Unsere Zeit (UZ)
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Naturfreundejugend NRW mit eigenem Zelt im Jugendbereich

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Foto: marcuwekling.de

Erstmalig wird in diesem Jahr auch der Landesverband der Naturfreundejugend NRW (NFJ) im Jugendbereich auf dem UZ Pressefest mit einem Zelt vertreten sein. Dort soll ein attraktives und buntes Programm das kulturelle Leben des Festes unterstützen und gleichzeitig die Vielfältigkeit des Verbandes darstellen. „Von vielen wird die Naturfreundejugend entweder gar nicht wahrgenommen oder als Bäume umarmende Öko-Ultras eingeordnet“, berichtet die Landesvorsitzende Lina Najib und ergänzt „Dass unsere Wurzeln in der Arbeiterjugend liegen, ist zu wenigen bekannt, ebenso wie unser breit gefächertes Angebot.“

Das spiegelt sich bereits in den Vorbereitungen wider. Der Jugendverband plant einen Mix aus kulturellen sowie politischen Beiträgen und will in verschiedenen Workshops zeigen, was auf den Freizeiten und Seminaren miteinander auf die Beine gestellt wird.

So hat die NFJ für den Freitag Abend die Dortmunder Band „Outer Space Association“ gebucht, die mit Party-Ska für gute Laune sorgen und die Tanzbeine in Bewegung bringen. Am Samstag wird „George Surreal“ in die Saiten greifen und den Gästen des Festes mit seiner Musik ein Stück französischer Lebensfreude in Ohren und Herzen tragen. Abgerundet wird der kulturelle Beitrag unter anderem durch die Lesung eines „Best of Känguru“ des Kleinkünstlers Marc Uwe Kling, der sich in den Reihen der jungen NaturFreunde ausgesprochen großer Beliebtheit erfreut. Da der Autor selbst wahrscheinlich nicht zu buchen sein wird, liest ersatzweise das Beuteltier selbst die Lieblingskapitel des NFJ-Teams aus der Trilogie rund um das „Känguru Manifest“ vor.

Über den Samstag verteilt bietet der Jugendverband kreative Workshops an, die zum Mit- und Selbermachen anregen sollen, beispielsweise Stencil-Kunst mit Sprühschablonen auf Leinwänden oder Guerilla Gardening zur Verschönerung urbaner Betonwüsten. Für den Samstag Abend wird es Feuerzauber und –jonglage der Gruppe „Evil Flames“ geben, welche sich mittlerweile überregional einen Namen gemacht hat und eine echte Attraktion darstellt.

Auch die politische Seite kommt nicht zu kurz, so wird es eine Diskussionsrunde und Infos zum anti-militaristischen Schwerpunkt der NFJ „Krieg ist kein Funsport“ geben. Dazu hat sich aus dem Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands der Friedenspolitiker Uwe Hiksch als Referent gewinnen lassen. Neben spannenden Informationen über den Propagandafeldzug der Bundeswehr an Schulen wird die NFJ auch über ihre zahlreich geplanten Aktionen gegen den Auftritt des Militärs auf der Jugendmesse YOU im November in Dortmund berichten.

Bei alledem legt die NFJ vor allem auf eines Wert: ihre Aktionen sollen „witzig!“ sein. Deshalb  ergänzt sie das kulturelle Programm durch einen Showkampf im Boxring zwischen Känguru und Pinguin und lädt zum Gründungstreffen der „Sektion Ruhrgebiet“, um das „Asoziale Netzwerk“ auf breitere Füße zu stellen und dem „Ministerium für Produktivität“ die Stirn zu bieten. Wir sind gespannt!

