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In ers­ten Äußerun­gen nach Be­kannt­ga­be sei­ner Kanz­ler­kan­di­da­tur hat Mar­tin Schulz das The­ma skiz­ziert, mit dem die SPD bei den kom­men­den Bun­des­tags­wah­len punk­ten möchte. Dem­nach soll sie wie­der die Par­tei sein, die für mehr „so­zia­le Ge­rech­tig­keit“ in Deutsch­land ste­he. In In­ter­views, Talk­shows und bei öffent­li­chen Auf­trit­ten wird Mar­tin Schulz nicht müde zu be­to­nen: „Die SPD muss zei­gen, dass wir wis­sen, wie hart ihr ar­bei­tet. Men­schen, die ge­wis­sen­haft ihre Steu­ern zahl­ten oder alte An­gehörige pfleg­ten, ver­dien­ten größten Re­spekt. Die­se An­er­ken­nung müsse die So­zi­al­de­mo­kra­tie durch ihr po­li­ti­sches Han­deln zum Aus­druck brin­gen. Die­je­ni­gen, die die Ge­sell­schaft tra­gen, müssen das Gefühl ha­ben, dass die Ge­sell­schaft sie re­spek­tiert und für sie da ist. Bei vie­len hart ar­bei­ten­den Leu­ten, die sich an die Re­geln hal­ten, sei die­ses Gefühl ver­lo­ren ge­gan­gen.“

Von Marx und En­gels wis­sen wir, dass in ei­ner ka­pi­ta­lis­ti­schen Aus­beu­ter­ge­sell­schaft nur ei­nes möglich ist: der Bour­geoi­sie ei­nen Teil des Pro­fits durch höhere Löhne und Ab­ga­ben für So­zia­les und Bil­dung zu entreißen. Als Vor­aus­set­zung dafür müsste die so­zi­al­de­mo­kra­ti­sche Par­teiführung nicht nur ihre Hal­tung zu den Fol­gen der Agen­da 2010 ändern, son­dern zu­min­dest das Ta­rif­ein­heits­ge­setz zurück neh­men, ei­nen exis­tenz­si­chern­den Min­dest­lohn für alle, die Erhöhung der Ren­ten, die Wie­der­her­stel­lung der pa­ritäti­schen Fi­nan­zie­rung der Kran­ken­kas­sen und Ände­run­gen bei der Ka­pi­tal­er­trags­steu­er ins Wahl­pro­gramm neh­men. Zur po­li­ti­schen Durch­set­zung wäre ein kla­re Aus­sa­ge zu ent­spre­chen­den Ko­ali­tio­nen not­wen­dig.

Martin Schulz als Abgeordneter/Präsident im EU-Parlament

Über­re­gio­nal be­kannt wur­de Mar­tin Schulz durch sei­ne Rol­le und sei­nen Auf­stieg in den In­sti­tu­tio­nen der „Eu­ropäischen Uni­on“. 1994 wur­de Schulz ins Eu­ropäische Par­la­ment gewählt und war von 2000 bis 2004 Vor­sit­zen­der der deut­schen SPD-Lan­des­grup­pe.

In die­se Zeit fällt auch ein Kon­flikt mit dem ita­lie­ni­schen Mi­nis­ter­präsi­den­ten Sil­vio Ber­lus­co­ni im Juli 2003. Ber­lus­co­ni woll­te sich in der Par­la­ments­sit­zung als neu­er Rats­vor­sit­zen­der der ita­lie­ni­schen Rats­präsi­den­ten­schaft den Par­la­men­ta­ri­ern vor­stel­len. Schulz kri­ti­sier­te in sei­nem Wort­bei­trag un­ter an­de­rem des­sen Dop­pel­funk­ti­on als Re­gie­rungs­chef und Me­di­en­un­ter­neh­mer mit po­ten­zi­el­lem In­ter­es­sen­kon­flikt, so­wie eu­ro­pa- und frem­den­feind­li­che Äußerun­gen von Mit­glie­dern der da­ma­li­gen Re­gie­rung Ber­lus­co­ni. Die­ser schlug ihm dar­auf­hin vor, er sol­le die Rol­le des Ka­pos in ei­nem Film über Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger über­neh­men, der in Ita­li­en ge­dreht wer­den könne.[1] Die­ser Vor­gang sorg­te für Auf­se­hen und ver­schaff­te Mar­tin Schultz ein po­si­ti­ves Re­nommée. We­ni­ger be­kannt ist al­ler­dings der ei­gent­li­che Hin­ter­grund sei­ner Kri­tik. In sei­nem im Frühjahr 2013 veröffent­lich­ten Buch Der ge­fes­sel­te Rie­se. Eu­ro­pas letz­te Chan­ce, heißt es dazu, „dass Ber­lus­co­ni in sei­nem Land, kei­ne Re­for­men durchführte’[2]. Die Bi­lanz von des­sen Nach­fol­ger Ma­rio Mon­ti sieht Schulz dann po­si­tiv. Er ver­tei­digt sie ge­gen Kri­tik der Ra­ting­agen­tu­ren und nimmt Mon­ti in Schutz, da die­ser, ein in der Ge­schich­te die­ses Lan­des bei­spiel­lo­ses Re­form- und Spar­pro­gramm auf den Weg brach­te und da­mit den in­ter­na­tio­na­len For­de­run­gen nach­kam, die beständig auf ihn ein­pras­sel­ten’[3]“.

Von der Eu­ro­pa­wahl 2004 bis zum Ja­nu­ar 2012 war er Vor­sit­zen­der der So­zia­lis­ti­schen Frak­ti­on im Eu­ro­pa­par­la­ment und wur­de dann zum Präsi­den­ten des Eu­ro­pa­par­la­ments gewählt. Schulz hat die Aufklärung fau­ler Steu­er­de­als durch das EU-Par­la­ment be­hin­dert, die Kon­zer­nen wie Mc­Do­nalds oder Ama­zon we­ni­ger als ein Pro­zent Steu­ern auf ihre Ge­win­ne in der EU ermöglich­ten, und den Pa­ten des Steu­er­kar­tells, den EU-Kom­mis­si­ons­präsi­den­ten und eins­ti­gen Pre­mier und Fi­nanz­mi­nis­ters Lu­xem­burgs, Jean-Clau­de Juncker, ge­deckt. Er hat die Kürzungs­po­li­tik in Grie­chen­land mit durch­ge­drückt und die So­zi­al­de­mo­kra­tie in Frank­reich und Ita­li­en auf Re­for­men zu Lohn- und Ren­tenkürzun­gen wie bei der Agen­da 2010 in Deutsch­land ein­ge­schwo­ren und für ihre ei­ge­nen Kürzun­gen ge­lobt. Er hat für die Kon­zern­schutz­ab­kom­men der EU mit den USA (TTIP) so­wie Ka­na­da (CETA) ge­strit­ten, die De­mo­kra­tie, Rechts­staat, Ar­beits­rech­te, Um­welt- und Ver­brau­cher­schutz be­dro­hen. Als es im Juli 2015 dar­um ging, die pro-TTIP-Re­so­lu­ti­on durch­zu­be­kom­men, stimm­te er bei al­len 78 na­ment­li­chen Ab­stim­mun­gen mit: für die Re­so­lu­ti­on und ge­gen Ände­rungs­anträge, die u.a. Ver­bes­se­run­gen der Ab­kom­men bzw. den Schutz von so­zia­len oder etwa Um­welt-Stan­dards vor­sa­hen[4]. Schon im Vor­feld in­ter­ve­nier­te er mit ei­ner Ver­schie­bung der Ab­stim­mung[5], weil die Mehr­hei­ten u.a. we­gen der um­strit­te­nen Schieds­ge­rich­te für Kon­zer­ne und Un­stim­mig­kei­ten in­ner­halb der so­zi­al­de­mo­kra­ti­schen Frak­ti­on nicht si­cher wa­ren. Als die Re­gio­nal­re­gie­rung der Wal­lo­nie in Bel­gi­en im Ok­to­ber 2016 zunächst eine Un­ter­schrift un­ter CETA ver­wei­ger­te, war es Schulz, der mas­siv Druck auf den so­zi­al­de­mo­kra­ti­schen Mi­nis­ter­präsi­den­ten ausübte. Da­nach wur­de be­kannt, dass nicht Ka­na­da, son­dern die EU-Kom­mis­si­on auf den um­strit­te­nen Schieds­ge­rich­ten be­stand.

