Unsere Zeit (UZ)
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mundr1.347 Leserinnen und Leser von UZ, junge Welt und Melodie&Rhythmus haben aus einer Vorauswahl mit 50 Titeln die für sie zehn wichtigsten Revolutionslieder ausgewählt. Wenig überraschend kam „Die Internationale“ unangefochten auf Platz eins, gefolgt von Brecht/Eislers „Solidaritätslied“ und dem italienischen Widerstandslied „Bella Ciao“. Das Gesamtergebnis der Befragung ist im aktuellen Heft der Musikzeitschrift Melodie&Rhythmus nachzulesen.

Das Konzert der revolutionären Klassenkampflieder findet Samstag, 28. Juni zwischen 18 und 20 Uhr auf dem UZ-Pressefest im Zelt von junge Welt und Melodie&Rhythmus statt: Dort werden die zehn beliebtesten Lieder der Revolution vorgestellt.

Verschiedene Künstler wurden gebeten, auf dem Konzert eines der ersten zehn Lieder und ein weiteres ihrer Wahl aus der Gesamtliste vorzustellen. Das wird zu einigen Überraschungen führen – allerdings steht jetzt schon fest, daß die Veranstaltung mit dem gemeinsamen Singen des erstplatzierten Songs enden wird. Da die meisten Lieder den Pressefestbesuchern bekannt sein werden, darf auch ansonsten mitgesungen werden.

Wichtig sind übrigens alle aufgelisteten Revolutionslieder. Die Abstimmung manifestiert keine Konkurrenz unter den Liedern oder Interpreten, sagt aber etwas über ihren Bekanntheitsgrad aus. Junge kennen Klassiker und die neueren Hits, Ältere stimmten eher für die Lieder, die sie politisch begleiteten. Das Konzert am Pressefest-Samstag soll nun alle zusammenführen, die eines eint: Lust auf Veränderung! Und die Bereitschaft, dafür zu kämpfen. Lieder sind dabei eine wichtige Begleitung.

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Mehr Infos: Melodie&Rhythmus

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Das Trio QUIJOTE aus Karl-Chemnitz-Stadt kommt aufs UZ-Pressefest – und warum? Diese Frage bekamen die Musiker gestellt und gaben ganz unterschiedliche Antworten …

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Sabine Kühnrich (Gesang, Flöte):
„Für mich ist das UZ-Pressefest das größte Treffen aller in unserem Land, die sich der linken Bewegung zugehörig fühlen. Spätestens beim Besuch dieses Fest wird jedem klar: Links sein ist keine Frage des Parteibuches. Schon eher eine Frage des Bücherschranks, an dessen Befüllung sich ja meist eine Lebenshaltung ablesen läßt. Sollte der Schrank wertvoller sein als sein Inhalt, liegt es in der Regel nicht am Möbelstück. Genau für diesen Inhalt kann man auf dem Pressefest eine ganze Menge tun. Ein riesiger Bücherbereich in der Eislaufhalle birgt viele Schätze. Es gilt nur, sie zu entdecken. Der Antiquar deines Vertrauens ist dabei gern behilflich.“

Ludwig Streng (Gesang, Piano):
„Auf das Fest Eurer Zeitung kommen die Leute von Nah und Fern. Das ist immer ein Hallo, wenn wir dort nach Monaten oder Jahren Freunde, Bekannte, Kumpels und Kumpelinen treffen. Da sind auch eine Menge Musiker-Kollegen dabei, denen man mal wieder auf die Saiten schauen kann. Man sitzt dann bei einer Tasse Bier am Niedersachsen-Zelt oder schlürft ein Weinchen aus der Toscana und diskutiert bis spät in die Nacht manches politische oder philosophische Problem. Dabei erfährst Du eine Menge über die Probleme und Erfolge der Friedensbewegung, der Umweltaktivisten, der linken Kommunalpolitiker und Zeitungsredakteure… Und nach jedem Pressefest kennt man wieder ein paar Leute mehr und fühlt sich rundrum gut informiert.“

Wolfram Hennig-Ruitz (Gesang, Gitarre, Saxophon):
„Wir waren nun schon etliche Male auf diesem Fest. Immer haben wir uns vorgenommen, als krönenden Abschluß gewissermaßen, Schwäbische Maultaschen und Spätzle am Baden-Württemberg-Zelt zu essen. Wenn wir das dann Sonntag nachmittag in die Tat umsetzen wollten, waren die heiß begehrten Spezialitäten ausverkauft und wir mußten es auf das nächste Pressefest vertagen. Also werden wir in diesem Jahr den kulinarischen Höhepunkt auf den Freitag legen, damit da nichts anbrennt.“