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Interview mit Schmiddl von der Oma Körner Band

oma-koerner.bandUZ: „Die Oma Körner Band ist ein Auffangbecken für ältere Menschen, die ihre Stimmbänder seit Jahrzehnten für Frieden und soziale Gerechtigkeit opfern. Die Bands, aus denen sie kommen, sind Frührentnern und anderen Menschen mit ausgeprägtem Langzeitgedächtnis unter den Namen Peter, Paul & Barmbek, Radio Barmbek, Antropos und String Band vielleicht noch erinnerlich.“ So habt Ihr euch selbst auf eurer Internet-Seite und für das Pressefest 2011 beschrieben, Schmiddl. Viele fragen sich, woher kommt der Name Oma Körner Band? Eigentlich seid ihr zu temperamentvoll für diesen Namen.
Schmiddl: Kennt ihr Marianne Wilke? Die Mutter unseres Gitarristen und des Bratschisten von Rotdorn? Die ist schon mehrfache Ur-Oma und hat, wenn sie beispielsweise für die VVN spricht, immer noch ein Temperament, das tief bewegt. Oma zu sein, bedeutet nicht am Stock zu gehen.
Das war auch bei Oma Körner so. Gudrun, unser Banjo, ist eine geborene Körner. Als ihre Mutter 70 wurde, haben wir nach ein paar Jahren Pause eine Band aus alten Freunden zusammengestellt, um ihre etwa 100 Gäste mit plattdeutschen Liedern zu beglücken. Die örtliche Presse war anwesend und fragte nach unserem Beitrag, wie die Band denn wohl heißen würde. „Öh …, äh …“, über einen Namen hatten wir so wenig nachgedacht wie über einen zweiten Auftritt, also sagten wir spontan und wahrheitsgemäß, „Wir sind die Oma Körner Band“. Und damit können wir seit 25 Jahren gut leben. Oma Körner war zwar überhaupt nicht links, aber sie hat ein schwieriges Leben lächelnd gemeistert, drei wunderbar soziale Kinder großgezogen und ist aufrecht und mit Würde in die Demenz marschiert. Ich habe sie sehr geliebt.

UZ: Ihr seid vielen Jahren auf Tour, habt verschiedene CDs herausgebracht und immer wenn man euch braucht, seid ihr da! Was motiviert euch, euch so engagiert für die Belange der Schwachen einzusetzen?
Schmiddl: Das mit dem „Da sein, wenn man uns braucht“, lassen wir mal dezent beiseite. Es ist leider so, dass einige von uns sehr viel im In- und Ausland arbeiten müssen. Einige, die nicht so gut verdienen, machen zusätzlich Tanzmusik um die nötigen Taler nach Hause zu bringen. Somit sind gemeinsame Termine ein gemeinsames Problem.
Aber wenn’s geht, rattern wir los. Ich verstehe uns als Teil der Reklame-Abteilung der Linken. Wir versuchen Menschen zu bewegen, in einer linken Partei, in einer Gewerkschaft, bei einer NGO mitzumachen oder für einen Frosch-Tunnel unter der B 432 zu kämpfen. Nur wer sich konkret für ein noch so kleines Ziel in dieser Gesellschaft einsetzt, erlebt, in was für einer Gesellschaft wir leben. Versucht mal eine neue Ampelanlage an eurer Straße zu bekommen … Insofern setzen wir uns weniger für die Belange der Schwachen ein als für die Stärkung der Aktiven.