Schulz stimm­te am 16. Sep­tem­ber 2014 für das EU-Ukrai­ne-As­so­zi­ie­rungs­ab­kom­men. Er box­te da­mals persönlich durch, dass das EU-Par­la­ment und das ukrai­ni­sche Par­la­ment gleich­zei­tig das Ab­kom­men ab­nick­ten und zwar kurz vor den Neu­wah­len in der Ukrai­ne. Es gab eine Live-Schal­tung des ukrai­ni­schen Präsi­den­ten Po­ro­schen­ko ins EU-Par­la­ment. Das ukrai­ni­sche Par­la­ment war zu die­sem Zeit­punkt be­reits of­fi­zi­ell auf­gelöst und Tei­le der Op­po­si­ti­on, die ge­gen eine zu enge Bin­dung mit der EU wa­ren, mas­si­ven Re­pres­sio­nen aus­ge­setzt. Be­waff­ne­te fa­schis­ti­sche Ban­den rund um das Par­la­ment wa­ren All­tag. „Die Ab­stim­mung selbst stand dann ganz im Zei­chen der Ge­schich­te, die ge­schrie­ben wer­den soll­te – und zwar von eu­ropäischen und ukrai­ni­schen Ab­ge­ord­ne­ten ge­mein­sam. Zu­sam­men mit dem ukrai­ni­schen Präsi­den­ten Pe­tro Po­ro­schen­ko hat­te sich Par­la­mentspräsi­dent Mar­tin Schulz aus­ge­dacht, die Ab­stim­mun­gen si­mul­tan lau­fen zu las­sen – ein hoch­sym­bo­li­scher und auch in der His­to­rie des Par­la­men­ta­ris­mus wohl tatsächlich bei­spiel­lo­ser Vor­gang.[6] Das Ab­kom­men verschärfte die Kon­fron­ta­ti­on mit Russ­land und trug dazu bei, die Ukrai­ne in ei­nen blu­ti­gen Bürger­krieg zu führen.

Martin Schulz als Kanzlerkandidat

Was ist also von ei­nem Kanz­ler Mar­tin Schulz zu er­war­ten? Er ist seit 1999 Mit­glied des SPD-Par­tei­vor­stands und hat also an der Agen­da 2010 mit­ge­wirkt. Auf die Fra­ge, ob er denn die­se Agen­da noch für gut hal­te, ant­wor­tet Schulz aus­wei­chend, es gel­te den Blick nicht in die Ver­gan­gen­heit, son­dern nach vorn zu rich­ten. In dem be­reits zi­tier­ten Buch Der ge­fes­sel­te Rie­se. Eu­ro­pas letz­te Chan­ce macht er deut­lich, dass er sich zu den Er­geb­nis­sen der Agen­da 2010 be­kennt, mach­te doch der so­zi­al­de­mo­kra­ti­sche Kanz­ler Schröder „Deutsch­land wie­der fit“. Nach 16 Jah­ren Kohl-Re­gie­rung muss­te nämlich „ab 1998 …. eine neue Bun­des­re­gie­rung für fri­schen Wind in Deutsch­land sor­gen und den Re­form­stau auflösen“[7]. Ne­ben Kri­tik an ei­ni­gen „Un­zuläng­lich­kei­ten“ der Agen­da 2010 heißt es an­er­ken­nend: „An­de­rer­seits be­fin­det sich un­ser Land auch we­gen die­ser Re­for­men in­zwi­schen öko­no­misch wie­der auf ei­nem Spit­zen­platz.“[8] Die Agen­da hat nicht nur die nied­rigs­ten Löhne ge­trof­fen, son­dern über Hartz IV, Leih­ar­beit, sach­grund­lo­se Be­fris­tun­gen etc. den Be­trof­fe­nen die Le­bens­pla­nung ge­raubt. Da­bei setzt Schulz of­fen­bar wei­ter auf Nied­riglöhne, denn er bekräftigt in In­ter­views, Deutsch­land müsse sei­ne Rol­le als Ex­port­welt­meis­ter in den nächs­ten zehn Jah­ren in An­griff neh­men.[9]

Zum The­ma Löhne äußerte sich Mar­tin Schulz in ei­nem In­ter­view mit der Westfäli­schen Rund­schau: „Die enor­men wirt­schaft­li­chen Ge­win­ne …. ha­ben Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer er­ar­bei­tet. Die Ge­win­ne der Un­ter­neh­men sind deut­lich stärker ge­wach­sen als die Löhne. Das soll­ten die Ta­rif­part­ner bei ih­ren nächs­ten Ver­hand­lun­gen berück­sich­ti­gen.“[10] Sol­che Un­ver­bind­lich­kei­ten hat­te schon Bun­des­bank­präsi­dent Jens Weid­mann von sich ge­ge­ben. Aber: kon­kret kei­ne Erhöhung des Min­dest­lohns und schon gar nicht höhere Löhne im öffent­li­chen Dienst. In sei­ner An­tritts­re­de als SPD-Kanz­ler­kan­di­dat nichts als Ei­gen­lob und Beschöni­gung zur in der Gro­Ko mit­zu­ver­ant­wor­ten­den Lohn- und Ren­ten­po­li­tik: „An­drea Nah­les hat den Min­dest­lohn ein­geführt, vie­le In­itia­ti­ven für gute und si­che­re Ar­beit vor­an­ge­bracht und die Ren­te ge­rech­ter ge­macht.“[11] Sei­ne „ent­schie­de­ne“ Ab­leh­nung der Ren­te mit 70 ist auch nur die Ga­ran­tie dafür, dass die Ren­te mit 67 bleibt. Eben­so sol­len an­gekündig­te „Kor­rek­tu­ren“ an der Agen­de-Po­li­tik dafür sor­gen, dass sie in ih­rem Kern nicht an­ge­tas­tet wird. Zur Er­in­ne­rung: Als EP-Präsi­dent gab er sei­ne Un­ter­schrift un­ter den Vor­s­toß der EU-Kom­mis­si­on zur Zu­kunft des Eu­ros, den sog. 5-Präsi­den­ten-Be­richt. Das EU-Par­la­ment wur­de da­mit aber nie be­fasst. Dar­in ent­hal­ten sind u.a. Vor­schläge, über sog. Wett­be­werbs- bzw. Pro­duk­ti­vitätsräte in die Lohn­po­li­tik ein­zu­grei­fen. Denn nur wer sich an die Emp­feh­lun­gen hält, soll im Kri­sen­fall Un­terstützung durch die EU er­hal­ten. Da­bei sol­len die Lohn­ver­hand­lun­gen auf die Ebe­ne der Be­trie­be ver­la­gert wer­den (wo Be­triebsräte be­reits jetzt schon er­press­bar sind) und die Löhne nicht mehr der In­fla­ti­on an­ge­passt wer­den, so dass „das Land mit der je­weils schlech­tes­ten Lohn­ent­wick­lung dann zum Stan­dard, an dem sich alle an­de­ren ori­en­tie­ren sol­len“ wer­den würde.[12]

