

ver.di

Die erste Runde der Firmentarifverhandlungen für die rund 3.000 Beschäftigten der bundesweit etwa 50 Kinos der CineStar-Gruppe ist gestern am frühen Abend (29. November 2016) in Hamburg ergebnislos zu Ende gegangen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert eine Anpassung der Entgelttabelle an das marktübliche Niveau, damit die Beschäftigten so bezahlt werden, wie ihre Kolleginnen und Kollegen bei den Kinoketten UCI oder CinemaxX. Das würde, je nach Tätigkeit und Beschäftigungszeit, Lohnerhöhungen zwischen 60 Cent und 1,10 Euro pro Stunde bedeuten. Derzeit erhält ein Teil der Beschäftigten nur den Mindestlohn von 8,50 Euro. Die Arbeitgeber lehnten die Forderung als zu hoch ab, legten jedoch kein eigenes Angebot vor.

„Bei den großen Kinoketten haben wir bundesweit eine nahezu gleiche Ausgangslage. Es ist unverständlich, warum die Beschäftigten bei CineStar nicht dasselbe verdienen sollen, wie die Beschäftigten anderer großer Kinoketten“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Frank Schreckenberg.

Die Arbeitgeberseite verlangt nicht nur grundsätzlich niedrigere Entgeltsteigerungen, sondern will auch die je nach Kinostandort unterschiedlichen Entgelthöhen bei gleicher Tätigkeit beibehalten. „Wir haben uns auf diese Ausdifferenzierung 2012 eingelassen, um einen ersten Tarifvertrag zu realisieren. Diese große Anzahl unterschiedlicher Entgeltkategorien kann in diesem Umfang nicht mehr bestehen bleiben“, so Schreckenberg. ver.di verlangt, dass die Entgeltkategorien von fünf auf zwei reduziert werden.

Die Verhandlungen werden am 15. Dezember 2016 fortgesetzt.

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EVG-Pressemitteilung

Bei der Busverkehr Rheinland GmbH legen Busfahrer vorübergehend die Arbeit nieder. Hintergrund sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen mit denen bereits Anfang Oktober begonnen wurde.

Bestreikt werden zunächst nur die vier Einsatzstellen Dormagen, Düren, Velbert und Wesel. Der Ausstand beginnt am 01.12. um 3:30 Uhr und soll fünfeinhalb Stunden bis um 9 Uhr dauern. Dadurch kann es massive Störungen im Berufs- und Schülerverkehr in den genannten Bereichen geben.

Bei den Tarifverhandlungen für die rund 300 Beschäftigten zeichnet sich keine Lösung ab. „Die Geschäftsführung hat einen weitreichenden Kompromissvorschlag der EVG Tarifkommission abgelehnt“, erklärte der Verhandlungsführer der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Carsten Ganser. Die Arbeitgeber suchen „offenbar nicht den Kompromiss, sondern die Eskalation.“

„Wir bedauern, dass wir auch die Fahrgäste treffen und bitten dafür um Verständnis“, so der Streikleiter der EVG, Ludger Ingendahl. „Aber wenn es nach vier Verhandlungsrunden in zentralen Punkten keine Lösung gibt, bleibt uns angesichts der Unbeweglichkeit der Arbeitgeberseite keine andere Möglichkeit, als Druck auszuüben. Die Mitglieder akzeptieren bereits, dass es übergangsweise bei der Umstellung der beiden geltenden Tarifvertragswerke zu einer stufenweisen Zusammenführung kommen muss.
Wir fordern aber, dass es bei der Bezahlung sowie bei den Zulagen keinen Unterschied mehr zwischen vor und nach dem 14.05.1996 eingestellten Busfahrern gibt.

Die Arbeitgeberseite lehnt dies aber bei einem zentralen Punkt (Aufwandsentschädigung für anrechenbare Arbeitszeit als Busfahrer) weiterhin ab. Das ist für unsere Mitglieder absolut inakzeptabel! Denn nach zahlreichen Zugeständnissen unserseits, ist unsere Kompromissbereitschaft nun aufgebraucht. Der Arbeitgeber hatte es in der letzten Verhandlungsrunde am vergangenen Montag selbst in der Hand, im Grunde ging es nur noch um 16 Cent pro Stunde bei der Aufwandsentschädigung für unsere Busfahrer, die auf das branchenübliche Niveau von 65 Cent angehoben werden muss.“, so Ingendahl.