UZ: Ihr gehört gewissermaflen zum „lebenden linken Inventar“ unserer Pressefeste – sowohl der früheren großen als auch der jetzigen feinen und kleinen, und wir freuen uns, dass ihr, als wichtige linke Liedermacher, immer wieder unser Kulturprogramm bereichert. Unvergessen sind eure Auftritte als Musikbox. Wie gefällt Euch die Atmosphäre auf unseren Festen? Gibt es Kritikpunkte, Verbesserungsvorschläge von Euch?
Schmiddl: Wer dein UZ-Tagebuch verfolgt, wird unsere Anregungen gelesen haben, die du ja vor ein paar Wochen veröffentlicht hast. Sie sind keine Kritik, sondern einfach ein paar neue Ideen. Kritisieren tut ihr euch intern ja genug, deshalb hoffen wir, dass neue Ideen dazu beitragen, wieder den Blick nach vorne zu öffnen. Das Einzige, was ich auf den letzten Festen wirklich schade fand, war die Tatsache, dass man die Zeitpläne direkt in die Tonne werfen konnte. Außer dem Top-Act um 20 Uhr auf der Hauptbühne fand wenig dann und dort statt, wie es im Programm stand. Das war früher so toll, dass man sicher sein konnte, dass „Kunos kesses Kampforchester“ um 15 Uhr 30 auf Bühne XY spielt. Das ist leider verloren gegangen. Leider für die Gäste, für die K¸nstlerinnen und Künstler und damit für das ganze Fest.
Als grundsätzlichen Verbesserungsvorschlag wiederhole ich meine alte Leier: Ich finde erstens, ihr müsstet euch entscheiden, was das UZ-Fest sein soll: Eine öffentliche Mitglieder-Fete mit vielen blauen Hemden und herzhaften Kampfliedern der Vergangenheit oder eine PR-Veranstaltung für eine antikapitalistische Partei, die Werbung für ihre Positionen macht. Unsere Vorschläge, in dem bereits erwähnten UZ-Fest-Konzept, stehen ja unter dem Leitgedanken „Für eine solidarische Welt“. Ich wünschte mir, eure Partei würde dieses schlichte Motto zu dem machen, was andere Parteien ihren „Markenkern“ nennen. Und wahrscheinlich werden Viele sagen „Aber das ist doch seit jeher die Maxime unserer Partei“, was natürlich wahr, aber für Auflenstehende nicht unmittelbar erkenntlich ist.
Wenn man die UZ aufschlägt wird man ganz wuschig im Kopf, wenn man liest in welchen kleinen und groflen, lokalen, nationalen und internationalen Auseinandersetzungen sich Mitglieder der DKP engagieren. Ich fürchte immer, dass sich das Bild von euch dabei zerfleddert, weil ihr überall ja nur mit vergleichsweise wenig Personal dabei sein könnt. Wenn aber all die Aktionen immer wieder hör- und lesbar unter dem Leitgedanken „Für eine solidarische Welt“ zusammengefasst würden, dann wäre jede kleine Aktion nicht nur eine kleine Aktion, sondern ein Schritt zum großen Ziel. Und damit eine klare Orientierungshilfe für die vielen, die inzwischen die herrschenden Veräältnisse überwinden möchten.

UZ: Wir freuen uns auf eure Auftritte.
Schmiddl: Wir freuen uns auf das größte Fest der deutschen Linken.

Die Fragen stellte Uli Abczynski

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Musik zum Tanzen, Zuhören, Nachdenken und Träumen auf dem 18. UZ-Pressefest in Dortmund

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Ska-Punk aus dem Baskenland: Xaiko

Mit einem Antifa-Konzert auf der Hauptbühne startet das 18. UZ-Pressefest am Freitag, dem 27. Juni 2014, im Dortmunder Revierpark Wischlingen. Dazu reisen aus Istanbul die Jungs von Bandista und aus dem Baskenland die frisch gegründete Band Xaiko an. Die Ska-Punk-Band hat soeben ihre erste CD veröffentlicht und wurde vom Gründer der leider aufgelösten katalanischen Band Obrint Pas ins Leben gerufen. Unterstützt werden beide durch die Bochumer Compania Bataclan.

Fest der Solidarität
Internationalistisch geht es auch am Samstag auf der Hauptbühne weiter. Dort spielen unter anderem die türkische Saz-Gruppe Friedenshaus aus Rüsselsheim, das portugiesische Duo Luis Galrito und Antonio Hilario und unseren chilenischen Genossen von Musikandes. Zu der Musik wird es auch Informationen unserer Genossen aus den entsprechenden Ländern geben. Am Samstag Abend erwarten wir die Auschwitz-Überlebende und unermüdliche Antifaschistin Esther Bejarano mit ihrem Sohn Yoram und der Microphone Mafia. Es folgt Konstantin Wecker mit Band.