Während sei­ner EU-Amts­zeit hat er stets die Eu­ropäische Ver­tei­di­gungs­uni­on befürwor­tet. Die­se be­inhal­tet ei­nen Rüstungs­fonds, der Mi­litäraus­ga­ben enorm stei­gern soll. Rüstung soll im Un­ter­schied zu In­ves­ti­tio­nen in die In­fra­struk­tur, Bil­dung oder Ge­sund­heit nicht mehr den Schul­den­re­geln (De­fi­zit- bzw. Maas­tricht Kri­te­ri­um) der EU un­ter­wor­fen wer­den[13]. Außer­dem soll der Par­la­ments­vor­be­halt bei Mi­litäreinsätzen auf­ge­weicht wer­den, wie es be­reits in den EU-Verträgen ein­ge­for­dert wird. Der Deut­sche Bun­des­tag dürfte dann etwa bei deut­schen Kon­tin­gen­ten im Rah­men der schnel­len EU-Ein­greif­trup­pen (EU-Batt­le Groups) erst nach ih­rer Ent­sen­dung über den Kriegs­ein­tritt ab­stim­men, wenn sich die Sol­da­ten be­reits im Krieg be­fin­den. Der Druck auf Ab­ge­ord­ne­te, Mi­litäreinsätze im Aus­land nicht ab­zu­leh­nen, wird so­mit stei­gen. Die Krie­ge un­ter Be­tei­li­gung von EU Staa­ten im Irak, Li­by­en oder Sy­ri­en ha­ben hun­dert­tau­sen­de Tote, Ter­ror, Flucht und Staa­tenz­er­fall ge­schaf­fen.

Be­fragt nach höhe­rer Be­steue­rung der rei­chen Min­der­heit in die­sem Land, weicht Schulz aus­ge­rech­net auf die EU aus, schimpft un­be­stimmt auf „Steu­er­dum­ping“ in Eu­ro­pa und will da­mit ver­ges­sen ma­chen, dass er den Steu­er­wett­be­werb zu­guns­ten der Kon­zer­ne als Präsi­dent des EU-Par­la­ments im­mer voll un­terstützt hat. Auch er setzt wei­ter­hin auf die Ar­beits­ge­mein­schaft von Ka­pi­tal und Ar­beit („So­zi­al­part­ner­schaft“), wie er in sei­ner An­tritts­re­de ausführt: „Die Ge­sell­schaft zu­sam­men­zuführen, das ist die Kern­kom­pe­tenz der SPD. Und das Zu­sam­menführen der Ge­sell­schaft, das ist die wich­tigs­te Auf­ga­be in den nächs­ten Jah­ren, weil wir nur so stark blei­ben wer­den, um uns ge­gen die Fein­de der De­mo­kra­tie zu wapp­nen und die Her­aus­for­de­run­gen bewälti­gen.“[14] Wo­bei die all­ge­mei­ne Flos­kel von den „Fein­den der De­mo­kra­tie“ die re­ak­ti­onäre Gleich­set­zung von Fa­schis­ten und Kom­mu­nis­ten be­inhal­tet.

Auf die Fra­ge, was er als Kanz­ler an­ders ma­chen würde, er­wi­dert Schulz: „Wenn Frau Mer­kel als geschäftsführen­de Vor­sit­zen­de ei­ner stark so­zi­al­de­mo­kra­tisch geprägten Bun­des­re­gie­rung so­zi­al­de­mo­kra­ti­sche Po­li­tik macht, ist das doch schön – auch wenn ihr die Uni­on nicht folgt.“ Da­her soll­ten die Bürger bes­ser das Ori­gi­nal wählen – „und das bin ich.““[15] Mer­kel als„geschäftsführen­de Vor­sit­zen­de ei­ner so­zi­al­de­mo­kra­ti­schen Re­gie­rung“ heißt auf Deutsch: Un­ter Mar­tin Schulz soll of­fen­bar al­les so blei­ben wie un­ter Mer­kel. Im Eu­ro­pa­par­la­ment wer­den Ab­ge­ord­ne­te der CDU nicht müde hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand zu be­to­nen, Mar­tin Schulz habe Ih­nen eine er­neu­te Große Ko­ali­ti­on ver­spro­chen – auch für den Fall, dass er Kanz­ler wird. Mit der Wahl von Frank-Wal­ter Stein­mei­er zum Bun­des­präsi­den­ten und dem Ver­zicht auf eine Aus­sa­ge zur Vermögens­steu­er gibt es deut­li­che Si­gna­le: Die SPD schielt auf eine Große Ko­ali­ti­on und möglichst noch auf ein Bünd­nis mit FDP und/oder Grünen, die bei­de die In­ter­es­sen von Bes­ser­ver­die­nern ver­tre­ten.

KAZ-Frak­ti­on Aus­rich­tung Kom­mu­nis­mus

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Keine Satire

Dienstag, 21. Februar 2017

Der Postillon

SPD läutet traditionelles linkes Halbjahr vor wichtigen Wahlen ein

Berlin (dpo) – Es ist wieder soweit: Die Führungsspitze der SPD hat heute Morgen bei einem Treffen im Willy-Brandt-Haus in Berlin den Beginn des traditionellen linken Halbjahres vor den nächsten Bundestagswahlen eingeläutet. In dieser Zeit ist das Spitzenpersonal darum bemüht, die SPD wie eine Partei wirken zu lassen, die Politik für Arbeiter und Geringverdiener macht.

