Rohingya auf der Flucht

Als die Notlage der aus Myanmar gefluechteten Rohingya zunehmend in den Fokus der internationalen Aufmerksamkeit kam, waren die westlichen Medien schnell dabei, mit dem Finger auf jene Laender zu zeigen, die sich zunaechst weigerten, die Fluechtlinge aufzunehmen. Dieses Verhalten von Thailand, Malaysia und Indonesien ist natuerlich zu verurteilen. Ich habe das im Blog selbst schon getan. Was allerdings in den Medien nicht erwaehnt wurde ist die Frage, wer eigentlich dafuer verantwortlich ist, die Menschen in die Boote zu treiben.

Die Rohingya sind eine ueberwiegend muslimische Minderheit, die seit Generationen in der Provinz Rakhine im Suedwesten Myanmars lebt. Sie gelten dort als Staatenlose ohne jegliche Rechte. Doch es ist nicht die gegenwaertige Regierung von Myanmar, die ihnen die Staatsbuergerschaft verweigert. Verantwortlich fuer die Vertreibung der Rohingya sind die Gruppen der Unterstuetzer und Anhaenger der im Westen als „Schutzpatron der Demokratie“ hochgefeierten Friedensnobelpreistraegerin Aung San Suu Kyi.

Suu Kyi selbst und viele der NGOs, die sie und ihr politisches Netzwerk unterstuetzen, werden direkt durch die us-amerikanische und die britische Regierung gefuehrt. Dazu gehoeren z.B. Irrawaddy, Era Journal, und die Democratic Voice of Burma, gegruendet und finanziert von der Burma Campaign UK und vom US National Endowment for Democracy (NED) in Verbindung mit der Open Society Foundation des verurtelten Kriminellen George Soros. Die sogenannte Burma Partnership listet auf ihrer Seite ein Vielzahl von Organisationen auf, die direkt mit Aung San Suu Kyis National League for Democracy (NLD) verbunden sind. Dazu gehoeren der Students and Youth Congress of Burma, das Forum for Democracy in Burma und das Nationalities Youth Forum, die ebenfalls von der NED finanziert werden.

Die mit brutaler Gewalt durchgefuehrte Kampagne der Anhaenger der Friedensnobelpreistraegerin hat die Beseitigung der Rohingya in Myanmar zum Ziel. Sie hinterliess bis heute Hunderte Tote und Tausende obdach- und mittellose verzweifelte Menschen. Anfuehrer dieser Gewalt sind Suu Kyis „Safran Mönche“. Die so genannte „Safran-Revolution“, so genannt wegen der Farbe der Roben der Moenche, versuchte im Jahre 2007 die Regierung von Myanmar zu stuerzen und Aung San Suu Kyi und ihre „Nationale Liga für Demokratie“ an die Macht zu bringen.

Waehrend die westlichen Medien immer wieder versuchten, allein der Regierung Myanmars die Schuld an der Situation der Rohingya in die Schuhe zu schieben, sah sich eben diese Regierung nach wuetenden Protesten nationalistischer Buddhisten, angefuehrt von Suu Kyi Anhaengern, gezwungen, die temporaeren Ausweise, die den Rohingya ausgestellt worden waren, um ihnen die Teilnahme an den Wahlen zu ermoeglichen, fuer ungueltig zu erklaeren. Dass muss man sich einmal durch den Kopf gehen lassen. Die Anhaenger einer angeblichen Kaempferin fuer Demokratie, die eines Nobelpreises wuerdig war, verweigern Hunderttausenden Menschen das Recht, an Wahlen teilzunehmen.

Personenkult um Aung San Suu Kyi

Aung San Suu Kyi selbst schweigt bis heute ueber die Brutalitaet und Unmenschlichkeit ihrer treuesten und aktivsten Unterstuetzer. Waehrend ihr Schweigen von den westlichen Medien als „pragmatisch“ oder „berechnend“ dargestellt wird, ist es doch in Wirklichkeit nur eine Weigerung, ihre Anhaenger zu verurteilen, die ihr eine Nische in der poilitischen Landschaft Myanmars verschafft haben. Ihre einstigen Tugenden hat sie doch schon lange fuer Millionen Dollar Unterstuetzung fuer sich und ihr politisches Netzwerk an die USA und Grossbritanien verkauft. Ein weiteres Beispiel fuer den Missbrauch des Friedensnobelpreises, der schon oft (Kissinger, Obama, EU u.a.) eine Spur von Blut und Traenen nach sich zog.

Einer der brutalsten Anfuehrer unter Suu Kyis Safran-Metzgern ist der Moench Wirathu, seit ueber einem Jahrzehnt engagiert im Schueren politisch motivierter Gewalt und in blutigen Feldzuegen gegen die Rohingya. Die International Business Times veroeffentlichte einen Artikel mit dem Titel „Der burmesische Bin Laden: Steckt der buddhistische Moench Wirathu hinter der Gewalt in Myanmar?“. Darin heisst es:

Der Moench, der sich selbst als „der burmesische Bin Laden“ bezeichnet, sagte, dass seine Kampfbereitschaft entscheidend ist, der aggressiven Expansion von Muslimen zu begegnen.

Nach allen Berichten ist Wirathu ein Gewalttaeter, der Mobs anfuehrte, die mehreren Tausend Menschen das Leben gekostet und eine humanitaere Krise ausgeloest haben, die sich langsam ueber ganz Suedostasien verbreitet. Gleichzeitig ist Wirathu jedoch einer der staerksten Befuerworter von Suu Kyi und beruft sich haeufig auf Entscheidungen, die von den hoechsten Gremien in Suu Kyis Partei getroffen worden sind.

Wie die britsche Zeitung The Independent schon im Juli 2012 schrieb, gibt es neben Wirathu auch noch weitere Moenche und buddhistische Organisationen, die fuer eine ethnische Saeuberung in Myanmar eintreten. So fordern die Young Monks Union und die 88 Generation Students Group jegliche humanitaere Hilfe zu blockieren und Lager fuer die Rohingya einzurichten. Der fuehrende Moench Ashin Htawara forderte die Regierung auf, die Rohingya in ihre „Heimat“ ausserhalb Myanmars abzuschieben. Htawara bezeichnet uebrigens Aung San Suu Kyi als seine „spezielle Fuehrerin“.

Unabhaengig davon, was Myanmars Nachbarn tun, um den Fluechtlingen zu helfen, wird die Gewalt in Myanmar selbst solange nicht gestoppt werden koennen, wie die selbsternannten Weltpolizisten und Menschenrechtler sich nicht nur weigern, die Schuldigen an der immer groesser werdenden humanitaeren Krise zu verurteilen, sondern sie weiter unterstuetzen. Die Rohingya sind nicht „Staatenlose.“ Sie sind keine „Boat People.“ Sie haben ein Zuhause. Ihre Heimat ist Myanmar. Rassistische Voelkermord-Verbrecher haben sie, offenbar mit der Unterstuetzung und dem Segen des Westens, aus ihrer Heimat vertrieben.