Eishalle & Casa Cuba
In der Eissporthalle treten neben weiteren Erich Schaffner, Bernd Köhler & Blandine sowie am frühen Samstag abend Quijote mit dem Canto General auf. Dieser wird in Auszügen am Sonntag nachmittag noch einmal in der Casa Cuba zu hören sein. Hier eröffnet am Freitag abend der Liedermacher Frank Viehweg aus Berlin eine Ausstellung mit Bildern von Antonio Guerrero, einem der in Miami inhaftierten Cuban Five. Neben kubanischen und lateinamerikanischen Klängen geht es in der Casa Cuba mit den bayerischen Ruam auch zünftig zu. Es ist diese unbestechliche Mischung, die das UZ-Pressefest – Volksfest der DKP, ausmacht und die auch durch den Zelten der DKP-Bezirke den Ton angibt.

Unbestechliche Mischung
Dort begrüßen wir: Kai Degenhardt, Fred Ape, MC Albino Jane Zahn, Sonja Gottlieb, Achim Bigus, Dirk Wilke & Peter Schenzer, Klaus den Geiger, Pol Mc Adam, Le Blech, die Oma-Körner-Band, Gutzeit, die Haake Blues Band, den Zauberer Grobylin Marlowe aus Dortmund, die Trommler von Maputo, den Kabarettisten Einhart Klucke und viele andere mehr. Mit der Tageszeitung junge Welt kommt die Jazz-Polizei aus Berlin und eine ganze Reihe von genannten und ungenannten Musikerinnen und Musikern werden am frühen Samstag abend im jW-Zelt die zehn besten Revolutionslieder – gekürt von den LeserInnen von Melodie&Rhythmus, junge Welt und UZ – erklingen lassen.

Eins steht schon jetzt fest: Auch das 18. UZ-Pressefest wird ein Fest der Internationalen Solidarität, des Antifaschismus, der Begegnung von jung und alt, ein großes Fest der Kultur – unserer Kultur – werden.

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Urlaub in Dortmund

Die Bereitschaft beim Auf- und Abbau zu helfen ist groß. Wir müssen nur planen können. Daher nochmal unsere Bitte: Wer Urlaub nehmen kann, wer frei hat oder Langeweile, meldet Euch. (uz-pressefest@dkp.de) oder auch in Essen beim Parteivorstand. Wir können jeden gebrauchen, er muss nur helfen können. Er / Sie muss auch nicht in der DKP sein ( er / sie kann aber auf dem Fest eintreten).
Wir bieten: Schlafmöglichkeit oder Zeltplatz, gute Verpflegung, viel Arbeit, Spaß an der Arbeit und nette „Kolonnen Schieber“ . Bisschen feiern auch, in diesem Sinne
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unser Fest ein großer Erfolg wird.

Ulrich Abczynski
Technischer Leiter

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Fäustel freut sich schon drauf, mit seinem Stand das Fest zu bereichern. Zur Erinnerung: „Wir holten aus einem Verschlag eine sehr schwere Tüte heraus, voll mit alten Münzen aus DM Zeiten, von 5 DM bis 1 Pfenning Münzen. „Die Münzen habe ich im Laufe der Zeit gesammelt, gefunden und geschenkt bekommen, es ist einer meiner Beiträge zum Gelingen des Festes“. Nachdem wir das in der UZ veröffentlich hatten, meldeten sich weitere Spender. Hans Martin hat sich angeboten, den Sack zu übernehmen und noch 10% draufzulegen. Dafür ein Dankeschön, wir müssen es jetzt nur noch zählen und verschicken. Weitere DM Beträge sind natürlich willkommen.

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Am Donnerstag war ich vom Kreisvorstand Dortmund zu einer Beratung über die weitere Vorbereitung unseres Pressefestes eingeladen.
Die Dortmunder Genossen/innen freuen sich auf unser Fest und haben sich viele neue Gedanken zum Programm in der Perle vom Borsigplatz gemacht. (Dazu mehr in der nächsten U Z)
Für die Werbung in Dortmund werden wir neue Wege gehen, wir gehen dahin, wo die Menschen sind (in Parks, auf Veranstaltungen, in Fußgängerzonen) Das sind viele Termine, die die Dortmunder nicht alleine packen und Unterstützung brauchen. Die beiden Bezirke in NRW haben einen konkreten Terminplan erhalten. Wer möchte, kann ihn anfordern. Wichtige Termine: 7. 14. Juni ab 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr zentraler Einsatz Katharinentreppe und 21. Juni :mobile Einsätze oder Wiederholung Innenstadt. Aber wer helfen will und kann, auch an anderen Terminen, kann sich auch melden (uz-pressefest@dkp.de).
Gesucht wird für die Zeit vorm Pressefest noch ein transportabler Bollerwagen!