„Liebe Genossinnen und Genossen, das traditionelle linke Halbjahr vor der Bundestagswahl ist hiermit feierlich eröffnet“, verkündete der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann und klingelte laut hörbar mit der sogenannten „Glocke des kleinen Mannes“. Nachdem der Applaus abebbte, erklärte er: „Jetzt ist die Zeit gekommen, in der wir uns für einige Monate auf unsere sozialdemokratischen Wurzeln zurückbesinnen.“
Ab sofort sei es SPD-Wahlkämpfern zur Schärfung des linken Profils der Partei ausdrücklich erlaubt, soziale Forderungen zugunsten der Arbeiterschaft zu formulieren: „Höhere Löhne, eine Abkehr von der Agenda 2010, Steuern runter, Steuern rauf für Reiche, höhere Renten – völlig egal!“, so Oppermann. „Aber bitte beachtet, liebe Genossen: Am Montag nach der Wahl werde ich diese Glocke noch einmal läuten. Und ab diesem Zeitpunkt muss das alles wieder vergessen sein.“
Traditionelle linke Halbjahre vor Wahlen seit 2005 (Slideshow):

Wir erinnern uns: So sah das traditionelle linke Halbjahr vor der Bundestagswahl 2005 aus. Vorher (1998-2005): Mehrwertsteuer rauf, Privatisierungen, Hartz IV, Arbeitsmarktflexibilisierung usw. usf.

Das traditionelle linke Halbjahr 2009. Vorher (2005-09): Geld für Bankenrettung, Rente mit 67

Das traditionelle linke Halbjahr 2013. Danach (2013-17): Vorratsdatenspeicherung, Freihandelsabkommen, Andrea Nahles
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Wir erinnern uns: So sah das traditionelle linke Halbjahr vor der Bundestagswahl 2005 aus. Vorher (1998-2005): Mehrwertsteuer rauf, Privatisierungen, Hartz IV, Arbeitsmarktflexibilisierung usw. usf.

Parteienforscher versuchen bis heute herauszufinden, warum es in Deutschland Wähler gibt (immerhin 20 bis 30 Prozent), die immer noch auf das traditionelle linke Halbjahr der SPD hereinfallen. „Hier scheinen ähnliche psychische Prozesse abzulaufen wie bei einer vom Partner misshandelten Person“, erklärt Parteienforscher Walter Rebke. „Der Wähler redet sich vor jeder Wahl ein, dass die reumütige SPD es dieses Mal ernst meint und ihr Verhalten wirklich zugunsten der Schwächeren in unserer Gesellschaft ändert.“

Doch damit sieht es schlecht aus. Üblicherweise folgen nämlich auf das traditionelle linke Halbjahr vor Wahlen die traditionellen dreieinhalb arbeitgeberfreundlichen Jahre, die von Freihandelsabkommen, Privatisierungen, Klientelpolitik und sozialen Kürzungen geprägt sind.

Quellen: ssi, dan; Foto oben [M]: dpa/Olaf Kosinsky, CC BY-SA 3.0 DE

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Fake News von der SPD

Der von den Meinungsmache-Instituten behauptete Anstieg der Sympathien für die SPD ist erstaunlich – von 23  auf 33 Prozent, von hoffnungslos abgeschlagen auf Gleichauf mit CDU/CSU innerhalb weniger Wochen. Das Wunder soll ein gewisser Martin Schulz vollbracht haben. Das Marketingkonzept, dem dieser Herr Schulz das Gesicht gibt, ist so einfach wie dreist. Herr Schulz – einer wie Du und ich. Einer, der unsere Sorgen versteht, weil er sie selber kennt. Vielleicht vergisst ja ein Teil der Wählerschaft, wofür die SPD wirklich steht. Vielleicht gelingt es ja, den Aufbau eines Niedriglohnsektors, in dem mittlerweile über 7 Millionen Menschen hängen, die demütigende Hartz IV-Praxis, die Absenkung des Rentenniveaus, die militärische Einmischung in immer mehr Staaten, die teueren und kriegsgefährlichen deutschen Weltmachtambitionen in den Hintergrund zu drängen. Vielleicht gelingt ja ein neuer Betrug der an Betrugsmanövern so erfahrenen SPD.

Ist Herr Schulz „einer von uns“? – Jasmin Kosubek von RT Deutsch kontert den Fake mit einigen Fakten:

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Neoliberaler Marktschreier

Klaus Wagener zum neuen SPD-Vorsitzenden Martin Schulz

SPD-Vor­sit­zen­der mag ja „das schöns­te Amt nach Papst“ sein, wie der Franz aus Sun­dern mein­te, aber so recht lange hat es nach den Tagen von Willy Brandt, ge­nau­er seit 1989, dort nie­mand mehr ge­hal­ten. Die Namen Vogel, Eng­holm, Rau, Schar­ping, La­fon­tai­ne, Schrö­der, Mün­te­fe­ring, Platz­eck, Beck, Stein­mei­er, Ga­briel fül­len eine üp­pi­ge Liste. Viele, als Ret­ter aus höchs­ter Not ge­fei­ert, ver­schwan­den dann, teil­wei­se nach we­ni­gen Mo­na­ten, wie­der in der Ver­sen­kung. Auch Sig­mar Ga­bri­el hat nun, nach ein­sa­mer Ent­schei­dung von wem auch immer und mit sie­ben Mo­na­ten Au­ßen­amt als Trost­pflas­ter, die­sen Weg an­ge­tre­ten. Es gab Zei­ten, da mach­ten Jusos damit Re­kla­me, dass die SPD im Ge­gen­satz zu den bol­sche­wis­ti­schen Kom­man­do­ap­pa­rat­schiks eine de­mo­kra­ti­sche Par­tei sei.
Nun hof­fen die Ge­nos­sen, die See­hei­mer mehr, an­de­re we­ni­ger, auf Mar­tin Schulz. Wie ver­zwei­felt muss man sein? Schulz ist ein po­li­tisch Gest­ri­ger. Er ver­kör­pert die markt- und spar­wü­ti­ge Brüs­se­ler Bü­ro­kra­tie wie kaum ein zwei­ter. Er steht – Ger­ma­ny first! – wie al­len­falls noch Wolf­gang Schäu­b­le, für eine Agen­da-be­waff­ne­te, deutsch­do­mi­nier­te EU-Po­li­tik der Mas­sen­ver­ar­mung und des na­tio­na­len Aus­ver­kaufs, wel­che die oh­ne­hin schwe­re Krise ver­tieft, Mil­lio­nen Men­schen ins Elend ge­sto­ßen, die eu­ro­päi­schen Län­der ein­an­der ent­frem­det und letz­lich zum Brex­it ge­führt hat. Mit Hilfe des Wat­schen­manns Trump soll diese Po­li­tik wei­ter ra­di­ka­li­siert wer­den.
Konn­te Sig­mar Ga­bri­els po­li­ti­sche Un­si­cher­heit und Wan­kel­mü­tig­keit noch als eine ge­wis­se re­flek­tie­ren­de Nach­denk­lich­keit (fehl)in­ter­pre­tiert wer­den, wel­che, wenn schon ohne Kon­zept, sich der Pro­ble­me der sie­chen SPD zu­min­dest be­wusst ist, so ist Mar­tin Schulz’ Rhe­to­rik von jener be­den­ken­los schlich­ten Selbst­über­zeu­gung er­füllt, wie sie im me­dia­len Wett­streit mit den Frau­ke Pe­trys der Re­pu­blik für wirt­schaft­li­be­ra­le Durch­hal­te­krie­ger in einer der größ­ten Kri­sen des Ka­pi­ta­lis­mus of­fen­bar für exis­ten­ti­ell er­ach­tet wird. Mit Kat­rin Gö­ring-Eckardt, Cem Öz­de­mir und Mar­tin Schulz ist die Fata Mor­ga­na R2G nicht nur nu­me­risch, son­dern auch po­li­tisch er­le­digt.
Die SPD ist einen lan­gen Weg ge­gan­gen. Von der Ar­bei­ter­par­tei, wel­che noch 1912 in Basel statt in den Krieg zu zie­hen den Ka­pi­ta­lis­mus stür­zen woll­te, zu den so­zi­al­chau­vi­nis­ti­schen, „dum­men Kerls“ der Kriegs­kre­di­te, zu den wil­li­gen No­s­kes und Zör­gie­bels, die dann doch der Blut­hund sein woll­ten, zu Kurt Schu­ma­cher, der, Dach­au kaum ent­ron­nen, den Haupt­feind wie­der in den „rot­la­ckier­ten Fa­schis­ten“ sah, bis zu Hel­mut Schmidt, der sich zu­gu­te hielt, die Große Al­ter­na­ti­ve mit dem ato­ma­ren Mes­ser an der Kehle zur Auf­ga­be ge­zwun­gen zu haben. Was nach ’89 kam, war Ab­wick­lung, auch wenn es die Ge­nos­sen nicht be­merkt haben.
Be­merkt hat­ten es Ger­hard Schrö­der und Tony Blair. Ihr „Drit­ter Weg“ führ­te zu Ries­ter, Hartz und Hin­du­kusch und war nicht we­ni­ger als der hem­mungs­lo­se Aus­ver­kauf des Re­for­mis­mus an die Heils­ver­spre­chen der Markt­gläu­bi­gen und ihrer Pro­fi­teu­re. Mit dem Un­ter­gang der Sys­tem­her­aus­for­de­rung war auch die Exis­tenz­be­rech­ti­gung des staat­lich ali­men­tier­ten Re­for­mis­mus ent­fal­len. Die alte SPD ist tot. Schrö­der, Hartz, Ries­ter & Co. hat­ten aus ihrer Be­stat­tung noch ein­mal ein Ge­schäft ge­macht.
Seit­her führt die SPD ein Zom­bie-Da­sein, das sich in ab­stei­gen­der Linie al­len­falls noch aus der Nost­al­gie speist. Der Ver­schleiß an Füh­rungs­per­so­nal spricht für sich. Re­for­mis­mus ist nicht mehr auf dem an­ti­kom­mu­nis­ti­schen Ti­cket gra­tis zu haben, son­dern muss im Klas­sen­kampf von unten hart er­kämpft wer­den, zumal in einer sich trotz Zen­tralbank-Billionen wie­der zu­spit­zen­den Welt­wirt­schafts­kri­se. Der Kampf ums Tee­was­ser als re­vo­lu­tio­nä­re Dis­zi­plin, das ist ein der SPD seit 1914 we­sens­frem­der Ge­dan­ke, der viel­leicht einem Je­re­my Cor­byn kom­men mag, aber mit Si­cher­heit kei­nem Mar­tin Schulz. So wird die Un­to­te viel­leicht noch ei­ni­ge Zeit als Mehr­heits­be­schaf­fe­rin für die Auf­recht­er­hal­tung der neo­li­be­ra­len Agen­da ge­braucht, bis diese Auf­ga­be von den Grü­nen (viel­leicht im Ver­ein mit der Ori­gi­nal-FDP) und/oder der AfD über­nom­men wer­den kann. Nun ist es Mar­tin Schulz – ir­gend­je­mand muss ja das Licht aus­ma­chen.

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SPD: Doppel-Null-Nummer

 

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U. Gellermann

RATIONALGALERIE

26. Januar 2017

Die SPD scheint ihre Kanzler-Kandidaten-Rochade für intelligent zu halten. Gestern dachte jeder Gabriel wollte es machen. Heute macht es aber Schulz. Wahrscheinlich wegen der großen inhaltlichen Unterschiede der beiden Kandidaten: Sigmar Gabriel war und ist für die asoziale Agenda 20/10, Gabriel war und ist für das CETA-Kapital-Begünstigungs-Abkommen, und er war und ist für die Sanktionen gegen Russland. Das ist bei Martin Schulz total anders: Der neue Kanzler-Kandidat war und ist für die asoziale Agenda 20/10, Schulz war und ist für das CETA-Kapital-Begünstigungs-Abkommen, und er war und ist für die Sanktionen gegen Russland. Ähnlich gravierend sind auch die Unterschiede der beiden in der Frage der Auslandseinsätze der Bundeswehr: Der eine war immer dafür, der andere war nie dagegen.

Lange galt in der deutschen Sozialdemokratie die Legende, ihr Kandidat zum Amt des Kanzlers würde durch die Mitglieder der Partei oder wenigstens durch Parteigremien aufgestellt. Aber, sagt das Lexikon: Legenden sind Geschichten, die seit langem erzählt werden und an denen nur wenig stimmt. Manchmal auch gar nichts. Denn in der SPD regiert schon länger das Hinterzimmer. Die Handvoll Entscheider in der SPD entscheiden mal eben und die Partei darf applaudieren. Die Folgen sind bekannt: Austritte, mangelnde Wahlkampfbereitschaft und allgemeiner Partei-Verdruss.

Natürlich ist das offene Eingeständnis der SPD-Führung nur peinlich: Leider können wir nicht Kanzler, deshalb heben wir uns den jüngeren Gabriel noch ein wenig auf, für bessere Zeiten, in denen die SPD vielleicht mal wieder klar über die 20 Prozent kommt. Und der ältere Schulz, ein braver Partei-Soldat, der hat schon genug Rentenpunkte gesammelt, der kann sich ruhig im Merkel-AfD-Wahlkampf verschleißen. Dass sich mit diesem billigen Trick nur die SPD verschleißt, was soll´s.

Was soll´s, so ist sie eben, die SPD, sagt mancher und zuckt die Schultern. Aber wer in diesem Land was ändern will, der wird auch Sozialdemokraten brauchen.

Weniger in der Regierung, eher auf der Straße. Obwohl sie dort zu eher seltenen Erscheinungen geworden sind. Es wäre also schon besser, wenn die SPD statt der verbrauchten rechten Apparatschiks mal nicht so ganz verbrauchte linke Sozialdemokraten an ihre Spitze wählen würde. Aber ob zum Beispiel Ralf Stegner und Johanna Uekermann von der linken „Magdeburger Plattform“ den Mut aufbringen eine echte Kanzlerkandidatenwahl mit echten Alternativen zu fordern? Immerhin steht im Gründungsaufruf der SPD-Linken so etwas: „Wir sollten Weltmeister in der Entwicklungszusammenarbeit werden, statt Rekorde beim Rüstungsexport zu halten“. Das wär doch mal was. Aber mit Gabriel und Schulz ist das nicht zu machen.