An folgende Standorten kann es massive Störungen des Berufs- und Schülerverkehrs geben:
• Dormagen – Stadtverkehr
• Düren – Stadtverkehr
• Velbert – Stadtverkehr / Schnellbusverkehr
• Wesel – Stadtverkehr/ Überlandverkehr

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4. Verhandlungsrunde DB AG: Kommt zur Demo in Berlin!

EVG – Tarifrunde 2016

Mit der EVG gibt es nur einen Tarifabschluss – inhaltsgleich für alle Mitglieder. Einheitliche Lohnerhöhung, einheitliches Wahlrecht, einheitliche Laufzeiten. Eine Ungleichbehandlung werden wir nicht zulassen.

am 08.12. ab 13 Uhr
vor dem Hotel Maritim, Stauffenbergstraße 26, 10785 Berlin

Gemeinsam werden wir eine Spaltung der Eisenbahnerfamilie verhindern.

Einen Tarifabschluss gibt es nur, wenn das Wahlrecht zwischen mehr Urlaub, weniger Arbeitszeit oder mehr Geld so kommt, wie wir das wollen.

Und wenn die verhandelte Lohnerhöhung uneingeschränkt für alle Mitglieder
gleich gilt.

Viel Zeit bleibt nicht mehr. Werden wir im Dezember nicht am Verhandlungstisch fertig, müssen wir eine deutlich härtere Gangart einschlagen. Auch das werden wir am 8. Dezember gemeinsam deutlich machen.

Wahlmodell kommt – die Frage ist jetzt wie? / EVG will Spaltung der Eisenbahnerfamilie verhindern / Nachbesserungen gefordert

EVG-Pressemitteilung

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft ist ihrem Ziel, für EVG-Mitglieder im Tarifvertrag eine Wahlmöglichkeit zwischen mehr Urlaub, einer Verringerung der Arbeitszeit oder mehr Geld zu vereinbaren, deutlich näher gekommen.

„Der Arbeitgeber hat uns hierzu ein erstes Angebot unterbreitet, damit ist unsere diesbezügliche Forderung schon mal grundsätzlich akzeptiert“, machte die EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba deutlich.

„Die Frage ist jetzt nicht mehr, ob wir ein Wahlrecht bekommen, die spannende Frage ist nun, wie wir dieses ausgestalten können“, erklärte Regina Rusch-Ziemba. „Die große Herausforderung für uns wird jetzt sein, die drohende Spaltung der Eisenbahnerfamilie zu verhindern“, stellte sie fest.

Denn: der Arbeitgeber habe erklärt, dass es nach seiner Auffassung bei der Wahlmöglichkeit – zwischen einer Stunde Arbeitszeitverkürzung, sechs Tagen mehr Urlaub oder weiteren 2,5 Prozent mehr an Geld – Einschränkungen im Geltungsbereich geben müsse. Und: „Statt, wie gefordert, sechs Tage mehr Urlaub sind uns lediglich arbeitsfreie Tage angeboten worden, das haben wir strikt zurückgewiesen“, machte die EVG-Verhandlungsführerin deutlich. Auch die zu verhandelnde Lohnerhöhung solle nicht an alle Beschäftigten gleichermaßen in voller Höhe ausgezahlt werden.

„Das ist für uns völlig inakzeptabel, wir werden keinen Tarifvertrag unterschreiben, der eine wie auch immer geartete Ungleichbehandlung vorsehen soll“, erklärte die EVG-Verhandlungsführerin. Dem Arbeitgeber müsse klar sein, dass dies einer der Knackpunkte in der augenblicklichen Tarifauseinandersetzung sei. „Da kriegen wir die Kolleginnen und Kollegen, wenn nötig, sofort vom Arbeitsplatz auf die Straße“, erklärte Regina Rusch-Ziemba. Zu Beginn der dritten Verhandlungsrunde hatte es bereits erste Protestaktionen gegeben. EVG-Mitglieder hatten in Berlin und an verschiedenen Standorten gegen die vom Arbeitgeber beabsichtigte Spaltung der Eisenbahnerfamilie demonstriert.