Und nicht zu vergessen: QUIJOTE kommen auch zum Musizieren auf das UZ-Pressefest! Hier die Auftrittstermine:

Fr, 27. Juni 2014, 20.15 Uhr, Junge-Welt-Zelt
„Ich singe, also bin ich“ – ein Gerhard-Gundermann-Abend
Ein Projekt mit internationaler Besetzung: Johan Meijer & Jos Koning (NL) & Michail Iwanow (RU)
und QUIJOTE (Chemnitz)

Sa, 28. Juni 2014, 17.00 Uhr, Eislaufhalle
CANTO GENERAL – DER GROSSE GESANG
(Text: Pablo Neruda/ Musik: Mikis Theodorakis) in deutscher Sprache und musikalischer Bearbeitung für 3 Stimmen
Das Projekt auf die Bühne zu bringen war ein großes Stück Arbeit. Und wir freuen uns, damit bei Euch zu Gast zu sein.

Sa, 28. Juni 2014, 22.30 Uhr, Junge-Welt-Zelt
„Sonne der Gerechtigkeit“
Konzert für das Hilfsprojekt „Synergasía“ auf Kreta.
SYNERGASÍA bedeutet Zusammenarbeit. Es geht dabei um die Zusammenarbeit zwischen erwerbslosen jungen Griechen und ihren deutschen Kunden. Die Griechen haben die Olivenhaine ihrer Vorfahren wieder zum Leben erweckt. Der Verkauf des dort gewonnenen Olivenöls zu fairen Preisen in Deutschland soll Lebensinhalt und -unterhalt bieten. Und die deutschen Käufer sind eingeladen, das Projekt auf Kreta zu besuchen.
QUIJOTE spielt Lieder des großen griechischen Komponisten Mikis Theodorakis in deutscher Sprache
Hansgeorg Hermann, Journalist, gibt Einblicke in das alltägliche Leben der Menschen in Griechenland im siebten Jahr der Krise

So, 29. Juni 2014, 15.00 Uhr, Casa Cuba
„Ein Licht vom Rand der Seele“
Konzert mit antifaschistischen Texten und Liedern

Mehr Infos: www.quijote.de

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Außerparlamentarische Linke laden zum „Roten Zelt“ auf das UZ-Pressefest

Erstmalig wird es beim diesjährigen UZ-Pressefest ein „Rotes Zelt antifaschistischer und antikapitalistischer Gruppen und Organisationen“ geben. Die inhaltliche Planung des Zeltprogrammes der außerparlamentarischen Kommuistinnen und Kommunisten haben dabei maßgeblich die „Assoziation Dämmerung“ (Hamburg), „See Red – Interventionistische Linke Düsseldorf“, die nach dem Düsseldorfer Widerstandskämpfer benannte „Gruppe Hilarius“, das „Duisburger Netzwerk gegen rechts“, sowie die dortige „Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz“, die gegen den Abriß ganzer Straßenzüge in der Ruhrgebietsmetropole mobil macht, übernommen.

Das Programm des „Roten Zeltes“ reicht dabei von Diskussionsrunden über Strategien im Kampf gegen Neofaschisten, Rassisten und Krieg, über Veranstaltungen zur politischen Bewertung der Europäischen Union bis hin zu linker Städtebaupolitik. Dafür konnte der Zusammenschluss Wolfgang Richter von der DKP-Dortmund als Mitdiskutanten gewinnen, der als Professor an der FH Dortmund im Fachbereich Architektur tätig war und kürzlich gemeinsam mit Irina Vellay das Buch „Bürgerarbeit – Teil der großen Umverteilung? Eine empirische Untersuchung am Beispiel der Stadt Dortmund“ im Papyrossa Verlag veröffentlicht hat.

Sylvia-Brennemann

Sylvia Brennemann

„Das Thema Wohnen rückt immer mehr ins politische Interesse und sollte deutlich stärker wieder von linker Politik und linken Aktivisten besetzt werden. Dazu sehe ich beim UZ-Pressefest ein gutes Forum“, so Sylvia Brennemann, Sprecherin der „BI Zinkhüttenplatz“ gegenüber dieser Zeitung. „Gerade in bewegungsarmen Zeiten ist es wichtig, von der Arbeit anderer Netzwerke und Gruppen zu hören, um nicht dem eigenen Tunnelblick zu verfallen. Gerade da europaweit der Kapitalismus in der Krise steckt und immer mehr Menschen von Verarmung bedroht sind, sollte linke Politik gut aufgestellt sein. Ein richtiger Schritt ist in dem Zusammenhang der Besuch und die aktive Beteiligung am UZ- Pressefest“, so Brennemann weiter.

