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Grußbotschaft an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung aus Anlass des 60. Jahrestages des KPD-Verbots am 10. September 2016

Liebe Genossinnen und Genossen,

wenn Ihr heute, auf Einladung des DKP-Parteivorstandes, des KPD-Verbots vor 60 Jahren gedenkt, sind wir in Gedanken bei Euch.

Von den Nazis wurde die KPD durch die Reichstagsbrandverordnung vom 28. Februar 1933 verboten, ihrer Mandate und ihres Vermögens beraubt, ihre Mitglieder wurden systematisch verfolgt, in Konzentrationslager gesperrt und ermordet. Am 10. Juni 1945 wurde die KPD in den fünf Ländern der sowjetischen Besatzungszone und in Berlin wieder zugelassen, bis Ende 1945 auch in den westlichen Besatzungszonen. Am 17. August 1956 – 11 Jahre nach der Zerschlagung des deutschen Faschismus – wurde die Partei erneut verboten. Richter richteten, die auch vor 1945 Kommunisten verurteilt hatten, damals nicht selten zum Tode. Geheimdienstler spitzelten, die die Herren in Hitlers Folterkammern waren. Alte Nazi-Generäle bauten – was für ein Zufall – gerade in dieser Zeit die Bundeswehr auf. Der Staatsapparat war überlaufen von alten Nazi-Beamten. Nazi-Lehrer erzogen weiter Kinder. Sie alle waren über Nacht lupenreine Demokraten geworden. Nicht so die Kommunisten. Sie waren gegen die Wiederaufrüstung, prangerten lange vor 1968 die alten und neuen Nazis an, schickten Arbeiterkinder in DDR-Ferienlager und fanden, dass der Kapitalismus keine Alternative für die Menschheit ist. Da musste ein Verbot her. Liebe Genossinnen und Genossen, auch das heutige Treffen zeugt davon, dass man Strukturen verbieten kann, nicht aber das Kommunistsein.

Wir grüßen Euch und wünschen Euch Kraft im Kampf, der unser gemeinsamer ist.

In Solidarität,

Bundessprecherrat der KPF

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