Wer sonst noch in Dortmund helfen möchte, jederzeit. Bitte melden!

Nach dem Besuch in Dortmund, ich bin mir sicher, die Dortmunder Genossen leisten wieder einen tollen Beitrag zum Fest, wir freuen uns drauf.

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Die Mail Adressen. (uz-pressefest@dkp.de) und (pressefest-camping@dkp.de) werden immer häufiger benutzt und erleichtern uns die Arbeit. Das hatte sich bewährt. Jetzt können wir die Nachrichten, die Anregungen, Anmeldungen und so weiter schneller beantworten. Herzlichen Dank Aber denkt dran, wir arbeiten nicht nur das Pressefest, sondern haben noch viele andere Aufgaben und Arbeit, deshalb können wir nicht alles sofort beantworten.

Unsere Genossin Karin M. hat schon viele Anmeldung für den Wohnwagen/mobil Stellplatz und einige für den Zeltplatz. Hier nochmal die Bedingungen:
Die Stellplatz-Gebühr für Wohnwagen/Wohnmobil beträgt bei einer Mindestbuchung für 3 Tage 30,00 €, jeder weitere Tag 10,00 €. Stromanschlüsse sind vorhanden, Abwasser kann entsorgt werden.

Die Kosten für Zelte sind:
Kategorie 1 (bis 3 Personen) 14,- € pro Zelt
Kategorie 2 (4 bis 6 Personen) 20,- € pro Zelt
Kategorie 3 (ab 7 Personen) 27,- € pro Zelt

Der Zeltplatz liegt an der gleichen Stelle wie letztemal. WCs und Waschmöglichkeit sind vorhanden. Wir versuchen gerade noch Duschmöglichkeiten in der Schwimmhalle zu organisieren.

Besonders freuen wir uns über solche Anmeldungen:
P.S.Wir freuen uns wahnsinnig als Linke Gewerkschafter und Betriebsräte
gemeinsam mit den Genossen und Genossen der DKP zu feiern
Wie die letzten 10 mal
Mit sozialistischem Gruß Dirk

In der Art haben wir einige erhalten. Es zeigt, das unser Fest auch außerhalb unserer Partei ernst genommen wird.
Schon jetzt möchten wir nochmal darauf hinweisen, dass der Zeltplatz nicht mit Pkw zu befahren ist und dass auf dem Parkplatz vor der Eislaufhalle keine Wohnmobile und Wohnwagen geparkt werden dürfen.

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Vor einigen Tagen erreichte uns eine Nachricht von Schmiddl von der Oma Körner Band. Er macht sich Gedanken über die Wirkung des Pressefestes nach außen. Wir finden diese Diskussion sehr wichtig und hilfreich und bitten um eine rege Diskussion. Hier der Brief in einer etwas gekürzten Fassung:

Hurra UZ-Pressefest! – Aber wie?
Super, dass ihr das wieder hinbekommt! Das Pressefest hat seit jeher eine stark solidarisierende Wirkung. Intern. Das ist sehr wertvoll für mich, viele Freundinnen und Freunde, unsere Kinder und vermutlich ein paar Tausend andere. Der Aufwand wäre aber enorm groß, wenn es nur darum ginge. Das könnte man vermutlich einfacher haben. Deshalb gilt: Das Pressefest ist auch die große öffentlichkeitswirksame Veranstaltung der DKP. Ich bin allerdings der Meinung, dass man dieser Tatsache und den Chancen, die sich daraus ergeben, nach 1990 zu wenig Bedeutung beigemessen hat.Vermutlich hatten eine ganze Reihe der zahlreichen Besucherinnen und Besuchern das Empfinden auf einem der zahlreichen „Volksfeste“ zu sein, wenn sie über das UZ-Fest schlenderten. Jedenfalls bin ich schon Ohrenzeuge von Handy-Telefonaten geworden wie „Wir sind hier… ja, wie soll ich sagen…, in Wischlingen, …auf so´nem Fest.“ Wenn das die Erkenntnis ist, ist das nicht gut genug und der Anstrengung nicht wert.
Sowohl als Marketing- als auch als Politmensch habe ich die Erfahrung gemacht, dass Ein-Punkt-Kampagnen am Ehesten die Chance haben, wahrgenommen zu werden. Deshalb schlage ich vor, dass ihr euch ein Motto ausdenkt, das dann an allen Punkten des Festes kommuniziert wird. Es sollte meines Erachtens nicht „Stärkung der DKP“ heißen, denn an Parteien sind nur Wenige interessiert – und die, die an linken Parteien interessiert sind, haben sicher schon mal von der DKP gehört. Das ist Eulen nach Athen tragen. Wenn ihr einen verbreitet akzeptierbaren Slogan für eure Politik findet, wird eine erfolgreiche Verbreitung des Inhalts euch als Partei mehr nützen als das Wedeln mit Eintrittsformularen. Ein Motto, das ich beispielsweise für viele Menschen ansprechend fände, wäre „Für eine solidarische Welt.“ Und als Marketingmensch fange ich sofort an zu spinnen:
An allen Zutrittspunkten zum Fest sind zwei Eingangs“tore“: Links (weiß auf rot) überschrieben mit „Ich bin für eine solidarische Welt“, rechts mit „Ich bin für eine kapitalistische Welt“ (weiß auf schwarz). Alle, die durch das rechte Tor kommen, werden sofort gefragt, ob sie bewusst oder unbewusst den rechten Eingang gewählt haben. Sie wären auf einem Fest der DKP und hier sei ein Flyer, der in knappen Worten beschreibt, wie die sich eine solidarische Welt vorstellt. Alle, die durchs linke Tor reinkommen, bekommen den Flyer auch – aber ohne Debatte. Damit hätten schon mal alle Gäste einen Zettel mit der Kernbotschaft in der Hand und viele wären bereits auf eine nette Weise auf den Inhalt der Veranstaltung angesprochen worden.

  • Ich sehe Schilder an Bier- und Wurstständen: „Für eine solidarische Welt: Bitte von links anstellen.“ Ich sehe
  • ein „Info-Zelt 1: Versuch einer solidarischen Gesellschaft: Die DDR“,
  • ein „Info-Zelt 2: Versuch einer solidarischen Gesellschaft: Chile 1970“,
  • ein „Info-Zelt 3: Versuch einer solidarischen Gesellschaft: Venezuela 2010“,
  • /…/

Jedes Zelt könnte das Zelt eines Landesverbandes sein. Statt der wenig interessanten Hinweise „Hessen“ oder „Mecklenburg-Vorpommern“ steht dann das jeweilige Info-Thema am Zelt. Vielleicht wollen die Gliederungen aus den östlichen Bundesländern sich das Thema DDR aufteilen?:
/…/
Das Alles nicht um alles anders zu machen, sondern um jeder Besucherin, jedem Besucher des UZ-Festes klar zu machen, dass die DKP nicht für mehr günstige Bratwurst oder ein Reförmchen hier und dort ist, sondern für eine anders organisierte solidarische Welt, auf der möglichst viele Menschen gleichberichtigt und in Würde leben können.
/…/

Danke an Schmiddl. Diese Vorschläge sind es allemal wert, sie zu diskutieren. Die Pressefestkommision freut sich schon auf weitere und eine rege Diskussion (uz-pressefest@dkp.de).

Natürlich freuen wir uns auch wieder über die Auftritte der Oma Körner Band auf unserem Fest.

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unser Fest ein großer Erfolg wird.

Ulrich Abczynski
Technischer Leiter

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Preise, Preise, Preise

Alles für die Tombola!