Mischa-Aschmonait

Mischa Aschmonait

An weiteren Veranstaltungen der Antikapitalisten und Nazigegner werden unter anderem Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP und Phillip Becher,Sozialwissenschaftler an der Universität Siegen mit den Forschungsschwerpunkte Faschismus vor und nach 1945, Rechtspopulismus und Neue Rechte teilnehmen. Auch Mischa Aschmonait, der sich bei „See Red!“ und vor allem in der Blockupy-Bewegung und bei „Castor Schottern!“ engagiert, wird zugegen sein und außerdem an der zetralen Diskussion zum Thema Antifaschismus teilnehmen. „Als Nicht-Parteimitglied freue ich mich sehr, dass die DKP erneut die Kraft zur Organisation des Pressefestes aufbringt. Möge es gut besucht und von gutem Wetter verwöhnt sein“, wünscht er den Tausenden Kommunistinnen und Kommunisten, die zum größten linken Fest bundesweit erwartet werden.

Thomas-Zmrzly

Thomas Zmrzly

Thomas Zmrzly vom antiimperialistischen Duisburger Verein Initiativ e.V., freut sich unterdessen, „beim Pressefest viele Freundinnen und Freunde zu treffen“. „Wir brauchen den Austausch und die Diskussion, um den Klärungsprozeß in der Linken voranzutreiben. Aktuelle Fragen, wie ist die sogenannte Neue Rechte in Europa zu bewerten und wie der Kampf gegen den deutsch-neoliberalen Merkelismus geführt werden, können hier grundsätzlich diskutiert werden“, kündigte er an.

Auch die Publizistin und Journalistin Susann Witt-Stahl aus Hamburg wird an verschiedenen Runden im Roten Zelt teilnehmen. Auf dem UZ-Pressefest stellt sie außerdem ihr dann neu erschienenes und gemeinsam mit Michael Sommer herausgegebenes Buch „Antifa heißt Luftangriff! – Regression einer revolutionären Bewegung“ (Laika Verlag) vor.

Fernab davon will Witt-Stahl die Begegnungen beim Pressefest nutzen, „um über die Prinzipien und Strategien eines zeitgemäßen Antifaschismus und Antiimperialismus zu diskutieren – aber auch um zu agitieren“. „Die antikapitalistische Linke in Deutschland muss jetzt handeln und den Widerstand formieren gegen eine geschichtsvergessene und kriegstreiberische Bundesregierung, die in der Ukraine Ultranationalisten und Faschisten zur Macht verhilft“, fordert sie ein.

Die Historikerin Mareen Heying, die vor allem zur Geschichte der Prostitution und zur Geschichte des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus forscht und Redakteurin der Zeitschrift „Wir Frauen“ ist, wird ihr neues Buch „Klara Schabrod. Alltagskonstruktionen einer Kommunistin in Briefen zur Zeit des deutschen Faschismus“ vorstellen, welches am am 8. Mai 2014 im RuhrEcho Verlag Bochum erschienen ist. Die feministische Kommunistin Florence Hervè wird im „Roten Zelt“ aus ihrem aktuellen Buch zum Massaker in Oradour lesen.

Alles in allem ist den Organisatorinnen und Organisatoren des „Roten Zeltes“ ein gut abgerundetes Programm gelungen, welches unser aller Pressefest bereichern wird. Der genaue Zeitplan und weitere Details zu den geplanten Veranstaltungen und Diskutanten wird in Kürze auf http://roteszelt.wordpress.com veröffentlicht werden.

Markus Bernhardt

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Internationale Solidaritätslieder mit Blandine Bonjour (Gesang) und Bernd Köhler (Gesang, Gitarre) auf dem UZ-Pressefest

bonjourkoehlerBlandine Bonjour und Bernd Köhler singen Chansons. Nicht irgendwie Chansons sondern Lieder „mit politischer Haltung” (Rheinpfalz). Seit einigen Jahren sind sie erfolgreich mit dem Programm „Chansons sans cigare – Lieder aus dem anderen Frankreich” unterwegs und lassen uns „im Zweigesang mit klaren und oftmals bestechend schönen Liederbauten” (Mannheimer Morgen), Leben, Liebe und Kämpfe der französischen Arbeiter und Bauern lebendig werden.