Die EVG-Verhandlungsführerin kündigte an, den aktuellen Verhandlungsstand umgehend in den zuständigen Gremien zu diskutieren. Die entsprechenden Delegationen waren bereits am Mittag in Berlin zusammengekommen und bewerten derzeit erneut den Sachstand.

Die DB AG hatte in der dritten Verhandlungsrunde, wie von der EVG gefordert, zu allen Forderungen verhandlungsfähige Angebote vorgelegt. „Klar ist allerdings schon jetzt, dass zwischen dem, was wir fordern und dem, was jetzt auf dem Tisch liegt, noch gravierende Unterschiede bestehen. Damit sind wir noch lange nicht zufrieden, da muss deutlich nachgebessert werden“, machte die EVG-Verhandlungsführerin deutlich. So sei die angebotene Lohnerhöhung in Höhe von 1,5 Prozent im Volumen völlig inakzeptabel. Auch eine Laufzeit von 27 Monaten komme für die EVG nicht in Frage.

Die Tarifverhandlungen zwischen der EVG und der DB AG werden am 8. Dezember 2016 fortgesetzt. „Wir wollen noch vor Weihnachten einen für alle Mitglieder einheitliche Tarifvertrag abschließen, ansonsten werden wir eine härtere Gangart einschlagen“, erklärte Regina Rusch-Ziemba. Diese Botschaft sei heute hoffentlich angekommen.

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27. November 2016

Vereinigung Cockpit Pressemitteilung

Kurzfristig anberaumtes Spitzengespräch zwischen Vereinigung Cockpit und Lufthansa ergebnislos

Fortführung des Arbeitskampfes bei Lufthansa. Streikankündigung für Dienstag, 29.11.16, 00:01 bis 23:59 Uhr auf der Kurzstrecke und für Mittwoch, 30.11.16, 00:01 bis 23:59 Uhr, auf der Kurz- und Langstrecke

Die Vereinigung Cockpit (VC) führt ihren Arbeitskampf bei Lufthansa fort. Für Dienstag, den 29.11.2016 werden in der Zeit von 00:01 Uhr bis 23:59 Uhr alle Piloten der Kurzstrecken-Flotten zum Streik aufgerufen. Für Mittwoch, den 30.11.2016 werden in der Zeit von 00:01 Uhr bis 23:59 Uhr alle Piloten der Kurz- und Langstrecken-Flotten zum Streik aufgerufen. Es sind jeweils alle Flugverbindungen betroffen, die in dieser Zeit aus Deutschland abfliegen sollen.

„Leider hat ein kurzfristig anberaumtes heutiges Spitzengespräch zum Vergütungstarifvertrag kein Ergebnis gebracht. Es liegt weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot der Lufthansa zur Vergütung der Piloten vor, so dass die Arbeitskampfmaßnahmen weitergeführt werden müssen.“ so Jörg Handwerg, Mitglied des VC-Vorstandes. “Es ist völlig unverständlich, dass ein Tarifpartner sich nach wie vor strikt weigert zumindest ein Angebot vorzulegen auf dessen Basis man verhandeln kann.“

Die VC bedauert die Auswirkungen auf die betroffenen Passagiere, Kabinenbesatzungen und Bodenmitarbeiter. Passagiere mögen sich hinsichtlich ihrer geplanten Flugverbindungen bitte direkt an Lufthansa wenden, da nicht alle Flüge bei den Konzerntöchtern bestreikt werden und nur das Unternehmen selbst sagen kann, welche Flüge durchgeführt werden.

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Erfolgreiche Gewerkschaftsarbeit im Fokus

EVG- Pressemitteilung

Der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, Alexander Kirchner, hat auf dem kleinen Gewerkschaftstag der EVG in Fulda eine positive Bilanz der Arbeit der zurückliegenden zwölf Monate gezogen. So sei die EVG bei den jüngsten Wahlen wieder als maßgebliche Kraft in den Betrieben bestätigt worden.

Bei den Wahlen zur Jugend- und Auszubildendenvertretung konnten die Bewerberinnen und Bewerber der EVG mehr als 94 Prozent aller Mandate erringen. Auch bei den vorangegangenen Personalratswahlen hatte die EVG ihr Wahlergebnis deutlich verbessert; ein Stimmenplus von 3,3 Prozent bedeutet 76,3 Prozent im Ergebnis. Und bei den Aufsichtsratswahlen bei der Transdev konnten, gemeinsam mit verdi, alle Mandate geholt werden.