Die Pressefestvorbereitung läuft auf vollen Touren. Abseits von den Scheinwerfern der Öffentlichkeit packen bereits emsige HelferInnen die ersten Preise für die Tombola ein. Die Tombola hat eine lange Tradition auf den Pressefesten und war stets ein wichtiger Beitrag zur Finanzierung unserer Feste. Sie lebt davon, dass viele attraktive Preise zum Losekaufen anreizen. Diese Preise sind stets von Genossinnen und Genossen, von Freundinnen und Freunden der Pressefeste gespendet worden. Neben vielen „normalen“ Preisen waren die Hauptgewinne der vergangenen Feste z. B. Fahrräder, Mopeds, Fernseher etc. Schöne Preise benötigen wir auch in diesem Jahr wieder. Wir wollen unsere Tombola mit ungefähr 3.000 Preisen bestücken. Dazu brauchen wir jetzt schon Spenden, in Form von neuen (möglichst originalverpackten) Tombolapreisen. Bei Bedarf können Sachspendenbescheinigungen angefordert werden (dazu bitte Kaufbeleg o. ä. beifügen).

Preise können ab sofort an unsere Adresse geschickt werden:
DKP-Parteivorstand
z. H. Ute van Roosmalen
Hoffnungstrafle 18
45127 Essen

Bei evtl. Rückfragen könnt Ihr mich in der Zeit von Montag bis Mittwoch zwischen 09.00 und 17.00 Uhr unter 0201-1778890 erreichen.

Ute van Roosmalen

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Gespräch mit Werner Sarbok, Bundeskassierer der DKP

werner-sarbokUZ: Was kostet denn so ein Pressefest?

Werner Sarbok: Jede Menge Arbeit auf jeden Fall und die Bereitschaft vieler Verantwortlicher und letztlich der ganzen Partei, diese grofle Herausforderung zu stemmen. Auf Euros reduziert: Wir haben ein Ausgabenvolumen von etwa 220 000 Euro eingeplant.

UZ: Wie will die DKP diese Ausgaben finanzieren?

Werner Sarbok: Wir wollen im Vorfeld des Festes 7 000 Buttons verkaufen, auf dem Fest selber 3.000, damit würden wir 50 000 Euro einfahren. An Spenden und Zuschüssen aus Gliederungen der DKP haben wir 75.000 Euro eingeplant. Etwa 50 000 Euro wollen wir über den Verkauf von Getränken und Lebensmitteln gewinnen. Das ist neu. In der Vergangenheit haben wir die Getränke zum Einkaufspreis an die Bezirke bzw. Standbetreiber weitergegeben. Bei diesem Fest werden wir das verändern. Die Idee ist, dass der Gewinn etwa halbiert wird, die Hälfte der Verkaufserlöse gehen an die Standbetreiber, die andere Hälfte an den Parteivorstand. Wir werden das am kommenden Wochenende auf der Org- und Kassiererberatung noch intensiv diskutieren.

UZ: Wie ist der aktuelle Stand der Finanzen?

Werner Sarbok: Die gute Nachricht ist: Ein Drittel haben wir schon. Die schlechte: Zwei Drittel fehlen noch. Unser Pressefestkonto hat einen Stand von über 78.000 Euro. Über 17.000 Euro wurden bisher für Buttons abgerechnet, also 3 200 Stück. Das ist fast schon Halbzeit im Vorverkauf und macht Mut. Die Spendenaufrufe haben bisher 27.000 Euro eingebracht. Das ist einerseits eine tolle Summe, wir müssen aber noch mehr Menschen gewinnen, für die Durchführung unserer Festes zu Spenden.

UZ: Was ist geplant, um die fehlenden Finanzen einzuspielen?

Werner Sarbok: Wir setzten weiter auf eine Verstärkung der Werbung, auch der Werbung für Spenden, und auf die Fortführung des Buttonverkaufs. Im April/Mai werden wir in der UZ und anderen linken Medien noch einmal einen groflen Spendenaufruf starten. Für die Werbung der DKP haben wir ein neues Plakat und eine neue Auflage von Flyern in Auftrag gegeben, die ab sofort kostenlos beim Parteivorstand bestellt werden können. Die bisherigen Werbematerialien für unser Fest sind restlos vergriffen. Auch das ist ein gutes Zeichen!

Die Fragen stellte Gerhard Ziegler

Quelle: Unsere Zeit

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