Beim Konzert auf dem UZ-Pressefest werden vor allem Lieder aus dem neuen Album „Les nouveaux Mosquetaires” zu hören sein. Einer Würdigung der neuen Bewegungen, die auf den Strassen und Plätzen der Heutzeit ihre Klingen mit den Mächtigen kreuzen: Einer für alle – alle für einen. Köhler und Bonjour haben dazu internationale Chansons aus unterschiedlichen Epochen und Ländern zusammengetragen. Beim Pressefest mit dabei, ist der Gitarrist Adax Dörsam, dessen virtuosen Saitenkünste auch schon von Xavier Naidoo, Pee Werner oder Jonny Logan angefragt wurden.

Freuen Sie sich auf eine „erfrischende, poetische Zeitreise voller Charme” (FOLKER) dieser aussergewöhnlichen, „vitalen deutsch-französische Melange!” (melodie & rhythmus). Ein Konzert zum Zuhören, bei dem Mitsingen jedoch ausdrücklich erwünscht ist. Französischkenntnisse sind nützlich aber nicht nötig, denn die Lieder werden unterhaltsam in ihrem historischen Zusammenhang erklärt.

Info: Das Konzert auf dem Pressefest findet am Samstag, 28. Juni 2014 statt

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musikandes

MUSIKANDES ist ein im Jahr 2008 gegründetes kulturelles Projekt, das die Tradition der lateinamerikanischen Musik wieder aufnimmt. Das ist eine Musik, die über die täglichen Überlebenskämpfe und Träume der lateinamerikanischen Gesellschaft spricht. Die Lieder erzielen ihre Resonanz dadurch, dass sie die sozialen Probleme des Zuhörers aufgreifen, durch das Lied ästhetisch verdichten und ihn somit zu zu einer politischen Haltung auffordern. Die Formen dieser musikalischen Mitteilung sind vielfältig. Zum einen ist es die Stimme des Sängers, der sich im traditionsgebundenen Spiel einer Gitarre, der Quena, des Charango oder des Cuatro als Instrumentation begleitet. Außerdem werden auch europäische Instrumente wie das Cello, das Kontrabass oder die Blockflöte integriert. Unsere musikalische Werdegang begründet sich auf unserem lateinamerikanischen Erbe, entwickelt sich jedoch weiter in der Tradition des politischen Liedes von Eisler, Weill und anderen in Europa.

Víctor Jara und Violeta Parra waren die großen Volkssänger Chiles. Sie widmeten viele Jahre ihres Lebens dem Erforschen und Sammeln volkstümlicher Musik, lebten das gleiche Leben wie die Bauern, Bergleute und Fischer, und teilten den Hunger, die Kälte, ihre Freuden und Leiden. Sie sammelten ihre Lieder, ihre Tänze, ihre Sprichwörter, ihre Kochrezepte und ihr Kunsthandwerk und waren die Begründer des gesellschaftlich engagierten Liedes in Chile. Sie haben uns allen den Weg gewiesen, dem wir jetzt folgen.

Mehr Infos: www.musikandes.tk

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Nicky-Marquez_0987nx7. Oktober 2012: in Venezuela tritt Chavez zum wiederholten Male zur Präsidentschaftswahl an. Einen Tag nach der Wahl in Frankfurt/M veranstalten die VenezuelaSoliFfm und das Generalkonsulat Venezuelas eine Wahlparty. Nach Infos zu Wahl und Wahlergebnis tritt Nicky aus Kuba auf. Ich, nicht gerade der größte Anhänger der oftmals gebotenen Salsa-Einheitssoße, war sofort beeindruckt von der Präsenz und Klarheit von Nickys Stimme. Ob Revolutionsklassiker, kubanische Tanzmusik, Lieder anderer Länder Lateinamerikas oder eigene Interpretationen internationaler Pop-Hits, allem drücken Nicky und ihre beiden Begleitmusiker einen persönlichen Stempel auf.