„Diese Ergebnisse sind eindeutig und Bestätigung dafür, dass unsere Arbeit bei den Kolleginnen und Kollegen ankommt und von diesen mitgetragen wird“, so Kirchner.

Der EVG-Vorsitzende verwies gleichzeitig auf die zahlreichen erfolgreichen Tarifverhandlungen, die auch in den zurückliegenden Monaten von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft geführt worden seien. „Wir setzen unsere Forderungen durch, wenn nötig auch im Arbeitskampf, wie wir bei der Bayerischen Oberlandbahn gezeigt haben“, so Kirchner. Auch in der aktuellen Tarifrunde setzte die EVG ganz eigene Akzente. „Das von uns geforderte Wahlmodel ist wegweisend, das wollen wir jetzt bei der DB AG uneingeschränkt für alle unsere Mitglieder durchsetzen“, machte Alexander Kirchner deutlich.

Erfolgreich sei die EVG auch in ihrer politischen Arbeit gewesen. „Die Verankerung einer Soll-Vorschrift beim Personalübergang im Schienenpersonennahverkehr, die wir in der Neufassung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen verankern konnten, schützt die Beschäftigten vor Nachteilen im politisch gewollten Wettbewerb“, machte Kirchner deutlich. Jetzt müsse, wer eine Ausschreibung von Nahverkehrsleistungen gewinnt, die bisher Beschäftigten übernehmen oder deutlich machen, warum das nicht möglich sein soll. „Das wird so manchem schwer fallen; wir beobachten sehr genau, was nun um Markt passiert, um im Bedarfsfall rechtzeitig im Sinne der Beschäftigten intervenieren zu können“, erklärte der EVG-Vorsitzende.

Auch im Eisenbahnregulierungsgesetz habe die EVG deutliche eigene Akzente setzen können. Kirchner erinnerte die Delegierten des kleinen Gewerkschaftstages an die große Demonstration der EVG, zu der Anfang Juli mehr als 1.000 Eisenbahnerinnen und Eisenbahner aus ganz Deutschland vor das Bundesverkehrsministerium gezogen seien. „In quasi letzter Minute und dank des großartigen Einsatzes unserer Mitglieder konnten wir erreichen, dass durch dieses Gesetz die Bedingungen für den Güter- und Fernverkehr nicht verschlechtert wurden“, so Kirchner.

Im Rahmen seiner Grundsatzrede beleuchtete der EVG-Vorsitzende zudem die politische Entwicklung in Deutschland und deren Auswirkungen auf die gewerkschaftliche Arbeit. „Das Erstarken rechter Kräfte ist keine Eintagsfliege und wird die Bildung stabiler Regierungen erschweren“, mahnte Kirchner, auch im Hinblick auf die bevorstehende Bundestagswahl. Neue Koalitionen hätten unweigerlich Auswirkungen auf die künftige Schienenpolitik des Bundes – und so manche denkbare Konstellation lasse nichts Positives vermuten. „Deshalb werden wir als Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft auch in den nächsten Jahren vehement für eine zukunftsfähige Eisenbahn eintreten“, so Alexander Kirchner vor den Delegierten des kleinen Gewerkschaftstages der EVG in Fulda.

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Die Pilotenvereinigung Cockpit hat ihren ursprünglich für Mittwoch angesetzten eintägigen Streik auf den heutigen Donnerstag und morgigen Freitag ausgeweitet. Sie fordert ein verhandlungsfähiges Angebot der Lufthansa. Auch in der Papierindustrie gib es erste Warnstreiks mit denen die Gewerkschaftsforderungen für die diesjährige Tarifrunde unterstützt werden.

ver.di fordert verhandlungsfähiges Angebot

24.11.2016

ver.di

ver.di verlangt für die am Freitag (25. November 2016) stattfindende zweite Verhandlungsrunde für die rund 100.000 Beschäftigten der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber (Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung). ver.di fordert für das Ende Oktober 2016 ausgelaufene Tarifabkommen eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um fünf Prozent. Bundesweit unterstrichen in dieser Woche mehrere Hundert Beschäftigte diese Forderung mit betrieblichen Aktionen und kurzfristig angesetzten Warnstreiks.

