Veranstaltung
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Termin/Uhrzeit
Termin - 29.04.2017
11:00 - 17:00

Ort
Alte Feuerwache


Tagung in Erinnerung an Günter Judick (15.12.1929 Velbert – 23.02.2017 Velbert)

Günter Judick, Mitbegründer der Marx-Engels-Stiftung und viele Jahre Leiter der Geschichtskommission der DKP, ist tot. Wir ehren ihn, im Sinne Brechts – und Lenins! –, indem wir uns nützen: durch die Beschäftigung mit der Geschichte der Arbeiterbewegung und vor allem der kommunistischen Bewegung, die uns oft mit Stolz erfüllt, zuweilen beschämt macht; durch ein sorgfältiges Quellenstudium; durch den Versuch, aus den Erfahrungen vorangegangener Generationen von Kommunisten wie aus unseren eigenen Erfolgen, Fehlern und Niederlagen Lehren zu ziehen.
„Die Enkel fechten’s besser aus“ – das bleibt unsere Hoffnung.

Alle Referentinnen und Referenten der Tagung kannten und schätzten Günter Judick aus freundschaftlicher Zusammenarbeit: vier von ihnen in der DKP-Geschichtskommission; Heinz Karl als Leiter des „Langnamvereins“ Marxistischer Arbeitskreis zur Geschichte der Arbeiterbewegung bei der Partei Die Linke, mit dem die Marx-Engels-Stiftung und die DKP-Geschichtskommission seit langem kooperieren; Nina Hager als frühere stv. Parteivorsitzende der DKP, die zugleich in der UZ für das Ressort Theorie und Bildung verantwortlich war.
Auch die Themen der Tagung haben auf die eine oder andere Art mit Günter Judick und seinem Wirken zu tun:

  • Gisela Blomberg wird von einem „work in progress“ berichten, ihrer Arbeit über die kommunistischen jüdischen Emigranten und Widerstandskämpfer Alice und Werner Stertzenbach;
  • Prof. Dr. Nina Hager spricht über die Aktualität von Lenins Schrift zum „linken Radikalismus“;
  • Prof. Dr. Heinz Karl beschäftigt sich mit „Lenins ‚Partei neuen Typus’ im Widerstreit der An- und Draufsichten“;
  • Hermann Kopp wird an den 3. Weltkongress der Komintern erinnern, der Günter besonders wichtig war – und der letzte, an dem Lenin teilnahm –, und an dessen Auseinandersetzung mit der „Offensivstrategie“ der KPD;
  • Dr. Dirk Krügers Beitrag gilt einem anderen Velberter, dem Schriftsteller und antifaschistischen Widerstandskämpfer Günther Weisenborn (1902-1969);
  • Rainer Perschewski, selbst aktiver Gewerkschafter, befasst sich mit der Entwicklung der Gewerkschaften (FDGB) in Westberlin bis zur Spaltung und den Nachwirkungen;
  • Klara Tuchscherer, Tochter von Klara und Karl Schabrod, spricht über die „Kindern des Widerstands“, zu denen auch Günter Judick gehörte.

Wir bitten um einen Kostenbeitrag von 12 Euro / ermäßigt: 8 Euro (inkl. Mittagsimbiss!) für die Tagung.
Aus Planungsgründen wären wir für Voranmeldung unter marx-engels-stiftung@t-online.de oder telefonisch 0211-680 28 28 (Hermann Kopp) dankbar.