Von Martin Schulz geht ständig die Rede er sei „authentisch“, also echt, also original. Auch wenn Schulz, am Akzent erkennbar, jederzeit als rheinisches Original durchgehen dürfte, ist an ihm nichts reell. Er war jahrelang an der EU-Präsidentschaft-Fälschung beteiligt: Der EU-Öffentlichkeit wurde Glauben gemacht, da hätte eine Wahl stattgefunden. In Wahrheit war in einem Hinterzimmer-Papier schon vor Jahren eine Rochade festgelegt. Nichts Neues im Westen. – Ob Schulz oder Gabriel: Beide haben in sozialen Fragen oder denen einer friedlichen Außenpolitik null zu bieten. Aber einen Erfolg kann man der Doppel-Null-Nummer jetzt schon voraussagen: Sie wird das Siechtum der SPD beschleunigen, sie hat offenkundig die Lizenz zum Töten der SPD.

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Sozi´s für alle!

 

Wir sind nicht käuflich, nur billig

Von U. Gellermann
24. November 2016

Rationalgalerie

Damit hatte Tante Marlis wirklich nicht gerechnet: Frank! Walter! Steinmeier! zierte Ihren Geburtstag! Alle hatten zusammengelegt, ihr Bruder Günther, ihre Kinder, alle Verwandten und sogar Nachbarn und Kollegen hatten was in den Klingelbeutel getan, nur um Marlis die größte Freude ihres 60-jährigen Lebens zu machen: Einmal mit Frank Walter Steinmeier im selben Raum zu sein. Schön, die halbe Stunde sollte 7.000 kosten, aber Steinmeier hatte dafür eine wunderbare Rede gehalten. Doch wie er drauf kam, dass ausgerechnet sie, Marlis Müller, eine „wirkliche Verteidigerin der westlichen Werte“ sein sollte? Da waren ihm wohl die Manuskripte durcheinander gekommen. Aber diese eleganten weißen Haare! Die blinkend geputzte Brille! Der schicke Anzug! Umwerfend!

Es war Ihr Bruder Günther gewesen, dem die Idee gekommen war. Als Günther bei der Agentur „Network Media“ anrief, er hatte von ihr aus dieser Anzeige „Rent a Sozi“ erfahren, bekam er gleich den Agenturchef an den Apparat: „Ja, für 7.000, da können wir keine großen Sprünge machen. Und auch noch Steinmeier? Dann geht es nur für ne schnelle halbe Stunde. Wollen Sie nicht lieber die Schwesig? Ist ja nur ne Frau, kicherte er, die bleibt für den selben Preis ne ganze Stunde. Wenn sie den Heiko Maas nehmen, kriegen Sie noch ne Rechtsschutzberatung dazu. Ach, Ihre Schwester steht kurz vor der Rente? Dann sollten Sie mal über Frau Nahles nachdenken, die habe ich im Sonder-Angebot, die können Sie schon für 5.000 haben.“

Aus Branchenkreisen erfährt man inzwischen, dass die SPD-Agentur ihr gutes Geschäft ausbauen wird. Vertraulich lässt der Agentur-Chef durchblicken, dass er Anfragen aus dem In- und Ausland für Frau Merkel hat, sogar für Seehofer lägen Angebote vor: „Da will ein amerikanisches Sicherheits-Unternehmen einen echt bayerischen Abend machen, ob der Seehofer denn auch jodeln könne haben die gefragt. Na, für Geld macht der alles. Und als Überraschung könnte die Firma für ihre Gäste sogar Anteile an deutschen Autobahnen verlosen, unter dem Slogan `Räder müssen rollen für den Sieg´. Passt doch für Blackwater prima“. – Mit Slogans kennt sich Hans-Gerd Conrad von der Network Media-Agentur aus. Schließlich hat er über das Thema „Werbung und Markenartikel am Beispiel von Dr. Oetker“ promoviert. „Die Merkel will ich unter dem alten Pudding-Spruch `Zufriedene Mienen danken es Ihnen!´ ins Geschäft bringen, man kann doch alles recyclen.“

Die Debatte darüber, ob denn bei der Politiker-Vermietung nicht ein Verstoß gegen das Parteiengesetz vorliege, wird von führenden Demokratie-Experten energisch zurück gewiesen. Der Soziologe Jürgen Habermas soll sogar das Politiker-Mietmodell nachdrücklich gelobt haben. Damit seien gewisse „Legitimationsprobleme im Spätkapitalismus“ endgültig liquidiert: Es sei doch ein völlig transparenter Akt, wenn sich Bürger ihren Politiker für Geld ins Haus bestellten. Man bekäme, was man bestellt habe. Legitimer ginge es wirklich nicht. Der TV-Philosoph Peter Sloterdijk hält das Modell sogar für die von ihm propagierte „Revolution der gebenden Hand“. Mit ihm könnte der noch herrschende „Steuer-Sozialismus“ endgültig abgeschafft werden. Sloterdijk kann sich sogar eine Leasing-Variante vorstellen: „Dann ginge der jeweilige Politiker endgültig in den Besitz des Käufers über. Natürlich nur, wenn der Besitzer umgehend und endgültig von allen Steuern befreit werden würde. Ich könnte mir auch eine Namens-Änderung vorstellen. Sagen wir mal Siggi Mercedes Gabriel, das hat doch Klang.“

Derweil läuft im Finanzministerium das Nachdenken auf Hochtouren. Es kann nicht sein, soll Dr. Schäuble gesagt haben, dass irgend so eine Sozi-Agentur den ganzen Rahm abschöpft. Die Sache müsse juristisch einwandfrei an das Wahlrecht angebunden werden. Konservative Werte seien zur Zeit groß im Kommen. Da habe es doch das preußische Drei-Klassen-Wahlrecht gegeben, als das Wahlrecht noch an die Steuerleistung des Wählers gebunden gewesen sei: Wer viel zahlte, dessen Stimme habe eben mehr Gewicht gehabt. Einwände, dass die Unternehmer doch eher Steuer vermeiden würden, wischte Schäuble vom Tisch. Er wolle das Wahlrecht an den Umsatz binden, das könnte auch die deutsche Wirtschaft fördern: Mehr Umsatz, mehr Export, mehr Weltgeltung, mehr schwarze Nullen.

Das Wort Weltgeltung löste auch im Hause von der Leyen hektische Betriebsamkeit aus, bis Dr. Katrin Suder, Staatssekretärin und ständige Vertretung der Unternehmensberatung McKinsey im Bundesverteidigungsministerium, zur Ordnung rief: Diese SPD-Agentur sei wirklich ein Modell von gestern, weder lean noch smart. Das Ganze wirke doch wirklich käuflich und billig. Das einzig wahre Modell der Bürgerbeteiligung sei ihr Beispiel: Die Konzerne würde ihre Vertreter direkt in die Ministerien senden und dort würden die dann unmittelbar vom Staat bezahlt. Billig sei es auf keinen Fall und, weil ja nicht die Unternehmen das Beamtengehalt zahlen würden, auch nicht käuflich. Auf die Frage einer Praktikantin, wo denn nun die Beteiligung des normalen Bürgers bliebe, soll die Runde im Ministerium herzlich gelacht haben. Überliefert ist die Bemerkung der Staatssekretärin: „Wozu gibt es denn Fernsehen, Schätzchen?“

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Nahles macht‘s billig

 