Seitdem habe ich „Nicky y Son a 3“ noch bei mehreren Anlässen, wie z.B. dem „Lateinamerika Soli Sommerfest“ in Frankfurt, erlebt. Mich beeindruckt immer es wieder, wenn sie die bekannten kubanischen Revolutionsklassiker wie „Hasta siempre“ singt. An der Art, wie sie diese singt, spürt man die Verbundenheit mit Kuba, seinen Menschen, der Revolution. Ihre Interpretation des chilenischen Liedes „Gracias a la Vida“ von Violeta Parra ist eine der besten, die ich je gehört habe. Nicky Márquez wurde in Las Tunas, Kuba, geboren und stammt aus einer berühmten Musikerfamilie. Nach der Musikschule arbeitet sie als Chordirektorin, Gesangslehrerin und Dozentin an der Hochschule für Musik. Seit 1995 verdient sie als professionelle Musikerin ihr Geld. 2000 kommt sie als Sängerin, Gitarristin und Keyboardspielerin der Gruppe SONOC DE LAS TUNAS zum ersten Mal nach Europa. 2001 bis 2005 macht sie fünf weitere Tourneen als Solistin durch Europa. In Frankfurt lernte sie ihren Mann und Musikerkollegen Juan kennen, mit dem sie inzwischen dort lebt. Nicky tritt mit „Son a 3“ oder als Solistin auf.

Friedhelm Spatz, Erlangen

Eindrücke: 01, 02

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Geschichten von und mit KommunistInnen treffen aufs Achtelfinale der WM

Pressefest-FilmzeltFür ein Filmzelt auf dem Pressefest gab es gleich zwei wichtige Anstöße. Der eine kam von Genossin Margot Konetzka aus Bremen, die zu Recht der Meinung war, dass der Film „Verboten – verfolgt – vergessen“ des Regisseurs Daniel Burkholz nicht fehlen dürfe. Der Film über die Opfer des Kalten Krieges, die vor allem wegen ihres Kampfes gegen die Remilitarisierung der BRD unter Adenauer verfolgt wurden, ist eine wichtige Phase unserer Geschichte. Bei weitem nicht nur KommunistInnen, aber doch viele, landeten in den Knästen und wurden ihrer Rechte beraubt. Im Film kommen daher auch viele unserer GenossInnen zu Wort – wir sehen unsere GenossInnen Gerd Deumlich und Rosi Stiffel wieder, die vor nicht allzu langer Zeit verstorben sind und uns so oft fehlen. Wir sehen Ingrid und Herbert Wils, die den Film in der letzten Zeit in viele Städte begleitet und die unglaubliche Geschichte vor allem auch für Jüngere greifbar und lebendig gemacht haben. Im Filmzelt auf dem Pressefest werden weitere wichtige Filme aus der kommunistischen Bewegung zu sehen sein, darunter zwei Filme über das Leben unserer GenossInnen und antifaschistischen WiderstandskämpferInnen Ettie und Peter Gingold und Emil Carlebach. Doch auch die Gegenwart kommunistischer Politik hat ihren Platz: Mit dem Film Mietrebellen kommt der Filmemacher Matthias Coers aus Berlin nach Dortmund. Der Film dokumentiert den Widerstand in der Hauptstadt gegen Verdrängung, Mieterhöhungen und Zwangsräumungen. Mit Klaus Linder aus der DKP Friedrichshain-Kreuzberg kommt auch darin ein Genosse zu Wort. Ein weiterer Film, eingebracht von der GenossInnen der TKP, befasst sich mit den Protesten in der Türkei rund um den Gezi-Park und die Perspektiven des dortigen Widerstands. Auch der Film „Zucker und Salz – vier Freundinnen leben die kubanische Revolution“ unseres Genossen Tobias Kriele soll nicht fehlen.
Der zweite Anstoß? Der mag profaner sein. Aber wir wollen nicht vergessen: Wir feiern ein Volksfest und zeitgleich findet das Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien statt. Die Samstagsspiele können bei einem kühlen Bierchen natürlich auch bei uns auf dem Pressefest geguckt werden – sogar fachmännisch und politisch korrekt kommentiert!