„Die Arbeitgeberseite redet die Situation der Branche absichtlich schlecht, um auf Lohnzurückhaltung zu pochen. Das ist ein durchsichtiges Manöver. Die Umsätze steigen, die Produktivität nimmt an Fahrt auf und die Verkaufspreise für Waren der Papierverarbeitung steigen. Die Beschäftigten erleben eine permanente Leistungsverdichtung und haben eine Wertschätzung für ihre Arbeit verdient. Unsere Forderung von fünf Prozent mehr Lohn ist ausgewogen und angemessen. Wir erwarten nun ein verhandlungsfähiges Angebot“, sagte Frank Werneke, ver.di-Verhandlungsführer und stellvertretender ver.di-Vorsitzender.

Weitere Informationen auf https://verlage-druck-papier.verdi.de/papier/tarifrunde-2016

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Vereinigung Cockpit kündigt für Donnerstag Fortsetzung des Streiks bei Lufthansa an

Pressemiteilung der Vereinigung Cockpit e.V.

Die Vereinigung Cockpit (VC) wird die Piloten bei Lufthansa auch für Donnerstag, den 24.11.2016 in der Zeit von 00:01 Uhr bis 23:59 Uhr zum Streik aufrufen. Nachdem schon am Mittwoch fast 900 Flüge seitens Lufthansa gestrichen wurden, sind auch diesmal wieder alle Lang- und Kurzstreckenverbindungen betroffen, die in dieser Zeit aus Deutschland abfliegen sollten.

Am heutigen Dienstag haben sowohl das Arbeitsgericht Frankfurt als auch das Hessische Landesarbeitsgericht den Streik der VC für zulässig erklärt.

Die VC fordert nach mehr als fünfeinhalb Jahren ohne Vergütungserhöhung eine durchschnittliche jährliche Anpassung der Gehälter um 3,66%. „Auch während der heutigen Gerichtsverfahren sahen sich die Vertreter der Arbeitgeberseite nicht in der Lage, verbesserte Angebote vorzulegen. Daher hat es das Lufthansa Management zu vertreten, dass die VC weitere Streikmaßnahmen durchführen wird.“ so Jörg Handwerg, Mitglied des VC-Vorstandes.
Die VC bedauert die Auswirkungen auf die betroffenen Passagiere, Kabinenbesatzungen und Bodenmitarbeiter. Passagiere mögen sich hinsichtlich ihrer geplanten Flugverbindungen bitte direkt an Lufthansa wenden, da nicht alle Flüge bei den Konzerntöchtern bestreikt werden und nur das Unternehmen selbst sagen kann, welche Flüge durchgeführt werden.
Die Vereinigung Cockpit ist der Berufsverband des Cockpitpersonals in Deutschland. Er vertritt die berufs- und tarifpolitischen Interessen von derzeit rund 9.600 Mitgliedern bei sämtlichen deutschen Airlines und sieht darüber hinaus seine Aufgabe in der Erhöhung der Flugsicherheit in Deutschland.

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22.11.2016

ver.di

ver.di hat die Kabinenbeschäftigten von Eurowings zum Streik in Düsseldorf und Hamburg aufgerufen. An beiden Standorten wird es deshalb am Dienstag, dem 22. November 2016 zwischen fünf Uhr morgens und 20 Uhr zu einem ganztägigen Streik kommen.

Trotz mehrmonatiger Tarifverhandlungen mit der Eurowings konnte auch am 11. November kein Ergebnis erzielt werden.

„Der Eurowings-Vorstand hat die Arbeitsniederlegung provoziert, weil er, obwohl die Verhandlungen mit ver.di weit voran geschritten waren, nun darauf beharrt, nur gemeinsam mit ver.di und UFO einen Tarifvertrag bei Eurowings verhandeln zu wollen“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. Ein solches Vorhaben lehnen die ver.di-Mitglieder bei Eurowings entschieden ab.