Herbert Schedlbauer zur „Flexirente“ der SPD

Andrea Nahles will dazu gehören. Zur Sozialabbau-Partei-Deutschlands. Die einst dunkelorange Andrea, in einer gar nicht roten Partei, tritt in die Fußstapfen der Münteferings, Steinbrücks und Gabriels. Als Befürworterin einer „Flexirente“ befindet sie sich in trauter Einvernehmlichkeit mit diesen Sozialkillern. Die Drahtzieher der großen Koalition im Hintergrund, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) halten sich zwar noch bedeckt. Doch Nahles geht auf Tuchfühlung mit der BDA und den Gewerkschaften. Erste Gespräche sind bereits gelaufen. Sie will mit BDA und DGB an einen Tisch. Früher nannte man das Konzertierte Aktion.
In der vergangenen Woche behandelte der Bundestag dann auch schon mal den Gesetzesentwurf. Statt bis siebzig zu arbeiten, soll jeder so lange malochen, wie er will oder kann. Die „Freiheit“ besteht darin, wer es nicht schafft bis zur Regelaltersrente, bekommt nach wie vor die Rentenabzugsklatsche zu spüren. Schon heute sind 40 Prozent der 55- bis 65-Jährigen erwerbslos. Die Zahl der Langzeitkranken steigt in diesem Lebensabschnitt ebenfalls überdurchschnittlich.
Die meisten finden im Alter nur noch Minijobs oder andere prekäre Beschäftigungen. Da ist die „Flexirente“ für die Unternehmer eine feine Sache. Die SPD, der verlängerte Arm für billige Arbeitskräfte mit Teilrente und Billigjobs, steht bei Fuß. Statt Aufstocker mit Job, jetzt Neu: Rentenaufstocker. Mit dieser zusätzlichen Art von Ausbeutung, offiziell im Rentenentwurf zu finden, geht die SPD hausieren und erhofft sich Wahlkampfhilfe von den Gewerkschaften.
Dieses SPD-Renten-Konzept wird keinesfalls das Rentenniveau anheben, wird die Armutsfalle im Alter nicht beseitigen. Nahles ist die Verfechterin und eiserne Lady für einen flexiblen Übergang in die Rente. Sie will diese, weil andere Vorschläge, zum Beispiel die der Gewerkschaften, 18 Milliarden Euro jährlich von oben nach unten brauchen. Das weiß man in der SPD-Baracke in Berlin. Als Arzt am Krankenbett des Kapitalismus wird die SPD diese Umverteilung verhindern. Selbst auf die Gefahr des eigenen Untergangs und der Abstrafung durch den Wähler.

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An der Seite des Finanzkapitals

 

Lucas Zeise zur SPD-Entscheidung für CETA

Der zeitliche Ablauf sorgte für Klarheit. Am Samstag demonstrierten Hunderttausende in deutschen Städten gegen die Investitionsschutzabkommen TTIP und CETA. Am Montag darauf gab ein Konvent der SPD – immerhin das höchste Gremium zwischen Parteitagen – deren Vorsitzendem Sigmar Gabriel ein klares Ja für die Zustimmung zu CETA.

CETA ist das Investitionsschutzabkommen der EU mit Kanada. Es war einer der letzten Tricks des Wirtschaftsministers, dem anschwellenden Protest so weit entgegenzukommen, dass er das Abkommen der EU mit den USA (TTIP), das noch nicht fertig verhandelt ist, für tot und begraben erklärt hat, um das fertig verhandelte CETA zu retten und wenigstens dafür die Zustimmung seiner Partei zu erreichen. Das allerdings scheint gelungen.
Aber zu welchem Preis? Die SPD ist wieder einmal für alle, die hören und sehen können, gegen eine breite Bewegung auf- und fest an die Seite des Finanzkapitals getreten. Sie hat sich öffentlich als deren Agentin dargestellt. Albrecht Müller, SPD-Mitglied und Mitbetreiber der „Nachdenkseiten“, schreibt, die SPD habe die „gesellschaftspolitische Gestaltungsmacht den internationalen Großkonzernen übereignet“. Wir wissen und Müller weiß, dass das nicht das erste Mal der Fall war. Die zweite SPD-geführte Schröder-Regierung hat das seit 2002 mit der Agenda 2010 geradezu zu ihrem Hauptmerkmal gemacht. Zum Preis dieser Politik gehört auch, dass die SPD sich sichtbar gegen die Gewerkschaften stellt. Die mit großen Mühen in jüngster Zeit geflickte Einheit von SPD- und Gewerkschaftsführung wird für alle sichtbar in Frage gestellt. Dabei hatte der DGB nicht etwa ein klares Nein zu den Abkommen formuliert, sondern nur gefordert, sie müssten „nachverhandelt werden.“

Politisch hat Gabriel mit seiner Haltung also nur verloren. Selbst die meinungsbildenden Großmedien loben ihn nicht, sondern tadeln ihn, weil er laviert, anstatt stramm die Forderungen des Finanzkapitals zu exekutieren. Man kann daraus nur den Schluss ziehen, dass die SPD und ihr Parteichef unter erheblichem Druck standen, wenigstens CETA durchzuziehen, das Ende Oktober unterzeichnet werden soll. Der freie Kapitalverkehr, der in der EU durchgesetzt und als Grundsatz mit vertraglichen Weihen versehen ist, der auch in der nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA gilt, soll unbedingt zum Vorteil der großen Kapitaleigner transatlantisch vertraglich und unumstößlich verankert werden. Da lohnt es sich, größtmöglichen Druck auf die Partei auszuüben, die im größten EU-Land immer noch ansatzweise als Verbündeter und Interessenvertreter des kleinen Mannes gilt.

Im Kampf gegen TTIP und CETA hat sich ein breites Bündnis gegen die Zumutungen des Monopolkapitals herausgebildet, ganz wie es die Programmatik der DKP seit Jahrzehnten formuliert. Dieses Bündnis ist keineswegs schon antikapitalistisch, wie gelegentlich auf beiden Seiten der Frontlinie behauptet wird. Noch ist der Kampf nicht gewonnen oder verloren. Er kann auch gegen die SPD an Breite gewinnen.

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Bildergebnis für spd grüne afd bilder

Bildquelle: Naumburger Tageblatt

 

Im Vorfeld der Landtagswahlen im März in Müllheim Vertreter des DGB, der Kirche, des Friedensrates, Landtagsabgeordnete und Kandidaten auch der SPD und der Grünen auf einer Kundgebung auf die Gefahren hin, die von der AfD ausgehen. Sie forderten dazu auf, sich dieser Partei entgegenzustellen, weil die AfD »mit ihren volksverhetzenden Aussagen Ängste schürt und menschenverachtenden Verbrechern vermeintliche Rechtfertigungen liefert. Wir betrachten es als unsere demokratische Pflicht, den geistigen Brandstiftern entschieden und gemeinsamm entgegenzutreten.« Schon ein halbes Jahr später scheint diese Warnung für Müllheimer Kreisräte der Grünen und der SPD keine Gültigkeit mehr zu haben.