Wera Richter

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Antifaschistischer Triki-Ska aus dem Baskenland

Logo-XaikoDer erste Deutschland-Auftritt der neuen Formation Xaiko aus dem Baskenland findet Ende Juni auf dem UZ-Pressefest in Dortmund statt. Bei der Triki-SKa-Band handelt es sich allerdings um alte Hasen der Szene: Frontman Xabi Arakama ist Mitbegründer der Gruppe Ze Esatek und hat in den vergangenen Jahren auch bei der Katalanischen Band Obrint Pas, die sich leider aufgelöst hat. Zwei weitere Mitglieder der Band kommen von der Gruppe Kaotika. Die Musiker wissen also, was auf der Bühne zu tun ist und sie wissen, warum sie nach Dortmund kommen: „Wir kommen, weil wir die deutschen Kommunisten in ihrem Kampf unterstützen aber auch mit ihnen feiern wollen. ‚Zusammen kämpfen – zusammen feiern’ ist auch bei uns das Motto vieler Aktionen. Wir sagen: „Jaiak bai, borroka ere bai“. Zum Beispiel bei den riesigen Festivals zur Unterstützung unserer politischen Gefangenen im Baskenland, bei denen wir oft dabei sind.
Musikalisch ist die BRD für uns Neuland. Politisch wissen wir aber, dass es das Land von Frau Merkel ist, die die Troika anführt, und auf die wir nicht gut zu sprechen sind. Die Idee ein Konzert quasi vor ihrer Haustür zu machen gefällt uns. Wir werden ihr entgegen schreien, was wir von dem System, das sie vertritt, halten. Außerdem freuen wir uns auch darauf, die Genossen von Bandista aus der Türkei und viele andere Freunde in Dortmund zu treffen, mit ihnen zu feiern, zu singen und uns auszutauschen.
Wir treten auf dem Pressefest am Freitag auf dem Antifa-Konzert der SDAJ auf. Was Antifa bedeutet, wissen wir sehr gut und was Faschismus bedeutet auch. Der Franco-Faschismus ist immer noch nicht besiegt, das bekommen wir im Baskenland jeden Tag zu spüren. Der König, den viele hier in eurem Land so sympathisch finden, wurde von Franco selbst eingesetzt um die Kontinuität des Systems zu gewährleisten, … aber von alledem singen wir Euch mehr auf dem UZ-Fest. Wir treten noch ein zweites Mal am Samstag auf. Wir freuen uns auf Euch!“

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Maydonoz Mafia

Kutlu-Yurtseven

Foto: DVA

Kutlu Yurtseven von der Microphone Mafia warb bei seinem Solo-Auftritt am 1.Mai in Lüneburg auch für das UZ-Pressefest. „Da kommt ihr aber weniger wegen uns, sondern zum UZ-Pressefest. Wir sind da nur die Petersilie (türk. = maydonoz; verfeinert in der türkischen Küche nahezu jedes Gericht)“.

Zuvor zogen wieder mehrere Hundert durch die Lüneburger Innenstadt, um für gute Arbeit und ein soziales Europa zu demonstrieren. Auf der Abschlusskundgebung sprach Norbert Kuck vom IG-Metall-Bezirk Niedersachsen-Sachsen-Anhalt.

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Die Regensburger Band „Ruam“ bringt die bayrische Mundart auf das UZ-Pressefest

ruam-pressefest-2014Ruam – das ist im bayrischen Dialekt die Bezeichnung für Rote Beete. Die wird es auf dem Pressefest zwar nicht als kulinarischen Beitrag geben. Das mögen einige begrüßen und andere schade finden. Ein echter musikalischer Gewinn für alle Besucherinnen und Besucher des Pressefestes wird aber der Auftritt der Regensburger Band „Ruam“ sein.

Wer sind Ruam? Lassen wir die Band selbst sprechen: „Wir sind politische Menschen, in der täglichen Auseinandersetzung ihren Mann (Frauen haben wir nicht) stehen. Das gibt uns genügend Stoff, dies in unserer eigenwilligen Form in Musik und Kabarett umzusetzen. Wir versuchen aktuelle Themen, die uns selbst auch auf den Nägeln brennen, zu verarbeiten.“ – und das ganze präsentiert die Band auf bayrisch.

Die Menschen hinter „Ruam“ sind:

  • Claus: Opa, Schreinermeister, früher Hausbesetzer-heute Hausbesitzer, Gitarre, Mandoline, Maultrommel, Gesang
  • Hermann: Deutschlehrer (wichtig für die Band bei außerbayrischen Auftritten) Gitarre, Piano, manchmal Gesang
  • Reinhard: Gewerkschaftssekretär, letztes Arbeiterelement in der SPD, Baß, Gesang, bei Bedarf auch Drums
  • Jürgen: Dipl. Betriebswirt, Drums, Keyboard, bißchen Gesang
  • Uli: Physiker, Musiker, Rentner, Sax und worauf man sonst noch blasen kann, Piano

Die Onlineredaktion des DKP-Nachrichtenportal ist sich einig: Das wird ein Mordsgaudi!

mg

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