„Als mitgliederstärkste Gewerkschaft bei Eurowings bestehen wir auf einem eigenständigen Tarifabschluss“, so Behle weiter. Das Vertrauen der Beschäftigten liege eindeutig bei ver.di. UFO habe hier in den letzten sieben Jahren keine tabellenwirksame Erhöhung erreichen können. Es müsse endlich Schluss sein mit der Niedriglohnpolitik bei Eurowings. Die plötzliche Kehrtwende des Eurowings-Vorstandes sei nicht hinnehmbar und habe daher den Arbeitsausstand herbeigeführt.

ver.di fordert für die rund 460 Kabinenmitarbeiter von Eurowings unter anderem eine Anhebung der Gehälter und eine Erhöhung der Funktionszulagen um jeweils sieben Prozent, 500 Euro Zulage für die Kabinenleitung („Chef de Cabin“; CdC) und die volle Bezahlung der Dienstzeit einschließlich der Bodentätigkeiten und Bodenzeiten. Darüber hinaus strebt ver.di eine Anhebung der Mehrflugstundenvergütung auf 30 Euro sowie eine zehnprozentige Provision beim Bordverkauf an. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen.

Ein weiterer Verhandlungstermin wurde noch nicht vereinbart.

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IG BAU fordert gleichen Mindestlohn für Gesellen in Ost und West

IG BAU

Frankfurt am Main, 17.11.2016
Ohne Ergebnis ist gestern Abend die Tarifverhandlung für Branchen-Mindestlöhne für insgesamt 200 000 Beschäftigte im Maler- und Lackiererhandwerk zu Ende gegangen. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) traf sich mit dem Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz zum ersten Gespräch in Frankfurt am Main.

„Ein Knackpunkt der Verhandlung war die Angleichung des Mindestlohns für Gesellen im Osten an den im Westen. Wir meinen, die gleiche Bezahlung in Ost wie West ist mehr als ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung überfällig“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Dietmar Schäfers.

„Zudem ist auch die Erhöhung insgesamt umstritten. Dabei ist es in ihrem eigenen Interesse, vernünftige Mindestlöhne abzuschließen. Die gelten für alle Betriebe und ordnen so den Wettbewerb in der Branche. Gleichzeitig helfen sie, den Druck auf unsere Tariflöhne zu verringern.“

Die IG BAU fordert eine spürbare Annäherung der Mindestlöhne an die Tariflöhne von Malern und Lackierern. Eine prozentuale Forderung hat die IG BAU nicht aufgestellt. Derzeit beträgt der Mindestlohn für Ungelernte in West wie Ost 10,10 Euro. Unterschiede gibt es beim Mindestlohn II für Gesellen. Sie erhalten im Westen 13,10 Euro, in Berlin 12,90 Euro und im Osten 11,30 Euro.

„Wir haben bereits beim Mindestlohn für Ungelernte gezeigt, dass die Angleichung Ost-West nicht den Untergang der Branche bedeutet. Wir müssen das jetzt schnellstmöglich beim Mindestlohn für Gesellen schaffen. Bis 2022 sollte es endlich gelingen, die Lohnmauer in Deutschland einzureißen.“

Die nächste Verhandlung findet am 22. November 2016 in Wiesbaden statt.

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19.11.2016

ver.di

Die soziale Absicherung des Alters war einmal eine große Errungenschaft unseres Sozialstaats. Im 21. Jahrhundert droht dieser soziale Fortschritt unter die Räder zu kommen. In einem der reichsten Länder der Welt steht die Rückkehr der Altersarmut bevor. Dagegen wenden sich der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften in einer breit angelegten Kampagne. Wir streiten für eine gesetzliche Rente, die den Lebensstandard sichert und vor Armut schützt.

Der Bereich Wirtschaftspolitik hat in Zusammenarbeit mit dem Bereich Arbeitsmarkt und Sozialpolitik eine Broschüre herausgebracht, die umfassend in die Rentenpolitik einführt, notwendige Hintergrundinformationen liefert und als Argumentationshilfe gedacht ist: Einzelexemplare bitte direkt bei wirtschaftspolitik@verdi.de bestellen.

Inhaltsverzeichnis:

§  Altersarmut kehrt zurück

§  Rentenpolitik

§  Demografischer Wandel

§  Zerstörte Ordnung am Arbeitsmarkt

§  Perspektiven der Erwerbsarbeit

§  Produktivität schlägt Demografie

§  Kapitaldeckung und Umlagefinanzierung

§  Rente und soziale Ungleichheit

§  Alternativen für eine bessere Rente

§  Politik für gute Arbeit, gutes Leben, gute Rente

Weitere Links:

https://rente-staerken.verdi.de/

 

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