Im Streit um den Verbleib einer beruflichen Schule in Müllheim machen die Grünen-Kreisräte Dora Pfeifer-Suger und Martin Richter sowie der Kreisrätin Monika Eitel von der SPD gemeinsame Sache mit dem Müllheimer AfD-Kreisrat Gerhard Just und protestieren in einem GEMEINSAMEN Schreiben an das Kultusministerium gegen einen möglichen Umzug eines Teils der Berufsschule.

Der Friedensrat Markgräflerland protestiert gegen dieses Verhalten der Kreisräte von Grünen und SPD, sich mit der AfD gemein zu machen. Denn nicht anderes bedeutet dieses gemeinsame Schreiben: Die vorher ausgesprochenen Warnungen vor dem Wirken der AfD werden zur Makulatur, indem die AfD zu einem gleichberechtigten Partner erhoben wird.

Der Friedensrat Markgräflerland setzt sich nach wie vor für eine demokratische, offene Gesellschaft ein und wendet sich gegen eine »völkische« Ab- und Ausgrenzung“, wie sie von der AfD betrieben wird: »Im März 2016 wie heute sagen wir mit Erich Kästner ›Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen. Später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muss den rollenden Schneeball zertreten. Die Lawine hält keiner mehr auf…‹.« Der Friedensrat Markgräflerland  fordert die Kreisräte von Grünen und SPD aus Müllheim auf, ihr Zusammenwirken mit der AfD zu beenden.

 

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CETA, Gabriel und die SPD

Schlaumeier Gabriel hat auf dem unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagenden SPD-Konvent erwartungsgemäß eine Mehrheit für das CETA-Abkommen erhalten. Dabei geht es weniger um das EU-Freihandelsabkommen mit Kanada CETA als darum, dass CETA der Fuß in der Hintertür ist, mit dem diese für TTIP geöffnet werden soll – während Gabriel gleichzeitig verkündet, TTIP sei gestorben. Es ist das übliche sozialdemokratische Verfahren: Links blinken und recht abbiegen – TTIP für erledigt erklären und gleichzeitig seine Durchsetzung vorbereiten. Die „Linken“ in der SPD kennen dieses Verfahren auch – und damit ihre eigene Funktion, als „linkes“ Feigenblatt einer rechten „Realpolitik“ herzuhalten und den Teil der Anhänger und Wähler bei der Stange zu halten, die immer noch meinen, die SPD stehe für sozialdemokratischen Reformismus.

Die Gabriels und Schröders machen ihre eigene Partei kaputt. Seit Schröder-Zeiten hat die SPD die Hälfte ihrer Mitglieder und die Hälfte ihrer Wählerschaft verloren. Das ficht die Schröders und Gabriels nicht an. Wenn sie politisch ausgedient haben, warten auf sie einträgliche Posten in der Wirtschaft. Die Interessen des kapitalistischen Staates und der Monopole und Banken sind für sie wichtiger als die eigene Partei.

Mowitz kommentiert:

Konvent der Schrumpfpartei S?PD tagte hinter verschlossenen Türen – Kanadas Handelsministerin las die Leviten

Gabriel weiß wie es ist sich dem Votum des Volkes zu stellen und zu verlieren. Er hat nämlich noch keine Wahl gewonnen auf die es wirklich ankam zu gewinnen. Nicht als Niedersachsens Ministerpräsident, ein Amt zu dem er kam wie die Jungfrau zum Kind, als er es am 15. Dezember 1999 vom zurückgetretenen Ministerpräsidenten Gerhard Glogowski (S?PD) übernahm. Das Glück war nur von kurzer Dauer und schon knapp drei Jahre später schrumpfte die Niedersachsen-S?PD bei der Landtagswahl im Februar 2003 um satte 14,5 % auf damals schwindsüchtige 33,4 %.

Als Vorsitzender der S?PD fuhr er ausschließlich krachende Wahlniederlagen ein. Eine Abkehr vom Weg in die politische Schwindsucht ist unter Gabriels Führung nicht zu erkennen. Wer sich abschotten muss um eine Politik des internationalen Großkapitals, an den Bürgern vorbei, durchzusetzen, zeigt nicht demokratische Führungsstärke, sondern nur eine vasallenhafte Unterwerfung gegenüber den Vorgaben nichtgewählter Wirtschafts- und Finanzmafiosos. Gabriel versucht verzweifelt diesen Eindruck mit markigen Sprüchen zu überdecken. Zum Glück glauben ihm immer weniger, sodass der Schrumpfpartei nur ein weiteres Herumkränkeln bleibt bis es sich fertiggeschrumpft hat.

Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

Heute wäre es noch ein Traumergebnis für die Schrumpfer unter Leitung des „Großen Vorsitzenden“, ein Ergebnis wie bei seiner Abwahl in Niedersachsen einzufahren. Der S?PD Schrumpfprozess hat unter dem rechten Seeheimer Gabriel, der auch Mitglied des Netzwerks Atlantik-Brücke ist, begonnen und sich fortgesetzt. Die Niedersachsen-CDU fuhr bei jener Wahl ein Plus von 12,4 Prozentpunkten ein und deklassierte mit ihren 48,3 % die S?PD auf ein Mininiveau.

Als „Großer Bundesvorsitzender“, (seit November 2009), einer ehemals mäßig großen Partei, erhielt er bei den Bundestagswahlen 2013 ein weiteres Schrumpfergebnis mit 25,7 %, während die Union, auch für mich, auf unfassbare 41,5 %

kam. 28,5 % der Wahlberechtigten blieben allerdings der Wahl gleich fern, was die Zahlen bei näherer Betrachtung im Verhältnis zu allen Wahlberechtigten, noch mehr schrumpfen ließ. Dann käme nämlich die S?PD nur noch auf 18,4 % und die Union auf 29,7 % im Verhältnis zu sämtlichen Wahlberechtigten. Die Nichtwähler liegen mit ihrem Anteil von 28,5 % immerhin 10 % über der S?PD und fast auf Augenhöhe mit der Union bei der letzten Bundestagswahl. Ein Armutszeugnis für die politische Klasse, die immer weniger Wähler an die Wahlurnen locken kann, was ja bei den Geheimnistuereien hinter verschlossenen Türen, auch nicht wirklich erstaunen kann. Es schadet aber vor allen Dingen dem Legitimitätsanspruch der politischen Klasse, „Vertreter des Volkes“ zu sein, obwohl sich ihre eigenen Anhänger immer mehr in Luft auflösen.

Die Berichterstattung vom Konvent hinter verschlossenen Türen und im abgedunkelten Hinterzimmer der neuen Geheimbündler-Partei S?PD kann jeder auslegen wie er will. Sie ist nicht überprüfbar. Ein Paradebeispiel unserer offenen Gesellschaft mit gemeinsamen christlich-abendländischen Werten.

Wenn der Tag lang ist, kann Super-Gabriel jetzt viel erzählen: „Mit Ceta gibt es keine Absenkung von Standards, es geht eher darum, Standards zu erhöhen“. Das hat ihm wohl die Leviten-Vorleserin auf dem Konvent, die Kanadierin Chrystia Freeland, gesteckt.

Die nächsten Wahlen kommen bestimmt – und damit die Möglichkeit die geheimbündlerische Schrumpfpartei S?PD endgültig auf unter 5 % abzuwatschen.

FH

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